Archiv für die Kategorie ‘Liebe’

Von der Königinmutter

Dienstag, 01. Januar 2013

Gerade hatte ich wieder so einen Fall. Ich änderte bei einer Nachkorrektur “anfangen” in “beginnen”.

Es zählt jedes Wort, und es gibt nunmal keine Synonyme. (weiterlesen…)

Frauen im System gefangen

Sonntag, 30. Dezember 2012

Frauen suchen einen Ernährer. Soweit sogut zunächst der banalen Biologie.

Ja, aber eben nur zunächst.

Denn Frauen ab vierzig, die finanziell gut dastehen, womöglich auch den letzten träumerischen Kinderwunsch abgeschrieben, oder das ihrige/die ihrigen schon großhaben, folgen, steht nicht ein Obercharmeur vor ihnen, meist immer noch diesem dann nicht eigentlich mehr nachvollziehbaren Schema.

Was einst vernünftig, nachvollziehbar allemal war, wird zum reinen Selbstwertsgefühlsläufer. Ohne Sinn und Verstand.

Genau an dem Punkte, wo sich frau selbst noch einen lieben Hartzi problemlos leisten könnte, krallt sie sich am Ernährerprinzip erst recht fest. Nicht alle tun das. Aber zumal der sogenannten Gebildeten bzw. gut Ausgebildeten viele.

Also gerade jene, die endlich ihrer Herzensneigung nachgehen könnten, unbeschwert, tun es erst recht nicht. Immer noch Traumprinzensyndrom.

Kurz gesagt: ER soll vor allem Geld haben. Ja, auch Erfolg, auch Status, aber vor allem Geld.

Ich verstehe die Frauen nicht. Wieso dann auch noch das? (weiterlesen…)

Von einer (un-)lustigen Lüge

Sonntag, 30. Dezember 2012

Wie heißt das Zeugs, das meist einen Geruch verströmt, wie als ob man in einen Kanalrattenpuff einträte?

Es heißt “Deodorant”, kurz Deo, also Zerriecher. Oder Zerstinker.

Das ist natürlich eine glatte Begriffslüge. Es zerriecht nicht, sondern es überstinkt. Man kann keinen Geruch mittels einer Sprühflasche zerriechen oder zerstinken. Glatte Lüge.

Als Überstinker, wahrheitsgemäß, aber wäre es den Leuten wohl nicht so leicht zu verkaufen: deshalb heißt es Deo.

Meist riecht es auch so pervers, wie es heißt. Was sollte es wie anders denn gegen Stinkeachseln und die Ausdünstungen noch anderer Körpergebiete auch anrichten?

Dass das Zeugs viel schlimmer stinkt, als so leicht einer sonst stinkt, der sich wenigstens gelegentlich wäscht und keine entsprechende Stoffwechselkrankheit hat, darauf scheinen nur wenige zu kommen; oder aber sie trauen es sich mal wieder bloß nicht zu sagen.

Daher jetzt meine Transskription von “DEO”: Drüsenlos Extraordinär Olfaktorisch. (weiterlesen…)

Liebe hebt nicht alles

Sonntag, 30. Dezember 2012

C. war schon ein heißer Feger. Nein, die Konnotation stimmt nicht. Sie war eher eine Art Traumfrau. Um nicht lange drumrumzuschwatzen: Ich war mal eine ganze Zeit lang (also nicht nur sechs Wochen, so wie manche Spezialisten, die ich kannte, für die das schon alswie 33 Ewigkeiten erschien) mächtig in sie verknallt. (Die Grundgeschichte erzählte ich eben meinen Buben. Es macht also nichts mehr, wenn ich mich damit jetzt noch öffentlich lächerlich mache.) Nicht nur, dass sie aussah wie ein Engel, nein, überdies war sie vielseitig interessiert, polyglott, von feinem Humor, also bodenständig wie gewitzt, sogar so wagnishaft, mir Blicke zuzuwerfen, mich interessant zu finden, mit mir gerne zu reden. Ich eroberte sie nicht. Nicht nur, weil ich zu zag war, zu unentschlossen, sondern weil es, das weiß ich heute, von beiden Seiten her noch andere Hemmungen gab. Letztlich trauten wir uns gegenseitig nicht. Ich ihr, da sie einmal noch einen Freund den ihren nannte (als DEN), der ein unglaublich arrogantes und ebenso dummes Betriebswirtschaftsarschloch war. Mit DEM? – fragte ich mich. Später sah ich sie mit einem, den ich nicht sprach, der aber, wenn auch ansehnlicher als der Vorgenannte, mir wie ein nur leicht IQ-erhöhter glatter Schlunz erschien. Beides zusammen gefiel mir gar nicht. Sodann mangelte es ihr an Abenteuerlust. Außergewöhnlich Freches zu unternehmen, gar mit mir, wo es aller Wahrscheinlichkeit nach zu extra Schwierigkeiten führen werde, das war offenkundig auch nicht ihr Ding. Und so misstraute sie mir – zurecht – , dass ich ihr zwar durchaus lustiger, aber am Ende braver Ernährer, auch gemeinsamer Kinder, werden könne. (weiterlesen…)

