Archiv für die Kategorie ‘Philosophie’

Wann ist Spiritualität kein Mist?

Freitag, 13. Mai 2011

In den Beiträgen “Spiritualität ist fast immer Mist” und “Spiritualität ist fast immer Mist (II)” und den Kommentaren dazu wurde einiges zum Spiritualitätsmist erörtert.

Die obige Frage allerdings, die sich logisch aus der ursprünglichen Behauptung ergibt, nämlich wann bzw. welche Spiritualität denn kein Mist sei, wurde bislang nicht untersucht.

Unter nichtmistiger Spiritualität verstehe ich zunächst einmal das Vorhandensein von Geist sowie die gewollte Entwicklung und Verfeinerung seiner Aufnahmefähigkeit und Ausdrucksformen.

Wenn es also jemand schafft, durch tägliches Angucken eines Rosenquarzes oder Ikebana-Stecken oder Biertrinken seine Gedanken positiv weiterzuentwickeln, zu mehr Klarheit zu gelangen, so hat derjenige sich spirituell eindeutig nichtmistig betätigt.

Aber nur dann.

Denn die drei Beispieltätigkeiten sind ja nicht schon nichtmistig spirituell an sich. (weiterlesen…)

Konfuzius, Jesus und Nietzsche ritzen und raten

Montag, 09. Mai 2011

Die Idee, anhand des Christentums aus einem alten, teilweise übelst verstaubten Glauben einen geläuterten neuen zu entwickeln, eine solche Entwicklung wohlwollend zu begleiten, ist doch recht trächtig, wie die jüngeren hiesigen Diskussionen zeigen (siehe “Unerhört: Magnus Wolf Göller fördert das wahre Christentum” samt Kommentarstrang wie auch “Der Geldverkäufer”).

Fast sieht es so aus, als habe der Heide wenigstens zwei Christen mit dahinverholfen, weiteren Christen in vielerlei Hinsicht Mut und Klarheit zu spenden, durchdachte Angebote zu machen, klare Bilder zu senden.

Fast fühle ich mich schon wie ein halb unbeabsichtigter, von einem numinosen Fluidum eingenommener Neo-Samariter. (weiterlesen…)

Unerhört: Magnus Wolf Göller fördert das wahre Christentum

Samstag, 07. Mai 2011

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich einst Christen dazu aufriefe, ihren wahren Glauben zu verteidigen.

Und doch geschah es.

(Nachtrag 13.50 h)

Kurz nach Veröffentlichung dieser Beichte lachte mir Nietzsche laut eins ins Ohr und meinte, ich sei zwar ein hilflos romantischer Tor, aber ihm darin als stets unermüdlich verunglückender Schelm ein rechtes Vergnügen bei der Draufschau.

Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen.

Lesemuss: Unschaf Janich nimmt sich den Fall bin Laden vor

Freitag, 06. Mai 2011

Heute habe ich mal die erfreuliche Gelegenheit, einen überaus unschafichten Journalisten zu loben.

Oliver Janich liefert bei Kopp zum Fall bin Laden ein Lesemuss. (weiterlesen…)

Netze über unser Bewusstsein (II)

Mittwoch, 04. Mai 2011

Man muss sich darüber im klaren sein, dass ein Symbol, ein Wort allein, die Welt nicht tragen kann.

Außer DEM Wort: alswelches für alle Worte in ihrem wechelseitigen Geflecht steht.

Das OBERWORT, das gibt es nicht.

(Ich bitte um Verzeihung: Sie haben jetzt den 33. Grad der maurerischen Einweihung im unangeforderten Kurzkurs überschritten.)

