Archiv für die Kategorie ‘Satire’

Von der 13

Dienstag, 01. Januar 2013

Ach, ich vergaß gestern zu erwähnen, dass die 13 bei den Germanen eine Glückszahl ist. Ob das Einfluss auf den Verlauf des neuen Jahres hat, vermag ich Ihnen aber nicht zu sagen.

Mindestens sollten wir es, der Toleranz gegenüber uns selbst halber, nicht ausschließen.

Oder wird 2013 das Jahr der Masochisten?

Sadomasochistieren sich Börsen und Gewinst?

Es könnte natürlich auch sein, dass der Große Klistier kömmt. (weiterlesen…)

“Ab die Vorhaut von dem Glied”

Montag, 31. Dezember 2012

Irgendwie hatte ich die letzten Tage das Gefühl, dieses Jahr noch einmal etwas zum Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz sagen zu müssen.

Jetzt ist ein grüner Landtagskandidat am Ende, weil er ein Gedicht dazu schrieb, das zwar stilistisch nicht unbedingt Oberklasse, inhaltlich aber unabweisbar den Punkt trifft.

Es beginnt also:

“Wetzt das Messer, singt ein Lied,
Ab die Vorhaut von dem Glied.
Kinder können sich nicht wehren,
darum müssen sie uns ehren.”

Und endet (das ganze Gedicht finden sie hier):

“Bist Du für ein intaktes Glied,
so bist Du gleich Antisemit.”

So viel freie Meinungsäußerung, in ihrer Aussage gar kaum zu bestreiten, darf eine Gutmenschenpartei, die lieber Käfer schützt als Kinder, natürlich nicht durchgehen lassen.

Man kann sich eigentlich nur noch fragen, wie ein Mann mit eigener Meinung und Mitgefühl für Kinder sich je in diesen verlogenen Schleimschleckerladen verirren konnte.

Immerhin ist Herr Dunkel jetzt über Nacht als Lyriker im ganzen Lande bekannt.

Von der poetischen Seite her muss er aber wohl noch einiges dazulernen, damit es mit der neuen Karriere etwas wird. (weiterlesen…)

Von der “homosexuellen” Unterdrückung

Freitag, 14. Dezember 2012

Ich finde, dass der Begriff “schwul” verpönt gehört.

Denn er diskriminiert Frauen in einer nicht hinnehmbaren Weise.

Sowieso fällt auf – ich meine nicht, dass ich mir das einbilde! – , dass “lesbisch” zu sein bei weitem nicht die gesellschaftlichen Vorteile bringt, wie schwul zu sein.

Machen Sie mal den Test: Wie viele erfolgreiche, hochgelobte, bekennende Lesben fallen Ihnen spontan ein?

Ich komme nur auf Alice Schwarzer und Anne Will.

Bei den Schwulen reichte die Liste von hier bis Alaska.

Also unterdrücken die Männer die Frauen wieder. (weiterlesen…)

Google betreibt den Umsturz: Wo bleibt der Verfassungsschutz?

Donnerstag, 06. Dezember 2012

Auf SPON zur Leistungsschutzrechtsdebatte (“Lammert empört sich über Google-Kampagne”):

“Was den CDU-Politiker Lammert empört: Auf der Google-Homepage können die Nutzer bei ihren Bundestagsabgeordneten direkt nachfassen. Dort zeigt das Unternehmen eine vielfarbige Übersichtskarte der Bundesrepublik und führt zu den Wahlkreisen der einzelnen Parlamentarier – samt E-Mail-Adresse, Postanschrift der Büros sowie Telefon- und Faxnummer.”

Das ist ja nun wirklich die absolute Härte: Wie kann der US-Netzgottseibeiuns brave Bürger nur derart aufwiegeln? Jeder Sorte Revoluzzer und Gesindel derart brisante, die nationale Sicherheit betreffende geheime Informationen durchstechen?

