Archiv für die Kategorie ‘Finanzkrise’

Noch

Donnerstag, 23. April 2009

Ich ließ bei meiner Invektive, die den sagenhaften Wahnwitz aufs Korn nahm, dass wir jetzt als Völker bankrotten Banken Steuergelder geben, damit sie diese dann gegen Zinsen an uns verleihen und Spekulanten – ich weiß nicht wieviele “Insider” – damit auch noch einen Riesenschnitt machen können, außer acht, dass wir diese Gelder uns zuerst ja auch noch “pumpen” müssen.

Das heißt, der Steuerzahler muss sich Geld gegen Zinsen leihen, um dieses Leuten zu schenken, die es ihm dann gegen nochmals Zinsen leihen.

Ich sage meinen Schülern immer, dass das Adjektiv “optimal”  als bereits ein Superlativ sowie die Eigenschaftswörter  “perfekt” und “tödlich” vom Sinn her nicht mehr gesteigert werden können.

Ich mache jetzt eine Ausnahme (weiterlesen…)

Richtung Hauptstadt

Donnerstag, 23. April 2009

Die Beschäftigung mit einigen Verirrten in Berlin – siehe Text “Dekadenzija I” – brachte mir eine merkwürdige Erinnerung an meine Zeit als Autostopper zurück, als es vor circa 25 Jahren noch zwei Deutschlands gab und Bonn die offizielle Hauptstadt des guten Deutschlands war.

Damals nämlich wunderte ich mich immer wieder, dass alle LKW-Fahrer, die mich mitnahmen, untereinander über CB-Funk stets zueinander sagten, “na Kolleche, unterwegs Richtung Hauptstadt?” – und damit allemal  (West-)Berlin meinten, egal, woher aus Westdeutschland sie stammten (weiterlesen…)

Wut II

Dienstag, 21. April 2009

Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass ich manchen Leser überfordern könnte.

Denn ich schreibe nicht nur, aber doch oft, von den ganz Lieben, also US-Präsidenten und deren willfährigen Vasallen, von braven Ackermännern und Grünspänen, wie als ob wir es da mit Leuten zu tun hätten, die völkerrechtswidrige Angriffskriege orchestrierten wie den finanziellen Ausraub der Völker und nebenbei noch eifrig folterten und uns bis ins Letzte ausbespitzeln ließen wegen vorgeblicher Gefahren, die, gemessen am Behaupteten, lächerlich sind oder waren (weiterlesen…)

Nachgelegt

Montag, 20. April 2009

Ich lege nach, da der vorherige Text bezüglich des Hauptperversums vielleicht noch nicht hinreichte.

Wir geben den Banken Steuergelder dafür, dass uns das eigene Geld von ihnen dann gegen Zinsen verliehen werden kann.

Solange wir das mitmachen, beleidigen wir die Schafe, wenn wir uns selbst welche heißen.

Ruhet in Frieden

Montag, 20. April 2009

Gestern fand ich einen Zehntrilliardenmarkschein.

Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht, indem ich ihn liegen ließ, weil ich ihn für toxisch hielt.

Ich hätte ihn wohl noch an eine Bad Bank verkaufen können.

An eine Good Bank! – Denn eigentlich sind doch die Bad Banks die Good Banks und umgekehrt: Denn die Good Banks überleben auf Kosten der Bad Banks, die sich als Sondermüllunternehmer auf aller anständigen Leute Kosten betätigen, damit die Good Banks, also die eigentlichen Bad Banks, uns munter weiter bezinsen und auspressen können (weiterlesen…)

Faulheit und Dummheit

Sonntag, 19. April 2009

“Der Übergang von der Faulheit zur Dummheit ist ein fließender”, sagte einmal der Vater eines Nachhilfeschülers.

Dieser Satz ist allgemein gültig.

Besondere Wichtigkeit erlangte er jüngst im gesellschaftlichen Bereich, wo die Faulheit der Menschen, sich Gedanken zu machen, zu überlegen, was ihnen da täglich von den Medien vorgesetzt wird, stracks dahin führte, dass sie sich schaficht in die Krise führen ließen, die sie jetzt zu bezahlen haben.

Dass aus Geld Geld zu machen von denen bezahlt werden müsse, die das nicht tun, also von den Arbeitenden, wurde aus dem kollektiven Bewusstsein so schwarzmagisch ausgeblendet, dass gar als dumm galt, wer auf diese Tatsache hinwies, die jedem Achtjährigen auf Anhieb einleuchtet, wenn er einen Intelligenzquotienten über 80 mitbringt, also Hilfsschultauglichkeit (weiterlesen…)

Superbullshit

Samstag, 18. April 2009

Hearing of “Bad Banks”, I have started to wonder what a “Good Bank” might be.

Is this an entity so humble and benign, that it would never think of driving me out of my house as soon as I ain’t payin’ for the “toxic” papers it sold to me?

Since Good Banks don’t exist, as the one hint should have shown to anyone, I ask myself who the hell invented the term “Bad Bank” (weiterlesen…)

Ohne Überschrift

Freitag, 17. April 2009

Wunschdenken hat uns in diese Krise gebracht. Das war so gewollt.

Parteipolitik II

Montag, 13. April 2009

Die Bundeskanzlerin wollte das Lager Faisabad besuchen, den Außenposten unserer Landser kurz vor der deutsch-chinesischen Grenze im lieblichen Afghanistan, doch angeblich war das Wetter dafür zu schlecht.

