Archiv für die Kategorie ‘Demokratie’

Feige Unterwerfung, überall

Montag, 17. September 2012

‘Der Zentralrat der Muslime in Deutschland lobte die entschiedene Reaktion der Politik. “Die Bundesregierung hat das Video klar verurteilt. Das begrüßen wir”, sagte Verbandschef Aiman Mazyek den “Ruhr Nachrichten”. Die Politik zeige, dass sie die Situation verstanden hat.’

Das las ich zum Drum und Dran bezüglich des umstrittenen Mohammed-Films eben auf SPON.

Nachdem die deutsche Botschaft im Sudan plattgemacht wurde, die Bundesregierug sich folgerichtig der Religion der Unterwerfung unterwirft, gibt es folgerichtig Lob vom Zentralrat der Unterwerfer in Deutschland.

Ebenso hat sich die Bundesregierung den Kinderverstümmlern der Unterwerfer sowie des Auserwählten Volkes unterworfen, wie auch den Heiligen Europäern der EU.

Überall feige Unterwerfung. (weiterlesen…)

Michael Hanfeld (FAZ): Wider Selbstzensur wegen Islam

Samstag, 15. September 2012

Michael Hanfeld, der Medienkritiker der FAZ, hat im Zusammenhang mit den jüngsten Ausschreitungen, Morden, Botschaftserstürmungen wegen eines Mohammed-Films die Sache unter dem Titel “Respekt” in seiner typischen besonnenen Art behandelt. Allerdings nicht wirklich konsequent, wie unten gezeigt werden wird.

Er schreibt gegen Ende seiner kurzen Analyse:

‘Mit „Innocence of Muslims“ verhält es sich wie mit den Mohammed-Karikaturen – die gezielte Skandalisierung entzündet erst den Flächenbrand.’

Und schließt also:

‘Er trifft unbarmherzig kritische Geister in islamischen Ländern und in aller Welt – den Schriftsteller Salman Rushdie oder dänische Zeichner.

Und darin liegt der wahre Skandal. Ein Gebot der Klugheit ist es natürlich, auf sinnlose Provokation zu verzichten, von der Aufstachelung zum Hass nicht zu reden. Wer dem aber allein mit dem Gebot des „Respekts“ begegnet, redet aus Angst vor der Auseinandersetzung der Selbstzensur das Wort.’

Wobei ich ihm in einem wesentlichen Punkte entschieden widersprechen, seine Position schon rein logisch hinterfragen muss. (weiterlesen…)

Westerwelle “versteht” Moslems, verrät die Freiheit

Freitag, 14. September 2012

“Ich verstehe die Empörung, die viele gläubige Muslime angesichts des bekannt gewordenen anti-islamischen Filmmaterials empfinden. Aber: Diese Empörung kann keine Rechtfertigung für Gewalt sein.”

Also, wie ich eben las, unser Außenminister Westerwelle zum botschaftsstürmenden und mordenden Moslemmob.

Ich habe keine Sekunde dieses inkriminierten Videos gesehen, es ist mir auch im Grunde egal alswie Ziegenschiet; und es wäre mir auch reichlich gleich, “beleidigte” man den mir gemessen an Mohammed wesentlich näherstehenden Odin (an den ich trotzdem ebenfalls nicht glaube, was ein Glück; und wenn, so wäre es mir trotzdem schweinswurscht) zum hunderttausendsten Male.

Wieso Verständis?

Was soll das? (weiterlesen…)

Schmerzphon wichtiger als Deutschland

Donnerstag, 13. September 2012

Am Tage des Euro-Urteils hatten große deutschen Schafsmedien schon des Abends ein neues Schmerzphon ganz oben auf ihrer Netzseite. Das lässt tief blicken. Quatscht Euch vollends doof.

BVG: Euro-Urteil schlechter Witz

Mittwoch, 12. September 2012

Der ESM soll uns also erstmal “nur” 190 Milliarden abschakalen können.

Derweil kann die EZB, bis zur sogenannten Entscheidung in der Hauptsache, holen, was sie will.

Dies Urteil des BVG ist ein schlechter Witz.

Goldman Sachs, Draghi und der Rest der Wegelagerer werden ihn jedoch köstlich finden.

Vom Lügenpantheon (III)

Montag, 10. September 2012

Die Lüge, mit der wir uns jetzt befassen wollen, ist zwar nicht nur allen treuen Lesern dieser Seite, sondern auch sonst vielen Menschen als solche bekannt, wird aber nicht nur aufgrund ihres aktuellen Bezuges, sondern auch deshalb hier aufgenommen, weil sie einen besonderen Mechanismus paradigmatisch aufzeigt.

