Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Wikileaks plus New York Times kann tödlich wirken

Donnerstag, 19. August 2010

Wikileaks, die Datenheilsarmee unserer Zeit, wurde von “Reporter ohne Grenzen” der “unglaublichen Verantwortungslosigkeit” geziehen, weil Wikileaks in den 92000 kürzlich veröffentlichten Geheimdokumenten die afghanischen Gesprächspartner nicht unkenntlich gemacht hat, so dass die Taliban daraus jetzt von leichter Hand ihre Todeslisten erstellen können.

Mr. Assange, Kopf der obskuren Truppe, bürstete die Kritik mittels hämischem Spottes ab, nannte die “Reporters sans frontières” “Reporter sans Fact-Checking” (Reporter ohne Tatsachenprüfung).

Nun, Mr. Assange, laut FAZ von heute geht bei Wikileaks in diesem Zusammenhang die Rede von einem “harm minimization process” (Schadenminimierungsprozess), ohne nähere Präzisierung, man müsse sich schützen.

Ja, vielleicht bald vor den Clans der von Ihnen verratenen Gemeuchelten.

Was haben Sie sich dabei gedacht? (weiterlesen…)

Wikileaks: Der Name

Dienstag, 10. August 2010

Da fänden sich wohl noch so ein paar Urlaubsnotizen im Rückenfach des kleinen Rucksacks, doch ich will mich der Sache noch einmal spontan stellen, dem Markenzeichen “Wikileaks”.

Der zweite Teil des interessanten Kunstwortes, “leaks”, also “Lecks”, erscheint auf den ersten Blick nachvollziehbar und harmlos.

Also erstmal zu “Wiki”: Da ist die Anlehnung an “Wikipedia” nur allzu leicht auch für den Laien zu erkennen.

Nur, was soll es hier bedeuten?

Etwa, dass da jeder mitmachen kann?

Oder dass das Medium zuverlässig um desto unzuverlässiger wird, je heikler die Materie, jemand darin löscht und humst und manipuliert?

Dass es da alles gibt, so wie gleichzeitig auch nichts? (weiterlesen…)

Wikileaks: Dass ich nicht denke

Montag, 09. August 2010

Hier habe ich noch einen sehr lesenswerten Artikel zur Wikileaks-Geschichte gefunden, der dicke Fragezeichen setzt.

Je mehr ich in Muße darüber nachdachte, um desto weniger Glaubwürdigkeit vermochte ich diesem Theater um Wikileaks beizumessen, denn es passt alles vorne und hinten nicht.

Da kommt auf einmal so ein schlaksiger Nerd aus Oz dahergelatscht, hat noch irgendwelche obskuren Leute hinter sich versammelt, und schon foppt das freche Kerlchen alle aus. (weiterlesen…)

Wikileaks: Dass ich nicht lache

Mittwoch, 28. Juli 2010

Es ist schon eine merkwürdige Räuberpistole: Die New York Times, der britische Guardian und der Spiegel bekommen zigtausende US-”Geheimdokumente” zum Afghanistan-Krieg vorab zugespielt, baldowern die Sache dann auf höchster Redaktionsebene aus und setzen dann uns restlichen Blödriane angemessen in Kenntnis.

Die New York Times: War es nicht dieses üble Schmierblatt,  das wesentlich dabei half, die amerikanische Öffentlichkeit und die ganze Welt in den Irakkrieg hineinzulügen?

War es nicht der Spiegel, der Schröder sich völlig isolieren sah, als er seinem Außenminister Fischer nicht in das “Abenteuer” folgen wollte?

Ist der Guardian nicht eines der penetrantesten Klimaschwindlerorgane des Planeten?

Halluziniere ich jetzt? (weiterlesen…)

Was ist nur in die FAZ gefahren?

Samstag, 24. Juli 2010

Der hier visualisierte Tropensturm, der mit prognostizierten Windgeschwindigkeiten von 80 km/h noch bei weitem nicht Hurrikanstärke erreichen dürfte, wirft die “Aufräumarbeiten” BPs voraussichtlich um 10-14 Tage zurück, denn man ist davor geflüchtet.

