Matt Simmons, ein renommierter Ölexperte, geht inzwischen so weit, zu behaupten, dass das, was BP uns zeigt, gar nicht das Riesenloch bzw. der Riss im Meeresboden sei, aus dem diese gewaltige Menge Öl in Wirklichkeit ausströme:
Ich habe keine Ahnung, ob dieser ehemalige Berater des lügen- und kriegsseligen George W. Bush uns die Wahrheit sagt, will diese krasse Behauptung hier aber doch an Interessierte weitergeben.
An seinen sonstigen Ausführungen leuchtet zumindest einem Laien wie mir ein, dass das millimetergenaue Anbohren eines tellergroßen Lochs (zur Einrichtung einer Entlastungssteigleitung) in 33000 Fuß Tiefe eine “tricky” Sache sei.
In diesem Video kann man den Wunderadmiral Allen, den von Regierungsseite Zuständigen, dabei bestaunen, wie er das Chaos im Golf von Mexiko vereiert:
Besonders interessant ist die Stelle ab Sekunde 52, wo der Herr ob all der Sorgen, dass die Ummantelung des Lochs beschädigt, dadurch das Stoppen des Öls von oben in der jetzigen Form möglicherweise doch kontraproduktiv sei, erklärt:
“We continue to negotiate with BP right now the best trade-off…”
(Wir verhandeln jetzt gerade mit BP weiter über den besten Kompromiss…)
Das Verwirrspiel rund um die Ölpest geht weiter. Alles widerspricht sich selbst, wie als ob es einem diesbezüglichen Spezialhandbuch entnommen wäre, besonders was Zweit- und Drittlecks sowie Methan betrifft. Jetzt zitiert sogar AP einen “Offiziellen” (der seine Anonymität gewahrt haben will…) dahingehend, dass alles nicht so sei, wie es ist:
“A federal official says scientists are concerned about a seep and possible methane near BP’s busted oil well in the Gulf of Mexico.
Both could be signs there are leaks in the well that’s been capped off for three days.
The official spoke to The Associated Press on condition of anonymity Sunday because an announcement about the next steps had not been made yet.”
(Ein Bundesbeamter sagt, Wissenschaftler seien bezüglich eines Durchsickerns und möglichem Methan in der Nähe der geplatzten Ölquelle im Golf von Mexiko besorgt. Beides könnten Zeichen für vorhandene Lecks in der seit drei Tagen gedeckelten Quelle sein. Der Beamte sprach zur TAP unter der Bedingung von Anonymität, da eine Ankündigung der nächsten Schritte noch nicht erfolgt sei.)
(Danach folgt der weitere Bericht, völlig inkongruent.)
Der in dieser Russia Today-Sendung befragte Experte hält alles, was BP derzeit gegen die Ölpest unternimmt, für kontraproduktiv:
Er ist zudem derselben Meinung, wie sie hier von mir ebenfalls schon geäußert wurde, dass die US-Regierung BP nicht stoppt, weil sie sonst selbst die Verantwortung übernehmen müsste, einschließlich folgender finanzieller Verpflichtungen.
Natürlich ist ebenso naheliegend, dass BP die Ölaustrittsmenge kleinredet, denn sie bezahlen Schadensersatz pro Barrel. Das ist wie als ob man einem notorischen Bankräuber überließe, seine Geldstrafe selbst festzusetzen.
Spätestens wenn man genau merkt, dass man jetzt stirbt, weiß man auch ziemlich sicher, dass man bald tot sein wird.
Diesen überaus tröstlichen Spruch sollten wir angesichts der Informationspolitik der US-Regierung bezüglich der wirklichen Probleme im Golf von Mexiko stets im Ohr haben.
Wir erhalten keinerlei verlässliche Kunde bezüglich der Ölaustrittsmenge: Immer noch gelten vage Schätzungen, wie als ob man das nicht einigermaßen genau messen könnte. Blödsinn!
Auch in Punkto austretendem Methan sowie der gesamten Methaneisproblematik dort: Fehlanzeige.
Zur Luftqualität, zu Benzol-, Methylenchlorid-, Schwefelwasserstoffmengen etc.: Gar nichts.
Zur exakten Geologie der Erdkruste, in die man gebohrt hat, weshalb man Spalte und Risse befürchtet: meines Wissens niente.
