Archiv für die Kategorie ‘Lügen’

Von Lügen, dem Netz, der Zensur und der Satire

Dienstag, 25. September 2012

Eben schrieb ich in Antwort auf einen Kommentar zu “Vom Lügenpantheon III” folgendes (das Eingangszitat ist von Herrn Reschke):

@ Gerd-Lothar Reschke

‘ “Man kann deshalb gar nicht sachlich und tatsachengetreu genug argumentieren.”

Meine Zustimmung, aber mit einer gewichtigen Einschränkung.

Es kommt auf die Textsorte an, die man wählt.

In meinen Satiren “argumentiere” ich nicht selten nicht nur sachlich; sonst wären es ja keine; und Satiren können auch und gerade in den ernstesten und gewichtigsten Zusammenhängen ebendas leisten, was die rein sachliche und tatsachengetreue Argumentation nicht kann.

Nicht selten mische ich die Textsorten auch; das heißt z.B., dass eine inhaltlich gnadenlos genaue Argumentation trotzdem mit einem satirischen Unterton geschrieben, oder satirische Passagen als Einsprengsel in einen ansonsten vollernsthaften Text gesetzt.

Viele Menschen fangen erst dann mit dem Denken an, wenn richtige Gedanken so schräg daherkommen, dass sie sich deshalb am Kopfe kratzen.

Außerdem dürfen wir uns unseren Humor nicht nehmen lassen.

Und hat das nicht in jeder Weise bzw. immer ernsthafte Schreiben (naja, vielleicht ist gute Satire das ernsthafteste Schreiben überhaupt…) auch die wichtige Funktion, Menschen zu zeigen, dass da drüben einer sitzt, der die Welt nicht verbiestert sieht, gerne lacht.

Das erleichtert vielen den Zugang zu Dingen, vor denen sie sich scheuen, die ihnen krummgelogen, weggelogen wurden.

Insofern kann Satire – auch wenn der Leser das nicht oberbewusst merken mag – eine Art der subtilen Handreichung, der Aufweichung eines ins Mentale eingesenkten Bollwerks sein.

(Das ist jetzt schon wieder ein Ansatz für einen eigenen Artikel dazu; ich werde wohl den ganzen Kommentar als Eingang dafür verwenden.)

LG

Magnus’ (weiterlesen…)

Vom Politgeschwurbel, Juchtenkäfern und grüner Toleranz

Montag, 24. September 2012

Vorhin latschte ich durchs Städtle, am Wilhelmsplatz war viel merkwürdig’ Volks unterwegs, eine Art türkische Einwegsimbissbude aufgebaut, überall masse gelbe und blaue Müllsäcke aufgestapelt, überquellende Müllcontainer – ich erfuhr schließlich von einem Essensversorger der Filmleute (dass da ein Film gedreht werde, war mir schnell klargeworden), dass es sich um einen Kinostreifen mit dem Arbeitstitel “Habibs Rhapsody” handele, kombinierte, dass das wohl Habibs Dönerbude sein müsse, nachdem ich vorher schon zwei andere, die gelangweilt vor ihren Transportern rumlümmelten, gefragt hatte, ob man da wohl “Stuttgart versinkt im Müll” produziere, worauf die geantwortet hatten, nein, aber im Film streikten die Müllwerker. Da hätte ich mindestens nicht schlecht geraten, versetzte ich, die beiden nickten zustimmend lächelnd. Kann ja lustig werden.

Für den Sprachler interessanter aber war eine andere Begegnung.

So in Gedanken vor mich hintrottelnd, gewahrte ich einen Uniformierten, einen Mann von vielleicht sechzig Jahren, der gerade dabei war, einen Falschparker aufzuschreiben.

Eine männliche Politesse sozusagen.

Sofort fuhr es mir durch den Kopf, dass ich gar nicht wisse, wie man so einen richtig bezeichnen möge. Nun, der brave Mann wird kaum etwas dagegen haben, wenn er ausahmsweise mal freundlich angesprochen wird, frag ihn einfach, dachte ich bei mir. (weiterlesen…)

Vom Dissidenten

Sonntag, 23. September 2012

Zeit, mal wieder ein bisschen Politsemantik zu treiben. Nicht, dass ich noch aus der Übung komme.