Unter Künstlern

Sonntag, 30. Dezember 2012

Musiker und Maler werden in meinem oft zu wortgebundenen Geistesleben immer wichtiger.

Ich beherrsche kein Instrument richtig (kann nur leidlich auf eine Trommel hauen), singe mäßig bis saumäßig, und malen konnte ich allenfalls bis zur gymnasialen Gnadendrei, was sich durch Nichtübung kaum gebessert haben dürfte.

Diese Menschen sagen mir bedeutende Dinge. Sie teilen mir ihre Sicht, ihr Hören, ihre Auffassung von bedeutsam Schönem, und wie dies entstehe, wie man sich dem nähere, mit.

Ich versuche natürlich – was sollte ich auch sonst tun – , deren Ton- oder Bildkunstwerke gemäß meinem Empfinden so genau und verständlich wie möglich zu beschreiben, freue mich dann, immer häufiger, überrascht, wie gut meine dahingehenden Versuche, die keineswegs nur schmeichelhaft ausfallen, aufgenommen werden.

Manchmal dachte ich mir dazu schon: Die quatscht doch jeder voll, dauerndzu, sie sind von Häufen von Experten umgeben. Wieso rührt sie so an, was ich ganz “unschuldig” sage? – Ich verstehe doch so offensichtlich so wenig davon, wie kann sie mein Urteil denn derart anrühren? Quake ich nur als Frosch aus dem Teiche, so dass man das halt auch mal gerne hört?

So wird es wohl doch nicht liegen. Jedenfalls nicht ganz. (weiterlesen…)

R. und sein Weib

Samstag, 22. Dezember 2012

R. ist echt eine Marke. Ein Zotenreißer, wie ich nicht viele getroffen.

Gestern berichtete er davon, wie ihn einer anlaberte, er habe Sozialwissenschaften studiert.

Er entgegnete jenem, ja, Sozialwissenschaften habe er auch sechs Silvester lang studiert. Und gackerte, indem er das berichtete, übers verdutzte Gesichte jenes Infanten, der, dann doch etwas ungläubig, rätselte, wie nur R. gackern kann.

Im Herbste beschrieb er, wie es mit den Maßen auf dem Cannstatter Wasen, unserem Großbierzeltsauffeste, sei. Bei Dreien sei der schlimmste Durst weg; bei Vieren merke man, dass man doch schon etwas getrunken habe; bei Fünfen verziehe sich alles ein wenig; bei Sechsen suche man nach der Straßenbahn; bei Siebenen finde man sie höchstwahrscheinlich nicht mehr. (Natürlich ging das im Original so: “Wennda drei dronga hosch, noh…”)

Der lässt auch wirklich nichts anbrennen.

Manchmal bechert sein Weib mit. (Die lässt da auch nichts anbrennen, was im folgenden deutlich werden wird.) (weiterlesen…)

Unser Fest

Freitag, 21. Dezember 2012

Wir stehen vor dem urgermanischsten Feste aller Feste.

Wer da noch fremden Ochs- und Eselwuchs hintragen will, ist mir jetzt egal.

Ich wünsche heute, da die wirkliche Sonnenwende, allen Lesern vor allem viel Mut und viel Kraft.

Kinder, Familie, Liebe.