Wie lange die dort nichts mehr anrichten können – wenigstens nicht noch Schlimmeres, wie Atomgranaten zünden oder derlei Späße – , wenn ein echter Hurrikan kommt (normalerweise eine Frage der Zeit; Standard sind mehrere pro Saison; allerdings könnte die Ölsuppe die Entstehung derer denkbarerweise eindämmen oder auch verstärken, wer weiß), darf man sich ungetrost fragen, denn ein Hurrikan ist als ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, also ab 118 Stundenkilometern (Stärke 12) definiert, kann Windgeschwindigkeiten bis über 250 km/h erreichen.

Wie auf dieser Seite zuvor schon kritisch angesprochen, wurden bei allen Versprechungen bezüglich Entlastungsbohrungen etc. die üblichen Hurrikane aus der Rechnung ausgeklammert, was man nur als blanke Scharlatanerie bezeichnen kann.

Derweil kauft BP gezielt US-Wissenschaftler auf, (weiterlesen…)

Kleines Horrorkabinett zur Ölkatastrophe

Freitag, 23. Juli 2010

Wer Nerven hat wie Schienenstränge und ein wenig Ausdauer dazu, der findet ein kleines Kompendium zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hier.

Ein Zitat daraus:

“How can the major media continue to call BP’s response pretenses a “clean up” effort, while our Gulf is being made about 11 times more toxic with Corexit? Clean up? No, premeditated murder on an unprecedented scale.”

(Wie können die Hauptmedien BPs vorgebliche Reaktionen weiterhin eine Anstrengung zur “Reinigung” nennen, während unser Golf durch Corexit gerade ungefähr elf Mal giftiger gemacht wird? Reinigung? Nein, vorsätzlicher Mord in einer beispiellosen Größenordnung.)

Anmerkung dazu von mir: Manche Wissenschaftler meinen, dass die Verbindungen aus Öl und Corexit noch weitaus giftiger sein/werden können als “nur” elf Mal so sehr wie Rohöl allein.

Sodann dieses:

“It’s a tightly knit, highly effective machine, that combines military, diplomatic, intelligence, economic, scientific, and political operations.  (weiterlesen…)

20. Juli: Weltpäderastentag?

Dienstag, 20. Juli 2010

Spricht es für Hitler, dass er wohl immerhin kein Kinderschänder war?

Polemische Frage am 20. Juli, da der Attentäter Stauffenberg als Held verherrlicht wird, einer, der seinem Führer lange begeistert folgte, allerdings nur, bis der Krieg offenkundig verloren war, der überdies dem Kreis des esoterischen Geheimes-Deutschland-Päderasten George angehörte.

Ob Stauffenberg wohl auch Kinder schändete, in preußischer Pflichterfüllung, fürs “Heilige” oder auch “Geheime” Deutschland?

Seinem Meister George folgte er jedenfalls ebenfalls willig und nahm ihm solches offenkundig wenigstens nicht sonderlich übel.

Heuchlerdreck.

Einem solchen hätte ich auch dann die Hand nicht gereicht, wenn ich keine zwei Söhne hätte. (weiterlesen…)

Mütter als Mehrzweckwaffen verkauft?

Samstag, 17. Juli 2010

In ihrem Artikel “Freiheit für die Rabenmütter” auf faz.net diskutiert die Autorin Lena Bopp einen altneuen Teil französischen Gendermists, den es sich hier nicht näher zu besprechen verlohnt.

Aber am Schluss des Beitrags schießt die Autorin (als böser Macho könnte man vermuten, der Spruch sei nicht von ihr) doch noch den berühmten Vogel ab.