Es handelt sich um die Verfassungslüge.

Wir haben ein Verfassungsgericht, einen Verfassungsschutz, sogenannte Parteien des Verfassungsbogens, verfassungsfeindliche Gruppierungen und Parteien, einzelne Verfassungsfeinde, bloß eines nicht: eine Verfassung.

In dem Schriftsatz nämlich, dem Grundgesetz, das wie als ob es nicht anders sein könne, landauf landab als unsere Verfassung bezeichnet wird, steht eindeutig drin, dass eine Verfassung noch aussteht: (weiterlesen…)

Libertäre: Ring frei!

Sonntag, 09. September 2012

Anschließend an meinen kurzen Beitrag des Titels “Europa als Produkt der Enteignung” brachte Leser Thomas die libertäre Lösung ins Spiel, mit speziellem Verweis auf die Partei der Vernunft.

Der libertäre US-Politiker Ron Paul und dessen Agenda, sicherlich vielen ein Begriff, war hier schon verschiedentlich Thema (die Suchfunktion oben rechts führt zu den Artikeln).

Die prominenteste deutschsprachige Netzseite, auf der regelmäßig libertäre Positionen vertreten werden, dürfte “eigentümlich frei” sein, betrieben von dem quirligen Verleger Lichtschlag. (Der nicht nur betreibt und verlegt, sondern auch selbst eine spitze Feder zu führen weiß.)

Wer nun, Anhänger der PDV oder auch nicht, meint, die libertären Ansätze gut verstanden zu haben und konzis darlegen zu können, am besten mit Bezug zur aktuellen politischen Entwicklung und konkreten ersten aus seiner Sicht zu unternehmenden Schritten, dem böte ich hier qua Gastbeitrag dafür gerne eine Plattform.

Es sollte sich dabei um einen eigens geschriebenen Beitrag handeln: Will heißen, dass er hier erstveröffentlicht wird, wobei selbstverständlich alle Nachveröffentlichungsrechte beim Autor verbleiben.

Ich selbst kann zu diesem spannenden Thema leider nicht hinreichend qualifiziert schreiben, da ich mich mit der “Österreichischen Schule” (von Hayek, van Mises usw.) bislang nicht wirklich eingehend beschäftigt habe.

Ich werde aber sicherlich engagiert mitdiskutieren.

Der Beitrag sollte, wenn jemand Lust dazu hat, sich hier entsprechend zu engagieren, natürlich keine reine Werbeveranstaltung für die PDV sein, wobei Verweise auf einzelne Programmpunkte, Videos etc. selbstverständlich möglich sind: er sollte vielmehr vom Grundsätzlichen her erklärend zum Konkreten hin aufbauen.

Ich lasse mich aber auch gerne überraschen.

Wer also ein gutes Gedicht oder Gleichnis oder eine zackige Satire auf Lager hat, welche Textsorte zur Sache auch immer, möchte seinen Text einreichen.

Los, Ihr Libertären! (weiterlesen…)

ESM-Wette

Samstag, 08. September 2012

Vorhin brachte ich, beim telefonischen Gespräche, eine dezidierte Einschätzung bezüglich dessen vor, wie das BVG nächste Woche entscheiden werde. Auf den Wettvorschlag des anderen hin, der die Sache ganz anders voraussieht, traute ich mich meiner Prophezeiung halber dann aber doch nur, eine Flasche Bier zu setzen. Ich finde diesen Geiz nicht geil, habe aber trotzdem keine Lust, noch mehr zu verlieren.

Verteidigt das Grundgesetz!

Samstag, 08. September 2012

Normalerweise wird man ja, wenn überhaupt, durch das Erscheinen und nicht durch die Obsoletmachung eines Schriftsatzes inspiriert.

Nicht aber so, bei mir zumindest, mit dem Grundgesetz.

48 Jahre lang hat man mir eingetrichtert, dass ich mich daran zu halten habe, alle anderen auch.

Jetzt hat man es aufgehoben, so eindeutig und unzweifelhaft wie nie zuvor, aber keiner von denen, der mir meine verordnete Heilige Schrift genommen, bekennt sich auch dazu.

Nun gut, welcher vernünftige Straßenräuber zeigt sich schon selbst an und erzählt noch, was genau er wozu von wem erbeutet.