Mit dieser Landkarte, diesem Mausklick-Fahrplan zum Umsturz, hat Google den Rubikon klar überschritten, sich nicht nur außerhalb des Verfassungsbogens gestellt, sondern eine außerparlamentarische Opposition ins Leben gerufen, die an den Grundfesten unseres Gemeinwesens rüttelt, die unsere demokratische Ordnung beseitigen will. (weiterlesen…)

Verbreiterte Theorie

Montag, 03. Dezember 2012

“Wagner!”

“Ja, Herr Professor?”

“Wir bekommen immer noch nicht die gewünschten Messergebnisse.”

“Aber wir haben doch alle Parameter genau so eingestellt, dass es endlich hätte klappen müssen. Sollen wir…”

“Nein, Wagner. Wir stehen jetzt vor der Wahl.”

“Was meinen Sie, Herr Professor?”

“Entweder wir stellen die Theorie auf eine verbreiterte Grundlage, die erklärt, weshalb wir nie die richtigen Ergebnisse bekommen und feiern unsere Ergebnisse als Durchbruch der Wissenschaft in dem Sinne, dass sie uns zu der erweiterten Erkenntnis brachten, dass sie SO ja falsch sein MUSSTEN, unsere Versuche also einen entscheidenden Baustein zur Entdeckung der Allgemeinen Transkriptionsphasentheorie darstellten.”

“Oder?”

“Wir beerdigen die Theorie so still und leise wie möglich und denken uns schnell eine neue aus. Was schlagen Sie vor?” (weiterlesen…)

Des Euros Buhle (Gastbeitrag)

Samstag, 01. Dezember 2012

O Sonnengrund! O Euro Du meine Lichtgeburt!

Siehe, wie die Völker in Deinem Glanze tanzen!

Du göttergeschaff’ner Gott!

Dein Himmel, blau und gülden über Deinen Untertanen!

Titan, Du!

Du Allerbringer, Du Wegewäger!

O mein Schätzer aller Schätze!

O mein höchster Buhl! Mein Ergetz! Mein Lieb!

Die lange Leistungsschutznacht

Donnerstag, 29. November 2012

Das neue Gesetz zum Leistungsschutz soll, ja, ich schrieb es schon, heute Abend debattiert werden, heute Abend, wenn man kurz nach halb drei noch zum Abend rechnet.

Im Ernst (sollte nicht an mehreren Orten 1. April sein): Die Debatte ist auf 2.35 bis 3.15 Uhr angesetzt.

Die Zukunft des deutschsprachigen Netzes soll also nach dem achten Pils, dem sechsten Prosecco, dem elften Kognak zerreichstagt werden.

Aparte Idee.

Ob es irgendwo ein Klo gibt, wo man auch mal in aller Ruhe einen Joint rauchen kann, bei so einer Nachtschicht?

Es ist eigentlich Wochenende (für Abgeordnete des Deutschen Bundestages gehört der Freitag normalerweise zum Wochenende), und man muss (naja, wohl nur die wenigsten – werden mehr als dreißig von sechshundert Hanseln da sein?) dann doch noch von halberder Dreie bis viertelder Viere so tun, wie als ob man was jobbte: das kann einen schon killen.

Man weiß zwar, wie üblich, kaum, worum es genau geht, so dass nicht allzuviel von einem erwartet wird, aber man hat, da irgendwie zuständig geworden und deshalb zu dieser Scheißzeit inhäusig, am Rande mitbekommen, dass es mit diesem blöden Gesetz noch einen ziemlichen Ärger geben könnte, dass sich schon wieder eine ganze Menge Leute, die ebensowenig wissen können, wie man selber, wie es sich in der Praxis auswirken werde, darüber aufregen.

Was regen sich die Leute über ungelegte Eier auf? (weiterlesen…)

Wünsche und Warnungen

Montag, 26. November 2012

Manchmal wünschte ich mir, die Welt bestünde zunächst nur aus einem Apéritif und sechs bis acht guten Vorspeisen und einem von drei angebotenen Weißweinen.

Immerhin, wenn man es bis zum Hirschmedaillon mit Haselnussspätzle nicht schafft oder nicht geladen, was dasselbe, auch der gute Rote wohl nicht beikommen wird, kann man daselbst, wenn genug da, die Vorspeisen zur Vollspeise machen.