Wie wäre einer, der gegen die Angriffskriege, die alle Blockflötenparteien (mit teilweisen Ausnahmen, fast nur der Linkspartei) befürworten, den EU-Superstaat, unsere Euro-Enteignung, die Knabenbeschneidung ablehnt, den 9/11-Mist nicht glaubt, für echte Meinungs-, Kunst- und Satirefreiheit steht, von der Unfreiheit der Nation redet, die Rheinwiesen und die Feindstaatenklausel im Munde führt, sich, es gäbe noch viel mehr Beispiele, der verordneten allgemeinen Linientreue öffentlich nicht unterwirft, früher genannt worden, wurden entsprechende Leute, als es noch stramm gegen den Ostblock ging, genannt, wird so einer, der analog in China agiert, heute manchmal, aber inzwischen selten, noch genannt?

Man nannte solche Leute früher Dissidenten.

Das war ein Lobeswort: Als Tapfere, die der Freiheit halber schwere persönliche und berufliche Nachteile, wenn nicht harte Verfolgung, manchmal bis zur Lagerhaft oder dem Tode, bereit, in Kauf zu nehmen, warden sie gepriesen. (weiterlesen…)

Schreibt Frank Schirrmacher (FAZ) Rechtsgeschichte?

Samstag, 22. September 2012

Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, hat die Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf verliehen bekommen, in seiner Dankrede versucht, Bemerkenswertes zu sagen, was ihm teils auch gelungen ist.

Dem Titel “Den Schmerz verdoppeln” folgend geht es in der Unterüberschrift auf faz.net gleich mächtig zur Sache:

“Was ist Inversion? Wenn ein Nobelpreisträger die Juden zur Gefahr erklärt. Wenn die deutsche Justiz den Juden Körperverletzung vorwirft.”

Schirrmacher redet dann ausführlich über Juden, die er gekannt hat und kennt, erklärt anhand literarischer und historischer Bezüge die rhetorische Figur der Inversion bzw. Umkehrung, sieht diese zumal im judenfeindlichen Sinne überall, Günter Grass bekommt wegen seines berüchtigten israelkritischen Gedichtes vom Frühjahr, was ihm seiner Meinung nach dafür als einem perfiden Oberverdreher gebührt, was ich hier nicht weiters diskutieren will, kommt dann aber so richtig invers zur Sache.

Es sei, schreibt er (damit die Inversion der Unterüberschrift bezüglich deutscher Justiz, Juden und Körperverletztung präzisierend):

“Inversion, wenn im Jahre 2012 eine jahrtausendealte Praxis wie die Beschneidung von deutschen Gerichten als „Körperverletzung“ verurteilt wird und in Deutschland eine Debatte darüber beginnt, die „Judentum“ und „Körperverletzung“ in einen juristisch-semantischen Zusammenhang bringt, der einen sprachlos macht, in dem jüdische Eltern angeblich ihre eigenen Söhne verletzen, wo es einem doch erst einmal gereicht hätte, wenn die Justiz, die sich jetzt für Jahrtausende zuständig fühlt, damals sich nur für zwölf Jahre zuständig gefühlt hätte, als Deutsche und ihre Helfer nicht nur Körperverletzung an Juden betrieben, sondern Mord und Totschlag.”

Nochmal der Kern: “…in dem jüdische Eltern angeblich ihre eigenen Söhne verletzen…”

Aha. (weiterlesen…)

Vom “Terrortrio”

Dienstag, 18. September 2012

Ich frage mich so langsam, ob es überhaupt eine deutsche Behörde gibt, die keinen Kontakt mit dem sogenannten Neonazi-Terrortrio hatte, keine Akten ganz aus Versehen rechtzeitig vernichtete, nichts verschwieg. Irgendein Liegenschaftsamt vielleicht? Anscheinend kannte diese erzgefährlichen Terroristen jede Aushilfstippse in Hinterabdagolfing.  VS, MAD, BKA …: Gibt es noch ein paar Dienste, die so geheim sind, dass man derer Existenz noch gar keine Kunde hat, die da über 15 Jahre freundlichst betreuend unterwegs waren?

“Rassismus” als lehrreiches Leerwort

Dienstag, 18. September 2012

Es kann ja durchaus von Vorteil sein, wenn der, mit dem man einen Händel hat, ein bisschen doof ist.

Aber nicht zwangsläufig.

Denn wenn der Rest drumrum lieber auch doof sein will, sich dessen Doofheit gar vor lauter Angst unterwerfen, gilt das nicht unbedingt. Er möchte aus seiner Doofheit (die vielleicht sogar keine ist, sondern ein auf genau jene abgezieltes Strategem) dann noch seinen Vorteil saugen.