Matt Simmons, “Ölexperte”, was immer das heißen mag, meint hier, dass es Meilen vom Bohrloch entfernt ein Riesenleck gäbe, allerdings aufgrund der BP-Sauerei, da die Ummantelung des Bohrkanals geplatzt sei:
Was also noch vor wenigen Wochen nur von den übelsten “Paranoikern”, “Verschwörungstheoretikern” und “Schwarzsehern” zu hören war, so dass so ein Softie wie ich derlei Theorien nur mit aller gebotenen Vorsicht ab und an erwähnte, “geht jetzt Mainstream”.
Wahrscheinlich tut es jetzt endlich richtig weh, (weiterlesen…)
Noch zur Ölpest und dem zuvor an alle erfolgten Aufruf zum Helfen: Ich kann hier nicht von “Insiderinformation” sprechen, da ich damit möglicherweise sehr gutwillige Leute desavouierte, mich selbst eventuell vor Gericht brächte, sinnlos, nichts bewirkend, da Telefongespräche keine Beweise darstellen und es in diesen auch nicht mein Anliegen war, jemanden vielleicht durch lose Rede noch gemein und zudem wenig zielführend in Schwierigkeiten zu bringen.
Denn es geht hier wesentlich um die Sache, um uns alle.
Ich werde jetzt ausnahmsweise ein bisschen derb und hier auf dieser Seite wohl zum ersten Male sozusagen “aktivistisch”.
Wer von Ihnen, liebe Leser, hat genug Arsch in der Hose, wahrscheinlich die dazugehörige Telefon-Plattrate, JEDEN anzurufen, der in Punkto “Öl kommt nach Europa” irgendetwas bewegen, verhindernd eingreifen könnte?
Ich durfte, wie zuvor beschrieben, freudig überrascht feststellen, dass in Deutschland keineswegs alle Ohren dahingehend verschlossen sind, sich endlich Gedanken zu machen und zu wappnen: ich meine gleichwohl immer noch, dass bislang zuwenig Problembewusstsein hergestellt ist.
Ein Land, das von intelligenten Menschen bewohnt und regiert wird, richtet SPÄTESTENS JETZT einen Krisenstab ein, mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der tückischen, überwiegend corexitisch-unterseeisch anrückenden Ölpest zu koordinieren. (weiterlesen…)
Ich hatte jetzt noch die Gelegenheit, mit einer für eine große deutsche Firma am Ölproblem arbeitende, sehr kompetent und informiert wirkenden Dame zu sprechen.
Man wolle von deren Seite her BP helfen, hieß es.
Ich war zu sehr damit befasst, die Dringlichkeit auch einer europäischen Abwehrstrategie des via Golfstrom zu uns gelangenden Öls zu betonen, (weiterlesen…)
Zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko habe ich (fast?) zum ersten Mal Positives zu vermelden: Ich sprach soeben mit Industrieverbänden und anderen, die etwas bewegen können, wenn das Öl nach Europa kommt und wurde bezüglich dessen, man solle sich zügig auf die Socken bzw. aufs Meer machen, die Pest einzudämmen, freundlich angehört.
Gutes Geld verdienen und nebenbei noch die Welt retten, welcher anständige Unternehmer wollte das nicht? (weiterlesen…)
“Michelle Obama today used her first visit to the Gulf coast devastated by the BP oil spill to urge Americans to support the local economy by spending their summer holidays there.”
(Michelle Obama nutzte heute ihren ersten Besuch am vom BP-Ölleck verheerten Golf, um Amerikaner dazu zu drängen, zur Unterstützung der örtlichen Wirtschaft ihre Sommerferien dort zu verbringen.)
Dies ist im Zusammenhang mit der Ölpest für den Profi bzw. Liebhaber, der die Schafsmedientechnik der Verdrehung und Verharmlosung noch besser erlernen will (vielleicht komme ich heute noch dazu, ein paar Passagen zu erläutern, dann setze ich einen Anhang) beispielhaft:
Hier ist eine Menge Ernsthaftes dazu gesammelt worden (alle Links konnte ich nicht prüfen):
http://www.cancertruth.net/bp.html/
Noch heißt diese Seite weder “Göllers gesammelte Ölnachrichten” noch “Planet Earth Oiled”; diese Dinge hierher zu bringen, ist aus meiner Sicht blanke Berichtspflicht, nicht Kür.