Freundschaft (II)

Dienstag, 18. Dezember 2012

Mit der Liebe (ob auf körperlicher oder geistiger Ebene) klappt es ja bekanntlich oft bei vielen lange nicht so recht. Darüber will ich jetzt auch nicht reden.

Ich frage mich, weshalb so viele es, wenn das nicht hinhaut, nicht wenigstens erstmal mehr mit der Freundschaft versuchen.

Stets soll es gleich die “Große Liebe” sein.

Ja, der Freund, mit dem man beim Biere sitzt und sinnt und Dinge wälzt und auch mal lacht, der mag einem die geliebte Frau im Arme nicht ersetzen können; und doch: Was ist das für eine tumbe, törichte Rechnung? (weiterlesen…)

Von der “homosexuellen” Unterdrückung

Freitag, 14. Dezember 2012

Ich finde, dass der Begriff “schwul” verpönt gehört.

Denn er diskriminiert Frauen in einer nicht hinnehmbaren Weise.

Sowieso fällt auf – ich meine nicht, dass ich mir das einbilde! – , dass “lesbisch” zu sein bei weitem nicht die gesellschaftlichen Vorteile bringt, wie schwul zu sein.

Machen Sie mal den Test: Wie viele erfolgreiche, hochgelobte, bekennende Lesben fallen Ihnen spontan ein?

Ich komme nur auf Alice Schwarzer und Anne Will.

Bei den Schwulen reichte die Liste von hier bis Alaska.

Also unterdrücken die Männer die Frauen wieder. (weiterlesen…)

Frauenversteherversuch mit Geld

Montag, 19. November 2012

Ein kluger Mann sollte nicht allzuviel Geld haben und nicht allzugut aussehen. (Vielleicht sage ich das nur, weil ich beide Kriterien souverän erfülle.)

Das mit dem Gutaussehen ist gerade noch erträglich; das mit dem vielen Geld viel gefährlicher.

Wo einer bloß gut aussieht, da hat er eine gute Damenauswahl; daran kann man sich gewöhnen; wo einer viel Geld hat, kommen sie fast alle.

Und damit, dass sie fast alle kommen, steigt die Gefahr in jeder Richtung. (weiterlesen…)

Petraeus-Affäre: USA ein einziger Comic (III)

Dienstag, 13. November 2012

Wie blöd sind die Hauptbeteiligten der Petraeus-Affäre eigentlich allesamt?

Jetzt soll der Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Afghanistan, General Allen, der dort Nachfolger von Petraeus, ausgerechnet mit der Frau Kelley, die mit der Familie Petraeus eng befreundet, umfässlichst korresponiert haben, die das FBI wegen vorgeblicher Drohmails jener Frau Broadwell, die sie als Nebenbuhlerin angesehen haben soll, was Petraeus zu Fall brachte, da so sein Verhältnis zu Broadwell auffiel, eingangs in Bewegung setzte.

General Allen, der noch alle Vorwürfe bestreitet, soll laut “US-Militärkreisen” in den Jahren 2010 bis 2012 einen Schriftwechsel, hauptsächlich wiederum per unverschlüsselter (!) E-Post, von sage und schreibe 20 000 bis 30 000 Seiten unterhalten haben.

Sollte das zutreffen, so ist es völlig egal, wie oft da “mein süßer Schnuckiputz” usw. drinsteht, denn das hieße ja, rechnen wir mal nach, dass Allen, 800 Tage angesetzt, in diesem Zusammenhange jeweils 25 bis fast 40 Seiten geschrieben respektive gelesen hätte. (weiterlesen…)

Petraeus-Affäre: USA ein einziger Comic (II)

Sonntag, 11. November 2012

‘The president said his “thoughts and prayers” are with Petraeus and his wife Holly Petraeus…’

Das ist schon ein netter Kerl, dieser Obama, dass er jetzt täglich für seinen über seinen Schniedel gestolperten CIA-Chef, der so blöd war (dafür hätte ich ihn auch rausgeschmissen) ohne besondere Absicherung binnen Monaten “hunderte E-Mails” an seine Buhle zu schicken und sich so erpressbar zu machen, andächtig betet.

