Archiv für die Kategorie ‘Kunst’

Kunstfreiheit: Darf Rap, was sonst keiner darf?

Donnerstag, 15. November 2012

Ich denke, was die “Naidoo-Affäre” (siehe: ‘Naidoo ein “Rechtsradikaler”?) anlangt, schon einmal etwas weiter.

Viele sagen (ich habe mich durch ein paar Kommentarstränge geackert), das sei halt Kunstfreiheit und vor allem außerdem auch noch Rap.

Heißt das ganz einfach, dass, wer, nun als “Sohn Mannheims” oder “Chaotido” oder sonstwer, mit Rap auftritt, all das darf, was man sonst erfahrungsgemäß nicht darf?

Will heißen, jeder kann, wenn er nur rappt, gegen jede beliebige gesellschaftliche Gruppe seine Demütigungs-, Folter-, Verstümmelungs- und Mordphantasien ausleben?

Wirklich jeder gegen jede?

Weil Rap die Art Kunst ist, in der man das darf? (weiterlesen…)

Volker Zastrow (FAZ) seziert die SPD-Bilderberger-Steinbrückerei

Sonntag, 30. September 2012

Volker Zastrow, für mich fraglos einer der brilliantesten Journalisten des Landes, seziert anlässlich der Steinbrück-Kanzlerkandidatenkür (allerdings ohne die Bilderberger-Vorkür, wohl eigentliche Kür, zu erwähnen), die SPD, dass es nur noch eine Lust ist: hiemit für mich aus gegebenem Anlasse ein Muss, das hier zu loben. (weiterlesen…)

Unter Brüdern

Donnerstag, 12. Juli 2012

Aphoristiker trifft alten Kollegen.

“Na, heute schon zur Feder gegriffen?”

“Wo sind die acht Cent Pfand?”

“Was, wie?”

“Von meiner allerletzten Bierflasche, in der Du post Trunkem auch noch meine ulteriorste Füllerpatrone weggeschmuggelt hast. Ich wette, Du hast die ebenfalls oral vernichtet, anstatt dir wenigstens Küchenkohlen dafür zu kaufen!”

“Das ist eine infame Unterstellung!”

“Ja was denn dann?” (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (XIV)

Donnerstag, 12. Juli 2012

Da Ihr – es wäre die Ausnahme – , nicht schreiben wollt, was Ihr sollt, müsst Ihr, wie der Kaufmann das formulierte, in Eure eigentliche Leistung zu den tausenden unentlohnter Stunden Arbeit auch Eure finanziellen Investitionen “einpreisen”.

Dies wurde so oder etwas anders schon tausende Male von anderen gesagt: Ich beginne diesen Teil aber trotzdem damit, denn man verdrängt diese Tatsache immer wieder allzuleicht, lässt die Vernunft fahren, sich Hoffnungen hingebend, die nur Energie abziehen.

Schaut Euch nur die letzten drei deutschen Literaturnobelpreisträger an: Soweit ich weiß, hat von denen nur einmal einer ein ziemlich gutes Buch geschrieben.

Sie bekamen den Preis eben nicht, weil sie besonders gut schrieben, sondern weil sie schrieben, was sie sollten. (weiterlesen…)

Über die Sublügen zur Kernlüge (II)

Samstag, 07. Juli 2012

Wir gehen wiederum davon aus, dass es irgendeine Kernlüge gäbe, um die herum sich große Sublügen gruppierten.

Ich will die Sache jetzt aber, nach dem ersten, etwas theoretischen Teile, etwas menschlich-anschaulicher erläutern.

Selbstverständlich muss eine solche Kernlüge alle anderen Lügen um Dimensionen überragen.

Das heißt, dass sie in fast alle Menschen als vermeintlich absolute, unumstößliche Wahrheit eingesenkt ist.

Wird man also nun einen, der an so manchen größeren Lügen doch ein wenig das Zweifeln begonnen, die eine oder andere gar nicht mehr glaubt, gleich auf diese hin ansprechen, so wird sich der wahrscheinlich nur empören, womöglich gar, im Selbstangstbisse, wieder auf ein Denken vor seinen ersten Zweifeln zurückziehen.