Netze über unser Bewusstsein

Mittwoch, 04. Mai 2011

Es gibt weder das eine verlorene oder geheim gehütete Wort noch ein entsprechend zu inkriminierendes Symbol. (weiterlesen…)

Eros vor Logos

Donnerstag, 28. April 2011

Wenn ich mir anschaue, welche hiesigen Beiträge die bisherigen Renner bei der Kommentarschlagzahl waren, nämlich “Dichten Lesben Sapphorismen?”, “Ehret den Weltuntergang!” und “Denken und Glauben”, so geht es hier offenkundig ganz normal zu: Sex, Glauben und das Ende von Sex und vom Glauben interessiert die Leute am meisten. (Rang vier, “Was sollen wir Männer nun dürfen wollen, Frau Minister?”, dreht sich im weitesten Sinne um eine Kombination dieser Trias.)

Bemerkenswert und vielleicht nicht normal ist, dass ein Geldthema (“Gold und Silber: Gigantischer Schwindel?”) erst an fünfter Stelle rangiert.

Dass ein philologisches Thema (“FAZ-Blogger hat hat”) erst an sechster Worts erregte, darf wiederum nicht verwundern, ebensowenig wie dass es ein genuin philosophisches (“Vom positiv traumatisierten Menschen V”) lediglich auf Platz sieben schaffte. (Womit man allerdings wohl sehr zufrieden sein kann.) (weiterlesen…)

Das Vierhornschaf war weg

Donnerstag, 28. April 2011

Es begegnete mir im Traume ein Vierhornschaf.

Bevor ich es selbst anrufen konnte, sprach es: “Siehest Du meine vier Hörner?”

‘Das wird ja ein spannender Traum werden, die Leier kenne ich schon’, sagte ich mir, ließ mir aber nichts anmerken und versetzte: “Soll ich noch mehr als Viere sehen? Hast wohl noch eins im Schlund versteckt?”

Da erlosch des Vierhornschafs Lust auf Späße schlagartig. (weiterlesen…)

Wie kommt das Internet aus der Pubertät?

Mittwoch, 27. April 2011

(“Wie kommt das Internet aus der Pubertät?” – Siehe rotes Feld zur Veranstaltung rechts.)

Eine wesentliche Frage dahingehend, wie das Internet aus der Pubertät kommt, ist jene nach den gepflegten sprachlichen Formen. (Siehe dazu auch “Blogger Dir Einen” und verwandte Beiträge.)

Während einerseits zu beobachten ist, dass ein erheblicher Teil der Netznutzer sich in ihren Äußerungen wie halbwüchsige Rotzlöffel benimmt (durchgängige Kleinschreibung, nicht sachgemäßer Slang, unnötige Vulgarismen, pöbelnde schlechte Witze usw.), erwächst andererseits eine neue Schreib- und Streitkultur, in der auch Leute ernstgenommen werden wollen, die sich unter Decknamen einbringen.

Da ist man nicht ehrenkäsig, wenn mal ein Tippfehler hineinrutscht – vielleicht wird er gar noch in einen trefflichen Scherz sublimiert – , gibt sich aber bei aller mitunter gebotenen Eile, einen Einwurf, eine Riposte, eine Spontansatire, einen Knittelvers zu verfassen, durchaus Mühe, die meisten traditionell als fehlerhaft zu bezeichnenden Stellen nach dem Motto “Jupiter ist erlaubt, was dem Ochsen nicht” mit Absicht zu setzen.

Freude am sprachlichen Spiel, in aller Ernsthaftigkeit Witz und Biss: Es mag bis hin zum philosophischen Gespräch im Netz führen, einer spontanen Burleske, einem metaphorischen Drama. (weiterlesen…)

Zeitgeist im Strudel

Dienstag, 26. April 2011

Jetzt gilt es, genau aufzupassen.

Realität, Fiktion und Manipulation verschränken sich immer verworrener ineinander.

Altreligiöses, Notgezwungenes, Vorgespiegeltes und Technisches geraten in einen Mahlstrom.

Nichts ist schwerer zu berechnen, als die Strömungsverhältnisse in einem Vortex.

Also ist zeitweise auf Sicht zu fahren und handzusteuern.

Als Segel diene die Umsicht.

Als Kiel Verstand.

Als Steuer der Augenblick.

Muckenseckel: Das Wort, durch das die Welt justiert

Montag, 25. April 2011

Eines der schönsten schwäbischen Wörter ist der “Muggaseggel” (Muckenseckel).