Nachdem zuvor die Spätfranken-Verquaserei “Das Kind als bester Verbündeter des Mannes” (gegen die Frau natürlich) breitgequatscht wird, gewahrt man am Ende des Artikels noch ein hübsches Bildchen einer recht knackigen Bikini-Mama von hinten, wie sie, den mit Schwimmring ausgestatteten, vielleicht Sechsjährigen an der Hand, in schönster Sonne in ein Meer oder einen See hineinrennt, gerade gut knöcheltief das Wasser gemeinsam aufgischtend.

Und als Bildunterschrift steht dort dann: (weiterlesen…)

MütterInnen (II)

Freitag, 16. Juli 2010

Inzwischen sind beim Ursprungsartikel “MütterInnen” einige inspirierende Kommentare eingetroffen, die mich zur Fortsetzung angeregt haben. (Danke dafür!)

“Urmutter”: Frau mit Ochs zuhause

“Rabenmutter”: Frau lässt sich zuhause raben

“Schraubenmutter”: Frau windet sich zuhause

“Mutterkuchen”: Frau backhause

“Großmutter”: weitmösige Frau zuhause

“Hausmütterchen”: Frau winzhause

“Mutter der Nation”: Frau faschause

“Radmutter”: Frau abhause

“Achsmutter”: Frau ächzhause

“Unmutter”: Frau ohnhause

Hand und Hose: So begann einst das Gender-Verhängnis

Freitag, 16. Juli 2010

Es gab eine schlichte alte Zeit der primitiven Instinkte, da photographierte man Männer noch in Hosen und Frauen in Röcken (ja, es ist gar nicht so lange her, wie man denken mag, die Technik war längst erfunden).

Heute, da die Zeiten viel besser geworden sind als alt und verlogen gut, erlaubt sich das Mensch derlei bestesterweisest nicht mehr: alleine die Vorstellung, eine Frau könne dem Manne ausgerechnet eine HOSE öffnen oder der ihr umgekehrt unter einen ROCK greifen, ist inzwischen zu unser aller Wohlfahrt dermaßen als abartig diskriminierend verpönt, dass nicht einmal mehr ein Gedanke an solch gesellschaftsfeindliches Handeln gestattet ist.

Schließlich führte derlei Vorgehen in jener Zeit nicht selten zu Entwicklungen, die einem heterosexuellen Geschlechtsverkehre nicht unähnlich kamen, und anschließend, (weiterlesen…)

Bericht: Pflicht

Mittwoch, 14. Juli 2010

Dies ist im Zusammenhang mit der Ölpest für den Profi bzw. Liebhaber, der die Schafsmedientechnik der Verdrehung und Verharmlosung noch besser erlernen will (vielleicht komme ich heute noch dazu, ein paar Passagen zu erläutern, dann setze ich einen Anhang) beispielhaft:

http://www.cbsnews.com/stories/2010/07/13/national/main6675968.shtml

Hier ist eine Menge Ernsthaftes dazu gesammelt worden (alle Links konnte ich nicht prüfen):

http://www.cancertruth.net/bp.html/

Noch heißt diese Seite weder “Göllers gesammelte Ölnachrichten” noch “Planet Earth Oiled”; diese Dinge hierher zu bringen, ist aus meiner Sicht blanke Berichtspflicht, nicht Kür.

Nachgelegt:

Keith Olbermann von msnbc macht hier einen sehr anständigen Job, thematisiert Corexit sowie das GASMASKENVERBOT für Ölreinigungsarbeiter durch BP; sehr bemerkenswert; allerdings erfolgt kein direkter Aufruf an Obama, nur “the government”:

Hier hört man wiederum – ich kann es Ihnen nicht beschwören – dass die Lebenserwartung der Ölaufräumarbeiter nach dem Exxon-Valdez-Tankerunglück in Alaska bei 51 Jahren lag; fast alle sind inzwischen tot. Man bedenke dazu, dass das nur ein bisschen Öl und wenig Corexit war, an jetzt gemessen, zudem in kälterem Wasser, also mit weniger Giftdämpfen auch von daher: (weiterlesen…)

Idiotenhaus

Dienstag, 13. Juli 2010

Wir leben im Idiotenhaus.

