Archiv für die Kategorie ‘Liebe’

Deutschland! – So wird Pflicht zur Kür

Samstag, 09. Juni 2012

Ich werde mir nachher, nach meinem endlich verdienten Mittagsschlafe, das Spiel der Restdeutschen anschauen und zumal anhören.

Nicht direkt der Restdeutschen, oder viel weniger, derer, die da solcherart zu kicken sich anschicken wegen, sondern vielmehr des Mienenspiels, der Gesten und Gebärden halber, des Gefluches, Gejubles und Geschreis meiner ernsthaften Mitzuschauer.

Das wird mir ohne weiteres den Preis von einem bis drei Kneipenbieren wert sein.

So viel Investition muss der selbstständige Philosoph schon bringen. (weiterlesen…)

Gottes friedlicher Abzug

Montag, 28. Mai 2012

Die lustige kleine Diskussion, die sich entlang meines kleinen Aphorismus’ mit dem Titel “Selbst ohne Gott” ergab, hat mich auf eine zielführende neue Idee gebracht.

Vielleicht sollte man ihm doch Verhandlungen anbieten, ihm einen Abzug ermöglichen, bei dem nicht noch mehr unnötig kaputtgeht.

Denn seine Anhänger sind so süchtig nach ihm, so sehr an ihn gewöhnt, dass es wohl weit weniger Rabatz gäbe, wendete er sich nochmal in einem wohlgesetzten Abschiedsgruße an sie.

Das führte dann sicherlich zu vielen Weinkrämpfen und auch nicht wenigen Kreislaufkolläpsen, manchem Schwerstsuff usw. , aber immerhin recht wahrscheinlich nicht zu weiteren, allgemeinen Großkatastrophen. (weiterlesen…)

Nietzsche und Cervantes: Siehe, Menschen!

Samstag, 26. Mai 2012

Nietzsche schrieb über seinen Zarathustra:

“Ich habe mit ihm der Menschheit das grösste Geschenk gemacht, das ihr bisher gemacht worden ist.”

Ich habe, deshalb greife ich diesen Satz hier auf, noch nie davon gehört, dass einer ihn für diesen Satz auszulachen sich verwagt habe.

Neben dem Zarathustra nämlich steht der Koran ekel und zudem noch lächerlich; die Bibel als in sich völlig widersprüchliches Konkokt ist nur in wenigen Teilen ernstzunehmen – selbst wenn man die grause Torah weglässt.

Nietzsche lachte denn auch, als sein Zarathustra nach einem Jahr gerade mal zweihundert Verkäufe erreicht hatte, da er schon europaweit bekannt war, nur über die diesbezüglichen Sorgen seines armen Verlegers. (Ich habe auch das schonmal erwähnt, aber es darf ruhig zweimal und noch öfter gesagt werden.)

Darin zeigt sich die Ruhe des wahrhaft selbstsicheren, gereiften Großen. Er bedarf der Welt nicht mehr im Sinne deren Urteils als Maßstab. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (V)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ich sprach irgendwo schon einmal davon, aber das macht nichts, denn wichtige Dinge sind wiederholt durchzunehmen.

Es gibt keine “Weiße Magie”.

Bestenfalls mag es neben der Schwarzen Magie eine Hellgraue geben.

Das wäre dann jene, die in der besten Absicht angewandt.

Sie kann deshalb nie “weiß” sein oder werden, weil jede bewusste magische Handlung eine versucht manipulative, unerfragte ist. (Ich rede jetzt nicht vom Senden guter Gedanken, von Liebe, was durchaus förderlich sein mag. Das wird aber klassischerweise nicht unter dem Begriff “Magie” einsortiert.)

Zu unterscheiden: Wenn eine Frau mir schöne Augen macht, mag das eine gewisse “magische” Wirkung haben. Ich sehe aber, dass sie das tut, kann es erhebend finden, oder auch nicht.