Ordentlich Brot dazu, vielleicht mal einen Extratropfen Olivenöls an- und Weins eingegossen, so mag schon binnen sein, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Ich kann mir die Welt auch gut als einen gut ausgebackenen Hefefladen mit leckerer Auflage vorstellen. Pizza, Börek, Zwiebelkuchen, mag man’s nennen, wie man will: Die Erde ist eine Scheibe zum Anbeißen.

Oder unser Dasein, unsere unermüdliche Progeneration, manifestiert sich in einer Fisch-Eicreme, eben schon zur Vorspeise.

Auch gefällt die Welt, wenn ein Huhn gut über einen halben Tag lang sorgsam betreut in Knoblauch und Ingwer und dem Rest so lange eingerieben und hernach gebadet, dass selbst Söhne eine Viertelstunde andächtig Ruhe geben.

Irgendwann in diesem Leben werde ich wohl auch mal wieder an frische Rhön- oder flämische Deichlammkottelets herankommen, so es mein zweithöchster Lenker, mein Gaumen, will.

Wenn’s die von der Rhön sind, will ich sie wieder mit dem Bärlauch-Tomatenjus mit dem frischen Rhöner Wildthymian dabei tagesmariniert von der Holzkohle. (weiterlesen…)

Politik: Interview mit “Harissa”

Montag, 26. November 2012

Zum Glück habe ich mein erstes Pöhm, dasjenige vom Selt, jetzt hinter mir.

Zeit also, in Prosa etwas “Trashiges” oder sehr Seriöses zu schreiben, das Gefühl der Befreiung angemessen zu verarbeiten.

Wie wäre es aber mit, um wieder zum üblichen Geschäft zurückzufinden, mit einer Mischung aus beidem, also über ernsthafte Sachen müllicht hergezogen?

“Habe man gesagt, dass wolle Tirke aufschtelle Rakete von Daitsche un’ Nato, aber Tirke wolle schieße, wann Luscht habe.

Pirate habe wolle EU-Staat, nix mehr Daitschland.

Die Steinbrick ist Schlitzohr. Aber nix geiebte. Kein Ausstahlung. Kannnix machen Leite frehlich.”

“Warum kann Steinbrück die Leute nicht fröhlich machen? Und Merkel, die macht die Leute doch auch nicht gerade fröhlich?

“Musstu verstehen, die Weib is’ viel geschickter, kann nicht halten mit Steinbrick.”

“Wieso?”

“Die Weib viel geiebter in Schlitzohr. Auch wenn Jingere viel mehr Erfahrung hat.”

“Wie drückt sich das aus?” (weiterlesen…)

Silke Burmester versucht “Sag’s auf Deutsch”

Sonntag, 25. November 2012

Da schreibt eine Spiegel-Kolumnistin eine mehr oder weniger antibajuwarische Satire, den Bayern unter anderem ihr erbärmliches Deutsch reinzureiben.

Ja, “ihr”, nicht deren.

Abgesehen davon, dass man den Stil der Dame als prosodisch schwach bezeichnen muss, ihren Witz als gezwungen, was jeweils noch Geschmackssache sein mag, fehlt da mal ein Wort, das dortstehen müsste, macht sie Grammatikfehler, verwechselt “das” und “dass”, und ihre Kommasetzung ist für eine Profi unter aller Kanone. (Sie weiß auch nicht, wann man nach Doppelpunkt nicht groß schreibt.)

Hätte ihr vielleicht gutgetan, hätte sie ein Gymnasium in Weiden oder Deggendorf besuchen dürfen, wo die Lehrer zumindest zu ihrer Zeit angesichts solcher Schwächen noch zu scharfen Sanktionen gegriffen hätten. (weiterlesen…)

Quantenolympiade

Freitag, 23. November 2012

Ich habe schon lange nichts mehr von meinen Quanten gehört.

Sie sind wohl etwas vernachlässigt, meine derzeit dreimal 36 wirkenden Quanten, die ich in Triaden, Subtriaden und Lokaltriaden eingeteilt habe, so dass jeder Lokaltriadenleiter dann noch drei Quantenvölker führt.