Beim allfälligen Rassismusvorwurf wider all jene, die sich der Religion der Unterwerfung nicht unterwerfen wollen, scheinen beide Ausprägungsformen zu walten.

Es gibt masse moslemische Indogermanen (Bosniaken, Albaner, Kurden, Iraner, Paschtunen, Inder usw.), Mongolide (ich spare mir jetzt, weiterhin alle aufzuzählen), Turkvölker, ja, auch Semiten, Hamiten, Schwarzafrikaner, nur, bislang, wohl nicht allzuviele Indianer.

Der Rassismusvorwurf gegen Menschen, die den Islam nicht schätzen, ist hiemit völlig abwegig. (Ich sage das nicht zum ersten Mal, ja, aber Wichtiges muss mitunter auch wiederholt werden.)

Kaum aber einer traut sich, diesem totalen, offensichtlichen Schwachsinn entgegenzutreten.

Selbst Juden (oft selber Semiten) werden des Rassismus’ bezichtigt, von Arabern, ob ihrer Palästinenserunterdrückung. Derselbe Schwachsinn.

Nun, warum tritt diesem Schwachsinn fast keiner entgegen? (weiterlesen…)

9/11: Merkwürdsamkeiten

Montag, 17. September 2012

Es mag an meinem schlechten Umgang liegen, aber ich treffe kaum noch einen, der glaubt, dass drei riesige Stahlbetongebäude allein ob zwei hineingeraster Moslemflieger tatsächlich in beinahe Freifallgeschwindigkeit lotrecht in sich zusammengesackt sein könnten.

Was ist denn bloß in all diese Leute gefahren?

Wenn die Politik die Physik, Statik, wie wir sie sonst kennen, aufhebt, ist sie doch weg, oder etwa nicht?

Die meisten dieser Ungläubigen schämen sich aber immer noch irgendwie ihres Unglaubens, rücken gar nicht so leicht damit heraus.

Selbst Rentner, die beruflich oder sonstig ob ihres Unglaubens nicht mehr viel zu befürchten haben, sind sehr zögerlich, ihre Abtrünnigkeit von der 9/11-Kirche offen und eindeutig einzugestehen.

Fast stets scheint die Angst zu walten, man könne als Idiot (“Verschwörungstheoretiker” gar, was bekanntlich noch schlimmer) dastehen, wenn man das denkt, was jeder vernünftige Mensch, der sich ein bisschen mit der Sache befasst hat, fast zwangsläufig denken muss.

Nicht wenige blicken noch vorsichtig um sich, bevor sie mir offenbaren, dass sie die offizielle Version ebenfalls für Unfug halten.

Andere, und das finde ich noch viel erstaunlicher und bedenklicher, sagen: “Klar ist die offizielle Version ein kompletter, verlogener Stuss! Aber das wird nie rauskommen!”

Was hat man denn mit denen gemacht?

Was sind denn das für Kreaturen? (weiterlesen…)

Feige Unterwerfung, überall

Montag, 17. September 2012

‘Der Zentralrat der Muslime in Deutschland lobte die entschiedene Reaktion der Politik. “Die Bundesregierung hat das Video klar verurteilt. Das begrüßen wir”, sagte Verbandschef Aiman Mazyek den “Ruhr Nachrichten”. Die Politik zeige, dass sie die Situation verstanden hat.’

Das las ich zum Drum und Dran bezüglich des umstrittenen Mohammed-Films eben auf SPON.

Nachdem die deutsche Botschaft im Sudan plattgemacht wurde, die Bundesregierug sich folgerichtig der Religion der Unterwerfung unterwirft, gibt es folgerichtig Lob vom Zentralrat der Unterwerfer in Deutschland.

Ebenso hat sich die Bundesregierung den Kinderverstümmlern der Unterwerfer sowie des Auserwählten Volkes unterworfen, wie auch den Heiligen Europäern der EU.

Überall feige Unterwerfung. (weiterlesen…)

Vom Lügenpantheon (VI)

Samstag, 15. September 2012

Ich schließe – entgegen meiner ursprünglichen Absicht – den Zyklus “Vom Lügenpantheon” hiermit, da ich über das Thema inzwischen ein Buch zu schreiben begonnen habe.

Ich bitte deshalb alle Leser um Verständnis für diesen Schritt.

Lügen werden hier zwar selbstverständlich weiterhin – nolens volens – Gegenstand meiner Erörterungen sein, aber zumindest vorläufig nicht mehr in Form der allgemeingültigen, zu leistenden strukturellen Analyse.

