Archiv für die Kategorie ‘Idiotenkabinett’

Nazi-Knaller

Mittwoch, 19. August 2009

Brad Pitt, der Skalpjäger in Tarantinos “Inglourious Basterds”, schmäht inzwischen “Operation Walküre” mit Tom Cruise als Stauffenberg als lächerlichen Film, während Meister T. sich über die britischen Schauspielergrößen, darin Nazis mimend, lustig macht.

Im morgigen Stern schwadroniert Pitt gar davon, Tarantinos Film habe dem Thema Zweiter Weltkrieg im Kino “jetzt einen Deckel auf den Topf gesetzt”. Weiter: “Mit den Basterds ist zu dem Genre alles gesagt. Der Film zerstört alle Symbole. Die Arbeit ist gemacht, Ende der Geschichte. ” Überdies sei der Film unerhört fortschrittlich, in drei Sprachen, das habe Kraft, und er sei “der erste Schritt in die Zukunft des Filmemachens”.

Jetzt wird es richtig lustig. (weiterlesen…)

Der katholisch-schwule Held

Samstag, 25. Juli 2009

Vor ein paar Tagen erschien im Bayern-3-Radio ein homosexueller katholischer Ex-Priester als Held in der Abendsendung.

Sein Heldentum bestand darin, dass er sich nach zehn Jahren Priestertum dahingehend “geoutet” (allein die Wortbildung ist schon völlig daneben) hatte, dass er einen Lebensgefährten habe und seine Beziehung mit demselben nicht länger verheimlichen wolle.

Da der rührige Held sein Schwulsein, soweit dies zu erfahren war, nicht erst im Prieserseminar unter der Ägide der katholischen Kirche entwickelt hatte, kommen bezüglich seines gar so bewundernswerten Mutes, eine eigene Radiosendung wert, doch ein paar Fragen auf.

Erstens: Wieso wurde der Mann katholischer Priester, wohlwissend darum, dass Homosexualität von dieser Kirche abgelehnt wird? Etwa, weil er wusste, dass diese dort verlogenermaßen in Wirklichkeit geduldet würde? Oder gar, weil er sich ausrechnen konnte, dort auf nicht wenige Gleichgesinnte zu stoßen? (weiterlesen…)

“Tod…!” (dem Friedensnobelpreis?)

Montag, 20. Juli 2009

In der heutigen Ausgabe des SPIEGEL wird die Teheraner Rechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi, 62, zu den Ereignissen in ihrer Heimat befragt.

Zur jüngsten regierungskritischen Freitagspredigt und deren Bedeutung für die “Reformbewegung” äußert sie sich eingangs wie folgt: “Es war ein geradezu historisches Ereignis, und zwar nicht nur für Iran, sondern für die ganze islamische Welt, weil so viele Menschen aus der Protestbewegung an diesem Freitagsgebet teilgenommen haben. Auch die Parolen waren wichtig. Die Versammelten riefen erstmals ‘Tod China!’ und ‘Tod Russland!’, sie verdammten damit die beiden wichtigsten Länder, die Teherans Führung unterstützen, zum Beispiel in den Vereinten Nationen. Die Bevölkerung hat durchschaut, wer auf der Seite dieses Regimes seit Jahrzehnten steht – zwei Länder, die selbst massiv die Menschenrechte verletzen.”

Eine atemberaubende Aussage.

Man darf mir wohl glauben, dass ich noch nie etwas für islamistische Eiferer übrig hatte, auch nicht für ihre Parolen “Tod Israel!” oder “Tod den USA!”, wo und von welchem gesteuerten oder spontanen Mob auch immer skandiert.

Auch die Menschenrechtsverletzungen durch Israel und die USA rechtfertigten solches für mich nicht!

Aber “Tod China!” und “Tod Russland!” soll ich jetzt etwa gut finden? Geht’s noch? (weiterlesen…)

Verfassungsschutz wählen?

Mittwoch, 15. Juli 2009

Ich wurde gefragt, ob ich die NPD wählen wolle.

Ich verneinte und nannte auf weitere Nachfrage höflich Gründe.

Danach dachte ich aber noch einmal nach, wie das so meine bedenkliche Art ist, und kam auf einen Gesichtspunkt, der mir zwar schon lange im Hirn herumgeistert, denn ich indes zuvor in dieser Trennschärfe nicht erfasst hatte.