Dann hat man die Sache komplett vergeigt. (weiterlesen…)

Die Kunst ist die Kür

Mittwoch, 27. Juni 2012

Töten Wissenschaft und Technik die Kunst?

Gestern kam ich ins Gespräch mit einem literarisch überaus gebildeten Manne, wohl um die sechzig, der meinte, selber Autor für Funk, Film und Fernsehen (gewesen) zu sein, und wie die Rede wogte, kamen wir wiederum darauf, dass es seit Kafka und Strauss – er nannte in der Musik als Ausnahme noch Schönberg – , also seit circa drei Generationen, keine mit den Großen vergleichbare Kunst mehr gebe.

H. ging sogar soweit, dass es gar keine Autoren und gar keine Leser mehr gäbe. (Ich ersparte es unserem Dialoge nicht, dass immerhin ich noch oder wieder da sei.)

Worauf er das zurückführe? – Er hatte flugs ein Hegel-Zitat parat, das ich mir, zwischen allem anderen, leider nicht genau gemerkt habe, aber darauf hinauslief, dass es irgendwann künftighin nur noch die Wissenschaften geben werde, die Kunst ob dieser verenden.

“Schau’s dir doch mal an: überall nur noch Technik, Technik, Technik! Es ist kein Platz mehr da für die Kunst! Wer liest denn heute noch ernsthaft einen Text, der länger ist, als vier Seiten?”

Vielleicht will ich es nur nicht wahrhaben, dass er recht hat – er meinte, er sei Taoist und gab von daher den Gelassenen, während ich mich dawider zur germanischen Dynamis bekannte – : Ich wandte ein, dass es eben wacker und unverdrossen entsprechender Anstrengungen bedürfe, dies zu ändern, nahm gar das Wort von einer Zweiten Renaissance in den Mund.

Klar ist, dass die vorgeblichen Antagonisten Wissenschaft und Kunst zunächst derselben Rune, Kenaz, zuzuordnen sind, so dass es schon wunder nimmt, weshalb sie Gegner sein sollten. (Spontan vermute ich, dass hier im Zusammenspiel mit Geba, Raidho und Othala etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Das aber, da sich ja praktisch niemand für Runen interessiert, nur am Rande.)

Na gut, ein bisschen muss ich diese Konjektur doch erklären, auf dass sie nicht daherschwappe wie der berühmte Schluck Wasser in der Kurve: Es mangelt der Gabe, speziell auch der Hingabe, des Rhythmus’, also höherer Ordnung, und des Heiligen Hains.

Des Heiligen Hains auch physisch, aber vor allem geistig, in den Selbsten.

Will heißen, dass wir des wirklich eigenen inneren Raumes verlustig, des Hags, ohne welchen das Besondere nicht zu schaffen. (Das soll jetzt keine Ausrede für meinen immer noch nicht aufgeräumten Schreibtisch sein, da ich ja genug Zeit für meinen Inneren Hag bräuchte. Ein bisschen aber doch.)

Jetzt wird es nötigerweis – notdurftweis – ein wenig vulgär, aber das Beispiel passt genau hierher. (weiterlesen…)

Nachhilfe dem Nachhelfer

Samstag, 16. Juni 2012

Vor ein paar Tagen gestand ich einem jungen Musiker (30, Bassist, Schlagzeuger usw.), den ich grade in tiefer Nacht spontan kennengelernt hatte, ein, dass ich eigentlich so gerne singen könnte, ansonsten lediglich mal auf ein paar Bongos oder Kongas eingedroschen hätte.

Keine Angst, geneigte Leser: Ich werde hier sicherlich nicht so schnell ein endabgestürztes Video mit meinem Geplärre einstellen. (Oder, grade zum Possen, etwa doch?)

Er meinte ganz freundlich (wir umarmten uns zum Abschiede schließlich also herzlich wie unschwul), mich schlicht und direkt stellend, dann solle ich es doch einfach mal versuchen.

Peinlich für den altgedienten Nachhilfelehrer, der sein Vater sein könnte, wofern er sich mit den Frauen etwas mehr beeilt hätte, dass er mir genau das sagte, was ich wahrscheinlich jedem anderen gesagt hätte, in einem solchen Falle, außer eben mir selbst. (Ich sagte es mir schon auch einmal oder zweimal, hörte mich aber anscheinend nicht richtig.)