Vom Lügenpantheon (V)

Samstag, 15. September 2012

Eine der am leichtesten von anderen mit Beifall geschluckten und verbreitetsten Lügen ist diejenige, die ich jetzt mal die “Emolüge” nennen will.

Mit dieser kenne ich mich aufgrund meines mitunter heftigen Temparementes sehr gut aus.

Einerseits wird überall von Gefühl, Emotionsfähigkeit, Empathie usw. herumgelabert, andererseits ist jenen fast stets Beifall sicher (es sei denn, es sind beleidigte Moslems oder so), die einen, wenn man, nach zunächst ruhiger Rede, die Gegenseite kein vernünftiges Argument vorgebracht habend, Dinge wie Beschneidung, Zensur, Angriffskriege schamlos verharmlost, schließlich, ob aller dreist vorgebrachten Menschenverachtung, nicht mehr an sich halten will, sich sichtlich erregt, dessenthalben verspotten.

Da fällt das vielen als supercool eingeübte Schlachtbeil der Emolüge.

Wer sich so ereifere, der habe wohl keine Argumente, sich nicht im Griff, der sei nicht verkehrsfähig, dem sei nicht zu trauen, der wisse wohl nicht mehr, was er sage, sei kein vernünftiger Gesprächspartner, nicht ernstzunehmen.

Man lernt diese Lüge in jedem billigen Kommunikationsseminar.

Und es ist, klar, auch nicht klug noch angebracht, jederzeit gleich aufzubrausen.

Es ist aber doch verlogen, folgt einer systematischen Verlogenheit, wenn man, vor grinsenden Apologeten psychischer und physischer Grausamkeit sitzend, seine Emotionen, da jene, keines Mitgefühls achtend, mit dem Hinweis auf die Erregtheit des Widerparts ihre Sicht als eben jenen überfordert, ob ihrer Stingenz aus dem Gleichgweicht gebracht habend, erklären, damit keiner weiteren Begründung ihrer Position mehr zu bedürfen, sich, vermeintlich fein raus, ihren Schmerbauch darob pinseln. (weiterlesen…)

Islamistische “Freunde” ermorden US-Botschafter

Mittwoch, 12. September 2012

Jetzt wurde der US-Botschafter in Libyen in Benghasi, der Hochburg der Revolution, von Islamisten ermordet; seine libyschen Bewacher seien bei dem Angriff geflohen (ob sie mit den Angreifern sympathisierten?).

Anlass soll ein Mohammed-Satirefilm gewesen sein, der, zusätzlich heiklerweise, wesentlich mithilfe von jüdischen Spenden produziert worden sei und, was wohl, moslemische religiöse Gefühle verletzt habe. Sowas macht man nunmal nicht. Meinungsfreiheit braucht kein Mensch. Nicht einmal ein Ami. (Dass der Botschafter an dem Film wohl nicht beteiligt war, war den Selbstgerechten Mohammeds offenkundig egal.)

Die USA haben in Libyen genau die Leute gegen Gaddhafi unterstützt, die jetzt ihren Botschafter niedermetzelten. (weiterlesen…)

BVG: Euro-Urteil schlechter Witz

Mittwoch, 12. September 2012

Der ESM soll uns also erstmal “nur” 190 Milliarden abschakalen können.

Derweil kann die EZB, bis zur sogenannten Entscheidung in der Hauptsache, holen, was sie will.

Dies Urteil des BVG ist ein schlechter Witz.

Goldman Sachs, Draghi und der Rest der Wegelagerer werden ihn jedoch köstlich finden.

Vom Lügenpantheon (IV)

Montag, 10. September 2012

Die ganzen Lügen rund um den Euro sind so bekannt, so eingehend von vielen entdeckt und thematisiert, dass ich sie hier, deshalb auch die 9/11-Lüge, übergehen will.

Ich komme daher jetzt zu einer meiner “Lieblingslügen”.

Es ist jene vom bösen Tier der Johannes-Offenbarung, der Zahl 666, dessen Zeichen man auf Stirn oder Hand zu tragen habe, nur ihm zu dienen, dass man nur in diesem Zeichen kaufen und verkaufen könne, während das Lamm demgegenüber ja so lieb sei.

Im 22. Kapitel steht aber:

3. Und es wird kein Verbanntes mehr sein. Und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darin sein; und seine Knechte werden ihm dienen

4. und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein.