Der Begriff wird verwendet, um ein kleines Bisschen, eine kleine Menge, einen winzigen Unterschied anzusprechen.

“No an gueda Muggaseggel diafer” bedeutet also, dass das Bild noch etwa einen halben Zentimeter zu hoch drapiert.

Ob der Begriff aus der Feinmechanik stammt oder eher der Genauigkeit schwäbischer Philosophie und Finesse in der Kochkunst (an Muggaseggel meh Salz däd ed schada), konnte ich wortgeschichtlich bislang nicht klären.

Ich habe auch noch nie einen Landsmann getroffen, der mit dem Vergrößerungsglas Muckenseckel gesucht und exakt vermessen hätte. (weiterlesen…)

Reden ist Gold

Montag, 25. April 2011

Ich setze auf eine Wiedergeburt des begrifflichen Bewusstseins.

Genug geklagt, dass Krieg Friede genannt werde.

Genug georwellt.

Genug gematrixt.

Wir müssen die klar überlegene Sprache selbst setzen.

Auf allen Ebenen so überlegen, dass die Falschspielerei daran bricht.

Hinterfragen und Durchkreuzen reicht nicht: Setzen ist Pflicht. (weiterlesen…)

Denkers Freud

Sonntag, 24. April 2011

Zum Schönsten im geistigen Leben gehört, eine unerhörte These aufzustellen, die nicht leicht zu widerlegen ist.

Auch Ihr Karfreitag gehet vorbei

Donnerstag, 21. April 2011

Gehen wir mal, kurz vor Karfreitag, an dem das Licht des einmaligen Schafsfischers zum vorläufigen Tode gekommen sein soll, ans Eingemachte.

Wer will diese Kriege?

Jesus etwa?

Oder ein anderes Licht dieser Welt?

Wer entblößt seine Brust und sagt: “Ja, dafür stehe und dafür sterbe ich!” ?

Keiner, und damit wissen wir hinreichend österlichen Bescheid.

Gab es HAARP schon zu Cäsars Zeiten?

Sonntag, 17. April 2011

Man erinnert sich an Majestix, den gallischen Häuptling, der – beim Teutates! – sich vor nichts fürchtete, denn dass ihm der Himmel auf den Kopf fallen könnte.

Militärhistorische Forscher meinen nun, dass manches biblische Wunder, manche biblische Katastrophe – die Sintflut z.B. – erklärbar wären, hätte eine irdische oder außerirdische Macht schon in alten Zeiten über HAARP-artige Anlagen verfügt. (weiterlesen…)

Weniger Grauen Denken

Sonntag, 17. April 2011

Ich richte mich jetzt an die Wenigen.

Wir müssen bezüglich der Begriffsbetrugsmatrix noch viel weiter denken.

Wir müssen die ganzen schillernden Schleier und scheinbar für immer gewobenen Teppiche der Desinformation zerreißen und mit einem Aufknüpfen entscheidender Knoten entlang ihrer sich dann selbst aufdröselnden Rückspannung zum Knäuel werden lassen.

Wir werden nicht nur streng wissenschaftlich vorgehen können, da wir so zu langsam und zu wenig feinfühlig wären; wir müssen wissen, wollen, wagen, und nicht schweigen.

Wir sind wenige, das ist klar. (weiterlesen…)

Kleine Magische Übung (jugendfrei)

Montag, 11. April 2011

Ich werde jetzt – als Urlaub vom strengen Denken – mal ein bisschen esoterisch (wann habe ich mir das eigentlich zum letzten Mal gegönnt?).

Wir denken uns ein Feld.

Das ist schonmal gut.

Denn wir wissen ja noch nicht einmal, ob es ein Stoppelfeld, ein verwüstetes oder aufgelassenes, ein kahles, in Blüte stehendes oder erntereifes fettes Kornfeld ist, oder einfach nur ein Kraftfeld, oder gar ein geistiges Feld. (weiterlesen…)

Schräge Kriegswitze

Freitag, 08. April 2011

Bei der Spiegel-Infokampftruppe wird das Kriegslektorat immer besser:

“Das Verhältnis zwischen der Nato und den libyschen Rebellen ist außerdem angespannt, seit Kampfflugzeuge der Allianz am Donnerstag versehentlich hatten.”