Da bekanntlich ein großer Teil (nur in Köln und Berlin weiß man wer und den genauen Prozentsatz) der führenden NPD-Leute für den Verfassungsschutz tätig ist, jedenfalls mehr Führungspersonal als in jeder anderen zugelassenen Partei, wählte ich doch mit der NPD den Verfassungsschutz gewissermaßen selbst, drückte also am besten meine verfassungsmäßig-demokratische Gesinnung aus und hülfe damit der guten Sache mit dem größten Nachdruck.

Der Gedanke, in meiner Verfassungstreue so weit zu gehen, bereitete mir natürlich Bauchschmerzen; indes wäre es mir doch eindeutig durch keine andere Partei möglich, mehr Verfassungschutz zu wählen und demokratisch zu befördern als durch diese.

Mir wurde ein wenig schwindlig bei dem Gedanken, das gebe ich unumwunden zu. (weiterlesen…)

Sprachmord II

Samstag, 11. Juli 2009

Zweites Hissen:

Ein Mann, dessen Einfalt darin bestanden haben mag, dass er als NPD-Funktionär nicht für den sogenannten Verfassungsschutz tätig war (oder etwa doch? – das wäre genial, denn dann hätte der Steuerzahler nicht nur ungefragt dafür bezahlt, dass “Volksverhetzung” begangen und verurteilt wurde, sondern auch noch die darauffolgende Geldstrafe…), trug tatsächlich ein T-Hemd mit der Aufschrift “die Fahnen hoch” und wurde dafür zu 1750 Euro Geldstrafe verurteilt, bestätigt vom sogenannten Verfassungsgericht.

Die Kommentierung des Aberwitzes wie der Chuzpe der Begründung der Aufrechterhaltung, der H o c h h a l t u n g dieses Schandurteils hebe ich mir für den nächsten Samstag auf, für “Sprachmord III”.

Heute will ich einfach einmal ganz unschuldig fragen, was selbst der fanatischste und paranoideste Hornochse an “die Fahnen hoch” oder “die Fahne hoch” als hetzerisch, gar volksverhetzerisch ansehen kann.

Denn, liebe Richter, sind Fahnen  h o c h  bereits generell verboten?

Dann lassen Sie sie alle einholen, Dekret,  r u n t e r ,  ALLE,  sofort, in ganz Deutschland wie auch in Afghanistan!

Sonst, wenn Sie das nicht anordnen, werden “die Fahnen  h o c h oben” bleiben, da wo sie hängen, weil Sie sie dort hinauf-, hochziehen lassen!

Eine Fahne, liebe Richter, ist ein Gegenstand, der rein eigentlich dafür erdacht und hergestellt wird, dass man ihn ” h o c h ” halte, ihn hisse,  n a c h  o b e n bringe, sonst ist er nutzlos!

Im Keller schimmelnd, den Motten zum Fraße im Schrank, eingerollt zwischen die Beine geklemmt,  in den Allerwertesten gesteckt oder mit dem Stoffe voraus im Schlamm versenkt, erfüllt eine Fahne ihren allgemeinmenschlich üblichen Daseinszweck nicht!

Dann ist sie des Feuers statt der Luft!

Also:

“V e r f a s s u n g s w i d r i g”  sei, eine  F a h n e  hochhalten, also ihrer  e i n z i g   l o g i s c h e n  Bestimmung zuführen zu wollen?

W I E   B I T T E  ?

Sind Sie noch zu retten?

Brauchen Sie wirklich elementare Nachhilfe in allgemeiner Bedeutungslehre?

Ernstgemeinte sozialpsychologische Betreuung?

Hilfe im Zustande des Irrstarrsinns?

G8-Gipfel: Die Sonne nicht gefragt

Donnerstag, 09. Juli 2009

Die Rechenkünstler vom Weltklimarat (IPCC) haben festgelegt, dass die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts gegenüber der vorindustriellen Zeit maximal zwei Grad betragen dürfe und gleich dazu durchkalkuliert, wie sehr der Kohlendioxidausstoß durch den Menschen begrenzt werden müsse, um diese kritische Marke nicht zu überschreiten.