Nachgelegt:
Keith Olbermann von msnbc macht hier einen sehr anständigen Job, thematisiert Corexit sowie das GASMASKENVERBOT für Ölreinigungsarbeiter durch BP; sehr bemerkenswert; allerdings erfolgt kein direkter Aufruf an Obama, nur “the government”:
Hier hört man wiederum – ich kann es Ihnen nicht beschwören – dass die Lebenserwartung der Ölaufräumarbeiter nach dem Exxon-Valdez-Tankerunglück in Alaska bei 51 Jahren lag; fast alle sind inzwischen tot. Man bedenke dazu, dass das nur ein bisschen Öl und wenig Corexit war, an jetzt gemessen, zudem in kälterem Wasser, also mit weniger Giftdämpfen auch von daher: (weiterlesen…)
Eine Grippe, die sogenannte Schweinegrippe, die schwächer war als jede “anständige” übliche Grippe, wurde uns systematisch um die Ohren geblasen, bis dass eben so gut wie nichts geschehen war und die Schafsmedien wie die “verantwortlichen” Politiker endlich zwangsläufig lieber ihre Schandmäuler dazu hielten.
Jetzt wird es wirklich ernst, Öl und Corexit ohne Ende, und dieselben, deren “Job” es fast nur noch zu sein scheint, über Auflageverlust zu klagen, blöde Blogger dazu, recherchieren so gut wie gar nicht, da die reale Ölkatastrophe da ist.
Was soll ich von so einem Gesindel halten?
Soll ich die sanft ermahnen, endlich einmal anständig ihre Arbeit zu tun? (weiterlesen…)
Ich weiß, dass dies kein eigener anständiger Blogbeitrag im herkömmlichen Sinne ist, und ich hatte nicht einmal die Zeit, den folgenden Text zu übersetzen, bitte deshalb um Verzeihung, nur eine Weitergabe heute, denn ich habe selbst auch Kinder mit Problemen und Ichweißnichtwas, aber glücklicherweise nicht das:
Dieses Zitat, das ich in einem Artikel im Zusammenhang mit der Ölpest fand, will ich Ihnen nicht vorenthalten:
The concept of “corporate psychopaths” is an emerging realization and has been described by Dr. Robert Hare who is a world-renowned psychiatrist and professor at the University of British Columbia. The 2008 Australian documentary, I, Psychopath, points out that the vast majority of psychopaths are not crazed axe murderers: “Most of them function incognito in high-powered professions, all the way to the very top.” These are people who have no conscience. They are described as being manipulative, charming, glib, deceptive, parasitic, irresponsible, selfish, callous, promiscuous, impulsive, antisocial, and aggressive. Their main defect—what psychologists call “severe emotional detachment” or a total lack of empathy and remorse—is concealed and harder to describe than the symptoms of schizophrenia or bipolar disorder.”
(Das Konzept der “Firmenpsychopathen” wird zunehmend erkannt und wurde von Dr. Robert Hare beschrieben, einem weltbekannten Psychiater und Professor an der University of British Columbia. Die australische Dokumentation des Jahres 2008, Ich, Psychopath, verdeutlicht, dass die weit überwiegende Mehrheit an Psychopathen keine abgedrehten Axtmörder sind: “Die meisten von ihnen fungieren inkognito in höchst ermächtigten Berufen, bis ganz nach oben.” Diese Leute sind gewissenlos. Sie werden als manipulativ, charmant, glatt, betrügerisch, parasitär, verantwortungslos, selbstisch, boshaft, promiskuitiv, impulsiv, asozial und aggressiv beschrieben. Ihr Hauptdefekt – was Psychologen “schwere emotionale Abständigkeit” oder einen völligen Mangel an Empathie und Reue nennen – ist verborgen und schwerer zu beschreiben als die Symptome von Schizophrenie oder bipolarer Störung.)
Der erste Teil des folgenden Artikels ist Fiktion, allerdings eine der realistischen Sorte:
http://rense.com/general91/bos.htm
Gegen Ende desselben schreibt der Autor:
“Make no mistake that people in many parts of the world today openly mock our nation for its near-complete inability to truly rally as a people and to show a true spirit of nationalism in the face of adversity.”
(Täuschen Sie sich nicht darin, dass Menschen in vielen Teilen der Welt unsere Nation offen für ihre nahezu völlige Unfähigkeit verspotten, sich als ein Volk zusammenzuschließen und angesichts von Widrigkeit einen wahren Geist des Nationalismus zu zeigen.)
Spott beiseite: Den spare auch ich mir, denn was können ein arbeitsloser, corexitverseuchter Fischer und seine Familie für die Bomben auf Bagdad?
