Archiv für die Kategorie ‘Finanzkrise’

Gift aufs Papier!

Dienstag, 07. April 2009

Indem der Kapitalismus gegen die Wand fährt, müssen wir auch sprachlich einiges ertragen. Wo man früher noch von wertlosem Papier sprach, wenn ein Titel nicht einzutreiben war, da ist jetzt die Rede von “toxischen Wertpapieren”, “finanziellem Giftmüll” und was da noch an unsinnigen Neuschöpfungen so verbreitet wird.

Sie wissen ja schon, dass ich nicht viel von Verschwörungstheorien halte (weiterlesen…)

Verschwörungstheorien (Lach)

Dienstag, 07. April 2009

Das Erfrischende an der Finanzkrise ist, dass jetzt einige wesentliche Verschwörungstheorien als solche in den Mülleimer der Geschichte wandern: Denn wie sollte wohl Theorie sein, was so offen Praxis ist!

Dass die Hauptakteure der Hochfinanz gemeingefährliche Schwerverbrecher sind, weiß mittlerweile selbst der BWL-Student, der manches Lieschen Müller für sonderdoof hielt, da es dies schon lange so sah. So erreichen Akademiker endlich den Kenntnisstand des gemeinen Volkes (weiterlesen…)

Endlich

Dienstag, 07. April 2009

Wir dürfen jetzt endlich denken.

Der SPIEGEL schrieb gestern, der amerikanische “Rolling Stone” habe geschrieben, dass wenige Finanzleute sich die amerikanische Regierung gekauft hätten.

Damit wurden sogenannte Verschwörungstheorien “mainstream”.

Was jeder Informierte  lange wusste, erscheint jetzt in der Zeitung für jeden Seppel.

Danke SPIEGEL!

Go, SPIEGEL, go!

Shorty III

Sonntag, 05. April 2009

The dollar is getting too expensive, as wood or coal or oil are still cheaper for managing the stove. Heli-Ben will soon need the world’s biggest ships to carry his green loads of paper, and I’m not so sure if he will be able to pay the fare for the cargo giving part of it to the shipping companies he deems to be competent to master the freight.

Aphorismen VIII

Samstag, 04. April 2009

“Man sollte einen Gipfel immer als Voraussetzung seines Untergangs sehen.”

Shorty II

Samstag, 04. April 2009

G20: 42 Billions for Mexico out of nothing. The IMF put up with ever more money, now to be given to anyone without questions. My money. Some unspecified, therewith void promises. Much ballyhoo. Pictures with Berlusconi pointing his unique thumb up. I am not amused.

Shorty

Freitag, 03. April 2009

The Masters of the Universe, the Banksters, learn to fear politicians, as politicians learn to fear their peoples. That’s the whole story we see going on at the G-20 summit. Go, folks, go!

Mehr nicht

Freitag, 03. April 2009

Dieser “Gipfel” jetzt markiert das Ende der angelsächsisch genannten Vorherrschaft. Mehr dazu zu sagen, wäre jetzt töricht. Die Wirklichkeit wird den Rest erklären.

Bald

Freitag, 03. April 2009

Schön, dass es dumme Demonstranten gibt. Die garnieren einen Gipfel perfekt. Doch bald könnten die Massen kommen, und die könnten unappetitlich werden.

Merkel II

Dienstag, 31. März 2009

Merkel, about whom I only recently wrote a not very flattering article here concerning her opportunistic mindset, seems now suddenly to have become a bravely dangerous “Anti-New-Deal” German trickster, putting up a bulwark against the further global spending spree Obama and Brown had set as their agenda for the G-20 summit, or so at least some irate Anglo-Saxons say.

Others have started to glorify her as the Sane One, the politician who stands at the forefront of the sensible fight of survival against hyperspending, thus hyperinflation. (weiterlesen…)

Aphorismen VI

Samstag, 28. März 2009

“Finanzieller ‘Giftmüll’ und ‘Schrottpapiere’, die dringend sauber entsorgt werden müssen: Die Geldwelt wird öko.”

Krugman

Samstag, 28. März 2009

Paul Krugman says in the New York Times that Obama doesn’t get it. That he just tries to go back to where we were 2-3 years ago, with minor modifications for the financial markets. That he tries to reinstall all of the same that led us into this mess.

Now, Krugman isn’t my guru; but he shows at least that not even within the establishment things are seen as rightly done unanimously. Krugman even asks why people should be allowed, even endorsed, to make money out of the taxpayer’s burden.

What he really wants, though, Krugman doesn’t say. That’s probably the reason why he is still paid by the NYT.

I would like to read word from you of your alternatives, Mr Nobel Prize Winner!

Otherwise, I will stick to what I’ve said here before, Mr Professor.

Sincerely Yours

Magnus Wolf Göller

Heute positiv

Donnerstag, 26. März 2009

Ich bin heute einmal positiv. Ja, ich glaube daran, dass ich als Radler den Erwerb neuer Autos über die Abwrackprämie mitfinanzieren sollte. Ja, ich glaube, dass ich für das 235-Milliarden-Loch der HRE geradestehen sollte (weiterlesen…)

Arg

Mittwoch, 25. März 2009

Meine geschätzte Kollegin Friederike Beck regte an, ich könne doch mal den Fachwortschatz unserer überaus geachteten Oberfinanz-”Neocons” noch etwas näher unter die Lupe nehmen, da sie sich gerade mit der Vita des neuen Wirtschaftsministers zu Guttenberg umfässlich beschäftige.

