Archiv für die Kategorie ‘Geopolitik’

Jüdische Promis und Sarrazin

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Jetzt weiß ich nicht mehr, wem ich im “Fall Sarrazin” beipflichten soll, um politisch korrekt zu wirken: dem Juden Kramer (Generalsekretär des Zentralrats), der ihn mit Hitler und Goebbels vergleicht, oder den Juden Broder und Giordano (berühmte Schriftsteller), die ihn vor Angriffen selbst weitaus gelinderer Art in Schutz nehmen und ihm im Wesentlichen Recht geben?

Soll ich in der Gewissheit, so oder so ins Schmalzfass zu torkeln, würfeln oder eine Tarotkarte ziehen?

Na dann verderbe ich es mir lieber gleich nach beiden Seiten: Kramer hetzt, Broder und Giordano sind unlauter.

Zum erbaulichen Spaße schaute ich mir diese Herren sich unmittelbar gegenseitig beharkend gerne einmal durchs Opernglas an, alswelches Vergnügen uns indes wohl weiterhin versagt bleiben dürfte.

Schmierentheater.

Ein Herzog spielt Kaiser

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Vor einigen Jahren war der damalige Bundespräsident Roman Herzog in China zu Besuch und beschwafelte und belehrte die Gastgeber – soweit ich mich erinnere, ausgerechnet auf der Großen Mauer – übers Maß und öffentlich von wegen universalen (westlichen) Werten.

Da er es damit wohl allzu frech trieb, erhielt er folgende lakonische Antwort: “Die Bibel gilt nicht in China.”

Der Mann war daraufhin reichlich perplex; ich habe selten so gelacht.

Sein Reich komme

Dienstag, 13. Oktober 2009

Jetzt ist herausgekommen, dass Obama bereits noch viel mehr zusätzliche liebe Friedenssoldaten nach Afghanistan befohlen hat, als er uns erzählte.

Der Mann ist bei bei all seiner Friedfertigkeit und bei all dem Mut und der Hoffnung, die er der Welt spendet, auch noch persönlich so fast verschämt bescheiden, dass er sogar verschwieg, wie viel er Amerika für den Weltfrieden in Wirklichkeit abfordert: der edle Gönner und Spender wollte nicht einmal gekannt oder gar genannt werden.

Einmal abgesehen davon, dass meines Erachtens nur ein einziger Friedensnobelpreis in diesem Falle nicht reicht, muss jetzt der Papst tun, was zu tun ist (weiterlesen…)

Merkwürdige Phalanx selektiver Prosemiten

Dienstag, 13. Oktober 2009

Was haben Thilo Sarrazin, Geert Wilders, Henryk M. Broder und Ralph Giordano gemeinsam?

Sie sind ähnlich selektiv, was Vollsemiten (Araber) bzw. allgemein Moslems und demgegenüber teilweise Semiten bzw. Juden anlangt: Erstere sind faul, dumm, rückständig und intolerant; letztere fleißig, intelligent, modern und tolerant.

Irgendwas werden sie sich schon dabei denken.

Homo-Sex im Schützengraben

Sonntag, 11. Oktober 2009

“Don’t ask, don’t tell” – frag nicht, sag nichts – , so lautet seit 1993 die Regelung für Homosexuelle beim US-Militär; man darf also schwul oder lesbisch sein, aber nicht offen.

Obama hat nun im Wahlkampf, wie so vieles, was er in Wirklichkeit nicht will, soll oder hinbekommt, versprochen, dies im Sinne der Homos zu ändern (weiterlesen…)

Obombenspaß

Samstag, 10. Oktober 2009

Als ich gestern im Lauf des Tages ein bisschen im Netz herumschaute, stieß ich auf die Nobelpreismeldung bezüglich Obamas (ich weiß nicht mehr wo), rollte aber glatt drüber weiter runter, ohne näher hinzusehen, da ich dies für einen neuen Kalauer von Hape Kerkeling oder sonst einem Komiker hielt.

Erst am Nachmittag wurde mir klar, dass es sich um eine echte Meldung gehandelt hatte, worauf es mich fast vom Stuhl haute und ich heftig lachen musste, als ich dies realisierte.