Eine Grippe, die sogenannte Schweinegrippe, die schwächer war als jede “anständige” übliche Grippe, wurde uns systematisch um die Ohren geblasen, bis dass eben so gut wie nichts geschehen war und die Schafsmedien wie die “verantwortlichen” Politiker endlich zwangsläufig lieber ihre Schandmäuler dazu hielten.

Jetzt wird es wirklich ernst, Öl und Corexit ohne Ende, und dieselben, deren “Job” es fast nur noch zu sein scheint, über Auflageverlust zu klagen, blöde Blogger dazu, recherchieren so gut wie gar nicht, da die reale Ölkatastrophe da ist.

Was soll ich von so einem Gesindel halten?

Soll ich die sanft ermahnen, endlich einmal anständig ihre Arbeit zu tun? (weiterlesen…)

Schafsmedium Online

Sonntag, 11. Juli 2010

Eben fand ich auf Spiegel-Online als Unterüberschrift das:

“Die deutsche Nationalmannschaft ist jung, erfolgshungrig und spielt spektakulär – das hat die WM 2010 deutlich gezeigt. Aber hat das Löw-Team schon Weltklasse-Niveau?”

Da hatte wohl wenigstens einIn RedakteurIn genug getrunken, im Gegensatz zu jenem amerikanischen Heldengenerale Petraeus, der bekanntlich wegen zu wenig Trinkens vor dem US-Kongress im Beichtstuhle zusammenbrach.

Wo fängt denn für diese Hamburger Außenalster-Käsekasper die Weltklasse an?

Frühestens im Finale, beim Tittengewinn oder erst oberhalb dessen?

Aufsprecher

Samstag, 10. Juli 2010

Wenn es ein Geschwätz gibt, das mich nervt, so ist es dasjenige davon, ein Autor oder Befragter (wäre “Interviewter” jetzt “more sophisticated” gewesen?) habe ganz besonders gewichtige Kunde von – selbstverständlich nicht genannten – “Insidern”.

Egal ob es um den Euro oder die Ölkatastrophe oder sonstwas geht, der gegelte Herr verfügt über erlesenste Informationen von “Insidern”, womöglich – nein oft – gleichzeitig beklagend, dass sonst praktisch nichts an die Öffentlichkeit dringe, und wenn, dass keiner Quellen angäbe (höhö!), da alles hinter verschlossenen Türen abliefe.

Sodann werden kräftig die Backen aufgeblasen, dass man selbst Zugang zu solch Erlauchten – gleichzeitig Verruchten, Bösen? – habe, natürlich ohne wirklich zu ihnen zu gehören, einfach weil man ein derartig toller Hecht sei. (weiterlesen…)

Bielefeld ist überall nicht da

Freitag, 09. Juli 2010

Ich habe es gerade mal geprüft: In den heutigen Netzausgaben von Bild, Stern, FAZ und Spiegel fand ich keinen einzigen Bericht zur Ölkatastrophe.

Aber Busen überall (ist ja ok bei der Hitze), den Wettermann, der seine Freundin vergewaltigt haben soll, zum 250sten Mal usw. usf.

Natürlich kann jede Redaktion selbst entscheiden, worüber sie berichten will (naja, bei Springer unterschreibt jeder Journalist von vorneherein sehr merkwürdige Verträge…), theoretisch jedenfalls; aber wäre dies nicht einer der Fälle für eine notwendig tägliche Berichterstattung?

Oder ist die Sache doch halb so schlimm, und ich habe mir alle die Bilder und Videos und Berichte zusammenhalluziniert, die nur den geringsten Teil des Öls zeigen und die Folgen beschreiben und dokumentieren können, da das meiste vom Corexit unter Wasser gehalten wird?

Werden wir demnächst erfahren, dass es den Golf von Mexiko ebensowenig gibt oder je gab wie BP und Bielefeld?

Immerhin können wir davon ausgehen, dass es bei Bild selbst dann noch Archivbusen geben wird, wenn sie ansonsten natürlicherweise schon ausgestorben sind und der Finnische wie der Bottnische Meerbusen längst versandlandet.