Wenn er je erwischt werden sollte, waren es mit Sicherheit die sozialen Umstände, die ihn dazu trieben. (weiterlesen…)

Im Grundgesetzgraben

Samstag, 08. September 2012

Eigentlich, ich habe, zugegeben, ein wenig Zeit dafür gebraucht, es so, also richtig, zu begreifen, ist es ja befreiend, dass das Grundgesetz nicht mehr gilt.

Selbstverständlich weiß ich, dass ich mich darauf im Zweifel nicht werde berufen können, da es gegen mich sicherlich immer noch gilt.

Ich heiße ja nicht Merkel oder Draghi und habe mir meine Sporen bei Goldman Sachs verdient.

Als de facto Staatenloser muss ich jetzt aber nicht mehr meine Treue zu einer Verfassung bekunden, die zwar nie eine war, sondern immer ein Übergangsgesetz, das fälschlich als solche behauptet wurde, inzwischen aber auch entkraft.

Anders formuliert: Wo es gar keinen “Verfassungsbogen” mehr gibt, muss ich mich für diesen auch nicht mehr zurechtbiegen.

Die Verfassungsbögler, -bogenschützen, deren Vorgänger mir in der Schule beibrachten, jeder anständige Bürger habe auf dem Boden der Verfassung zu stehen, haben jetzt nichts mehr, auf dem sie mich zum Stehen auffordern könnten. (weiterlesen…)

Wulff versus Google / Denkberatung

Samstag, 08. September 2012

Bettina Wulff, die Frau des Ex-Bundespräsidenten, klagt gegen Google, auf dass bei Eingabe ihres Namens nicht mehr automatisch Suchbegriffe wie “Rotlichtvergangenheit” oder “Escort” auftauchen mögen.

Das ist ja mal apart.

So sehr ich die Verletztheit der Dame, die nach Angaben ihres Anwaltes schon von diversen Medien Unterlassungserklärungen bewirkte (Günther Jauch soll sich verweigert haben, werde deshalb ebenfalls verklagt), nebst teils erheblichen Schmerzensgeldzahlungen, verstehe, frage ich mich doch, wie man gegen Google ein Präzedenzurteil (oder gab es Vergleichbares schon?) erwirken will, dahingehend, dass die Firma Hinweise auf gerne aufgerufene unbewiesene Gerüchte aus ihren Programm tilgen soll.

Das hieße in letzter Konsequenz, dass ich nicht einmal diesen Artikel schreiben dürfte, da auch ich diese erwähne (wie sonst sollte ich das können? – je mehr Schmerzesgeld, je mehr Leser?), gar ungefragt. (Einen Verbotsirrtum könnte ich nicht geltend machen, da ich von den Unterlassungserklärungen anderer im Zusammenhang nachweislich mitbekommen habe.)

Ich bin ja nun wirklich nicht der Anwalt der sogenannten “Datenkraken”.

Kann es mit der Unterlasserei aber so weit gehen, soll es so weit gehen, dass Suchmaschinen keine Hinweise mehr darauf liefern dürfen, welche, wenn auch unbewiesene Gerüchte es bezüglich einer Person oder Sache gab oder gibt? (weiterlesen…)

Kommentarstränge: Leser lernen Deutsch

Dienstag, 04. September 2012

Im Kommentarstrange zu “Vom ortbaren Handyoten” schrieb ich unter anderem:

‘Es ist für keine Zeitung leicht, die meisten ihrer Kommentatoren als “Verschwörungstheoretiker” oder, Neusprech, “Verschwörungsliebhaber” abzutun.’

Die großen Schafsmedien sitzen diesbezüglich inzwischen tatsächlich immer häufiger mächtig in der Tinte.

Einerseits sollen sie jeden selbständig denkfähigen Bürger auftragsgemäß als VSTler bzw. VSLHler verleumden und herabsetzen, andererseits werden sie von ebenjenen, ihren eigenen ach so blöden Lesern, immer unverhohlener ausgelacht und dafür runtergelassen.

Selbst das Zensieren hilft nicht mehr viel, da man eben nicht (in manchen Fällen) vier Fünftel der Beiträge zensieren kann, ohne dass man für seine diesbezügliche Hauspolitik irgendwann so notorisch wird, wie die Zeit.

Der Spiegel ist mit seinen Artikeln inzwischen nicht selten derart runter, vor allem jenen, in denen er sich als Oberkriegstreibermedium der Republik geriert, dass er fast nur noch Häme und Spott dafür erntet.