Als Unterüberschrift eines Artikels der ersten Seite der FAZ gewahrte ich denn heute auch bezüglich der Klimahelden des G8-Gipfels im italienischen L’Aquila: “Industrie- und Schwellenländer setzen der Erderwärmung eine verbindliche Obergrenze.” (!!!)

Ich habe nur deshalb nicht platsch rausgelacht, weil ich das Silentium-Gebot in einem Bibliothekslesesaal altmodisch ernstnehme.

Nicht erwähnt wurde im folgenden leider, wie unsere fürsorglichen Staatenlenker Terra in zähen nächtlichen Verhandlungen bis zum entgasten Sekt früh um Fünfe zum Einlenken bewegten, alle ihr auferlegten Verpflichtungen verbindlich zu erfüllen, indem sie unter anderem keine Vulkanausbrüche dulden, Pflanzen das Mehrwachstum durch erhöhte Kohlendioxidkonzentration per sonstigem Nährstoffentzug verunmöglichen werde, damit diese nicht von noch mehr klimakillenden Wiederkäuern gefressen werden können, sowie verschiedene weitere schwierige Punkte des Kontraktes. (weiterlesen…)

Israel Reloaded

Dienstag, 07. Juli 2009

Joe Biden, der US-Vizepräsident, sagte am Sonntag, dass die USA Israel nicht von einem Angriff auf den Iran abhalten wollten, schließlich sei Israel ein souveräner Staat und könne selbst entscheiden, was es für sich für richtig halte.

Der liebe Messias-Präsident Obama widersprach nicht, deckt also Bidens Aussage.

Nun ist es selbstverständlich auf den ersten Blick und formal richtig, dass Israel ein souveräner Staat ist; auf den zweiten Blick ist dies natürlich eine glatte Lüge des selbsterklärten nichtjüdischen Zionisten Biden (keine Unterstellung von mir, er hat sich selbst als solchen bezeichnet).

Denn Israel erhält nicht nur offiziell drei Milliarden Dollar jährliche Subventionen von den USA, sondern zusätzlich jede Menge an Unterstützung unterderhand (militärische Aufklärung etc.). Deutschland “verkauft” Israel die modernsten U-Boote der Welt, die nicht einmal durch die neuesten NATO-Systeme zu orten sind, zu einem Drittel des Normalpreises und rüstet sie auch freundlicherweise noch mit Abschussvorrichtungen für atomar bestückte Marschflugkörper aus, damit die Lieben so richtig rumknallen können (ob die Sonderausstattung satte sechs Cent Aufpreis gekostet hat, ist mir nicht bekannt). (weiterlesen…)

Schanzenviertel

Sonntag, 05. Juli 2009

Ich habe mir soeben ein paar Videos und Nachrichten zu den Krawallen im Hamburger Schanzenviertel angeschaut.

Die Rede ist von ungefähr tausend jugendlichen “linksautonomen” Gewalttätern, die die Polizei mit Steinen, Flaschen sowie wenigstens einem Molotow-Cocktail bewarfen sowie brennende Barrikaden errichteten und einen Streifenwagen in Brand setzten. 30 verletzte Beamte sind zu beklagen. Tote gab es zum Glück nicht.

Aber jede Menge begeisterte, johlende Zuschauer, die eifrig mit ihren Fotohandys und Digitalkameras filmten.

Man stelle sich vor, das wären “rechte” Gewalttäter und deren lachende Sympathisanten gewesen.

Wahrscheinlich gäbe es in den Medien vier Wochen lang kein anderes Thema mehr, und was der Zentralrat der Juden in Deutschland dazu sagte, kann man sich in etwa denken.

Offensichtlich wollen unsere Politiker, sollten sie die Finanzkrise nicht in den Griff bekommen, lieber von sogenannten Linken totgeschlagen werden als von sogenannten Rechten.

Das sei ihnen gegönnt, wenn sie dies so wünschen. (weiterlesen…)

Sprachmord

Samstag, 04. Juli 2009

Kürzlich wurde der unvergleichlich verdienstvolle, großartige, gut dotierte und weltberühmte allgemeine Wettbewerb, uns die öffentliche Zensurhinrichtung der deutschen Sprache nicht nur medial, sondern auch strafrechtlich zu verordnen, in seine vorerst letzte Runde eingeläutet.

