Archiv für die Kategorie ‘Deutsch’

500 Milliärdchen

Montag, 10. Mai 2010

500 000 000 000 hat man jetzt ausgelobt, um klamme Eurostaaten zu stützen.

Denselben Betrag, nur mal zehn hoch minus elf, haben eben vorher meine Kinder als ihre Form des Taschengeldes verbraten; wenn zehn Millionen deutsche Kinder zehntausend Wochen lang auf ihren Jux verzichten, also grob gerundet grade mal  für zweihundert Jahre, dann ist der Spaß, wenn zinslos und bei stabilem Euro, locker abbezahlt.

Wenn man zudem bedenkt, dass der gewöhnliche Scientologe sich normalerweise für eine Milliarde Jahre der guten Sache zu verpflichten hat, sieht man sofort, wie gering dieses kleine Notopfer sich ausnimmt; und wirklich grausam wäre es ja auch gewesen, wenn wir die systemrelevanten Spekulanten ausgetrocknet hätten, ohne welche die Wohlfahrt der Menschheit ebenso undenkbar ist wie ohne die Deutschen, die alles bezahlen.

Und deren unverzichtbare Leistung, ich meine jene der Spekulanten, soll sich ja schließlich lohnen, denn sonst müsste man denen auch noch den Hartz bezahlen: wer jetzt nicht konsquent FDP wählt, muss dümmer sein, als es die Polizei noch erlauben sollte.

Ohne Verfassung und schnöder als ein Linsengericht

Sonntag, 09. Mai 2010

Die lustigste Veranstaltung der Republik ist inzwischen das Bundesverfassungsgericht.

Mal ganz abgesehen davon, dass wir gar keine Verfassung haben, sondern lediglich ein  Grundgesetz und seit kurzem den Lissabonner Vertrag, der dem Gericht genausowenig gilt wie ersteres, siehe vertragswidrige Griechenland-Hilfe, ist es putzig anzuschauen, wie diese eine Institution noch als ehrwürdig, hehr, sauber bejubelt wird. (weiterlesen…)

Aphorismen 115

Sonntag, 09. Mai 2010

Ernsthaft übersetzen ist eine Schreckensfahrt entlang scharfer Klippen.

Geniale Neandertaler?

Freitag, 07. Mai 2010

Man darf gespannt sein, welche Gene Europäer und Asiaten vom Neandertaler übernommen haben.

Siehe dazu z. B. den Beitrag “Seitensprung mit einem Neandertaler” auf FAZ.net.

Ob es wirklich nur die Idiotengene und jene für lauten Brunftschrei sind? (weiterlesen…)

Sprachentwicklung

Freitag, 30. April 2010

Früher ging der Spruch: “Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.”

Heute sagt man: “Ein totaler Zusammenbruch der Finanzmärkte ist unwahrscheinlich.”

Goys’ Day!

Montag, 26. April 2010

Eilmeldung aus dem Familienministerium:

Nach massiven Antidiskriminierungsprotesten von Androgynenorganisationen (zwittervorn.de) wird jetzt auch ein Goys’ Day angesetzt, auf welchem Goys, also sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlenden Jugendlichen, traditionelle Frauen- und Männerberufe nahegelegt werden sollen (Scientologe, Autist, Geisha bzw. Hetäre oder Kurtisane, Diktator, Philosoph usw.).

Wer als Schirmgoy auftreten wird, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Am laufenden Idiotenband

Montag, 26. April 2010

Gerade bekam ich durch Zufall mit, dass Familienministerin Schröder am 22. 4. für nächstes Jahr einen Boys’ Day ausgerufen hat:

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=134956.html

Der soll dazu dienen, dass nicht nur, so wie beim schon traditionellen Girls’ Day, Girls dazu animiert werden sollen, Kanalarbeiter oder Krieger oder Großmeister des Grand Orient de France zu werden, sondern auch endlich Boys die Attraktivität des Berufes der Hebamme, Bet- und Krankenschwester, traditionellen Amme, Leihmutter, der diskret-fruchtbaren Haushälterin beim katholischen Pfaffen oder der nach ISO 9002 zertifizierten kinderlosen Diplomkinderpsychologin oder Puffmutter erkennen lernen sollen. (weiterlesen…)

Runen und ein Standhafter

Samstag, 24. April 2010

Ein alter Sprachwissenschaftsprofessor, schon lange Emeritus, den ich selbst in seiner vollen Pracht und akademischen Gnadenlosigkeit noch genießen durfte, erzählte mir vor ein paar Tagen, da ich ihn ob Recherche im Zusammenhang mit meiner auf zeitgeist-online.de inzwischen erschienenen Buchbesprechung (Karl-Heinz Göttert: Deutsch – Biografie einer Sprache) anrief, es gebe geradezu eine Renaissance des Interesses an der Runenkunde.