Am Abend erzählte mir jemand, der mich am Telefon mit “Obarmen!” begrüßte, er habe den Witz morgens um elf Uhr auf der Arbeit in den Radionachrichten gehört und so spontan platsch rausprusten müssen, dass ihm nicht nur die Tränen dabei kamen, sondern gar die Nase heftig dazu lief. (weiterlesen…)

Stockholm ehrt den Hüter des Steins der Weisen

Samstag, 10. Oktober 2009

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht selbstverständlich wie immer in die USA: Ben Bernanke versteht mehr vom Gelddrucken als jeder andere.

Gratulation!

Obama bekommt den Kriegsnobelpreis

Freitag, 09. Oktober 2009

Eine gute Wahl: Der Mann, der die Kriege in Afghanistan und Pakistan erheblich ausgeweitet und den im Irak nicht beendet hat, Guantanamo weiterbetreibt, den Patriot Act in Kraft ließ, Iran ständig mit Krieg droht und ihn verdeckt längst führt, Israel in seinen Kriegen gegen Palästinenser und Libanesen stets unterstützt hat, massenhaft Uranmunition verschießen lässt, um ganze Völker und Landstriche dauerhaft zu vergiften und verseuchen, dieser Mann hat sich den Kriegsnobelpreis wahrlich wie kein anderer verdient!

Gratulation!

Obama: Der Lack ist ab

Donnerstag, 08. Oktober 2009

Ich hatte nie erwartet, dass Obama lange der Hans im Glück bliebe.

Jetzt bekommt er allenthalben die Kutte voll: In Afghanistan bzw. deswegen zuhause; von den Israelis sowieso; gegen Iran läuft es schlecht; seine Gesundheitsreform zieht nicht; Ron Paul bedroht seine Gönner bei der Fed und der Wallstreet; selbst Olympia ging nach Rio statt Chikago. (weiterlesen…)

Atomwaffenrüstungsunterstützung für den Daueraggressor

Dienstag, 06. Oktober 2009

Auch der SPIEGEL ist zu dumm zum Lügen.

In der Ausgabe dieser Woche schreibt das Blatt zu den weitgehend aus unserer Tasche bezahlt an Israel beinahe verschenkten U-Booten der Dolphin-Klasse: “Kritiker der Lieferungen an Israel befürchten, dass die deutschen Boote für möglicherweise atomar bestückte Marschflugkörper Israels eingesetzt werden.”

Ich hörte allerdings vor Jahren schon, dass diese bereits auf der deutschen Werft eigens für Israel dafür spezialausgestattet wurden (besondere Rohre für Überlandspaßtorpedos). (weiterlesen…)

Kriegslügen

Dienstag, 06. Oktober 2009

Ich bin fest davon überzeugt, dass man uns von den wahren Problemen der NATO-Truppen in Afghanistan gerade mal höchstens die Hälfte erzählt.

Nachschub, kaputte Fahrzeuge, Ärztemangel, die versumpfte Wahl, Drogen, verscherbelte Waffen durch sogenannte afghanische Sicherheitskräfte, Überläufer derer…

Sogar dieser spitzenmäßige McChrystal ist jetzt mit Obama höchstpersönlich aneinandergerasselt, weil er allzu ungefragt und deutlich weitaus mehr Männer einforderte, da man sonst nicht gewänne.

Mit hunderttausend Soldaten hat man dort eben nur einen auf 6,5 Quadratkilometern; das ist wenig, wenn die Leute traditionell renitent sind.

Vierzigtausend mehr, die der General will, werden es auch nicht richten.

Hohe Verluste

Montag, 05. Oktober 2009

In Afghanistan wurde ein Außenposten der Amerikaner beinahe überrannt, nachdem eine benachbarte Polizeistation von den Aufständischen genommen worden war.

McChrystals neue Strategie, nicht nur herumzubomben, sondern seine Männer auf die Fläche zu verteilen, zeigt ihre Achillesferse.

Kleine Garnisonen lassen sich eben auch leichter überfallen als große befestigte Lager.

Der ehemalige Befehlshaber geheimer Mordkommandos im Irak wird sich noch etwas einfallen lassen müssen.

Vielleicht kommandiert der General ja die Merkel und den Westerwelle ab an die Front: Sie demonstriert am Khyberpass gegen Burkas, und er betreibt auf dem flachen Land bei Kunduz noch weitergehende sexuelle Aufklärung.

FED kurz vor im Eimer?

Montag, 05. Oktober 2009

Ich berichtete schon einmal davon: Für die US-Notenbank (FED) wird es langsam eng.

