Unabhängig davon, wie sehr ausländische Machenschaften und Winkelzüge – Washingtons, Londons, Tel Avivs und anderer – an den Aufständen von Marokko bis Jordanien und darüber hinaus beteiligt sind, muss jedem Vernünftigen klar sein, dass hier nur die glimmenden Lunten an den Pulverfässern zu entfachen waren.
Kleptokratisch-gerontokratische Diktaturen haben je mit der aufbegehrenden, weitgehend chancenlosen Jugend – weit dahinter derzeit zurückgelehnt natürlich auch islamistischen Möchtegernprofiteuren – zu tun, deren Unzufriedenheit so oder so über kurz oder lang über sie gekommen wäre.
Dass viele im Westen jetzt wähnen, für einen Stoß gegen den Iran – indirekt auch China und Russland – willfährigere Regierungen installieren zu können, zeigt meines Erachtens nur die Kurzsichtigkeit dieser Leute, im europäischen Falle glatte Dummheit.
Während die maroden USA sich vielleicht noch geostrategische Vorteile aus dem Chaos erhoffen können, sollte jeder Europäer, der nicht als haltloser Hasardeur geboren wurde und seitdem nichts dazugelernt hat, von solcherlei Gedanken tunlichst Abstand nehmen.
Man bedenke, dass es in strukturell so verschiedenen Ländern – außer mangelnder Selbstversorgung natürlich – wie Tunesien, Algerien, Libyen, Ägypten, Jemen, Bahrain brennt: Ob bitterarm oder relativ wohlhabend, keiner ist gefeit. (weiterlesen…)
Bei der FAZ und der NZZ ist man Guttenbergs wegen nicht erfreut.
Mag die NZZ es als eine Missachtung und Urheberrechtsverletzung ansehen, auch extra noch als Affront, wenn der christsoziale deutsche Verteidigungsminister ausgerechnet den Gottesbezug in Verfassungen in seine Feder weggesogen hätte, so wird es für die FAZ ja nun wirklich heikel.
Wie soll sie weiterhin denjenigen loben, der den Vorspann seiner “Doktorarbeit” schlicht bei der Zeitung abgeschrieben hat? (weiterlesen…)
Auf die naheliegende Gefahr hin, als Antihomot hingestellt zu werden, will ich doch die nicht nur von mir gemachte Beobachtung in den Raum stellen: Man ist dabei, zumal unter den Männern, Homosexuelle förmlich zu züchten.
Natürlich funktioniert das (noch) nicht auf (halb-)biologischem Wege, aber es scheint durchaus möglich, ja wahrscheinlich, dass bei vielen jungen Menschen das moderne Leitbild des doppelverdienenden kreativen Schwulenpaares, jeglicher Sorge um das Brutwunsch- oder -Vorhandenseinsproblem enthoben, nicht selten anschlägt.
Wozu nun aber sollte ein Bestreben bestehen, nicht nur althergebrachte Diskriminierung von Homosexuellen abzuschaffen, sondern deren üblichen natürlichen Bestand künstlich zu erweitern?
Vor einigen Tagen schrieb ich – fahrlässigerweise aus dem mittelfristigen Gedächtnis – etwas von 73 oder 75 Millionen Ägyptern, alswelchen Fehler ich zu entschuldigen bitte.
Hernach erfuhr ich etwas von geschätzten 83 Millionen (Wikipedia 2009), folgerichtig aktuell bei SPON 84,5 Millionen, und schließlich, in einer lesenswerten professoralen Analyse auf faz.net, die sehr sachkundig wirkte, dass die Bevölkerungszahl in Wirklichkeit schon bei über 100 Millionen liege, da viele Kinder von ihren Eltern gar nicht registriert würden, um sie vor dem Einzug in die diversen Folter- Polizei-, Schläger- und Geheimdienste sowie das Militär zu bewahren. (weiterlesen…)
Man übt sich in Tyrannenentsorgungspsychologie. Das Wichtigste ist erst einmal ein würdevoller Abgang des Tyrannen, damit sich seine Gönner nicht noch mehr blamiert sehen und Zeit gewinnen können.
Ein aufgehängter Satrap oder einer lange krank vor Gericht, so wie man das in Den Haag mit den eigenen Gegnern gerne macht (sich selbst aber nicht hinklagen lässt), wäre nicht genehm.
Und dann übt man sich in der Psychologie des Wunders, alswelches da hieße, dass man einen ebenso nützlichen Tyrannen einsetzen könne wie den vorigen, wogegen eben so ziemlich alles spricht.
Fast könnte man meinen, es sei inzwischen ein bisschen Voodoo dabei, mit präventiv gestochenen Puppen und anderlei Schabernack. (weiterlesen…)
“He may be a son of a bitch, but he’s our son of a bitch.”
Der obige, prägnante US-Spruch für verbündete Diktatoren wird bald einen neuen Geruch bekommen, dann nämlich, wenn der neue eigene Hundesohn (Hurensohn) in Ägypten installiert ist, der Ersatzhund sozusagen.