Als ich erwähnte, dass ich von erheblichem Fleiße auch in Japan beiläufig mitbekommen habe, meinte er, die Japaner kümmerten sich in der Tat mit großer Ernsthaftigkeit geradezu rührend.

Mich rührte dabei an, wie ein wohl schon über Achtzigjähriger mir Rede und Antwort stand, gleich bereit war, den Herd herunterzuschalten, sein Bücherregal anzusteuern und mit mir auch noch einen Plausch über deutsche Dialekte zu beginnen, einer, bei dem ich als Gaststudent (ich war damals nicht in der Germanistik eingeschrieben) vor zwanzig Jahren gerade mal ein Seminar besucht hatte.

Sicherlich nicht mehr auf dem Zenit seiner körperlichen Kräfte, redete da ein immer noch hellwacher, selbstbestimmter Geist, den jene Alzheimersche Krankheit wohl nie wird erreichen können, da er die entscheidenden Gegenmittel in seiner mentalen Hausapotheke hat (weiterlesen…)

Das Dichtervolk ist nicht ganz dicht

Donnerstag, 22. April 2010

Die Isländer bilden einen der Teile der germanischen Stämme und Völker, die nie richtig Deutsch lernen wollten.

Jetzt speit gar noch ihr Loddfafnirhammersjödsküllragnrökbaldrlokiheimdallsurturwalstadwalhallheimdallr allraginharolebjörnohngunnvald Asche auf unsere Häupter…

Als braver, meist einsilbiger Schwab empfinde ich das jetzt so doch wenigstens im Sinne des sprachlichen Chauvinismus als etwas übertrieben.

Das ist wie als ob ich den Witthoh S’Oberhalbdackelverhahnebamblerkoinendaklemmerkarlewiadberdawegbloser ondällezammrichdergranadabergle hieße.

Kriegspropaganda, Lohnschreiber des Krieges

Montag, 19. April 2010

Das Folgende las ich gestern auf der Netzseite freitag.de (der Autor ist der Leiter des Politikressorts der Berliner Wochenzeitung):

“Lutz Herden schrieb am 19.04.2010 um 11:42
Gestern abend war bei der Sendung Anne Will eine erwartbare Variante im medialen Umgang mit dem Thema Afghanistan zu beobachten und zu erfahren. Da Gregor Gysi geladen war, wurden Gegner des Krieges und des deutschen Truppeneinsatzes kurzerhand als nützliche Idioten der Taliban hingestellt. Nein, nicht die Bomben von Kunduz am 4. September 2009 würden die Aufständischen zu Aktionen veranlassen – vielmehr sei es die von Leuten wie Gysi angezettelte Debatte. Die ermuntere die Taliban, die Bundeswehr anzugreifen und die Diskussion in Deutschland von außen zu beeinflussen.
Es ließ sich heraushören, wie eine neue Dolchstoß-Legende ausfallen könnte und tatsächlich schon gärt. Es war spürbar, wie Stimmungen geschürt werden, die gern den Verräter ins Visier nehmen, der letzten Endes für den Tod von Bundeswehrsoldaten verantwortlich ist, weil er den Taliban die Hand führt. Nicht nur in Afghanistan herrschen Krieg und kriegsähnliche Zustände, auch in den Medien. Die Heimatkrieger sind unter uns.”

Ja: Die Heimatkrieger sind unter uns. (weiterlesen…)

Rabää!

Donnerstag, 15. April 2010

Der dümmste Anglizismus, der das deutsche Medienwesen, zumal in Netzforen, in letzter Zeit erreicht hat, ist “thread”.

Den Roten Faden, den Gesprächsfaden, den Gedankenstrang, man sagte auch einfach schon Thema, Gegenstand, die Frage, die Sache dazu, schreibt natürlich dann auch noch mancher Netizen-Großkasper in gewisser Weise besonders trefflich hin, nämlich als “threat”, mithin Drohung oder Bedrohung.