Wo ist jetzt der stets behauptete Unterschied zwischen den beiden? (weiterlesen…)

Vom Lügenpantheon (III)

Montag, 10. September 2012

Die Lüge, mit der wir uns jetzt befassen wollen, ist zwar nicht nur allen treuen Lesern dieser Seite, sondern auch sonst vielen Menschen als solche bekannt, wird aber nicht nur aufgrund ihres aktuellen Bezuges, sondern auch deshalb hier aufgenommen, weil sie einen besonderen Mechanismus paradigmatisch aufzeigt.

Es handelt sich um die Verfassungslüge.

Wir haben ein Verfassungsgericht, einen Verfassungsschutz, sogenannte Parteien des Verfassungsbogens, verfassungsfeindliche Gruppierungen und Parteien, einzelne Verfassungsfeinde, bloß eines nicht: eine Verfassung.

In dem Schriftsatz nämlich, dem Grundgesetz, das wie als ob es nicht anders sein könne, landauf landab als unsere Verfassung bezeichnet wird, steht eindeutig drin, dass eine Verfassung noch aussteht: (weiterlesen…)

Vom Lügenpantheon (I)

Sonntag, 09. September 2012

Ich gehe jetzt an das Lügenpantheon heran.

Dessen, so wie ich ihm das Dach in Trümmer schlage, anzuschauen, wird voraussichtlich für viele nicht lustig. Es geht aber selbst auf dieser Seite nicht immer nur um einen wohlfeilen Spaß für keinen halben Eurocent.

Die erste Lüge, die ich hier unter dem Titel “Lügenpantheon” betreue, ist, dass konsequente harte Arbeit sich, wenigstens irgendwann, doch auszahle.

Das stimmt so überhaupt nicht.

Nichtmal an meinem und Ihrem Sonntag.

Ich sehe, nur als Beispiel, Millionen hart arbeitender Menschen, die kaum den Hartz verdienen, andererseits eine ähnliche Menge Nichtarbeitender, die den schon eingestrichen haben, bevor sie aufstehen.

Auch, wie ersterer hart erarbeitetes Gut, jetzt besonders aktuell, auch noch sonstwohin, außer Landes, geschafft wird, wobei die übelsten Schmarotzer dreimal ihren Schnitt machen.

Ja, ich habe für harte Arbeit, Schwerstarbeit, z.B. als Steinmetz, auch schon Geld bekommen.

Die schwersten, härtesten, wichtigsten Arbeiten aber, denen ich mich bisher gestellt habe, brachten meist nichts.

Doch: Spott gab’s nicht selten kostenlos dazu.

Darob, dass ich so doof sei, sie auszuführen.

Es ist hier nicht mein Behuf, irgendeinen runterzuziehen.

Auch nicht zu jammern.

Es geht allein um die Beschreibung der Wirklichkeit wider eine der eingeschliffensten Lügen. (weiterlesen…)

Wulff versus Google / Denkberatung

Samstag, 08. September 2012

Bettina Wulff, die Frau des Ex-Bundespräsidenten, klagt gegen Google, auf dass bei Eingabe ihres Namens nicht mehr automatisch Suchbegriffe wie “Rotlichtvergangenheit” oder “Escort” auftauchen mögen.

Das ist ja mal apart.

So sehr ich die Verletztheit der Dame, die nach Angaben ihres Anwaltes schon von diversen Medien Unterlassungserklärungen bewirkte (Günther Jauch soll sich verweigert haben, werde deshalb ebenfalls verklagt), nebst teils erheblichen Schmerzensgeldzahlungen, verstehe, frage ich mich doch, wie man gegen Google ein Präzedenzurteil (oder gab es Vergleichbares schon?) erwirken will, dahingehend, dass die Firma Hinweise auf gerne aufgerufene unbewiesene Gerüchte aus ihren Programm tilgen soll.

Das hieße in letzter Konsequenz, dass ich nicht einmal diesen Artikel schreiben dürfte, da auch ich diese erwähne (wie sonst sollte ich das können? – je mehr Schmerzesgeld, je mehr Leser?), gar ungefragt. (Einen Verbotsirrtum könnte ich nicht geltend machen, da ich von den Unterlassungserklärungen anderer im Zusammenhang nachweislich mitbekommen habe.)

Ich bin ja nun wirklich nicht der Anwalt der sogenannten “Datenkraken”.