So werde ich es wohl unterfangen, wenigstens um herauszubekommen, dass ich’s nicht kann, die Seel’ jedoch immerhin dadurch endlich ihre Ruh hat, indem ich mein Gekrächze zu solcherlei Erlösung bis zum letzten Finitum ertragen. (Am besten vor jeder Probe so viele Zigaretten rauchen, dass eine gute Ausrede parat.)

Was damit ganz primitiv gesagt sein will: Man sollte keine Phantome derlei Art mit sich herumtragen und diese gar noch innerlich kultivieren. (weiterlesen…)

Künstlerfreud mit zunächst zerrissenem Kittel

Samstag, 16. Juni 2012

Die gegenseitige Befruchtung von Künstlern verschiedenster Art ist bedeutungsmäßig wirklich kaum zu überschätzen.

Ich meine das jetzt nicht allgemein, sondern dahingehend, wenn sie sich persönlich kennenlernen und in gemeinsamer Freigeisterei gemütlich bis auch mal heftig zusammen einen heben.

Im Laufe der letzten eineinhalb Jahre hatte ich das besondere Glück, Maler kennenzulernen. (Interessante Musiker auch, aber leider noch nicht ganz in dem näheren Maße.)

Da sind echt abgefahrene Typen dabei. (Das ist normalerweise nicht meine Sprache, aber hierzu passt es.)

Ich versuche, wie es meine altmodische Art ist, auf allen Ebenen von ihnen zu lernen. (weiterlesen…)

Es rappelt in der Stuttgarter “Kiste”!

Donnerstag, 14. Juni 2012

Ich mache heute mal, was ich normalerweise nicht mache, denn nicht machen sollte. (Ein zweiter derartiger Sündenfall ist schon in meiner Hirnwarteschleife, desfalls einen ausgezeicheten Musiksender lobweis betreffend.)

Es geht um eine Stuttgarter Kneipe, mit der hiervon nichts vereinbart ist, die mir, von ihrem Glücke nichts wissend, noch nicht einmal ein Bier hierfür ausgegeben hat, so dass von Bestechlichkeit bzw. Vorteilsnahme keine Rede sein kann. (weiterlesen…)

Christliche Symbolik

Montag, 11. Juni 2012

Kürzlich sprach ich mit einem erfolgreichen Maler, der ein rechtschaffener Rauhbauz, den ich schon ganz gut kenne, über religiöse Symbolik.

Er meinte, mit absoluter Bestimmtheit, da wir lediglich den abrahamitischen “Kulturkreis” zu berühren Zeit hatten, die christliche sei darin mit Abstand die schlimmste.

Ich wusste ihm nicht ernstlich zu widersprechen.

Was hätte ich vorbringen sollen? (weiterlesen…)

Weg mit dem “Es”!

Freitag, 08. Juni 2012

Zum Artikel “Guido Fawkes NWO-Schafsseckel (II)” schrieb Leser Dude nach bereits langer vorangegangener Diskussion unter anderem folgendes:

“Irgendwie müssten vielleicht all die Hacker der Erde vereint werden , sodass diese dann dafür sorgen, dass die echten Informationen – frei zur Verfügung gestellt von deren Schöpfern – durch die Kanäle gejagt werden, anstatt des ständigen Geseiers heute.

Das wäre dann aber ne generalstabsmässige Übung, auf die auch garantiert sehr schnell entsprechende Gegenmassnahmen eingeleitet würden. Mit voller Wucht!

Gerissene, vermaledeite Teufelsbrut auch…”

Ich antwortete also:

“Ich meine nicht, dass es im von Dir angesprochenen Sinne an Information fehlt.

Ich denke aber, ich sprach heute Abend noch mit meinem Freunde genau darüber, dass ich das erklärend in einen eigenen Artikel packen muss, selbstverständlich auf diesen von Dir eingebrachten Punkt verweisend bzw. das Wichtigste aus Deinem letzten Kommentar zitierend.

Und sowieso auf die Guy-Fawkes-Artikel und -Galgenstränge insgesamt aufbauend.

Das soll die Rede hier natürlich keineswegs abwürgen.

Doch bedarf der spezielle Aspekt der verfügbaren bzw. verfügbar zu machenden Information einer eigenen, zusätzlichen Betreuung in einem eigenen Beitrag.”

