Archiv für die Kategorie ‘Grausamkeit’

Zitat und Selberdenken

Dienstag, 13. Juli 2010

Dieses Zitat, das ich in einem Artikel im Zusammenhang mit der Ölpest fand, will ich Ihnen nicht vorenthalten:

The concept of “corporate psychopaths” is an emerging realization and has been described by Dr. Robert Hare who is a world-renowned psychiatrist and professor at the University of British Columbia. The 2008 Australian documentary, I, Psychopath, points out that the vast majority of psychopaths are not crazed axe murderers: “Most of them function incognito in high-powered professions, all the way to the very top.” These are people who have no conscience. They are described as being manipulative, charming, glib, deceptive, parasitic, irresponsible, selfish, callous, promiscuous, impulsive, antisocial, and aggressive. Their main defect—what psychologists call “severe emotional detachment” or a total lack of empathy and remorse—is concealed and harder to describe than the symptoms of schizophrenia or bipolar disorder.”

(Das Konzept der “Firmenpsychopathen” wird zunehmend erkannt und wurde von Dr. Robert Hare beschrieben, einem weltbekannten Psychiater und Professor an der University of British Columbia. Die australische Dokumentation des Jahres 2008, Ich, Psychopath, verdeutlicht, dass die weit überwiegende Mehrheit an Psychopathen keine abgedrehten Axtmörder sind: “Die meisten von ihnen fungieren inkognito in höchst ermächtigten Berufen, bis ganz nach oben.” Diese Leute sind gewissenlos. Sie werden als manipulativ, charmant, glatt, betrügerisch, parasitär, verantwortungslos, selbstisch, boshaft, promiskuitiv, impulsiv, asozial und aggressiv beschrieben. Ihr Hauptdefekt – was Psychologen “schwere emotionale Abständigkeit” oder einen völligen Mangel an Empathie und Reue nennen – ist verborgen und schwerer zu beschreiben als die Symptome von Schizophrenie oder bipolarer Störung.)

Sapienti sat.

Fliegen

Dienstag, 13. Juli 2010

Die wirklich letzte für heute zu Berichtende erstarb am Rande der Tastatur. Steinmetzhieb.

Nur noch eine geklatscht

Dienstag, 13. Juli 2010

Das Unglaubliche, es scheint volltan: So oder ähnlich hätte es Goethe ausgdrückt.

Die vorläufig letzte Fliege erschlug ich von Hand, auf dem Stuhle, gut fünfzehn Zentimeter vor dem nachtgeschwächten Gemächte.

Inzwischen scheint aber – ist es hoffentlich nur eine Halluzination? – aus der Küche eine nachgerückt, wie als ob sie sich ob der Ehre ihrer Art rächen wollte.

Aber jetzt wird es mir bis morgen egal.

Außer ich erwische sie doch noch.

Es sind schon wieder zwei gegen nur einen Göller, verdammt.

Heul und Ende.

Zwei an der Klatsche (III)

Dienstag, 13. Juli 2010

Die absolute Zweitbestintelligenzbestie aller Stubenfliegen, die meinem exterminatorischen Jagdinstinkt zu entkommen trachtete, indem sie nicht einmal mehr am Rande des Rotweinglases gefährdet sei, stürzte sich jetzt gleich ganz hinein.

Ob sie daselbst schon den Äthanoltod fand oder erst in meinem Magen der dort vorgehaltenen Salzsäure vollends erlag, vermag der Chronist nicht eindeutig zu berichten.

Eine schwirrt allerdings immer noch; deren tragisches Ende wird gegebenenfalls zu beweinen sein, wofern sie nicht in Bälde das Weite sucht.

Gewarnt ist sie.

Mit hinreichend Vernunft für einen rechtzeitigen geordnenten Rückzug ist auf solcherlei Restfeindesseite allerdings wohl nicht zu rechnen.

Also dräut auch hier der Ehrentod im Felde.

Merkwürdig, seit dreißig Sekunden höre und sehe ich nichts mehr.

Jetzt krabbelt das Sauvieh doch wieder auf meinem Fuß herum.

Na warte!

Zwei an der Klatsche (II)

Montag, 12. Juli 2010

Inzwischen sind hier oben im Arbeitszimmer nur noch die klügsten Fliegen übrig.