Der Sind Laden hat hunderte Milliarden weiß der Himmel (bzw. Goldman Sachs) wohin geschaufelt, ohne Rechenschaft abzulegen.

Jetzt haben Bernanke & Cie fürchterlich die Hosen voll vor einer Buchprüfung durch den Kongress.

Ron Paul, der die Sache wesentlich betreibt, hat übrigens von einem Goldstandard als Ersatz für die Gelddruckwillkür inzwischen teilweise Abstand genommen.

Vernünftig und erfreulich, meine ich.

Verschwörungspraxis

Montag, 05. Oktober 2009

Die Iren haben jetzt den Lissabonner Vertrag durchgewunken, nachdem die Eurokraten ihnen zu verstehen gegeben hatten, dass man sie in der Finanzkrise mehr oder weniger fertigmachen würde, wofern sie noch einmal dagegen stimmten…

Das ist natürlich ein sehr überzeugendes Europa.

Dass wir Deutsche gar nicht wählen durften und die Franzosen und Holländer nicht mehr (weil sie das ebenfalls schon einmal abgelehnt hatten, was jetzt nur anders benamt wurde), macht die ganze Veranstaltung noch perverser.

Im Grunde handelt es sich um einen Staatsstreich sondergleichen.

Ich wunderte mich nicht, wenn ein paar der Meister von den Brüsseler Stühlen dereinst wegen Hochverrats angeklagt und abgeurteilt würden.

Jedenfalls sind das keine Demokraten sondern schlicht Putschisten.

Wie bitte?

Samstag, 03. Oktober 2009

Ahmadinedschad sei ein Jude und der durchschossene Schädel von Hitler von einer Frau. Sage nicht ich. Langsam wird’s aber doch noch bunt am deutschen Nationalfeiertag, kurz vor Zwölfe.

Ahmadinedschad

Samstag, 03. Oktober 2009

Ich hörte vor ein paar Wochen von dem Gerücht, dass der iranische Präsident Ahmadinedschad jüdischer Herkunft sei, hielt das aber für eine, wie man so schön ausgelutscht zu sagen pflegt, wenn irgendwas nicht anerkannt oder unklar ist, “Verschwörungstheorie”.

Jetzt bestätigt der englische Daily Telegraph die Geschichte (oder man hat mir das Netz getürkt; dann leiste ich Abbitte).

Das ist natürlich pikant.

(Denn soweit ich informiert bin, ist und bleibt er nach der Halacha, dem jüdischen Religionsgesetz, Jude, wenn von einer Jüdin geboren.)

Nationalfeiertag

Samstag, 03. Oktober 2009

Deutschland hat einen Nationalfeiertag, der praktisch nicht gefeiert wird. Ist das feige oder “cool”?

Gold

Samstag, 03. Oktober 2009

Von vielen sogenannten Finanzmarktexperten wird unentwegt vom Gold geredet.

Gold wird wahrscheinlich nie weitgehend wertlos, jedenfalls nicht, solange es sich nicht nach Alchimistenart billig aus Blei herstellen lässt; aber ansonsten ist es derzeit weitaus teurer als sein industriell-technischer Nutzwert.

Weshalb es also auf Dauer gar noch teurer werden sollte, erschließt sich mir, obwohl die Frauen, die es tragen mögen, hoffentlich nicht so bald aussterben, keineswegs.

Obamshalom

Freitag, 02. Oktober 2009

Obama hat der muslimischen Welt in Kairo schwatzmäßig so freundschaftlich die Hand gereicht, dass er jetzt in einer nagelneuen israelischen Siedlung im Westjordanland als Hilfsmaurer wochenends frischen Speis anrührend dafür büßen muss.

Als Abbulldozer palästinensischer Olivenhaine und Orangenbäume wurde er bisher nicht gesichtet; Netanjahu und AIPAC lässen vorläufig noch Gnade mit ihm walten.

Matrixerei

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Matrix: Ich wüsste wirklich mal gerne, mittels welchen Sinngehalts die Verfolgten in dem Film “Die Söhne Zions” genannt werden.

Das ist doch lächerlich, wenn nicht vorsätzliche Vernarrung.

Spaß vorbei

Mittwoch, 30. September 2009

In meiner Kindheit hieß es noch: “Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann?”

Das kann man heute natürlich nicht mehr lustig finden, nicht einmal dann, wenn ein halbschwarzer Mann US-Präsident spielen und damit bombardieren darf, wen er soll.

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