Ich kann das Gesichte förmlich vor mir sehen, wie er in seinem Privatschrein im Weißen Haus niederknieet und für seinen gestrauchelten Oberdrohnenweltkrieger beim Herrgotte um Gnade bittet.

“Oh Lawd, hallowed be thy name, may my – ehm – thy general be forgiven!”

Witzig finden dürfen wird man das aber wohl nur in Good Ol’ Gemany.

Ob sich der Präsident der schönen USA wohl auch schon für Petraeus’ Nachfolger, im Präventivgebet sozusagen, an Höchster Stelle einsetzen wird?

“Oh Lawd, hallowed be thy name, may thy fallen Saint’s successer not sin! Please, oh Lawd, beware him from committing adultery with some journalist twat! And, oh Lawd, beware him even more from writing personal e-mails that even those FBI-bastards might be able to read! Oh Lawd Almighty…” (weiterlesen…)

Kenne ich mich? (II)

Mittwoch, 07. November 2012

Schon wieder nochmal nachgedacht. Meine zweite chronische Krankheit.

Es ist denkbar, dass jene Schöne einfach exakt im Augenblicke meines Vorbeikommens einen so fröhlichen, freudigen Gedanken im Kopfe hatte, dass mich ihr erster wunderbarer Blick nur zufällig traf. Sie hätte also sozusagen auch dem Leibhaftigen wenigstens kurz noch ein Augenlächeln geschenkt.

Dann (in der Tat, ich verwandelte mich schon) hätte ich mich so verwandelt, dass ich plötzlich, bevor der Rest vom Ritter von der traurigen Gestalt überhaupt genauer wahrgenommen, durch diesen Freudblitz im Nu ein anderer, wieder das Innenherausstrahlen meiner einst wohl wirklich schönen blauen Augen gezeigt, so dass die Arme erst nach unserem kurzen Wortwechsel wieder dahingehend zu sich gekommen, was für ein Merkwürdsam da seinen Wagen umherschiebe.

Ja, auch das ist möglich.

Einfach nur der Moment, sonst nichts. (weiterlesen…)

Kenne ich mich?

Mittwoch, 07. November 2012

Grade wollte ich über irgendeinen exemplarischen Blödmann schreiben; aber das stelle ich zurück.

Ich schreibe jetzt vielmehr lieber über mich als exemplarischen Blöd.

Es geht darum (deshalb muss der andere seiner Würdigung noch warten), wie falsch man sich oft selbst sieht, beurteilt.

Gestern zeigte sich mir das so auffällig, dass ich das Phänomen aufgreife. (weiterlesen…)

Keuschlammfrüchte

Freitag, 26. Oktober 2012

“Keuschlammfrüchte”: Ja, so etwas gibt es, und der botanisch normalerweise nicht völlig unbewanderte Blogautor erfuhr es erst über den sogenannten “Mönchspfeffer”.

Dass der, vom Geschmacke wie vom lateinischen Namen “Vitex agnus-castus” her (wie z.B. auch der Szechuan-Pfeffer) kein echter Pfeffer sein könne, war mir, (auch weil er sonst hätte “Piper” heißen müssen) gleich klar, als ich letztes Jahr in der Markthalle zum erstenmal ein Päckchen davon erworben und soßenwürzend verkostet hatte.

Meine Nachlässigkeit als Philolog, dass ich bei diesem deutschen wie lateinischen Namen (agnus und castus kann ich noch) nicht gleich nachsuchte, was es damit auf sich habe.

Und siehe da, dieser Lippenblütler (Salbei, Oregano, Thymian…: sehr viele unserer Würz- und Heilkräuter sind Lippenblütler) soll doch tatsächlich seit Menschengedenken bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden, Wechseljahresproblemen, hat seinen Namen aber davonher, dass ihm nachgesagt wurde (wird? – ich habe keinen Spion im Vatikan), er entgeile den Mann, mache die Mönche keusch, wie es sich geziemt. (weiterlesen…)

Kontaktanzeige: Mit Altlasten!

Dienstag, 16. Oktober 2012

Hallo Lulu, Dudu und Suleika!

Du suchst den Mann Deines Lebens, Deiner Träume, der garantiert nicht altlastenfrei?