Sie setzen sich auf Kanten, meiden hiebfähige Flächen und krabbeln in bei mir nicht seltenen, schwer hineinzutreffenden Chaos-Buchten auf dem Schreibtisch herum: und die echten Genies unter ihnen haben gar damit begonnen, sich auf den Rand des Weinglases zu setzen.

Ab jetzt wird es ein echter Endkampf, einer unter Titanen.

Die intelligenteste von allen inspiziert gerade mit offensichtlich großem wissenschaftlichen Interesse die Klatsche selbst.

Ich brauche jetzt dringend die zweite, jungfräuliche Geheimverschwörungsklatsche.

Zwei an der Klatsche

Montag, 12. Juli 2010

“Nicht ist es mein Loos, Fliegenwedel zu sein.”

Dieses Zitat aus Nietzsches Zarathustra dürfte mir (einschließlich des doppelten “o”) richtig im Gedächtnis haften geblieben sein.

Aber die Fliegenklatsche – mein Sohn besorgt gerade eine zweite solche – liegt bei 35 Grad und 95% Luftfeuchtigkeit inzwischen neben der Tastatur, und ich betätige mich als Mörder wider all dies nervige Gekrabbel, wie als ob ich einer Fabel Wilhelm Buschs entsprungen wäre.

Manchmal wünschte man sich selbst in diesen postmodernsten Zeiten noch einen anständigen Diener sowie eine Kaltmamsell, die neben der Betreuung von Lachs, Forellencreme, Salat und Braten auch mal diskret zur Patsche griffe, den Hausherrn zu entlasten.

Bingo!

Eben waren es immerhin Zweie auf einen Streich.

Drecksgesindel.

Generäle zum Anfassen

Sonntag, 11. Juli 2010

Endlich mal ein ehrlicher US-General. Der designierte CENTCOM-Kommandeur meinte 2005, es mache einen höllischen Spaß, Menschen zu erschießen.

Der US-Verteidigungsminister nach erfolgtem Klärungsgespräch: “And I have every confidence that General Mattis will respond to questions and speak publicly about the matters for which he is responsible in an entirely appropriate way.”

(Und ich habe jedes Zutrauen, dass General Mattis in einer völlig angemessenen Weise auf Fragen antworten und öffentlich über die Angelegenheiten, für die er verantwortlich ist, sprechen wird.)

Und:

‘Robert Gates, the defence secretary, praised the four-star general as “one of the military’s most innovative and iconoclastic thinkers.” ‘

(R.G., der Verteidigungsminister, pries den Viersternegeneral – der auf dem Bild im Artikel nur drei hat und als Generalleutnant korrekterweise, Anm. von mir – als “einen der innovativsten und ikonoklastischsten Denker des Militärs”.)

Ikonoklastisch – zu Deutsch bilderstürmerisch? (weiterlesen…)

Open Letter to The Killer

Dienstag, 06. Juli 2010

Dire Mr President,

I am a loving father of two kids, and I know of Your programs, worldwide, to have anyone killed who gets in the way of Your pervertedness and the greed of Your likewise insane masters.

I am not afraid of Your death squads, anyway.

Even now, that You have surpassed Your predecessor in murderous lust, openly piling uncharged Americans on Your list of worldwide homicide, I, that’s for sure, shall not cave in.

Nay, I am Your Teutonic nightmare. (weiterlesen…)

Obama gibt Morde an Amerikanern frei

Dienstag, 06. Juli 2010

Davon, dass Obama selbst Bush an Mordlust ganz offen übertrifft, indem er sogar Amerikaner für tödliche Anschläge auf Verdacht freigegeben hat, also nicht nur ausländisches Gesocks wie Sie und mich, können Sie sich hier überzeugen:

Immerhin ein Ron Paul protestiert.

Millionen Idioten verehren den Friedensnobelpreisträger immer noch.

“Oil Spill Syndrome”: Wortgift Marke BP

Mittwoch, 30. Juni 2010

In den USA hat man, sprachlich also kreativ und elegant wie immer, für die Schafsmedien und deren Konsumenten ein neues Krankheitsbild erfunden: das “Oil Spill Syndrome”.

Auf Deutsch also etwa “Ölverschüttsyndrom”.

Das ist natürlich ebenso lächerlich wie die Sache ansonsten traurig ist, (weiterlesen…)

Kelle im Keller

Montag, 28. Juni 2010

Ich entdeckte in meinem Kühlschrank ein überwintertes Schweinegrippevirus, das so aussah, als könne es noch einen Tattergreis in solchem Maße gefährlich anstecken, dass dieser einmal mehr am Tag zur Toilette geleitet werden müsste.