Nun zur versprochenen Sache: Verfügten wir über mehr Informationen bezüglich der Machenschaften gewisser Leute, so schadete das sicherlich nicht. Ob es jedoch wahrscheinlicherweise wesentlich hülfe, soll hier kritisch betrachtet werden.

Wir wissen von der Irak-Massenvernichtungswaffenlüge. Von der Iranlüge. Von der USS Liberty. Davon, dass der bereits grundgesetzwidrige Vertrag von Lissabon gebrochen wurde, kaum dass die Tinte trocken war. Wir wissen von der Folter und den Unschuldigen in Guantánamo. Wir wissen um die Brutkästenstory in Kuwait. Wir wissen um die Rheinwiesen. Wir wissen um die Drohnenangriffe. Die Geheimgefängnisse. Die Machenschaften in Libyen. Unseren besten verbündeten arabischen Händeabhackstaat. Von vielen Mossad-Morden. Wir wissen, wo HAARP steht und zumindest teilweise, was dies Monster kann. Wir sehen Fukushima durchschmurgeln. Der Uranmunitionswahnsinn ist belegt. Die Corexit-Sauerei ist bekannt. Dass 9/11 so nicht gewesen sein kann, wie behauptet, wissen wir auch. Der Derivatewahnsinn, der ganze Finanzwahnsinn ist weitestgehend offensichtlich. Wiklileaks war da. Zu Monsanto und Roundup ist genug fällig. Ebenso zum Spanische-Grippe-Virus. Der Impfmafia. Den Bilderbergern. Bohemian Grove. Skull & Bones. Der FED. Undsoweiter undsofort.

Kurzum: Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Wir wissen all das, die Informationen sind da, doch bewirkt dies zumindest bislang nichts Entscheidendes. Zumindest noch nicht sichtbar sonderlich Entscheidendes.

Dabei sollte dies allemal genügen.

Tut es aber nicht. (weiterlesen…)

Kübelkrieg

Samstag, 02. Juni 2012

Gestern meldete mir mein Virernschutzprogramm artig, dass mein Rechner vor dem Schadprogramm “Flame” bestens geschützt sei. Das hat mich umso mehr beruhigt, alsda an meinem Kübel keine Atomkraftwerkskühlung dranhängt und ich sowieso nicht so bescheuert wäre, irgendwas, was irgendeiner mit Sicherheit nicht wissen soll, auf meinem angeleinten Datenhuber abzuspeichern.

Außerdem ist man als Philosoph ohnehin perfekt “geschützt”: Man kann nämlich gar nichts wissen, was da draußen auch nur eine Cyberkriegssau interessiert. Weisheit ist denen so gut wie Scheißheit.

Über moderne Artillerie z.B. weiß ich nur, was jeder Schulbub weiß oder der Ficki hergibt. Meine Eins in Chemie in der Elften ist lange verjährt, so dass ich auch keine Ahnung von Spezialsprengstoffen habe, meine letzte Eins in Physik, wo es mal um den Hangabtrieb oder schiefe Würfe ging, datiert noch weiter zurück, so dass ich auch über U-Boote fast nur sagen kann, dass die Dinger unter Wasser fahren können und wohl meist ein Periskop und einen Schnorchel haben.

Und bezüglich Computern bin ich glücklicherweise noch ahnungsloser.

Lediglich, dass diese Elektrokästen manchmal unerklärlicherweise nicht so funktionieren, wie sie das sollten, ist mir bekannt. Ansonsten habe ich mir im Laufe der Jahre von Experten allerlei abenteuerliche Geschichten angehört, was wann warum wo wie sei, ohne diese auf ihren möglichen Wahrheitsgehalt hin ernstlich prüfen zu können. Zumal der eine Cyber-Supermann das erzählt, worüber sich der nächste nur scheppelich lacht.

Gut, der Ex-Verteidigungsminister kannte wohl zumindest einen, der, ebenso wie ich inzwischen, die Befehle Strg A, Strg C und Strg V anzuwenden in der Lage war, doch habe ich dem seine Doktorarbeit nicht abgekupfert, doch denke ich trotzdem nicht, dass ich darüber zum bedenklich gefährlichen Geheimnisträger mutiert bin.