Ich kann Dir diesbezüglich bieten, was Du sonst nicht so leicht finden wirst. (Ich rede gleich Klartext, damit Du weißt, was masse ist.)

Einen Bauch und einen Bart kann ich Dir zwar nicht bieten, aber immerhin eine Brille.

Außerdem rauche und trinke ich und habe ein unverwechselbares Charaktergesicht mit deutlich etwas mehr als so ein paar lächerlichen Schmissen eines alten Herren einer schlagenden Verbindung.

Darüber hinaus bin ich Witwer, regelmäßig ziemlich depressiv, bringe zwei Racker mit, die sich genauso gerne prügeln wie sie nicht aufräumen.

Mein Einkommen ist keineswegs gesichert, und vor Rentenansprüchen musst Du Dich auch nicht fürchten. (weiterlesen…)

Wahre Vatersliebe

Freitag, 05. Oktober 2012

Gerade fragte ich die Kinder, was sie denn gerne zum Abendessen hätten.

Der Kleine: “Heute ist doch Freitag, oder?”

“Ja, klar.” (Mir schwante schon, worauf das hinausliefe, denn freitags gibt’s vorn am Wilhelmsplatz gute, frische, gleichwohl erschwingliche Hühner; da ich ein Brathuhn stets nicht nur pfeffere und salze, sondern aufwendig einer selber angemischten Marinade mit Chili und diversen Gewürzen unterzogen an ordentlich Schmorgemüse in die Röhre schiebe, es dann beim Garen, neben dem Schreiben, Spülen usw. zwei Stunden lang sorgsam zu betreuen ist, hernach der Rest zu tun, ist der Arbeitsaufwand nicht gering.)

“Da kannst du doch ein Hühnchen machen!”

“Ja, meinetwegen, aber diesmal kriege ich auch ein bisschen was ab!” (weiterlesen…)

Man ehre die edlen Frauen

Sonntag, 30. September 2012

Wenn ich echte Frauen treffe, was auch schon nicht so überhäufig, aber immerhin vorkommt, die dann, noch viel seltener, auch noch zu jenen gehören, die gerne und richtig Denken sich nicht nur zu ihrem Vorteile antun, sondern ganz einfach so, und natürlich mehr als einfach so, auch noch Spaß daran haben, dann, Überolymp, auch noch ein bisschen nett zu mir sind, kann ich doch noch in die Gefahr geraten, dem schlimmsten aller Verstandestrüber, der Verliebtheit, alswelche die übelste Brut der Hoffnung, also glatt des Teufels, anheimzufallen.

“Darfst du jetzt, in diesem erlesenen Ausnahmefalle, nicht doch mal wieder, wenigstens so ein kleines süßes Bisschen, verliebt sein?” – flötet da die Schlange, die mich in Wirklichkeit nur aus dem Gleichgewicht zu bringen, auf Abwege, zum Sinnlosen hin, wenn nicht gar ganz zu vernichten trachtet.

Man soll sich noch nicht einmal in Frauen verlieben, die gerne denken, das auch können, und überdies bei einem guten Glase Nichtwassers dazu keck zu lachen verstehn.

Lieben darf man sie, klar; was auch sonst; aber selbst jene, und sie haben es am allerwenigsten verdient, dürfen einen damit nicht, gar noch völlig unverschuldet, in jene Morbidität des Geistes werfen. (weiterlesen…)

James, der Böse, der Liebe, mein Freund

Dienstag, 18. September 2012

Jetzt bist, nach dem Siggi, dem Röckle, dem Siegfried Röcklin, auch noch Du gestorben.

Dies ist mein erster hilfloser Nachruf für Dich, meinen väterlichen Freund.

Lieber James, ich werde mir erlauben, noch ein wenig von Dir und den unvergesslichen Geschichten zu erzählen, die Du aus Indien, der halben Welt mitgebracht, mit denen Du, nicht nur damit, strenger Geist, mein Leben bereichert hast.

Ich schreibe dies, und das was folgen wird, für jene, die Dich gekannt haben, wussten, dass der harte, manchmal zynisch aufgelegte James ein grundguter Kerl war, in Dankbarkeit für all die Stunden, die wir miteinander verbrachten.