Aber “thread” ist halt “cool”, das finden die “downloadenden” “user” der “community” “chilled”, da “stalken” sie dann so richtig los, “posten”, was das “Display” hergibt, “scrollen” sich einen runter, auf dass das “feedback” komme, stets hoffend, dass der “Webmaster” es mal ganz easy takete…

Aber es gibt andere, einer davon heißt Göller.

P.S.: Ich wette eine Flasche Sternburg-Pilsener, dass die meisten dieser “Poster” das Wort “thread” auch noch nicht einmal richtig auszusprechen vermögen, denn das englische “r” nach anfänglichem “th” fällt vielen Deutschen besonders schwer.

Aphorismen 102

Mittwoch, 14. April 2010

Die Außerirdischen, böse oder liebe, lernen alle fleißig Deutsch: In keine irdische Sprache wird so viel übersetzt.

“Die deutsche Rechte”

Mittwoch, 14. April 2010

Es heißt, in Deutschland gäbe es noch Patrioten, also, landläufig schafsmedienmäßig, eine “Rechte” (in anderen Ländern sind “linke” Patrioten bis heute nichts Ungewöhnliches).

Das ist schlecht gezählt, es gibt zwei.

Hinwiederum ist dies eben doch nicht so schlecht gezählt, denn die eine ist nicht nur im schafsmediendefinitorischen Sinne “echt”, besteht also überwiegend aus Patrioten, die andere nicht (auch wenn viele der anderen das gar nicht merken – merken sollen, wollen).

Die beiden Gruppen unterscheiden sich, obwohl sie sich in manchen Vereinen und Publikationen notgezwungen “gemeinsam” wiederfinden, durch eine sehr grundlegende Sache.

Welche diese sei, ist leicht herauszubekommen.

Synonyme

Dienstag, 30. März 2010

Ich muss, als Deutschlehrer, naturgemäß immer wieder erklären, was Synonyme, Beinahesynonyme, Antonyme, eben doch nicht echte Antonyme usw. seien.

Dabei erlaube ich mir immer wieder den Luxus, meine Schützlinge darauf hinzuweisen, dass es echte, sozusagen totale Synonyme nicht gäbe, da selbst z.B. englisch “nil”, “nought”, “zero”, “love”, “null” zwar vom Sachverhalt her zunächst dasselbe bezeichneten, indes schon in verschiedenen Kontexten und auf verschiedenen Sprachebenen verwendet würden, so dass sie eben schon im Sinne der jeweiligen Konnotation nicht deckungsgleich seien; zudem klängen die Lexeme noch recht verschieden, drängen anders ans Ohr, brächten damit jeweilig eigene Schwingungen mit: und Sprache komme nunmal vom Laut, vom Sprechen, sonst hieße sie Schrift.

Und wenn ein Wort bis zum Grunde dasselbe bedeutete wie ein anderes, weshalb lauteten sie dann nicht gleich?

Ein Beispiel: Wenn heute etwas als unverfälscht, ehrlich,  wirklich, unverlogen, rein, nicht manipuliert oder vogegaukelt, kurzum, im positiven Sinne als e c h t beschrieben werden soll, greifen viele Sprachteilnehmer sehr gern zu dem Worte “authentisch”.

Drei Silben anstatt einer, ein Fremdwort gar statt eines deutschen, um im Grunde genommen doch denselben Sachverhalt zu beschreiben, warum, wieso, wozu, weshalb, “cui bono”?

Nun, “authentisch” wirkt eben gebildeter, gravitätischer, verbraucht mehr Atemluft, lässt dem Sprecher mehr Zeit, vielleicht schon den nächsten Gedanken ohne “Äh” zu sortieren, der Starkton auf der zweiten Silbe lässt sich trefflich eingebettet besonders betonen, der Redefluss mag weniger leiden, als durch das gnadenlos harte “echt” usw. , usf., etc. pp, ff.

Also

Dienstag, 23. März 2010

Das Folgende erschien ursprünglich auf freitag.de:

http://www.freitag.de/community/blogs/carl-gibson/wert-und-ehre-deutscher-sprache—wort-schoepfungen/?searchterm=Carl+Gibson

21.03.2010 | 11:29
“Wert und Ehre deutscher Sprache” – Wort-Schöpfungen
sprache sprachreinhaltung wortwarte hugo von hofmannsthal wortschöpfung wandel veränderung linguistik dialekt neologismen

Es ist ein Verdienst von Freitag , auf dieser Plattform freie Geister unzensiert argumentieren zu lassen.