Drei, nein, letztlich lediglich zwei Wörter, da das dritte nur ein “die” war, also ein allfälliger Begleiter, waren von einem Landsmann als “ähnlich” wie in einem inkriminierten Lied auf einem T-Hemd spazierengetragen worden, zwei Wörter, ein Umstands- und ein Namenwort, die in der verurteilten Verbindung so selbstverständlich und alltäglich sind wie etwa “zum Himmel” oder “Leinen los”. (weiterlesen…)

Restdemokratie

Donnerstag, 02. Juli 2009

Das sogenannte Bundesverfassungsgericht, das eigentlich Bundesgrundgesetzgericht heißen müsste, hat einen Rest Demokratie in Europa gerettet.

Vielleicht auch in weiser Voraussicht den Politikern im Wortsinne ihre Ärsche, die Deutschland einfach auflösen wollten.

Insofern stellt sich wieder einmal die Frage, ob das im Endeffekt gut sein wird für uns.

Denn die EU-Politkaste, die sich den Kriegen der USA und dem kapitalistischen Ausraub bedingungslos vasallisch unterwirft, wäre wahrscheinlich größtenteils doch besser beim Unkrautjäten untergebracht als in einem Parlament, das so gut wie nichts zu sagen hat und noch nicht einmal stimmberechtigungsgleich gewählt wird.

Ich spreche auch deshalb ganz bewusst von einem Rest Demokratie, weil man in Deutschland wegen Meinungsäußerungen zu vielen Jahren Haft verurteilt werden kann: bisheriger trauriger Rekord knapp 12 Jahre, gehalten von Horst Mahler.

Es ist in unserem Lande inzwischen realiter potentiell strafwürdiger, etwas Unerwünschtes zu sagen, als einen Menschen vorsätzlich totzuschlagen, Kinder zu vergewaltigen oder Hochverrat zu begehen.

Wer das für demokratisch hält, für den kommt wahrscheinlich selbst die kompetenteste Nachhilfe zu spät. (weiterlesen…)

Iran

Donnerstag, 02. Juli 2009

Ich will zu diesem schwierigen Thema kurz die Dinge elementar zusammenfassen, wie sie trotz der einseitigen westlichen wie persischen Medienberichte wahrscheinlich bzw. in einigen Fällen unzweifelhaft zutreffend sind.

1. Es gab eine Präsidentenwahl in Iran mit deutlich über 80% Wahlbeteiligung (wovon die EU nur träumen kann).

2. Der Amtsinhaber Ahmadinedschad wurde, wie es alle Umfragen voraussagten (auch amerikanische), mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt.

3. Nach der Wahl gab es in Teheran teils gewaltsame Großdemonstrationen.

4. Viele, zumal wohlhabende und gebildete und teils auch westlich orientierte Iraner wollen mehr weltliche Freiheit in ihrem Land.

5. Ex-Präsident Bush hat für die Unterstützung von in Persien operierenden Terrorgruppen und verdeckte CIA-Operationen gegen Iran 400 Millionen Dollar freigegeben. Von einem Stopp dieser kriminellen, terroristischen, angriffskriegerischen Aktivitäten durch den neuen Präsidenten Obama ist zumindest mir nichts bekannt. (weiterlesen…)

Der Verteidigungsminister eiert

Mittwoch, 24. Juni 2009

Verteidigungsminister Jung sieht die Bundeswehr in Afghanistan noch immer nicht im Krieg, davon will er nichts wissen. Man stelle dort lediglich Sicherheit her.

Ansonsten solle man das Augenmerk mehr auf den Wiederaufbau richten.

Ich wünsche dem Manne eine gute Nacht und der CDU/CSU viel Glück bei der Nichtaufnahme der Türkei in die EU.

Aber vielleicht mache ich wieder einen Fehler und sollte mir den absurden EU-Beitritt der Türkei ja geradezu herbeiwünschen, damit das Lissabon-Monster an seiner Überdehnung platzt wie ein aufgeblasener Ochsenfrosch.

Reinhold Robbe, der Wehrbeauftrage des deutschen Bundestages (SPD), den ich einmal in persönlicher Diskussion in Hammelburg erleben durfte, sagt hingegen, die in Afghanistan stationierten Soldaten sprächen von Krieg, und warnte vor einer Verharmlosung der Lage.