Es gibt auch Leute, die verharmlosend-beschönigend sagen, alles sei Magie.

Wäre das wahr, hätte das Wort keinen eigenen Gehalt, es wäre ein sinnloses Synonym für alles. (weiterlesen…)

Hirnschrumpfung: Rennen so schädlich wie Kiffen?

Donnerstag, 17. Mai 2012

Nachdem mein Beitrag “Gott als Ersatzbuhl“, in dem ich erst kürzlich aus dem Verliebtsein resultierende Hirnschäden mit religiös verursachten verglich, was, vornehm ausgedrückt, nicht nur begeisterte Zustimmung hervorrief, stieß ich vorhin auf ein mich ebensowenig verwunderndes Ergebnis aus der neurologischen Forschung, laut dem Ulmer Wissenschaftler Wolfgang Freund besagend, dass Extremsportler Hirnmasse abbauen: näheres dazu hier.

Anscheinend, und das verwundert ja nun nicht allzusehr, baut der Körper eben das ab, was er grade nicht oder wenig braucht, und allzuviel Denken muss man ja nun nicht, wenn man nur noch rennt wie ein Gedopter (es mag sogar schaden, denn es kostet ja nicht nur unnötig Energie, sondern mag auch jene Art Trance stören, in der man am besten kaum noch etwas mitkriegt).

Ob an der Studie nun als ermutigend anzusehen sei, dass die Ultraläufer nur 8 % ihrer grauen Masse, also gerade mal ein knappes Zwölftel, auf dem Wege von Unteritalien ans Nordkap am Wegesrand gelassen haben sollen, oder eher nicht, mag Ansichtssache sein; zudem, wie positiv man werten will, dass sich das mysteriöse Ding zwischen den Ohren schon nach acht Monden zumindest rein gewichtsmäßig wieder regeneriert haben soll.

Nun wissen wir denn noch nicht, und das zu untersuchen wäre logischerweise eine Anschlusstudie sinnreich, ob es sich nicht nur quantitativ zu erholen vermochte, sondern auch funktional, das heißt qualitativ. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (II)

Montag, 14. Mai 2012

Einen Mozart oder einen Capablanca der Literatur hat es meines Wissens nie gegeben. Also einen, der in diesem Fach als Sechsjähriger schon weit oben spielte.

Dies hat einen einfachen Grund (man könnte auch sagen tausende), der, da oft nicht bedacht, so selbstverständlich er auch sein sollte, hier einleitend Erwähnung finden muss (auch weil man Euch diesbezüglich viel Mist erzählen wird, sobald Ihr unmissverständlich zeigt, dass Ihr Bedeutendes zu erzählen wisst).

Denn überragende Begabung, ein geradezu selbstverständliches Gefühl, das sich nur noch Bahn brechen muss, gibt es, im harten Gegensatze zur Tonsetzer- und Schachkunst, in der Schreibkunst nicht dahingehend, dass sie schon für Höheres genügte.

Sondern bedürft Ihr des – wie meine verehrte Professorin Reiss es zu nennen pflegte, die hier jetzt mal angemessen gewürdigt sei – “Weltwissens”.

Das heißt, dass Euch gar nichts egal sein kann. Egal gibt es nämlich für den Schriftsteller nicht. Physik, Geographie, bildliche und musikalische Ästhetik, alles Kulturelle, einfach alles, was der Mensch je ersann oder erkannte, muss Euch interessant und Grundlage sein. Sonst wird es nie was. (weiterlesen…)

Gott als Ersatzbuhl

Montag, 14. Mai 2012

Nachdem wir kürzlich – wenig verwundert – zeigen konnten, dass Religiosität verblödet, ganze Hirnpartien verödet, dürfen wir jetzt gemäß diesem Artikel mit ebensowenig Überraschung feststellen, dass dasselbe fürs Verliebtsein gilt.