Mein Wortschatz, den man mir vielleicht abzuschakalen trachten könnte, ist zwar wohl etwas größer (zumal im Deutschen), als jener selbst der meisten deutlich überdurchschnittlichen pentagonesischen Beuteltierbitbastler, aber da die immer noch weit davon entfernt sind, etwas damit anzufangen, was über ein unzuverlässiges Rechtschreibprogramm oder eine Schwachsinnsübersetzungsschleife, für die jeder Mittelschüler der Siebten die Jacke sich voller Sechsen hängen dürfte, hinauskommt, mögen die und andere, zumal bei den Suchmaschinen, zwar schon mächtig am Analysieren sein, was ich indes trotzdem nicht für bedenklich halte, da sie ja nichts mehr abzuschakalen und zu analysieren haben, wenn sie mich nicht mehr schreiben lassen bzw. mein Kübel streikt. (weiterlesen…)

Vom guten Schaffen wider Willen

Sonntag, 27. Mai 2012

Unter Umständen kann man etwas am besten, gerade weil einem manches daran von vornherein nicht passt.

So habe ich derzeit ein literarisches Projekt im Kopfe herumschwirren, von dem ich um desto mehr denke, dass es gelingen könne, zu machen sei, je weniger Lust ich dazu habe, es anzupacken und zu verwirklichen.

Nicht nur, dass ich dafür einige Zeit mit jemandem zusammenarbeiten müsste, den ich zwar sehr mag, der aber auch ein ganz schöner Stinkstiefel sein kann, schreckt mich, sondern auch, dass ich schon sehe, dass ich werksgetreu Dinge positiv darstellen müssen werde, die ich selber nicht gar so klasse finde, dann, schließlich noch, der Riesenhaufen Arbeit, den ich in der Folge, bereits also missermutigt, anzugehen und bis zur letzten Schippe abzutragen hätte.

Andererseits fühle ich mich wie ein Ausredner, wenn nicht gar Feigling. Denn gutes Material (im literarischen Sinne) ist in Fülle vorhanden, und habe ich jetzt doch schon so viele Stunden darüber nachgedacht, dass ich mich andersrum wieder ärgerte, wofern ich die Sache einfach fahren ließe.

Sowas nennt man sonst wohl Hassliebe. (weiterlesen…)

Nietzsche und Cervantes: Siehe, Menschen!

Samstag, 26. Mai 2012

Nietzsche schrieb über seinen Zarathustra:

“Ich habe mit ihm der Menschheit das grösste Geschenk gemacht, das ihr bisher gemacht worden ist.”

Ich habe, deshalb greife ich diesen Satz hier auf, noch nie davon gehört, dass einer ihn für diesen Satz auszulachen sich verwagt habe.

Neben dem Zarathustra nämlich steht der Koran ekel und zudem noch lächerlich; die Bibel als in sich völlig widersprüchliches Konkokt ist nur in wenigen Teilen ernstzunehmen – selbst wenn man die grause Torah weglässt.

Nietzsche lachte denn auch, als sein Zarathustra nach einem Jahr gerade mal zweihundert Verkäufe erreicht hatte, da er schon europaweit bekannt war, nur über die diesbezüglichen Sorgen seines armen Verlegers. (Ich habe auch das schonmal erwähnt, aber es darf ruhig zweimal und noch öfter gesagt werden.)

Darin zeigt sich die Ruhe des wahrhaft selbstsicheren, gereiften Großen. Er bedarf der Welt nicht mehr im Sinne deren Urteils als Maßstab. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (VII und vorläufig Ende)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob auch nur einer von Euch auch nur einen der Euch von mir gewidmeten Texte gelesen hat, einerseits meiner geringen Netzverbreitung wegen, andererseits, weil es derzeit vielleicht gar keinen von “Euch” gibt.

Das ist aber einerlei.

Dass ich nicht ganz dicht bin (der Schwabe sagt auch gerne: “ed ganz bacha”), habt Ihr wohl schon gemerkt. Sonst spräche ich einen derartigen Abhub der Gesellschaft wie Euch ja nicht immer wieder an. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (VI)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Manche von Euch, ich kann das verstehen, wären lieber schon tot.