Man scheint sogar schon etwas besorgt dahingehend, nicht genau den Kettenhund zu bekommen, den man sich als Ersatz für den altersschwachen alten anzuschaffen gedenkt; man weiß noch nicht einmal so genau, auf welche Rasse man setzen sollte und wie scharf der Hund zu machen sei; es könnte endlich ein ziemlich verzogener Hund den Hof bewachen, vielleicht gar für fremde Herrchen.
So etwas schätzt man in den Denktanks gar nicht, wenn man darüber nachdenken muss, wie man mit einem Hundesohn auskommen soll, der einem nicht gehorcht. (weiterlesen…)
Wäre man boshaft, so sagte man, die Ägypter seien doch in einer beneidenswert vorteilhaften Lage: Schenkt man ihnen nicht weiterhin genug Weizen, so drehen sie durch, und zwar womöglich zumal gegen Israel.
Eine bessere Subventionsversicherung ist wohl kaum darstellbar; und man sollte die an den Nil gebrandeten Araber nicht dahingehend unterschätzen, dass sie mit ihren Pfunden nicht zu wuchern wüssten.
Die Sache wird noch viel peinlicher werden, man wird noch mehr Hilfspakete gen Alexandria schicken, um den Laden irgendwie unter westlicher Kontrolle zu halten.
Man wird uns dazu erzählen, das ägyptische Volk brauche unsere Hilfe jetzt zum Aufbau einer echten Demokratie, in dieser schwierigen Phase dürften wir das ägyptische Volk (vielleicht kommt “Volk” dann plötzlich sogar dreimal…) nicht im Stiche lassen. (weiterlesen…)
Hier kann man schöne Bilder sehen und auch noch obendrein Al Gore dazu vernehmen, dass selbstverständlich die Erderwärmung an einer sehr weitgehenden Vereisung der Nordhalbkugel schuld ist.
Übrigens in Japan, China, quer durch die asiatische Landmasse, mit Ausnahme Westeuropas, einschließlich eines Großteils Nordamerikas; und an der mexikanischen Grenze, in Ciudad Juarez, sollen minus 15 Grad Nachttemperaturen erwartet werden.
In Nord- und Mittelchina, bis beinahe hin zur subtropischen Ostküste, Eis und Schnee, im Westen erscheint praktisch nur die Takla Makan eisfrei, die indes ein weltweit einzigartiges Sonderklima aufweist.
Man bedenke, dass wir erst den Anfang des Monates Februar schreiben, eine derartige Eisausdehnung auf der Nordhalbkugel – die ja ab dem vierzigsten Breitengrad relativ viel mehr Landmasse gemessen an Meeresoberfläche gegenüber den höheren Breiten der Südhalbkugel mitbringt – ohne weiteres zu einer sich noch eine Weile abstrahlungsbedingt selbstverstärkenden saisonalen Abkühlung führen könnte, mit noch mehr Eis und Schnee und Tiefsttemperaturen.
Im besonders ungünstigen Falle könnte, was am fatalsten wäre, eine extrem späte, dann aber gewaltige, von Regen begleitete Schneeschmelze nicht nur zu heftigen Überschwemmungen führen, sondern vor allem dazu, dass Millionen Quadratkilometer bestes Ackerland so lange unter Wasser stehen, dass sie in diesem Jahr nicht mehr bewirtschaftet werden können.
Dann wird das Essen richtig teuer, denn zur Verdeutlichung: Auf dieser Eisschiene liegen derzeit die maßgeblichen Getreideexporteure der Welt.
Aber wir wollen mal nicht gleich schwarz oder gar Al Gore sehen: Die Winter 83/84/85 habe ich noch in eisiger Erinnerung. (weiterlesen…)
In Großbritannien scheint man es besonders wichtig damit zu haben, schon Kleinkinder (homo-)sexuell zu ergendern.
Ich finde das super, denn bekanntlich ist es ja zumal bei vielen Jungs alsbald zu spät, wenn sie einmal angefangen haben, bei den Mädchen auf deren erotische Seiten zu achten.
Bei den meisten passiert dies bedauerliche, diskriminöse Malheur sogar heute noch von selbst, (weiterlesen…)
In diesem Artikel wird behauptet, dass die arktische Eismenge in den Jahren 2008-2010 erheblich zugenommen habe (ich weiß nicht, ob die Daten korrekt sind, eine Bestätigung oder Falsifikation wäre willkommen).
Gleichzeitig erzählt man den Briten nach dem dritten harten Winter in Folge, es werde bei ihnen so kalt, weil es überall sonst auf der Welt so viel wärmer werde (wovon man aber z.B. im Nordosten der USA bei minus 40 Grad Celsius auch nicht allzuviel merkt).
Webster Tarpley, Interviewpartner in der aktuellen zeitgeist-Ausgabe, redet Klartext. Wie in meinem gestrigen Beitrag “‘Food Riots’: Hungeraufstände” sieht auch er die “Jasmin-Revolution” in Tunesien weniger als vom Wunsch nach mehr politischer Freiheit getrieben, sondern von – zumal durch Spekulation – extrem gestiegenen Lebensmittelpreisen.