Das einfache System funktioniert. Wenn ich nichts höre, heißt dass, sie regeln ihren Streit unter sich.

Das Triadensystem sorgt dafür, dass alle wirkenden Quanten so mit Alltags- und sonstigen Händeln beschäftiget, als man sich das von einer derartig wirrseligen Mutantenschar von verschiedenen mehr oder weniger verwandten Graden eigentlich auch nur erwarten kann.

Quanten streiten immer. Immer will eins Subquanten reklamieren, in seinen Quantenbeziehungen bedeutender dastehen (manche Quanten haben sogar eine besondere menschliche Lobby, indem sie das was, zwar vom Menschen nichts wissend, aber durch seine Experimente ausgelöst, exaltiert, ungewöhnlich frech zu werden nutzen).

Das wird dann aber auch immer gleich beneidäugelt. Wenn es ungewohnt gewaltsam unerklärliche Quantenphänomene gibt, die eine Sorte Quanten oder mehrere gegen eine oder mehrere…kurzum: Verschwörungstheorien sind in Quantenstan unwegdenkbar.

Sie veranstalten sogar in regelmäßigen Abständen eine Olympiade dazu, die ich ausrichte.

Gold, Silber, Bronze in den drei Disziplinen Historische Verschwörungstheorie, Aktuelle Verschwörungstheorie und Visionäre Verschwörungstheorie erringen ncht selten Quanten der unteren Schichten.

Das ermutigt die unteren Schichten dahingehend, dass man es zu etwas bringen kann und diszipliniert gleichzeitig die oberen Schichten, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen.

Zur Quantenolympiade, ich gebe es gerne zu, gehe ich gerne. (weiterlesen…)

Es chinest

Dienstag, 20. November 2012

Bei mir chinest es im Kopfe herum, ich denke schon, ich bekomme eine Antiokzidenz.

Wenn es jetzt noch richtig losjapanert, fange ich mir noch ‘nen Ostvogel ein.

Das I-Ging und das Tao-Te-King habe ich ja damals recht mühelos verkraftet (wobei ich mich mit beiden nicht eingängig beschäftiget), und der Buddhismus ist mir ziemlich egal; aber seit mir Konfuzius und die 36 Strategeme in die Hände gefallen sind, chinest es und chinest es.

Dazu habe ich mir, einer alten Schwäche für das Genre folgend, auch wieder mal einige Kung-Fu-Filme angeguckt, die alten, Streifen, in denen die Clanoma von vielleicht siebzig Jahren eine Kampfmeisterin ist, dass sie nur mit ihrem gebogenen Knotenholzprickel in der Hand 5 KSK-Soldaten wahrscheinlich in zwei Minuten von der Platte putzt.

Da chinest’s einem noch im Schlaf.

Ling, Hang, Feng, Kung, Pang, Song, Li und Lu.

Irgendwann sehnt man sich dann schon danach, dass mal einer Raskolnikow hieße.

Ja, und wenn man dann an so einen Britlummel wie diesen James Bond denkt, wie den schon der bessere Lehrbub hernähme, kann man schon feng-shuimäßig ins Grübeln und Chinesen kommen.

Ja, und die Japse, die haben magische Schwerter.

Sozusagen magische.

Dabei ist der Trick bloß der, dass der beste Schmied s e h r lange schmiedet.

Wie ein Wieland.

Übrigens tragen in den traditionellen chinesischen Filmen die Männer oft Röcke und Kleider, die Frauen aber Hosen bzw. Hosenanzüge. Maulfaul sind sie trotz ihrer formalen Untergebenheit auch nicht immer. Die Frisuren sind kunstvoll, so dass man, wenn sie einem aus zwanzig Metern einen tödlichen Pfeil ins Herze wirft, immerhin nicht ästhetisch beleidigt stirbt.

Die Männer sind natürlich trotzdem nicht von Pappe. (weiterlesen…)

Grünliberale Piraten-Verschwörung?

Montag, 19. November 2012

Die Piraten sind sowas wie eine Kreuzung aus FDP und Grünen mit noch weniger Format als die FDP und dekadenter noch als die Grünen.