Fragen kann ich Dich nicht mehr; ich werde mir, wenn ich mich gefasst habe, einfach die Freiheit nehmen, noch etwas von dem, was Du mir mitgegeben hast, zu erzählen.

Du bist nicht weg. Nicht von mir. Nie. (weiterlesen…)

London: Olympische Sexspiele 2012

Freitag, 27. Juli 2012

“The Sex Games” titelt der britische Independent, der Focus kommt mit einem Artikel der Überschrift: “Heiße Spiele in London – Große Sex-Debatte vor Olympia-Eröffnung”.

Das ist ja lustig.

Es scheint, dass, sollte nicht ein Terroranschlag oder Stadtviertelaufstand dazwischen kommen, über das vorgeblich ausschweifende Liebesleben im Olymischen Dorfe zu spekulieren und paparazzieren erstmals in der Historie interessanter werden könnte, denn die Welt von all dem Gerenne, Gehüpfe, Gelupfe, Geschmeiße, Geboxe, Geschieße, Geremple und sonstigen klassisch olympischen Gekrattel zu unterrichten.

An zehntausend Athleten sollen 150 000 Kondome verteilt worden sein.

Das reicht immerhin für 30 Nummern für jeden. (Wenn zwei Leute mit einem Kondom aufs Mal zurechtkommen.)

Irgendein schlauer Kopf muss also, nachdem man sich in den Planungsstäben darüber klargeworden, dass die Olympioniken entweder zu dumm oder zu nachlässig sein würden, sich selber genug Kondome zu kaufen, ausgerechnet haben (er hat wohl seine Erfahrungen in Eton, die besagen, dass ein strammer junger Engländer bis zu zwei Mal am Tage kann, macht bei 14 Tagen 28, plus zwei als Gangreserve), dass das reichen müsse, wohl, mit spitzer Feder einkalkuliert habend, dass zwar manch junger Athlet selbst den strammen Etonianer noch an Lendenkraft übertreffen könne, viele aber doch schon Eigenware mitgebracht haben müssten, allein schon ob besonderer Markenvorlieben, so dass wohl eher für drei bis vier Nummern am Tage gesorgt sein dürfte.

150 000 Präser. Wenn ein Päckchen 5 Millimeter dick ist, ergibt das einen Präserturm von 75 000 Zentimetern oder 750 Metern. Das wäre, wenn der Brit nicht so knapp kalkuliert hätte, das höchste Gebäude der Welt.

So gibt es dafür nur die Silbermedaille. (weiterlesen…)

Nachhilfe dem Nachhelfer

Samstag, 16. Juni 2012

Vor ein paar Tagen gestand ich einem jungen Musiker (30, Bassist, Schlagzeuger usw.), den ich grade in tiefer Nacht spontan kennengelernt hatte, ein, dass ich eigentlich so gerne singen könnte, ansonsten lediglich mal auf ein paar Bongos oder Kongas eingedroschen hätte.

Keine Angst, geneigte Leser: Ich werde hier sicherlich nicht so schnell ein endabgestürztes Video mit meinem Geplärre einstellen. (Oder, grade zum Possen, etwa doch?)

Er meinte ganz freundlich (wir umarmten uns zum Abschiede schließlich also herzlich wie unschwul), mich schlicht und direkt stellend, dann solle ich es doch einfach mal versuchen.

Peinlich für den altgedienten Nachhilfelehrer, der sein Vater sein könnte, wofern er sich mit den Frauen etwas mehr beeilt hätte, dass er mir genau das sagte, was ich wahrscheinlich jedem anderen gesagt hätte, in einem solchen Falle, außer eben mir selbst. (Ich sagte es mir schon auch einmal oder zweimal, hörte mich aber anscheinend nicht richtig.)

So werde ich es wohl unterfangen, wenigstens um herauszubekommen, dass ich’s nicht kann, die Seel’ jedoch immerhin dadurch endlich ihre Ruh hat, indem ich mein Gekrächze zu solcherlei Erlösung bis zum letzten Finitum ertragen. (Am besten vor jeder Probe so viele Zigaretten rauchen, dass eine gute Ausrede parat.)

Was damit ganz primitiv gesagt sein will: Man sollte keine Phantome derlei Art mit sich herumtragen und diese gar noch innerlich kultivieren. (weiterlesen…)

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