Also:  “Shareholder Value”, “Outsourcing”, “Lean Management”, “Credit Default Swaps”, “Derivate”, “Stop-Loss-Option”, “Short-Selling”, “Master of Business Administration”, “Chief Executive Officer”, “Key Account Manager”, “Market Analyst”, “Art Director”, “Creative Director”, “Sales Manager”, “Auditor”, “Bachelor”, “Senior Partner”, “Trendscout”, “Trainee”, “Win-Win-Situation”, “Consultant”, “Equity”, “Underperformance”, “Broker”, “Rating-Agenturen”, “Human Capital”, “Risk Manager”, “Franchisenehmer”, “Hedgefonds”, “Crossborder-Leasing”, “Privatinsolvenz”.

Ich gebe unumwunden zu, dass mir so relativ einfache Begriffe wie z. B.  Wert, Gewinn, Verlust, Bankrott, Verkaufsleiter, Aktie, Praktikant,  Händler, Leerverkauf, Auslagerung, Berater, Vertragshändler, Mitarbeiter, Vorstand, Geschäftsführer, Buchprüfer, Bargeld und Besitz leichter eingehen, obschon ich des Englischen leidlich mächtig bin.

Allerdings weiß ich jenseits aller Freude, meiner Muttersprache, zumindest wenn ich Deutsch reden oder schreiben will, den grundsätzlichen Vorzug zu geben, dass genau mittels dieser angelsächsischen Nebelkerzen nicht nur mancher Betriebswirtschaftsstudent auf den Pfad des Machbarkeitswahnes von “High Finance” geführt wurde sondern auch Politiker, Landesbänker und Stadtkämmerer republikweit. (weiterlesen…)

A.I.G.: America’s Incompetent Government

Dienstag, 24. März 2009

A.I.G managers are now fearing for their lives. The super-sly of Wallstreet are getting afraid to be hunted down in their very glitzy homes, the ones they “earned” by cashing in on building the housing credit crisis.

Of course, Americans aren’t Frenchmen; we don’t see burning shops, as yet. Anyway, civil unrest is on the rise, as even many of yesterday’s middle class families now live  in cars and tents, and Obama may become the most unfortunate poor sinner who has ever taken the White House as a grinner. (weiterlesen…)

Grell

Sonntag, 22. März 2009

Es wird immer greller.  Die amerikanische Notenbank kauft amerikanische Staatsanleihen und Schrottpapier aller Art für tausend Milliarden Dollar. Das heißt nichts anderes, als dass einer sich seine eigenen gigantischen Schulden auf  Pump selbst abkauft. Die Sache ist so absurd, dass sie wohl kaum noch ein normaler Mensch begreifen kann, zumal in ihren Implikationen.

Ein Staat kauft seine eigenen Anleihen auf! Genial! Demnächst schraubt sich eine vorpommersche Seifenkiste ihre eigenen Räder an, die sie sich aus Mist im Strohofen selber gebacken hat! (weiterlesen…)

One Trillion

Sonntag, 22. März 2009

The FED has brought in another trillion Dollars.  Billions have gone down to be of little importance, peanuts in Hinter-Africa,  the stuff one feeds little despots and smaller black operations with. Noone really dares ask where this fairy tale Trillionkin comes from. It’s just kind of there, folks.

To invent a trillion Dollars to buy worthless crap is the idea of the greatest chutzpah I have ever beheld. (weiterlesen…)

Demokratie

Freitag, 20. März 2009

Wir leben in einem Käfig, genannt Demokratie, also Volksherrschaft. In diesem dürfen wir jede Partei wählen oder gar gründen, die für unsere Wärter anschaffen geht, die Herren der Schulden.

Diese, deren Höchste jedenfalls, sind eigentlich genausowenig geldversessen wie ein indischer Yogi, der seit zwanzig Jahren auf einem Bein an einer kalten Felswand lehnt. Sie wissen allzu genau, wie wenig Geld wert ist, nämlich nichts, dass es seinen vermeintlichen Wert nur aus dem Glauben an denselben bezieht. Wird dieser Glaube weggezogen – und dessen sind sie die eigentlichen Meister – , so verfällt er über Nacht. (weiterlesen…)

Gemäßigte Taliban II

Mittwoch, 18. März 2009

Nachdem nun offizialisiert wurde, es gäbe “gemäßigte Taliban“, wage ich selbstverständlich die Frage nach “gemäßigten Nazis” noch lange nicht zu stellen.

Immerhin drängt sich mir in dem Zusammenhang aber die Frage danach auf, ob denn nicht wenigstens der eine oder andere Investmentbänker oder amerikanische Präsident vielleicht unter eine solche Kategorie fallen könne, d. h. als verantwortlich red-, unter- und handlungsfähig erachtet.

Einen solchen US-Präsidenten mir vorzustellen, erlaubt mir meine Imaginationskraft immerhin, wenn auch nur mit Mühe. Wie aber bitte sieht ein “gemäßigter Investmentbänker” aus? (weiterlesen…)

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