Der Mann ist ein aalglatter, schlagfertiger, gewiefter Politiker, dem hessischen Kreissparkassenjuristen Jung intellektuell haushoch überlegen. (weiterlesen…)

Ein General schafft sich Freunde

Dienstag, 23. Juni 2009

Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr, äußerte sich gestern auf einem Empfang des Wehrbeauftrageten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, auf die gestiegenen Klagen und Eingaben der Soldaten unter anderem wie folgt: “Ich sehe ein wenig, dass wir uns gelegentlich auf eine konditionierte Bereitschaft zum treuen Dienen einlassen: Ich diene meinem Land, wenn es mir die Lösung aller Probleme in einem Rundum-Wohlfühlangebot mit integriertem Erfolgserlebnis anbietet.”

Das hat der oberste deutsche Soldat fürwahr nett gesagt; er erwähnte ferner Frauen in der Bundeswehr und die Einsatzwirklichkeit als neue Problematiken der Truppe.

Dabei hieß es doch immer, dass wenigstens die Verweiblichung unserer Armee keine zusätzlichen Probleme schüfe: Im Gegenteil stellte man sich doch eine irgendwie liebevollere, emotional ausgeglichenere, weniger machohaft durchseuchte Veranstaltung mit menschlicherem Antlitz vor.

Sogar das Komasaufen und andere Soldatenkrankheiten sollten durch weibliche Anwesenheit gemildert werden, wenn sich auch Offizielle nie direkt dazu einließen, ob auch die unmittelbaren sexuellen Notstände der Landser mitbehoben werden sollten. (weiterlesen…)

Verlogenheit pur

Sonntag, 21. Juni 2009

“Verliebt in Israel” sei der niederländische Islam-Kritiker Geert Wilders laut eigenen Angaben, so Wikipedia, der den Islam für eine faschistische Ideologie halten soll und den Koran daher, wie ich las, gleich Hitlers “Mein Kampf” in Holland verbieten lassen will.

Ich formuliere so vorsichtig, weil ich keine der Äußerungen persönlich von ihm gehört habe und mich hier offenkundig auf vermintes Gelände begebe.

Gegen Islamkritik habe ich nichts; das wird jeder meiner Leser wissen; wenn Islamkitik in Europa allerdings im Dienste israelischer Interessen formuliert sein sollte (wofür es im Falle Widers’ noch mehr Hinweise gibt), steigt mir ein faulichter Geruch in die Nase.

Egal nämlich was man vom Koran als Europäer zurecht halten mag, rechtfertigt eine Abscheu gegenüber demselben nicht im geringsten die zionistische Politik spätestens seit der Balfour-Declaration von 1917; Einzelheiten dazu erspare ich hier und jetzt meinen gut informierten Lesern.

Hinweisen will ich in dem Zusammenhang allerdings auf die Thora und das gesamte Alte Testament der Bibel, das den Koran an Aufrufen zu Grausamkeiten und Völkermorden weit in den Schatten stellt.

Weshalb Herr Wilders dieses Buch nun nicht verbieten will, wird er wohl nur selbst wissen und mir kaum sagen.

Solch verlogene “Verteidiger europäischer Kultur” können mir jedenfalls ganz und gar gestohlen bleiben.

Abgesehen davon sollte schon das Ansinnen des Verbotes des verbreitetsten Buchs der Erde (neben Grimms Märchen und der Bibel, soweit mir bekannt) dazu führen, dessen Bannerträger unter Hohngelächter gesichert wenigstens gen  Absurdistan zu verweisen.

P.S.: Laut Wikipedia bezeichnet ein gewisser Henryk M. Broder Wilders als “Menschenrechtler”. Dazu lacht man in Hammelburg, wo neben armseligen Soldaten wenigstens einer haust, der das Lesen noch nicht verlernt hat.

Runzelrendite

Samstag, 20. Juni 2009

Eine deutsche Versicherungsgesellschaft bewirbt ihre Lebensversicherungen derzeit im Radio mittels einer Dame, die ob der vorgeblich hundertprozentigen Sicherheit ihrer Einlage und anfallender Zinsen die Freude am Leben zurückgewinnt und so gar statt ihres Geldes ihre Sorgen und damit Runzeln verliert.

