Archiv für die Kategorie ‘Kunst’
Dienstag, 05. Juli 2011
Inspiriert durch den Text “Unwort des Jahres 2011″ meiner zeitgeist-Kollegin Friederike Beck zum Battelbröckel “Stresstest” bzw. dessen inflationärer, bis zum Schwachsinn reichender Verwendung, habe ich jetzt mal ein Libretto verfasst:
Röhbuhbuh, Bahbahbärän, wer funzt hier noch ohne Bock?
Röppeldunbröckel, alles ab, Blödödödmann, halt die Schlapp!
Lug und Trug, und mehr Unfug, hier kommt der Stresstestrock!
Humm und Bug, noch mehr Lug, hier kommt der Stresstestrock!
Schwarz und Grün und Rot und tot! (weiterlesen…)
Tags: Stresstestrock
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Montag, 04. Juli 2011
Muss man studieren, um Volkswirtschaften zu ruinieren?
Rein rhetorische Frage: offensichtlich ja.
Alle diesbezüglich ausgewiesenermaßen Fähigen haben ihr Fach studiert.
Und sie haben dabei genau das gelernt, was sie lernen sollten. Und zwar gut. (weiterlesen…)
Tags: Ackermann, Bernanke, Leitzins, Volkswirtschaft
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Sonntag, 26. Juni 2011
Im Gespräch über die immer verschlungenere, irrwitzigere Problematik, was man denn heutzutage Gästen noch unbeschwert zum Essen vorsetzen könne, erfuhr ich gestern, der französische Figaro habe schon vor gut zwanzig Jahren geschrieben, man solle zu jedem Mahle zwei garantiert hungrige Studenten hinzuladen, um als Gastgeber nicht peinlichst vor lauter unzufriedenen Stochergesichtern zu sitzen, alleine einschaufelnd, was da mit aller Liebe gekocht.
Fangen wir mit dem Simpelsten an: Was macht man, wenn man acht Leute einlädt, und zwei davon – Gott, bzw. die eigene Sorgfalt gebe, dass man’s schon vorher weiß! – , wenn von acht Geladenen Zweie Vegetarier sind?
Allen vegetarisches Essen anzwingen, Sechse wegen Zweier fleischlos lassen? (weiterlesen…)
Tags: Gästepest
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Mittwoch, 15. Juni 2011
Gerade köchelt bei mir eine Suppe, die endlich mal wieder eine Heilige Bohnensuppe zu werden verspricht.
Ich schrieb als Student vor wohl bald fünfundzwanzig Jahren schonmal ein Traktat, unwiederbrinlich tragisch verloren, über das Wesen der Heiligen Bohnensuppe. (weiterlesen…)
Tags: Bohnensuppe
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Dienstag, 14. Juni 2011
Auch wenn es manchen inzwischen vielleicht ein wenig nerven mag, dass ich hier nochmal auf meinen im Aufbau begriffenen – weltweit ersten – Bilderberger-Devotionalienhandel hinweise, also sozusagen schnöde Eigenwerbung betreibe: es muss sein.
Schließlich habe ich mit diesem Blog noch nicht einmal 666 tausend Euronen verdient, geschweige denn die mir mindestens zustehenden 666 Millionen. (weiterlesen…)
Tags: Bilderberger
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Donnerstag, 09. Juni 2011
Ich werde die Bilderberger aus familiären Gründen jetzt doch nicht persönlich in Sankt Moritz heimsuchen.
Beziehungsweise die “Herren der Welt” wenigstens aus einiger Nähe betreuen: mit Zimbeln und Trommeln und Rasseln, Satyrnbergbockssprüngen, Rausplärren, dass die Tannen erblassen, mit bunten Bändern und Seppelkapp, angeschnalltem Ränzli voll versenkter Trillionen Derivätli, symbolisch verlaust und verkrätzt, die Krawatz um den Ursch, das Holzauge angepappt, Bembel im Griffel, Vuvuzuela in der Gosch, zerfetztem Gesslerhut an der Seit, Schweizerfähnli aus den Öhrli, Rindsglock um den Hals, Plastikleiter auf dem Puckel zum Fensterln, Ritalinpackungen an die Brüste genietet, pfiepend, grunzend, röppelnd, girrend, zirrend, zepfend, hüpfend und mit dem Schäufeli das House untersandelnd, freiheitstrunken, munkelnd und murmelnd, zischend und pferdsfußscharrend, Narr im eigenen Karren, rumpelnd und humpelnd, den Hang hinan kurgelnd, kopfständig, überschlägig, höhnend und spottend und lachend. (weiterlesen…)
Tags: Bilderberger 2011
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Freitag, 03. Juni 2011
Vor vielen Jahren kannte ich einen, der wurde von allen nur der “Kreislauf-Thomas” genannt.
