Ein verachteter Philosoph trifft einen hochverehrten Pfaffen.
Der Pfaffe: “Sieh mal, hättest du was Anständiges gelernt!”
Der Philosoph: “Dann müsste ich auch tagaustagein deinen fetten, schimmeligen Ranzen mit mir herumtragen.”
Ein verachteter Philosoph trifft einen hochverehrten Pfaffen.
Der Pfaffe: “Sieh mal, hättest du was Anständiges gelernt!”
Der Philosoph: “Dann müsste ich auch tagaustagein deinen fetten, schimmeligen Ranzen mit mir herumtragen.”
Die Schwäche des Abendlandes ergibt sich aus der Schwäche der Nichtabrahamiten.
Sedimente, Derivate und Ablagerungen: So stellt sich mancher Geist vor.
“Es scheint die Sonne”: Gott ist selbst grammatisch gesehen ein sächliches Scheinsubjekt.
Irgendwo in Argentinien soll es Göttinnen geben, die zu tanzen verstehen.
Eben brachte es auf einer Forendiskussion ein Teilnehmer fertig, mich (anonym natürlich) wie folgt anzusprechen:
“Drei Fragen…, sofern Sie in der Lage sind, mal ein paar sinnzusammenhängende Absätze zu formulieren und nicht nur irgendwelche dämlichen Floskeln ab zu liefern.”
Darunter zitiert er drei Absätze von mir und stellt tatsächlich drei anscheinend ernst gemeinte Fragen (zu Religion und Weltenläuften, großen Dingen also).
Der arme Mann (ich vermute mal, dass er einer ist) hat ja wirklich Probleme.
Ich blase, wie immer, nur dämliche Floskeln ohne Sinnzusammenhang heraus, typisch Göllersche Sottisen also, und dann erwartet dieser armselige Tropf nach dem Versuch, mich öffentlich zu beleidigen (bin natürlich mit Klarnamen dort), ernstlich von mir, dass ausgerechnet ich ihm Gott und die Welt erkläre.
Das ist nicht Hybris: so sieht heilige Einfalt aus.
Da man jetzt anfängt, in Deutschland Imame auszubilden, interessierte mich doch einmal, was man denen beibringt, dass sie zu all den Ungläubigenmordpassagen und anderlei Nettigkeiten des Koran lehren mögen.
Etwa, dass Mohammed wohl zu heiß war, als er diese Passagen niederschrieb?
Dass ein Mordaufruf etwas Relatives sei? (weiterlesen…)
Ich fragte Gott ob seiner schäbigen Lage, ob ich das Dichten über ihn vorläufig einstellen solle: Und siehe da, er meinte, ihm sei fürs erste Genüge getan.
“Gott” sagt der Mensch, wenn er Angst hat.
Jetzt langt es mir erstmal mit diesem Gott. Beim Lidl gibt’s Wein, der geholt werden will.
Einen Gott hatte ich noch nie in der Nachhilfe. Oder ich habe es einfach nicht gemerkt. Oder meine Schüler waren alle Götter.
Als Philosoph darf man sich nicht darum scheren, wessen Gefühle man vielleicht verletzen könnte. Am wenigsten gar, was die religiösen anlangt.
Gott ist die Ehrensache der Einfältigen.
Gott ist es egal, welcher Blödsinn in seinem Namen geredet wird. Hauptsache man folgt ihm.
Glaube macht maßlos.
Ich arbeite daran, das süddeutsche “Grüß Gott!” zugunsten des norddeutschen “Guten Tag!” aus meinem angewandten Vokabular zu entfernen. Gerade weil ich weiß, dass die beiden Wörter miteinander verwandt sind.
Glauben verblödet.
Gerade fand ich auf ef-magazin.de von einem Kommentator mit dem Nick “hoeppe” das folgende Zitat:
“Der Versuch des Menschen, sich der Herrschaft anderer und der Fremdbestimmung zu entledigen, und sich selbst, als Individuum in den Mittelpunkt des Weltenlaufes zu stellen, ist ein relativ neues Phänomen. Seitdem sich der Mensch selbst in den Mittelpunkt gestellt hat, muss er sich um Freiheit, Gerechtigkeit, Daseinszweck und gesellschaftliche Evolution und das ganze lästige Zeug selber kümmern. Die Ergebnisse dieser Bemühungen nennen sich dann Kommunismus, Liberalismus, Faschismus, Sozialismus, Demokratismus usw.
Aufgrund der äußerst bescheidenen Erfolge der mannigfaltigen Ismen, bin ich darauf zurückgekommen, mich auf die Herrschaft Gottes zu besinnen. Sinnlose Aufregung um Freiheit, Gerechtigkeit und Daseinszweck und gesellschaftliche Evolution fallen damit gar nicht mehr in meinen Zuständigkeitsbereich. Is doch herrlich praktisch oder? Was hier so problematisiert wird, perlt an mir ab wie Wasser an der Lotusblüte. Ich kann mich sogar an der potthässlichen, 130 Kilo schweren und Stroh dummen 1 Euro Kassiererin im Supermarkt erfreuen, weil sie ein Kind Gottes ist. Und ich kann mit den Ismen-Vertretern nach herzenslust Katz und Maus spielen.”
Das ist der wahrhaft moderne, durch und durch pragmatische Glaube: Gott als nützlicher Treibriemen des Egos. (weiterlesen…)
Eben fand ich das in einer Diskussion bei der “Partei der Vernunft”. Ein Professor Puin lässt Putziges los:
“Sie empfinden den Islam als Bedrohung?
Puin: Nicht die Muslime, aber den Islam, ja.”
Wahrscheinlich wachsen dem Koran bald Füße und der Islam trägt persönlich eine Kalaschnikow mit sich herum (weiterlesen…)
Sinn ab, Hand ab, Anmut ab, Recht ab, Ich ab, Alles ab.
Gestern auf Spiegel-online:
“Sie vermitteln bei kulturellen Konflikten, helfen bei Behördengängen, schlichten beim Ehestreit: Muslimische Geistliche sind Alltagsmanager und Seelsorger zugleich.”
Na prima. Dann wird ja alles gut.