Schließlich heißt es: “Wir hüten Ihr Geld so, als ob es unser eigenes wäre”.

Das kann man der Firma in der Tat glauben, dass sie das Geld ihrer Kunden wie als ihr eigenes betrachtet.

So dummdreist habe ich das, zumal zu Reklamezwecken und in der jetzigen Lage, gleichwohl noch nicht gehört. (weiterlesen…)

Lord Godbama (II)

Freitag, 19. Juni 2009

Deutschsprachigen Lesern will ich kurz darlegen, was es mit dem zuvor eingestellten Artikel auf sich hat.

Am 5. Juni dieses Jahres erklärte ein gewisser Evan Thomas, Harvard-Absolvent, Professor für Journalismus an der Universität von Princeton, Mitherausgeber des US-Magazins “Newsweek” seit 1991,  in der sehr populären Fernsehsendung “Hardball” auf dem Kanal MSNBC: “In a way, Obama is standing above the country, above – above the world, a sort of god.” (In gewisser Weise steht Obama über dem Land, über – über der Welt, eine Art Gott”.)

Der merkwürdige Medienprofi meint inzwischen eilfertig, er habe es nicht “literally”, also wörtlich, gemeint, denn die Gegner des Obama-Kultes nahmen dies in den USA als ein gefundenes Fressen. (weiterlesen…)

Lord Godbama

Freitag, 19. Juni 2009

Oh thou Herd Hallow, thine humble serfs adore thee!

We bow to thine every will!

Thy serfs swear all burnt offerings claimed by thee!

Thy flock worshippeth thy firespewers in the heavens of Palestine and the lands of the Euphrates and all other lands!

Thy flock shall utterly smite thy foes!

For thou gavest thy flock light and truth!

Thus take every one child from thy flock!

Thy brethren serfs shall offer all in rapture!

There is none other than thee, o Saviour Lord Godbama!

Rund 14685 Jahre Huren (II)

Freitag, 19. Juni 2009

Ich will hier Präzisierendes zum vorigen Artikel anfügen.

Ich machte mich lächerlich darüber, dass zu den 134-Milliarden-Dollar-schweren echten oder auch falschen US-Staatsanleihen, die der italienische Staat an der schweizer Grenze “sichergestellt” hat, Verschwörungstheorien gesponnen werden.

In der Tat ist der Begriff  ”Verschschwörungstheorie” in solch einem Zusammenhange nachgerade dorfdeppenhaft: Denn wenn eine Sache dieser Dimension in Gang gesetzt wird, muss keiner mehr schwören, wie als ob er in einer Kleinstadtloge seinen Dienst zum Verschieben von minderwertigen Grundstücken begänne.

In dieser Liga gilt die unzweifelhafte Losung “plata o plomo”, Silber oder Blei, die jeder Kolumbianer, auch wenn nicht im Kokaingeschäft, kennt; das heißt, noch nicht einmal die Losung muss weiters erklärt werden, und auf irgendwelche Idioteneide kann man getrost verzichten. (weiterlesen…)

Rund 14685 Jahre Huren

Donnerstag, 18. Juni 2009

Wenn die 134 Milliarden Dollar schweren US-Staatsanleihepapiere, welche der italienische Zoll am 3. Juni an der Schweizer Grenze konfisziert hat, echt sein sollten, ist Silvio Berlusconi ein Hans im Glück.

Zwei Japaner (die vielleicht Nordkoreaner sein sollen…), die mit den Papieren im Köfferchen festgenommen wurden, seien bereits wieder auf freiem Fuße (!!!) und, wen wundert’s, seither spurlos verschwunden, schreibt die FAZ heute. Sage und schreibe EIN Staatsanwalt soll in der Sache ermitteln, über die in den Schafsmedien erst dann berichtet wurde, als in den Blogs die Hölle losgebrochen war.

Zwei Wochen nach der Beschlagnahme weiß man angeblich noch immer nicht, ob die Papiere echt sind und wem sie gehören.

Wilde Verschwörungstheorien schießen ins Kraut.

Da kann ich nur noch lachen. Wer würde sich denn wegen läppischer 134 Milliarden Dollar heutzutage noch die Mühe machen, eine Verschwörung anzuzetteln, allenfalls ein Hein Blöd in der Kinderstunde. (weiterlesen…)

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