Wie auch in anderen “seriösen” angelsächsischen Zeitungen vermeldet, erachtet er zudem “Lecks” von Wikileaks bezüglich der tunesischen Diktatorenkamarilla als wesentlich für den Umsturz, orchestriert von und im Bunde mit der CIA (der letzte Teil des Satzes findet sich bei den “Seriösen” natürlich nicht …).
Und er sieht, gut belegt, weitere arabische Regime in deren Visier, insonderheit, um Länder von Marokko über Algerien, Libyen, Ägypten, Jordanien, Syrien bis hin zum nichtarabischen Pakistan gemäß der Brzezinski-Doktrin über neue Marionettenregierungen wirksamer kontollieren und gegen die strategischen Hauptgegner Iran, China und Russland positionieren zu können. (weiterlesen…)
Von der gewaltigen Spekulation, die die Preise für Mais und Weizen innerhalb kurzer Zeit half, um 60-80 % nach oben zu treiben, allerdings kein Wort.
Und nur ziemlich am Rande wird erwähnt, was der Wahnsinn der Biospriterzeugung eigentlich bedeutet (den die EU ja jetzt mit dem neuen “Bio”-Benzin noch befeuert): Öko-Wohlgefühl für Grüne Spinner, Hunger für die Armen.
Geschätzt mehr als ein Drittel der US-Maiserzeugung gehe in die Bioverspritung.
Ich habe gerade noch einmal auf einer Olivenölflasche nachgesehen (Sojaöl etc. weisen ähnliche kalorische Werte auf): 819 Kilokalorien auf 100 ml heißt es da; das bedeutet, dass ein Mensch vom Brennwert her von einem Viertelliter Öl einen Tag überleben kann.
Wenn Sie also zehn Liter Biosprit verfahren, sind dies vierzig Menschentage, Grundnahrungsmittel für eine sechsköpfige Famile für eine Woche.
Wenn man dann noch bedenkt, wie unwirtschaftlich die Erzeugung von Biosprit ist, zumal aus Mais und Raps (im Falle von Zuckerrohr fällt die Bilanz nicht ganz so verheerend aus), da erst einmal ein gewaltiger Einsatz von Energie für Maschinen, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Weiterverarbeitung etc. notwendig ist, so kann man diejenigen, die dies alles sehr wohl wissen und doch aktiv als notwendig und richtig darstellen, nur als Verbrecher bezeichnen.
Oder fällt Ihnen dafür ein treffenderer Begriff ein? (weiterlesen…)
Einen sehr aufschlussreichen Artikel zum Phänomen Wikileaks, der insbesondere einige mir bislang unbekannte Hintergründe zum medialen Wonderbra-Aufbau der Organisation darlegt, finden Sie hier.
“If We Lose our Internet Freedoms Because of Wikileaks, You Should At Least Know Why”
Aus dem Artikel folgt, dass Wikileaks von großen US-Medien bereits überlaut ins Gespräch gebracht und verherrlicht wurde, als der Laden noch überhaupt nichts vorgelegt hatte und noch völlig in den Kinderschuhen steckte.
Wahrscheinliche Verbindungen zur CIA von Anfang an werden beschrieben…
Unbedingt lesen sollte das jeder, der die Freiheit des Netzes bewahren will.
Die Lächerlichsten von allen sind jene, die ständig über “Verschwörungstheoretiker” ablästern.
Die sind entweder strunzdumm oder gekauft.
Wo waren sie denn, die Massenvernichtungswaffen im Irak? Was war mit Katyn? Pearl Harbor? 9/11?
Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.
Die meisten wirklich idiotischen, größeren Verschwörungstheorien werden nicht von Paranoikern in die Welt gesetzt, sondern von Verschwörern, die ihre Taten damit zudecken.
Man ist schon so weit, dass man denjenigen, der die klassische Frage “cui bono?” stellt, zum VST abstempelt.
Meinen Kindern gefällt das Video “If we had some global warming …”, das ich am 2. Dezember hier einstellte, so gut, dass sie es dauernd sehen wollen und fortlaufend trällern…
Der türkische Premier Erdogan meint, dass die Wikileaks-”Dokumente” von den USA mit Absicht gegen ihn und sein Land lanciert wurden, und sein Innenminister wundert sich, wie gut Israel vergleichsweise wegkommt.
Dass es den Türken nicht eben an Nationalstolz gebricht, ist bekannt; alsomit stellt sich die Frage, sollte Erdogan recht haben, wieso dieses Volk in dieser Weise weiter gegen die USA (und Israel, nach der Gaza-Hilfsflottillen-Affäre) aufgebracht werden sollte.
Da erschließt sich Sinn und Zweck der Übung für mich doch noch nicht recht.
Allerdings: Türken bilden eine starke Minderheit in Mitteleuropa, insonderheit in Deutschland. (weiterlesen…)