Kann es mit der Unterlasserei aber so weit gehen, soll es so weit gehen, dass Suchmaschinen keine Hinweise mehr darauf liefern dürfen, welche, wenn auch unbewiesene Gerüchte es bezüglich einer Person oder Sache gab oder gibt? (weiterlesen…)

Kommentarstränge: Leser lernen Deutsch

Dienstag, 04. September 2012

Im Kommentarstrange zu “Vom ortbaren Handyoten” schrieb ich unter anderem:

‘Es ist für keine Zeitung leicht, die meisten ihrer Kommentatoren als “Verschwörungstheoretiker” oder, Neusprech, “Verschwörungsliebhaber” abzutun.’

Die großen Schafsmedien sitzen diesbezüglich inzwischen tatsächlich immer häufiger mächtig in der Tinte.

Einerseits sollen sie jeden selbständig denkfähigen Bürger auftragsgemäß als VSTler bzw. VSLHler verleumden und herabsetzen, andererseits werden sie von ebenjenen, ihren eigenen ach so blöden Lesern, immer unverhohlener ausgelacht und dafür runtergelassen.

Selbst das Zensieren hilft nicht mehr viel, da man eben nicht (in manchen Fällen) vier Fünftel der Beiträge zensieren kann, ohne dass man für seine diesbezügliche Hauspolitik irgendwann so notorisch wird, wie die Zeit.

Der Spiegel ist mit seinen Artikeln inzwischen nicht selten derart runter, vor allem jenen, in denen er sich als Oberkriegstreibermedium der Republik geriert, dass er fast nur noch Häme und Spott dafür erntet.

Ich halte es für enorm wichtig, dass Leute, die die Zeit dazu finden (ich habe sie nurmehr selten, um extern zu kommentieren), hier mit aller Beharrlichkeit und angemessenen Gnadenlosigkeit dranbleiben. (weiterlesen…)

“Deutscher Ethikrat”

Montag, 03. September 2012

Hier zunächst, was der “Deutsche Ethikrat” auf seiner unheimlichen Seite zur Knabenbeschneidung eingestellt:

“Ethikrat empfiehlt rechtliche und fachliche Standards für die Beschneidung
PRESSEMITTEILUNG 09/2012
Berlin, den 23. August 2012
Unter großer öffentlicher und medialer Begleitung hat sich der Ethikrat am heutigen Donnerstag im Rahmen einer öffentlichen Plenarsitzung mit der Beschneidung minderjähriger Jungen aus religiösen und weltanschaulichen Gründen beschäftigt.

Die Vorsitzende Christiane Woopen betonte in ihrer Einführung, dass der Ethikrat mit seiner öffentlichen Debatte zur Versachlichung des Diskurses beitragen wolle.

Grundlage der Diskussion des Ethikrates waren Vorträge der Mitglieder Leo Latasch, Ilhan Ilkilic, Reinhard Merkel, Wolfram Höfling und Peter Dabrock zu medizinischen, religiös-kulturellen, straf- und verfassungsrechtlichen sowie ethischen Aspekten der Beschneidung.

Ungeachtet tiefgreifender Differenzen in grundlegenden Fragen empfiehlt der Ethikrat einmütig, rechtliche Standards für eine Beschneidung minderjähriger Jungen aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen zu etablieren und dabei folgende Mindestanforderungen umzusetzen:

1. umfassende Aufklärung und Einwilligung der Sorgeberechtigten
2. qualifizierte Schmerzbehandlung
3. fachgerechte Durchführung des Eingriffs sowie
4. Anerkennung eines entwicklungsabhängigen Vetorechts des betroffenen Jungen.

Darüber hinaus fordert der Ethikrat die Entwicklung und Evaluation von fachlichen Standards für die Durchführung der Beschneidung unter Mitwirkung der Betroffenen und der beteiligten Gruppen.”

“Ungeachtet tiefgreifender Differenzen in grundlegenden Fragen empfiehlt der Ethikrat einmütig, …”

Soso. Die deutschen Oberethiker empfehlen also, indem sie sich grundsätzlich äußerst uneinig, einmütig, dass…

Wie bitte? (weiterlesen…)

Zerschriebt

Samstag, 25. August 2012

Es mag einen sehr gewichtigen Mangel an Information geben, was geheime Techniken anlangt; es gibt ihn praktisch sicher.

Es gibt aber keinen entscheidenden Mangel an politischen und historischen Informationen mehr, hinter dem man sich verstecken könnte. Man muss nicht immer alles wissen, um genug zu wissen.

Es ist nur eine Ausrede, dass wir nicht genug wüssten.

Die Wahrheit ist, dass wir aus unserem Wissen zuwenig machen. (weiterlesen…)

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