Es mag natürlich manchem wissenschaftsabholden Thomas nicht gefallen, dass Verblödung nicht eben bildet; auch nicht, dass Religiosität in ihren Symptomen dem Verliebtsein derart ähnelt, dass man diese beiden Geisteskrankheiten als nächstverwandt ansehen muss. (weiterlesen…)

Nympho nudelt Männer nieder

Montag, 30. April 2012

Es tut mir mehr oder weniger aufrichtig leid um die “Opfer”, aber als ich diese beiden Berichte eben las, musste ich lachen.

http://www.focus.de/panorama/welt/mann-fluechtet-vor-sexhungriger-frau-frau-will-zu-viel-sex-mann-ruft-polizei_aid_736503.html

http://www.focus.de/panorama/welt/nymphomanin-findet-neues-opfer-muenchnerin-zwingt-mann-anderthalb-tage-lang-zu-sex_aid_745153.html

Da schafft es doch tatsächlich eine Siebenundvierzigjährige ohne jede fremde Hilfe, nacheinander einen Dreiundvierzigjährigen Handwerker (!) und einen Afrikaner unbekannten Alters derart zum Dauerrammeln zu nötigen, dass der eine, verzweifelt auf den Balkon geflüchtet, per Handy (wie er das noch halten konnte?) die Polizei holt, und der andere nach seinem Martyrium plärrend auf der Gasse umherirrt, nachdem sie ihn 36 Stunden lang niedergenudelt hat. (weiterlesen…)

Vom Glücke des Misserfolgs

Donnerstag, 08. März 2012

Einige der besten, wenn nicht die meisten Liebschaften sind jene, zu denen man im Nachhinein glücklich feststellt, dass man sie nicht hatte. Ein vielleicht kurzes Glück, dann nichts als Ärger, vor sich selbst schwer tilgbare Schmach. “Wie kannst du dich nur auf so ein Huhn kapriziert haben? Auch noch vermeintlich ernstlich? Du willst ein Geist und Dichter sein, um dich dann, wie als ob ein versteckter Betbruder aus dir gebrochen, zu benehmen?” (weiterlesen…)

Vom Wundersamenkraut (II)

Montag, 05. März 2012

In Stuttgart, wo der Lenz sich früher zeigt, als auf der Alb, im Bayerischen Wald oder in der kalten Baar, hat das Wundersamenkraut schon wieder angefangen zu treiben.

Und es offenbart jedes Jahr neue Heilsamkeiten: Manchmal spricht es sogar zu dem, der es hegt. (weiterlesen…)

PETA: Veganer können, bis der Arzt kommt

Samstag, 18. Februar 2012

Ich will hier jetzt bewusst kein Standbild einbauen, um extra dazu zu animieren, sich dieses Video einer Tierschutzorganisation namens “PETA” anzuschauen (nach eigenen Angaben die weltweit größte ihrer Art), welches eine – wenigstens teilweise – erfreuliche Nebenwirkung der veganen Ernährung dahingehend nahelegt, sie führe beim jungen Beau zu einer derartigen Megalibido und Hyperpotenz, dass er seine Buhle fast schon bis hin zum medizinischen Notfall bespringt.

Ich weiß jetzt wirklich nicht, ob ich das witzig finden soll. (weiterlesen…)

Alb-Leisa

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Wenn ich durch die Stuttgarter Markthalle schlendere, die Linke fast stets titaniumfest auf dem Beutel, ereilt mich jedesmal beinahe das, was wir aus der Flipper-Generation den “Schwarztilt” nannten. (Für die Computergeneration: Das bedeutet, dass das Gerät, da gar zu sehr malträtiert, nicht nur den gerade gespielten Ball durch Standardabstellung verloren gibt, sondern – in der Regel vorübergehend – seine ganze Anzeige ausfällt und jede Funktion.)