Diejenigen, denen man in den Online-Ausgaben der ZEIT, der FAZ, des SPIEGEL etc. das “Wort” abschneidet, finden sich hier wieder – und sie reden hier so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, frei, wobei die Grenzen des kategorischen Imperativs doch noch respektiert werden.

So fand ich hier zufällig einen geistigen Mitstreiter wieder, den ich vor 20 Jahren das letzte Mal gesehen und gesprochen hatte. Ich stieß dann auch auf seinen Blog und auf seine Eigenheit, nicht nur frei zu reden, tacheles, wie man so schön sagt, sondern auch individuell.

unzensiert.zeitgeist-online.de/

Magnus Göller betätigt sich – undeklariert und vielleicht nicht zur Freude des Bibliographischen Instituts in Mannheim (dort wird der Duden herausgegeben) – als Sprachveränderer und Wortschöpfer. (weiterlesen…)

Armer Stabreim

Montag, 22. März 2010

Vorhin machte ich mir Gedanken über einen Stabreim und kam plötzlich auf die naheliegende Erkenntnis, dass sich dafür zwar auch das Schwäbische, aber noch viel mehr das Fränkische gesegnet sieht.

Debb, Delefon, Drandüde passen hier genauso zusammen wie Grauben, Galauer und Gobfgeburd; Budder, Busdeguchen und Banser bassen genauso, wie Derwisch, Dadüdada und Drombede…

Kein Wunder, dass der Stabreim im Deutschen ziemlich am Ende ist, seit der Badreiniger Hannoveranisch Battreinichöhr heißt und die Brücke Prücköh…

A weng Ünnerfrängisch

Dienstag, 16. März 2010

“I hoh a E ü”.

Habe ich natürlich nicht: Den Spruch hörte ich ursprünglich als dem Orte Rimpar bei Würzburg zugeschrieben (aber hier in der Gegend versteht das jeder).

In jenem Großdorf hatte ich einmal das Privileg, als Steinmetz arbeiten zu dürfen, und ich erinnere mich, wie als ob’s gestern gewesen wäre, wie ein Rimparer, da wir mit dem LKW durchs Kaff fuhren, einen Fußgänger entdeckte und zu seinem Kompatrioten meinte: “Dou guck har, dös is dr … !” “Dönn kenn ich ach!” “Wesst scho, wie dar dann un dann gerollt hot?” “No kloar wess ich dös, dös wisse doch olle!” “Dös iss a richticher Rimbarer!”

Danach schlugen sich beide stolz johlend auf die Schenkel und setzten die sonstige Konversation fort, während der neben ihnen sitzende Feingeist zu dieser neuerlichen Initiation schwieg.

Achso, die ungefähre Transkription: “Da schau her, das ist der …!” “Den kenne ich auch!” “Weißt du schon, wie der den und den betrogen (fertiggemacht) hat?” “Na klar weiß ich das, das wissen doch alle!” “Das ist ein richtiger Rimparer!”

Der Spruch oben heißt übrigens: “Ich habe ein Ei übrig.”

(Für Philologen: Selbst wenn man die beiden hochdeutschen “ei” als Diphtonge korrekt als einen Laut wertet, kommt der Franke hier gegenüber dem Nachrichtensprecher zur Darstellung desselben Sachverhaltes mit 6 Lauten anstatt 14 aus; man sollte diesen Volksstamm, aus dem ein Karl Martell hervorging, in seiner Schlagzahl und -kraft niemals unterschätzen.)

P.S.: Noch einer. “Bist in Werzburch gewast?” “Jo.” “Wos host dann do gmecht, a boor Schuh gekefft odder dich frisier gelosst?” “Näi, I hob mi foto loss grafier.”

A weng Schwäbisch

Dienstag, 16. März 2010

(Das Folgende ist bis auf ein korrigiertes “ä” statt “a” aus jenem Blog zu Herta Müller etc. von mir übenommen.)

Magnus Göller schrieb am 15.03.2010 um 22:54
I denk emmol, Fraile odder Frau Zachor, dass Sie Schwäbisch verschtanded on der Carl Gibson au.

Mir Schwoba senn jo a gmiadlichs Velgle, abber wenn oiner moint, dass’r ons bloß nonderdonga koh, nei enn der Scheißdreck, noh hodder sich discha.

I han bloß oimol gheerd, wia der Carl noh mid seiner Muader gschwädsd hod, I hädd suschd gar nia dengt, dass der faschd em selbä Dialeggd uffgwachsa wär wian I.

“I han der Schlissel derbei”, hod er gsagd, des wars oinzige Schwäbisch, ware je vonneremm gheerd han.