Das muss man erstmal schaffen: Respekt.

Man sieht daran wieder einmal, wozu F1-Hybriden gut sind.

Bei der FDP weiß man, dass sie für Apotheker ist und bei den Grünen, dass sie für Lesben und Schwule sind.

Die Piraten machen es besser. Sie sind irgendwie für irgendwasnix. (weiterlesen…)

Frauenversteherversuch mit Geld

Montag, 19. November 2012

Ein kluger Mann sollte nicht allzuviel Geld haben und nicht allzugut aussehen. (Vielleicht sage ich das nur, weil ich beide Kriterien souverän erfülle.)

Das mit dem Gutaussehen ist gerade noch erträglich; das mit dem vielen Geld viel gefährlicher.

Wo einer bloß gut aussieht, da hat er eine gute Damenauswahl; daran kann man sich gewöhnen; wo einer viel Geld hat, kommen sie fast alle.

Und damit, dass sie fast alle kommen, steigt die Gefahr in jeder Richtung. (weiterlesen…)

Petraeus-Affäre: USA ein einziger Comic (II)

Sonntag, 11. November 2012

‘The president said his “thoughts and prayers” are with Petraeus and his wife Holly Petraeus…’

Das ist schon ein netter Kerl, dieser Obama, dass er jetzt täglich für seinen über seinen Schniedel gestolperten CIA-Chef, der so blöd war (dafür hätte ich ihn auch rausgeschmissen) ohne besondere Absicherung binnen Monaten “hunderte E-Mails” an seine Buhle zu schicken und sich so erpressbar zu machen, andächtig betet.

Ich kann das Gesichte förmlich vor mir sehen, wie er in seinem Privatschrein im Weißen Haus niederknieet und für seinen gestrauchelten Oberdrohnenweltkrieger beim Herrgotte um Gnade bittet.

“Oh Lawd, hallowed be thy name, may my – ehm – thy general be forgiven!”

Witzig finden dürfen wird man das aber wohl nur in Good Ol’ Gemany.

Ob sich der Präsident der schönen USA wohl auch schon für Petraeus’ Nachfolger, im Präventivgebet sozusagen, an Höchster Stelle einsetzen wird?

“Oh Lawd, hallowed be thy name, may thy fallen Saint’s successer not sin! Please, oh Lawd, beware him from committing adultery with some journalist twat! And, oh Lawd, beware him even more from writing personal e-mails that even those FBI-bastards might be able to read! Oh Lawd Almighty…” (weiterlesen…)

Petraeus-Affäre: USA ein einziger Comic

Samstag, 10. November 2012

Vom pünktlich nach der US-Präsidentschaftswahl vorgeblich über eine Liebesaffäre gestürzten Superhelden, CIA-Chef Petraeus, las ich eben das:

„Nach über 37 Ehejahren habe ich ein extrem schlechtes Urteilsvermögen gezeigt, indem ich eine außereheliche Beziehung unterhielt“, schrieb der General an seine Mitarbeiter.

Soso.

Bei den Amis ist wirklich alles ein Comic.

Wenn einer seine Mitarbeiterin, seine Biographin durchnudelt, dann hat er “ein extrem schlechtes Urteilsvermögen” gezeigt.

Das ist ja wohl wirklich ein Witz.

Vergleichen Sie mal diese beiden Bilder, einmal seine Gattin, Bibel in der Hand, einmal seine Geliebte.

Der Mann mag ein Schlächter sein, aber was Fauen anlangt, da lügt er jetzt ganz sicher: Sein Urteilsvermögen war diesbezüglich zweifelsohne in keiner Weise getrübt.

Gut, wenn er wirklich hunderte Liebesmails geschrieben hat, dann stimmt das dahingehend schon.

Als US-Kriegsverbrecherheld und -Geheimdienstchef sollte man seinen Wiener wenigstens nicht permanent in die Tastatur hängen.

Insofern hat Petraeus wiederum recht. (weiterlesen…)

Von Karl Theodor zu Denktanker

Freitag, 09. November 2012

“Er habe die akademische Welt betrogen und deshalb das Gefühl, ihr etwas zurückgeben zu wollen.”