Da war guter Rat natürlich zunächst teuer, denn die Seuchenpolizei im Haus, das wollte ich denn doch nicht. (weiterlesen…)

Logik für Totalsimpel

Samstag, 26. Juni 2010

Jetzt sei ich mal wieder mitschuldig, heißt es.

Aber Sie auch.

Wir alle, höhö.

Denn wer Energie braucht, z. B. Nudeln vom Aldi, also mindestens indirekt auch Öl, der kann Fahrrad fahren, so viel er will, der ist so eine Art Mini-BP, Hilfsbush, Halbobama, Viertelsstalin oder Zweidrittelshitler.

Damit hätten wir dann mal wieder unser Fett weg; ich bin Mit-KZ-Wächter, meine Kinder Mithenker, Mitgenitalverstümmler, Mitlebende.

Am Arsch!

“COIN”

Donnerstag, 24. Juni 2010

Normalerweise im ersten Lernjahr schon erfahren Klein Erna und Klein Otto, dass “coin” auf Englisch “Münze” bedeutet.

Etwas fortgeschrittener mögen sie dann noch “to coin” lernen, also “prägen”.

Doch erst gestern, nach über 35 Jahren des mal mehr mal weniger intensiven Studiums dieser merkwürdigen Sprache, erfuhr ich eher zufällig, was “COIN” neuerdings auch noch bezeichnet.

“COUNTERINSURGENCY”!

Also ungefähr “Gegenaufstand” auf Deutsch.

Ein anständiger Germanist sagte natürlich, (weiterlesen…)

“Linke” Randale

Freitag, 18. Juni 2010

Neue Gewalt braucht das Land.

Schmeißen etwa nicht genau deshalb “linke Autonome” Brandsätze auf Polizisten? (weiterlesen…)

Obamas 9/11

Dienstag, 15. Juni 2010

Gerade fand ich noch dies, Obama vergleicht Ölpest mit 9/11:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/5787-oel-katastrophe-911

Das entbehrt nicht einer traurigen Ironie, (weiterlesen…)

Arme Afghanen: Fluch der Rohstoffe

Montag, 14. Juni 2010

Schon lange wird gemunkelt, Afghanistan besäße reiche Rohstoffvorkommen.

Jetzt melden Geologen des Pentagons (wen die so alles beschäftigen…), dass dort tatsächlich Lithium, Kupfer, Eisen und Gold im Wert von einer Billion Dollar zu holen sei. (weiterlesen…)

Vuvuzelas sind Waffen II

Sonntag, 13. Juni 2010

Na also, jetzt ist es offiziell, siehe Spiegel online:

Ein Team zeigt sich natürlicherweise unbeeindruckt von all dem Lärm: der WM-Gastgeber. “Sie ist unsere Waffe”, sagt der südafrikanische Kapitän Aaron Mokoena über die Tröte. Denn sie sorgt für Überzahl auch auf den Rängen. Die Fans sind auch für Südafrika das zwölfte Teammitglied. “Und die Vuvuzela ist unser 13. Mann.”

Nach der WM kaufe ich meinen Kindern und mir gebraucht solche Dinger: (weiterlesen…)

Vuvuzelas: Die ganze Welt lässt sich niedertröten

Sonntag, 13. Juni 2010

Fifa-Präsident Sepp Blatter hat ein Verbot bereits ausgeschlossen: “Wir können und wollen die Vuvuzela nicht verbieten. Das wäre Diskriminierung, sie gehört zu Afrika”, sagte er der Bild.

Jaja: Es wäre doch über alle Maßen diskriminierend – Rassismusvorwürfe werden wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen – , (weiterlesen…)

Vuvuzela: Rad ab bis zum Ohr ab

Samstag, 12. Juni 2010

Jetzt hat die Welt endlich mal eine Weltmeisterschaft des Pöbels: Hauptsache Krach machen.

Ballack tat wahrlich gut daran, sich rechtzeitig dezent einen Mittelfußknochen brechen zu lassen: So hat er sein Hörorgan elegant gerettet, ohne dass man ihm deshalb Vaterlandsverrat oder Feigheit im Felde vorwerfen könnte.

Wer jetzt in Südafrika von einem Straßenräuber-Pistolero niedergestreckt wird, der hat immerhin den Vorteil, dass er seinen eigenen Erschuss als den letzten nicht mehr hören muss.

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