Des isch jedsd än Zuafall wia dasser’s Läbe monchamol brengd, abber vielleichd eba au ned, dia Buddhischda on andere glaubed doh jo garned dro.

Ond dia Gschichd isch wohr, s’war emma Dorf, des hod ghoißa Urphar, schee iberm Bach gläga, do hodder dordmols no mid seiner Frau, seiner Mueder on seim Kend glebd.

Iehne ond am Carl mues wohl koiner ibersedsa, wane doh gschriaba han: des war jedsd hald onser Geheimschbroch.

Mid freindliche Grias

MG

Banater Schwaben, Securitate und ein Nobelpreis

Montag, 15. März 2010

Ich bin in eine Netzdebatte hinein geraten, in der ein rumänischer banater Exilschwabe (Carl Gibson), den ich, wie es der Zufall will, im Studium in Würzburg vor über zwanzig Jahren kennengelernt und danach aus den Augen verloren hatte, gegen die Bloggerin mit Decknamen “Zachor!” argumentiert, welche offenkundig, im Gegensatz zu ihm, die Person wie das Werk “unserer”, gleichfalls aus dem Banat stammenden, frischgebackenen Literaturnobelpreisträgerin, sehr schätzt, worüber eine teilweise skurrile Auseinanderstzung entstanden ist.

Kern der “Causa Müller” dorten ist grob gesagt, dass Herr Gibson, der selbst in Rumänien als Widerständler im Gefängnis saß, deren moralische Integrität bezweifelt (weiterlesen…)

“Netiquette”: Keine Karte

Sonntag, 14. März 2010

Die Diskussionen über “Nicks” im Netz, Decknamen, Pseudonyme in Blogs und Netzforen wurden andernorts hinreichend geführt.

Ich setze jetzt aber die Keine Karte.

Gegen jeden Anonymus, der wider einen mit Klarnamen Auftretenden mit irgendwelchen bösartigen Unterstellungen oder groben Anschuldigungen, unflätiger Sprache etc. agiert, behalte ich mir jederzeit vor, die erklärte Keine Karte der ab da folgenden gnadenlosen Nichtbeachtung ob Gesichtslosigkeit zu ziehen.

Fiese Namenlose dürfen folgerichtig als Unpersonen behandelt werden, sobald Sie meinen, gegen ehrliche, echte Menschen frech werden zu wollen.

P.S.: Der erste, den die “Keine Karte” traf, ist dorten zu finden:

http://www.freitag.de/community/blogs/galut/all-diese-niederungen-von-herta-mueller/?searchterm=zachor

Magnus Göller schrieb am 14.03.2010 um 04:21
Zusatz:
Lieber “SiebzehnterJuni”,
Sie kommen hiermit weltweit als erste Entität in den Genuss, von mir die “Keine Karte” zu bekommen.
Dies bedeutet, dass ich Sie solange nicht mehr wahrnehmen werde, wie Sie als Anonymus wie oben lästern bzw. sich nicht fürs Vergangene explizit entschuldigt haben.

Näheres zum Prinzip “Keine Karte” finden Sie hier.

 

Weiß Wallstreets Westie das?

Freitag, 26. Februar 2010

Zur aktuellen Westerwelle:

Noch bei Jane Austen (Ende 18. Jahrhundert) war “liberal” in seiner Hauptbedeutung gleichbedeutend mit “großzügig”, “freigiebig”; “a liberal man” war insonderheit ein Wohlhabender, der etwas für die niederen Stände übrig hatte und ganz persönlich in seinem Umfeld und Hauswesen für deren Wohlfahrt sorgte.

Nietzsche sodann meinte, liberal, das sei ein Synonym für mittelmäßig (soweit ich mich erinnere, verwies er dabei auf die Engländer).

Im späten zwanzigsten Jahrhundert hieß daraufhin liberal, dass man Schwule nicht mehr verhaut und einsperrt.

Jetzt im einundzwanzigsten bedeutet es, dass man für die Banken freiwillig erfriert und verhungert, auf dass das ganze liberale System nicht in sich zusammenbräche.

Im zweiundzwanzigsten dürfte das Adjektiv für diejenigen stehen, die lieber gleich gar nicht mehr auf der Erde inkarnieren mögen, um hienieden nicht womöglich noch die Gesellschaft anderer Liberaler bis zum Exitus ertragen zu müssen.

Pages: Prev 1 2 3 ...7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Next