Also berichtet SPON heute von einem Vortrag des K. T. Freiherr zu Guttenberg in Yale, angetreten als Denktanker.

(‘Guttenberg lebt im US-Bundesstaat Connecticut und ist als “angesehener Staatsmann” bei einem Think-Tank, dem Center for Strategic and International Studies (CSIS), engagiert.’)

Wie viele “Bonesmen” (Mitglieder des superelitären Yaleschen Skull & Bones-Geheimbundes – Bush und Kerry sind dabei) anwesend waren, wird nicht berichtet.

Das ist aber auch unerheblich, denn davon wird nie berichtet.

Lustig gleichwohl, dass Kah-Teh jetzt gewissermaßen als Bußprediger auftritt.

Und zwar (immerhin unter Protesten) von einer Studentenvereinigung nicht gerade auf einen Hinterhof der South Bronx zum Crackhandelstermin oder Fressepolieren oder Pumpgunshowdown geladen. (weiterlesen…)

Von der Zipfe (II)

Dienstag, 06. November 2012

Weshalb lassen sich Männer eigentlich auf Zipfen ein?

Gut, die gemeine Erklärung ist die, dass irgendeine Zipfe sie am Schniedel gekriegt.

Ich denke, dass das aber, wenn auch naheliegend, keine hinreichende Erklärung ist, jedenfalls nicht für viele der häufigen glücklichen Fälle.

Nicht nur nämlich, dass der Mann mit einer Zipfe nicht mehr alleine ist: er ist nie mehr alleine.

Selbst wenn er gerade in der Straba zur Arbeit sitzt, pfitzt die Zipfe noch in seinem Kopfe herum. (weiterlesen…)

Berthold Kohler (Faz) steinbrückt

Sonntag, 04. November 2012

Mal wieder ein ausdrückliches Lob für das, was Berthold Kohler in seiner Sprachglosse bei der FAZ losgelassen.

Und ein weiteres solches für die Kommentatoren dort, derer einige sich wahrlich auch nicht lumpen ließen. (Teils sehr lesenswert!)

Es geht um Steinbrücken, Steinewerfer, Versteinerte, steinige Wege, Steinemeier, Mühl- und Mahlsteine, Steinbrecher, Steinsetzer…: nur nicht um Steinmetze.

Da komme dann doch noch ich ins Spiel: weil ich einer bin. (weiterlesen…)

Bond Goes Deep Sea (und Schluss)

Freitag, 02. November 2012

Jetzt mal ernsthaft.

Nachdem James Bond es im aktuellen Film mit einem Hacker zu tun bekommt: Was wäre die adäquate Steigerung?

Außerirdische Invasoren?

Zu abgeschmackt.

Ich schickte Bond in die Tiefsee. (weiterlesen…)

Bond Goes Sweden

Donnerstag, 01. November 2012

Gut, wir vermochten die neuen Aufgaben des James Bond im Vorartikel “Bond Goes Goldman Sachs” erst in groben Ansätzen darzulegen.

Bond, der zwar aus naheliegenden Gründen schon immer mit der Occupy-Bewegung sympathisierte, hat sein weiches Herz im knallharten Kerne zu entwickeln.

Zu diesem Behufe schickt ihn “M” nach Schweden, alswo er sich – Befehl ist Befehl – von mehreren Feministinnen verführen lassen muss, die ihn, wie in diesem Lande üblich, dann der Vergewaltigung zeihen, worauf die leitende Staatsanwältin Bonds Auslieferung fordert.

Natürlich befürchtet Bond (alles ist selbstverständlich bewusst eingefädelt, ihm eine Tarnung zu verschaffen), dass er von den SchwedInnen nicht nur hinter deren berüchtigte Gardinen gebracht werden könnte, sondern auch, nur wegen ein paar in Notwehr den Sachsmännern gebrochener Daumen in die USA ausgeliefert werden. Also bittet er in der nordkoreanischen Botschaft um Asyl. (weiterlesen…)

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