Ich versuche dann, all den San Daniele- und Iberico-Schinken mental wie real wieder ebenso zu entkommen wie den Rohmilchkäsen und eingelegten Riesenoliven und den Perlhühnern und den … und mit mich dem Kauf eines Beutelchens Premium-Kreuzkümmels oder Bengalischen Pfeffers zu begnügen und meine Ess- und Kauflust also unruinös zu befriedigen.

Gestern aber stachen mir an einem Gewürzstand jene legendären “Alb-Leisa” (Linsen) direkt ins Gesicht, und ich konnte nicht anders, denn die Hand doch in die Börse zu stecken und für satte Vierfünfundneunzig ein Päckchen zu erwerben. (weiterlesen…)

Meine Tiere

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Oh um wieviel geht es mir jetzt schon besser, da ich mich endlich wieder von der Leine ließ!

Endlich wieder von Quarks und Bosonen, Mechatronen, Metaphotonen, Tachyonen, Memen und Nonen salbadern, ohne mich noch die Welt zu schonen!

Einem Kettenhunde gleich barkte ich vor der Türe der Vernunft.

Asselartig schlich und huschte ich durch die Keller der dingfesten Lügen.

Nein, kein kanines Hunzhofsäugetier bin ich mehr, kein Gliedertier mehr, der Guten und Gerechten Abfall zu devorieren und regurgitieren.

Jetzt fliegen zwei Raben um mich. (weiterlesen…)

Vom Verliebtsein

Mittwoch, 23. November 2011

Zum Glück, oder auch durch endlich erworbenes Können, habe ich mich schon seit einiger Zeit nicht mehr verliebt.

Das sollte einem nämlich, spätestens ab einem gewissen Alter, gar nicht mehr passieren. (weiterlesen…)

Wir wissen um uns

Dienstag, 22. November 2011

Ich weiß, dass ich ein paar sehr gute Kollegen habe.

Ich nenne sie jetzt ganz bewusst nicht.

Einerseits, um sie nicht zu kompromittieren.

Andererseits, da sie sowieso wissen werden, dass sie gemeint sind. (weiterlesen…)

Nationalschwule

Dienstag, 04. Oktober 2011

Um es zur Sicherheit nochmal voranzuschicken: Ich habe immerhin einen schwulen Freund. (Allerdings, das sei unschamhaft zugegeben, sexuell verkehrslos: und hätte ich keinen, so schämte ich mich dessen tatsächlich auch nicht.)

Lachen muss ich aber manchmal doch, wenn ich Nationalschwuler gewahre. (weiterlesen…)

Nationalfeiertag (V)

Montag, 03. Oktober 2011

Grade sah ich mir nochmal meine Nationalfeiertagsbeiträge I-IV an.

Da ward mir klar, dass viele wohl nicht einen einzigen Beitrag auch nur halbwegs ernstnehmen werden.

Diese Erkenntnis brachte mich zu Lachen. (weiterlesen…)

Samba in der Burka?

Samstag, 01. Oktober 2011

Dieser Bericht aus Superbums-Brasilien zeigt, dass dorten der Spaß zwischen Männlein und Weiblein auch nicht mehr sein soll, was er einmal war.

Denn Supermodel Bündchen soll laut brasilianischem Weibskommisariat nicht mehr in Unterwäsche antreten, um damit die Frau als solche sexistisch zu erniedrigen.

http://www.faz.net/artikel/C30602/beschwerde-des-frauenministeriums-gisele-buendchen-schadet-als-sexobjekt-30726523.html

Michael Ballack wird wohl nicht mehr lange in kurzen Hosen posieren dürfen, als Mann als pures Lustobjekt der Hodenlosen.

Wenn er dann demnächst nur noch im Ganzkörperkondom auftreten darf, um für Sportschuhe und Trainingsanzüge zu werben, wird das immerhin billiger. (weiterlesen…)

Stammkneipe

Mittwoch, 28. September 2011

Eine gute Stammkneipe kann fast so viel Geborgenheit geben wie eine gute Frau.

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