Eine Garnison, die wegen schlechten Wetters nicht einmal vom Oberbefehlshaber der Gesamttruppe erreicht werden kann, stellt eine Anlage dar, deren Insassen auf die reine Gnade des Himmels und der von ihr Besatzten angewiesen sind. Aber das interessiert ja keinen, nicht einmal die verantwortlichen vorgesetzten Offiziere, die sich wegen der offenkundigen und fortgesetzten Verletzung ihrer Fürsorgepflicht für ihre Frontsoldaten in jeder vernunftgesteuerten Armee vor einem Kriegsgericht verantworten müssten.

Derweil ist immerhin die NPD so gut wie pleite, indem sie wohl ähnliche Dinge trieb wie weiland die liebe CDU, nur wie immer ohne deren sprichwörtliche Fortüne (weiterlesen…)

Gift aufs Papier!

Dienstag, 07. April 2009

Indem der Kapitalismus gegen die Wand fährt, müssen wir auch sprachlich einiges ertragen. Wo man früher noch von wertlosem Papier sprach, wenn ein Titel nicht einzutreiben war, da ist jetzt die Rede von “toxischen Wertpapieren”, “finanziellem Giftmüll” und was da noch an unsinnigen Neuschöpfungen so verbreitet wird.

Sie wissen ja schon, dass ich nicht viel von Verschwörungstheorien halte (weiterlesen…)

Verschwörungstheorien (Lach)

Dienstag, 07. April 2009

Das Erfrischende an der Finanzkrise ist, dass jetzt einige wesentliche Verschwörungstheorien als solche in den Mülleimer der Geschichte wandern: Denn wie sollte wohl Theorie sein, was so offen Praxis ist!

Dass die Hauptakteure der Hochfinanz gemeingefährliche Schwerverbrecher sind, weiß mittlerweile selbst der BWL-Student, der manches Lieschen Müller für sonderdoof hielt, da es dies schon lange so sah. So erreichen Akademiker endlich den Kenntnisstand des gemeinen Volkes (weiterlesen…)

Endlich

Dienstag, 07. April 2009

Wir dürfen jetzt endlich denken.

Der SPIEGEL schrieb gestern, der amerikanische “Rolling Stone” habe geschrieben, dass wenige Finanzleute sich die amerikanische Regierung gekauft hätten.

Damit wurden sogenannte Verschwörungstheorien “mainstream”.

Was jeder Informierte  lange wusste, erscheint jetzt in der Zeitung für jeden Seppel.

Danke SPIEGEL!

Go, SPIEGEL, go!

Shorty III

Sonntag, 05. April 2009

The dollar is getting too expensive, as wood or coal or oil are still cheaper for managing the stove. Heli-Ben will soon need the world’s biggest ships to carry his green loads of paper, and I’m not so sure if he will be able to pay the fare for the cargo giving part of it to the shipping companies he deems to be competent to master the freight.

Aphorismen VIII

Samstag, 04. April 2009

“Man sollte einen Gipfel immer als Voraussetzung seines Untergangs sehen.”

Shorty II

Samstag, 04. April 2009

G20: 42 Billions for Mexico out of nothing. The IMF put up with ever more money, now to be given to anyone without questions. My money. Some unspecified, therewith void promises. Much ballyhoo. Pictures with Berlusconi pointing his unique thumb up. I am not amused.

Shorty

Freitag, 03. April 2009

The Masters of the Universe, the Banksters, learn to fear politicians, as politicians learn to fear their peoples. That’s the whole story we see going on at the G-20 summit. Go, folks, go!

Mehr nicht

Freitag, 03. April 2009

Dieser “Gipfel” jetzt markiert das Ende der angelsächsisch genannten Vorherrschaft. Mehr dazu zu sagen, wäre jetzt töricht. Die Wirklichkeit wird den Rest erklären.

Bald

Freitag, 03. April 2009

Schön, dass es dumme Demonstranten gibt. Die garnieren einen Gipfel perfekt. Doch bald könnten die Massen kommen, und die könnten unappetitlich werden.

Merkel II

Dienstag, 31. März 2009

Merkel, about whom I only recently wrote a not very flattering article here concerning her opportunistic mindset, seems now suddenly to have become a bravely dangerous “Anti-New-Deal” German trickster, putting up a bulwark against the further global spending spree Obama and Brown had set as their agenda for the G-20 summit, or so at least some irate Anglo-Saxons say.

Others have started to glorify her as the Sane One, the politician who stands at the forefront of the sensible fight of survival against hyperspending, thus hyperinflation. (weiterlesen…)

Aphorismen VI

Samstag, 28. März 2009

“Finanzieller ‘Giftmüll’ und ‘Schrottpapiere’, die dringend sauber entsorgt werden müssen: Die Geldwelt wird öko.”

Krugman

Samstag, 28. März 2009

Paul Krugman says in the New York Times that Obama doesn’t get it. That he just tries to go back to where we were 2-3 years ago, with minor modifications for the financial markets. That he tries to reinstall all of the same that led us into this mess.

Now, Krugman isn’t my guru; but he shows at least that not even within the establishment things are seen as rightly done unanimously. Krugman even asks why people should be allowed, even endorsed, to make money out of the taxpayer’s burden.

What he really wants, though, Krugman doesn’t say. That’s probably the reason why he is still paid by the NYT.

I would like to read word from you of your alternatives, Mr Nobel Prize Winner!

Otherwise, I will stick to what I’ve said here before, Mr Professor.

Sincerely Yours

Magnus Wolf Göller

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