Dass es Bielefeld doch noch gibt, können Sie, wenn Sie wollen, dem folgenden Text entnehmen, der Dinge anführt, die ich bis gerade eben noch nicht gehört hatte, nämlich eine Erklärung der ungewöhnlichen Ölkonzessionen für BP durch die US-Regierung als Lohn für Britanniens Komplizenschaft im (Öl-)Irakkrieg:

http://phoenixrisingfromthegulf.wordpress.com/2010/05/22/the-gulf-oil-spill-a-matter-of-national-security/

Der Autor spricht von einem “Faustischen Bündnis”…

Ölpest wundersam verschwunden

Freitag, 09. Juli 2010

Wie gestern auf der zeitgeist-Hauptseite unter der Nachricht “Interesse an Ölpest schwindet” vermeldet, interessiere sich die Welt jetzt schon nicht mehr so sehr für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, bei YouTube-Videos, Suchbegriffen usw. habe bereits eine deutliche Flaute eingesetzt.

Das bedeutet natürlich mal wieder, dass der Göller irgendwie den letzten Schuss nicht gehört hat, indem er weiterhin hartnäckig wie ein Hornochse an einem Thema herumpfriemelt, das die Menschheit weniger zu betreffen scheint als die letzte von Dieter Bohlen ejakulierte Beleidigung eines Mini-Starlets oder der letzte Besenkammerbesuch Boris Beckers.

Bevor ich aber hier ob dieser Erkenntnis in haltlosem Selbstmitleiden vertrane, (weiterlesen…)

Giftgolf: Wo ist der weltweite Aufschrei?

Freitag, 09. Juli 2010

Wiederum erst ein paar Hinweise bezüglich des Öldesasters.

Hier kann man noch einmal sehen, wie viel oder besser wie wenig BP auf hoher See unternimmt; ich schätze mal, die Spanische Armada brachte schon 1588 eine größere Flotte auf, um England zu versenken (erfolglos):

Dieser Text beginnt mit einer BP-Schelte, erhält dann aber sein eigentliches Gewicht, indem der Autor die These vom ABIOTISCHEN Öl aufgreift, unter Angabe diverser Quellen; also ein sehr guter Einstieg in dieses Thema:

http://phoenixrisingfromthegulf.wordpress.com/2010/07/04/global-catastrophe-reaches-epic-proportions/

Hier wird’s mal wieder traurig-lustig; ein findiges Unternehmen bietet alles vom T-Hemd über die Deppenkappe und Biertragetasche bis hin zur Protestreise-Kaffeetasse für den mobilen modernen Aktivisten an (sogar ein deutsches Wort ist zu finden: “Nein”; einen Reservekanister mit entsprechendem Antilogo oder ein “Nuke-BP”-Benzinfeuerzeug scheint es dort jedoch noch nicht zu geben):

http://www.9-oil-11.com/

Was es allerdings merkwürdigerweise bislang auch nicht gibt, nicht einmal zum Bestellen im Netz, sind größere Demonstrationen oder Proteste gegen die Tatenlosigkeit der US-Regierung, (weiterlesen…)

US-Verfassung im Öleimer (II)

Donnerstag, 08. Juli 2010

Zunächst ein paar Hinweise.

Das hier ist für Liebhaber echt britisch-zynischen Humors:

Auf diesem Streifen versucht ein Polizist, eine Filmerin einzuschüchtern und zu vertreiben, weil sie Geschehnisse rund um Ambulanzen aufnehmen will:

Hier schließlich kann man nachlesen, dass die USA lieber alles verschütt gehen ließen und lassen, als Hilfe aus Holland anzunehmen:

http://www.financialpost.com/Avertible+catastrophe/3203808/story.html

Ich frage mich immer mehr, inwieweit die USA grundsätzliche hoheitliche Rechte an BP abgetreten haben.

Erhalten und befolgen US-Beamte (Polizei) und US-Militär (Küstenwache) direkt Befehle von BP-Leuten?