Denn der Tod verheißt eine, wenn auch ungewisse, Art der Freiheit.

Und er weiß seinen Lockruf dadurch erklingen zu lassen, indem er flötet: “Erst wenn Du tot bist, wird man dein Werk achten! Du weißt doch, dass man vor Deinem Tode nur Eckensteher lobt und anerkennt!”

Ja, gar süß weiß der hinterlistigste aller Gevatter zu schalmeien; aber er betreibt dies Gewerk nicht allein.

Denn er hat um desto mehr Schützenhilfe, je mehr lebende Kräfte und Mächte wider Euer Werk stehen. Er greift Euch mit derartiger Gewalt an, weil er Angst davor hat, dass Ihr ihn überwinden möchtet.

Ebenso wie die, deren Ableben nur einen Teil der Menschheit für einen kurzen Moment berühren wird. Deren Neid und Hass ist in der Tat gefährlich.

Denn sie können es nicht ertragen, dass Ihr keine Jachten und Luxusvillen braucht, um lediglich vorübergehend als wichtig zu gelten. Dass Euch ein Wurstbrot und ein Bier reicht, um alle Weite der Welt ohne Hunger nach Nahrung oder gar dem Unwichtigsten in Euch und außerhalb Euer aufzuspannen. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (V)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ich sprach irgendwo schon einmal davon, aber das macht nichts, denn wichtige Dinge sind wiederholt durchzunehmen.

Es gibt keine “Weiße Magie”.

Bestenfalls mag es neben der Schwarzen Magie eine Hellgraue geben.

Das wäre dann jene, die in der besten Absicht angewandt.

Sie kann deshalb nie “weiß” sein oder werden, weil jede bewusste magische Handlung eine versucht manipulative, unerfragte ist. (Ich rede jetzt nicht vom Senden guter Gedanken, von Liebe, was durchaus förderlich sein mag. Das wird aber klassischerweise nicht unter dem Begriff “Magie” einsortiert.)

Zu unterscheiden: Wenn eine Frau mir schöne Augen macht, mag das eine gewisse “magische” Wirkung haben. Ich sehe aber, dass sie das tut, kann es erhebend finden, oder auch nicht.

Es gibt auch Leute, die verharmlosend-beschönigend sagen, alles sei Magie.

Wäre das wahr, hätte das Wort keinen eigenen Gehalt, es wäre ein sinnloses Synonym für alles. (weiterlesen…)

Wenn schon Lügen, dann Pfunden

Mittwoch, 23. Mai 2012

Ein guter Kumpel von mir in Jugendjahren – als es noch nicht jedem Neunjährigen möglich war, sich im Netz masse Pornos anzugucken – , der sich (er war 15 oder 16) in die Altstadt aufgemacht hatte, in der “Bierorgel” (wenn ich mich recht erinnere) mal einen harten Streifen sehen zu können, berichtete mir hernach, wie er den gesetzeswidrigen Einlass (in dieser grauen Vorzeit ab 18) erwirkt habe.

“Haben die dich nicht nach deinem Alter gefragt?”

“Klar!”, erwiderte er.

“Ja, und, was hast du gesagt?” (weiterlesen…)

“Ausgewogenheit” – ?

Montag, 21. Mai 2012

Vorhin sagte mir jemand, dessen Urteil ansonsten für mich zählt, es gehe ja bei allem Schreiben (selbst meinem und gerade bei jenem) um “Ausgewogenheit”.

Er meinte es zweifelos gut mit mir.

Sein Ding war, knapp gesagt, dass man doch besser auf jeden Artikel hin, der hart sei, auch mal wieder einen bringen solle, der die Gemüter besänftigt, zeigt, dass man kein totales Monster sei.

Der Gedanke ist nachvollziehbar, augenscheinlich nicht verkehrt: aber eben doch grundverkehrt.

Denn letztlich läuft er darauf hinaus, dass man – nein, den “man” kenne ich nicht, und es war ja auch ich gemeint – sich immer wieder beim Es anbiedern müsse.

Also zwischendrein gezuckerte Wattebäuschchen verteilen, auf dass man dann mal wieder sein klein Knittelchen auspacken könne, ohne dass man als manischer Dauerstinksiefel auffiele.

So funktioniert Philosophie nicht. (weiterlesen…)

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