Gleichwohl ist es bemerkenswert, dass die Nation, die 70 verdeckte, schmutzige kleine sowie drei offene, größere Kriege (Irak, Afghanistan, Pakistan) gleichzeitig zu führen sich in der Lage sieht, einen vierten, noch größeren gegen den Iran vorbereitet, zuhause in solch kolossaler Weise versagt.
Dieser Koloss, Peter Scholl-Latour sagte es treffend, steht auf tönernen Füßen.
Paul Craig Roberts fragt sich am Ende eines Artikels auf rense.com, weshalb Russland und China die USA gegen Iran so weitgehend gewähren lassen, wie es ihren Interessen normalerweise nicht entspricht.
“Perhaps Russia and China have decided to let the Americans over-reach until the country self-destructs.
On the other hand, perhaps everyone is miscalculating and more death and destruction is in the works than the world is counting on.
Like the Gulf of Mexico.”
(Vielleicht haben Russland und China beschlossen, die Amerikaner sich überdehnen zu lassen, bis sich das Land selbst zerstört. Andererseits verrechnet sich vielleicht jeder und mehr Tod und Zerstörung steht auf dem Plan, als die Welt darauf zählt. Wie der Golf von Mexiko.)
Ich belasse es jetzt vorerst beim Hinweis, dem Zitat und dessen Übersetzung.
Keith Olbermann von msnbc ist normalerweise nicht der “anchorman”, der sprachlich in Schwierigkeiten gerät; hier im Gespräch über die ölgasbedingten Gesundheitsprobleme am Golf von Mexiko aber doch:
Die befragte Expertin fordert Gasmasken für alle Aufräumarbeiter.
Sogar für alle Küstenbewohner, die sich an “Öltagen” vor die Türe wagen.
Hier guckt selbst eine Rachel Maddow, dieselbe Expertin befragend, etwas derangiert:
Zudem ein Nachschlag bezüglich des gemeinsamen Lügens von BP und US-Behörden von Anfang an:
Ich habe es gerade mal geprüft: In den heutigen Netzausgaben von Bild, Stern, FAZ und Spiegel fand ich keinen einzigen Bericht zur Ölkatastrophe.
Aber Busen überall (ist ja ok bei der Hitze), den Wettermann, der seine Freundin vergewaltigt haben soll, zum 250sten Mal usw. usf.
Natürlich kann jede Redaktion selbst entscheiden, worüber sie berichten will (naja, bei Springer unterschreibt jeder Journalist von vorneherein sehr merkwürdige Verträge…), theoretisch jedenfalls; aber wäre dies nicht einer der Fälle für eine notwendig tägliche Berichterstattung?
Oder ist die Sache doch halb so schlimm, und ich habe mir alle die Bilder und Videos und Berichte zusammenhalluziniert, die nur den geringsten Teil des Öls zeigen und die Folgen beschreiben und dokumentieren können, da das meiste vom Corexit unter Wasser gehalten wird?
Werden wir demnächst erfahren, dass es den Golf von Mexiko ebensowenig gibt oder je gab wie BP und Bielefeld?
Immerhin können wir davon ausgehen, dass es bei Bild selbst dann noch Archivbusen geben wird, wenn sie ansonsten natürlicherweise schon ausgestorben sind und der Finnische wie der Bottnische Meerbusen längst versandlandet.
Dass es Bielefeld doch noch gibt, können Sie, wenn Sie wollen, dem folgenden Text entnehmen, der Dinge anführt, die ich bis gerade eben noch nicht gehört hatte, nämlich eine Erklärung der ungewöhnlichen Ölkonzessionen für BP durch die US-Regierung als Lohn für Britanniens Komplizenschaft im (Öl-)Irakkrieg:
Wie gestern auf der zeitgeist-Hauptseite unter der Nachricht “Interesse an Ölpest schwindet” vermeldet, interessiere sich die Welt jetzt schon nicht mehr so sehr für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, bei YouTube-Videos, Suchbegriffen usw. habe bereits eine deutliche Flaute eingesetzt.
Das bedeutet natürlich mal wieder, dass der Göller irgendwie den letzten Schuss nicht gehört hat, indem er weiterhin hartnäckig wie ein Hornochse an einem Thema herumpfriemelt, das die Menschheit weniger zu betreffen scheint als die letzte von Dieter Bohlen ejakulierte Beleidigung eines Mini-Starlets oder der letzte Besenkammerbesuch Boris Beckers.
Bevor ich aber hier ob dieser Erkenntnis in haltlosem Selbstmitleiden vertrane, (weiterlesen…)