(Es könnten natürlich schon die Agenturen “als/dapd/dpa” gewesen sein, die den unkontrollierten Müll anlieferten, den man beim Spiegel ungeprüft auf die Seite stellte.)

Der FAZ-Blogger hat bloß hat, der Spiegel hat auf seiner Hauptseite sogar hatten.

Da weiß man, was ein qualitätskriegsmediales Plusquamperfekt ist: vollkommen mehr als ums Eck, und das ohne Partizip und ebenso selbstverständlich auch ohne unnötiges abhängiges Objekt.

(Man weiß dort offenkundig, wie gut der Leser sich beides hinzudenken kann. Von dessen assoziativ ergänzender Textsicherheit ist man so überzeugt, dass der sich für so viel Profi-Vertrauen geehrt fühlen sollte.)

Und den “Rebellen” scheint es auch immer noch ziemlich gut zu gehen: (weiterlesen…)

Wachsweiche verhinderte Massenmörder?

Donnerstag, 07. April 2011

Das ist schon merkwürdig, wie saublöde die “Schergen” Gaddafis sein sollen, dass sie eine Frau massenvergewaltigen, um sie hinterher mehr oder weniger frei herumlaufen und Interviews darüber mit CNN führen zu lassen.

Immerhin sind das, soweit man mir weismachen will, jene Monster, gegen die man anbomben müsse, um sie vom Massenmord an der eigenen Bevölkerung abzuhalten. (weiterlesen…)

“Warum so hart, sprach zum Diamanten einst die Küchenkohle…”

Mittwoch, 06. April 2011

Ich will an dieser Stelle mal innehalten und erklären, weshalb ich immer wieder zu scheinbar zu drastisch anmutenden Wörtern greife.

Es macht mir selber kein Vergnügen, von “Abschaum” zu reden, wenn ich – zumindest auch – von Menschen spreche, von “Schafsmedien” und “Kamelmedien”, dabei die FAZ und andere, wo, wie ich hier schon betont habe, mitunter auch gute Arbeit geleistet wird, ausdrücklich einbeziehend.

Man mag mir dessenthalben vorhalten, Hass zu säen, selbst ein Demagoge zu sein.

Es ist aber weder ersteres mein Behuf, noch kann letzterer Vorwurf einer Prüfung standhalten.

Solche Vorhaltungen sind dumm, oder Tricks. (weiterlesen…)

Bilderbergerblockflöten: Lieber verleumdet als verblödet

Dienstag, 05. April 2011

In den letzten Tagen wurde ich anlässlich der Landtagswahl in Baden-Württemberg wieder einmal öfter gefragt, was ich denn gewählt hätte.

Auf meine Antwort hin, ich sei da gar nicht erst hingegangen, erntete ich bestenfalls erstaunte Blicke, meist jedoch heftigen Tadel.

Auf meine Entgegnung hin, ich wählte eben keine Kriegspartei, lediglich die Linke und die NPD seien halbwegs glaubwürdig dagegen eingestellt, aber aus verschiedenen Gründen deshalb allein immer noch nicht meine Wahl (zumal wenigstens die Linke, wenn einmal in Regierungsbeteiligung, sicher bald “gute” Gründe für ein diesbezügliches “Umdenken” fände…), gab es immer noch kein Entkommen.

Dann müsse ich doch wenigstens das meiner Meinung nach kleinste Übel gewählt haben, so ginge die Demokratie kaputt, Wählen sei Bürgerpflicht, so viele Millionen seien in der Geschichte dafür gestorben, wählen zu dürfen, die Grünen seien immer noch besser als die FDP, oder umgekehrt, kurzum: Ich wurde als Seppel hingestellt, wenn nicht gar (latent) angefeindet.

Wie bitte? (weiterlesen…)

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