Alles spricht dafür. (weiterlesen…)

Giftgolf: Brutish Pervertonopole

Montag, 05. Juli 2010

Auf der aktuellen Seite des Umweltbundesamtes (letzte Änderung am 23.6.) heißt es zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko:

“Nach Schätzungen des Ölkonzerns können täglich bis zu 15,9 Mio. Liter Öl aus dem beschädigten Bohrloch austreten.”

Das Amt nennt hier die Zahl, die bisher die offiziell am höchsten gehandelte ist, 100 000 Fass (Barrel) am Tag.

Eine grobe Rechnung, die 4 000 000 Liter geteilt durch 160 zugrundelegt, ergibt für die Exxon-Valdez-Katastrophe vor Alaska eine insgesamt ausgelaufene Menge von 250 000 Fass.

Also liefe nach dieser Schätzung – von BP! – alle zweieinhalb Tage jene Menge ins Meer, das ergäbe, wenn konstant seit dem 20. April, rund 35 mal die Verheerung von damals, und kein Ende in Sicht.

Da man wohl kaum erwarten darf, dass BP die Zahlen übertreibt, (weiterlesen…)

Giftgolf: Atombombenlösung billig

Sonntag, 04. Juli 2010

Am 3.7.10 bringt die britische Daily Mail einen Beitrag mit folgender Überschrift:

“Nuke the BP oil leak! Undersea blast could plug it, say physicists”

(Zerbombt das Ölleck nuklear! Unterseeknall könnte es stopfen, sagen Physiker)

Und der erste Satz des Artikels lautet wie folgt:

“BP should consider detonating an atomic bomb to plug its oil leak in the Gulf of Mexico, nuclear experts have suggested.”

(BP sollte die Detonation einer Atombombe zur Stopfung seines Öllecks im Golf von Mexiko erwägen, wie Nuklearexperten vorgeschlagen haben.)

Ich will hier nicht länger auf Sinn oder Unsinn der atomaren Option zur Schließung des Lecks (die im Artikel noch ein wenig erörtert und technisch erklärt wird) eingehen, da ich kein “Nukleargeologe” bin und die Risiken in verschiedener Hinsicht (Methaneis, Abrutschen des Meeresbodens, Rissbildung usw. usf.) nicht beurteilen kann, frage mich allerdings, zunächst, ob das überhaupt irgendeiner kann.

Nein, ganz abgesehen davon frage ich mich, wieso hier allen Ernstes BP vorgeschlagen wird, mal zu erwägen, ob man eine Atombombe zünden wolle.

Wie bitte? (weiterlesen…)

Golfgift Reloaded

Samstag, 03. Juli 2010

Schwer zu ertragen, was Kindra Arnesen in diesen Videos zur Ölkatastrophe vorträgt:

Diese Seite wiederum versucht, sich dazu in einen Humor für die Härtesten der Hartgesottenen zu retten (unter anderem sieht man, wie Obama ein köstlich sautiertes Ölpelikanbaby verspeist).

Liebe Leser, Sie mögen mir glauben, dass auch ich mir all das nicht gerne anschaue.

Ich habe auch Verständnis dafür, wenn Sie (weiterlesen…)

US-Verfassung im Öleimer

Samstag, 03. Juli 2010

Jetzt beklagt sich selbst CNN, dass es ohne jede Relevanz für Sicherheit oder Funktionieren der Aufräumarbeiten für Journalisten keinen Zugang zu relevanten Stellen im Golf von Mexiko mehr gibt.

Bei Zuwiderhandlungen sind Strafen Made in USA angedroht.

Bruch der US-Verfassung (First Amendment: Religions-, Rede- und Pressefreiheit):

Ich wunderte mich nicht, würden dort bald private Messungen der Luftqualität als Gefährdung der nationalen Sicherheit eingestuft und mindestens die Veröffentlichung von Ergebnissen derselben in diesem Sinne scharf verfolgt.

Der “Patriot Act” lässt grüßen.

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