Diesen besonderen Spitznamen verdiente er sich stets redlich.
Wann immer ein Herrenabend standfand, trieb es der Thomas also zügig wie verlässlich bis zum Kreislaufkollaps.
Das waren die Zeiten, zu denen man noch fröhlich trank, rauchte, sang und lachte.
Tags: Damals
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Freitag, 03. Juni 2011
Ich habe keine Zulassung als Rechtsanwalt.
Auch nie eine angestrebt.
Als Linksanwalt aber, zu einem Berufe, der erst damit existiert, dass ich ihn postuliere, kann ich mich ganz alleine zulassen, ohne auch nur gegen ein Gesetz oder eine Verordnung zu verstoßen.
Das bedeutet schlicht und einfach, dass ich Ihnen helfe, wenn mal wieder kein Rechtsanwalt helfen kann oder will.
Viele Rechtsanwälte sind nämlich so etwas Ähnliches wie viele Ärzte. (weiterlesen…)
Tags: Linksanwalt
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Mittwoch, 01. Juni 2011
Seit gestern findet sich auf dieser Seite rechts unten unter “Blogroll” ein neuer Permalink: “Campo de Criptana”.
Diese Seite wird von Tanja Krienen betrieben, und ich will hier einmal extra darauf hinweisen.
Insonderheit wer gerne tiefsinnige, dabei humorvolle, vergnüglich gemachte Videos zu zeitgeistigen Themen anschaut, klickt dort auf eine wahre Fundgrube. (weiterlesen…)
Tags: Tanja Krienen
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Mittwoch, 01. Juni 2011
Ich habe oben vielleicht einen Akzent vergessen.
Oder auch zwei.
Dafür gibt’s für den Spruch aus meiner Zeit in Salamanca aber eine menschliche Übersetzung.
“Heute werde ich mich noch mehr vergiften!”
Das war der angemessene Satz gegenüber einem meiner spanischen Wohngemeinschaftskollegen, der ohne Amphetamine keine Nacht durchzubechern wusste.
Ob er später noch etwas dazugelernt hat, weiß ich nicht.
Tags: Können
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Dienstag, 31. Mai 2011
Da mich fieser, ziehender körperlicher Schmerz – nach der ersten üblichen Vollkante – schon wieder mal seit bald zwei Jahren regelmäßig begleitet, versuche ich, ihn mir zum Freunde zu machen.
Das ist vergleichsweise leicht, wenn dieser nicht gar zu krass.
Und er gibt mir was, hilft meine seinerzeit fast zerschmetterte rechte Schulter und den darob abgegammelten Arm untendran wiederaufbauen.
Seinem geistigen Anverwandten, der damit nichts zu tun hat, wende ich mich nicht zu.
Der verdient keine Gnade.
Er heilt nämlich nicht und muss daher schlicht weg.
Und vielleicht stimmt noch nicht einmal das.
Tags: Haha
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Dienstag, 31. Mai 2011
Man wirft mir angelegentlich mangelnde Respektlosigkeit vor.
Das ist eine sehr gewichtige Anschuldigung, die ich entsprechend ernstnehme.
Mangelnde Respektlosigkeit ist nämlich der Anfang vom Ende jedes auch nur halbwegs freien Geistes. (weiterlesen…)
Tags: Respekt
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Montag, 30. Mai 2011
Spätestens in meinem übernächsten Leben werde ich, sollte sich bis dahin nichts geändert haben, freiwillig Indianer am Oberlauf des Orinoco und jage Tapire.
Inzwischen bin ich nämlich ziemlich sauer auf ein Universum, das fast überall, wo Schulen herumstehen, praktisch nur Mucker nach oben kommen lässt.
Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen wird es sich wohl kaum besinnen. (weiterlesen…)
Tags: Universum
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Donnerstag, 26. Mai 2011
Kunst um der Kunst willen?
Das Konzept ist blanker Blödsinn.
Man kann gar keine wirkliche Kunst um der Kunst willen schaffen.
Schon allein deshalb, weil es “die Kunst” als eigenständiges Wesen gar nicht gibt.
Wer Kunst schaffen will, will ein Werk schaffen.
Und Werk kommt von wirken.
Und zwar im doppelten Sinne: Etwas wird gewirkt, auf dass es wirke. (weiterlesen…)
Tags: Kunst
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