Ich halte es für enorm wichtig, dass Leute, die die Zeit dazu finden (ich habe sie nurmehr selten, um extern zu kommentieren), hier mit aller Beharrlichkeit und angemessenen Gnadenlosigkeit dranbleiben. (weiterlesen…)

Schweizer unergyptert

Dienstag, 04. September 2012

Was wir brauchen, ist ein umfässliches Wahrheitsgebot nebst flankierendem Witzverbot.

Die Wahrheit kommt nämlich immer mehr unter die Räder, ungeschützt, indem der Witz sich auch noch über sie lustig macht.

Man wusste schon in Altägypten, dass es so nicht geht.

Keiner hätte je an den Pyramiden mitgebaut, wenn er eine Vorlage und Zeit zum Lachen über die Wahrheit gehabt hätte.

Es gäbe wahrscheinlich noch nicht einmal Freimaurer, hätte nicht wenigstens dort Zucht und Ordung geherrscht.

Diese Dekadenz ist kaum noch zum Aushalten. Jeder darf Ra verhohnepiepeln, alswie es ihm beliebt. Nicht mehr auch nur die geringste Exekution dafür. So baut man keine Pyramiden, so geht alles den Rhein runter.

Ein gesundes Gemeinwesen braucht einen oder auch ein paar Götter, dazu fähige Priester und einen willfährigen Plebs.

Den Rest braucht keiner.

Wir sind völlig runter. Jeder Lümmel schreit herum, dass ihm Weizengraupensuppe mit Knoblauch nicht genug sei. Will noch Käs’ dazu.

Käs’ gibt’s in der Schweiz. Und auch dort eigentlich nur für Priester und Bundesräte. Glaubt denn noch einer, dass der normale schweizer Pyramidensklave sich einen Käs’ leisten kann?

Die Bundesräte sind auch bald dran. Seit wann brauchen Sklaven Gewerkschaftsvertreter, die Käs’ kriegen?

Der Käs’ gehört in die Kuh.

Und nicht in den Schlund von frechen Bergsozen. (weiterlesen…)

Ohrlöcher gegen Vorhäute

Montag, 03. September 2012

Ich weiß, dass es langsam nervt. Manchmal aber geht es nicht anders.

Also: Beschneidung sei sowas wie Ohrlochstechen.

Gut: Dann bin ich für zwei Bundestagsabgeordnete gut.

Ich lasse mir rechts und links ein Ohrloch stechen, ohne Betäubung und öffentlich, und die lassen sich entsprechend ihre Zipfel verschneiden.

Damit unterziehe ich mich gleich zwei harmlosen Prozeduren, und die jeder nur einer.

Soll man einer sagen, dass das von meiner Seite her nicht fair sei. (weiterlesen…)

“Deutscher Ethikrat”

Montag, 03. September 2012

Hier zunächst, was der “Deutsche Ethikrat” auf seiner unheimlichen Seite zur Knabenbeschneidung eingestellt:

“Ethikrat empfiehlt rechtliche und fachliche Standards für die Beschneidung
PRESSEMITTEILUNG 09/2012
Berlin, den 23. August 2012
Unter großer öffentlicher und medialer Begleitung hat sich der Ethikrat am heutigen Donnerstag im Rahmen einer öffentlichen Plenarsitzung mit der Beschneidung minderjähriger Jungen aus religiösen und weltanschaulichen Gründen beschäftigt.

Die Vorsitzende Christiane Woopen betonte in ihrer Einführung, dass der Ethikrat mit seiner öffentlichen Debatte zur Versachlichung des Diskurses beitragen wolle.

Grundlage der Diskussion des Ethikrates waren Vorträge der Mitglieder Leo Latasch, Ilhan Ilkilic, Reinhard Merkel, Wolfram Höfling und Peter Dabrock zu medizinischen, religiös-kulturellen, straf- und verfassungsrechtlichen sowie ethischen Aspekten der Beschneidung.

Ungeachtet tiefgreifender Differenzen in grundlegenden Fragen empfiehlt der Ethikrat einmütig, rechtliche Standards für eine Beschneidung minderjähriger Jungen aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen zu etablieren und dabei folgende Mindestanforderungen umzusetzen:

1. umfassende Aufklärung und Einwilligung der Sorgeberechtigten
2. qualifizierte Schmerzbehandlung
3. fachgerechte Durchführung des Eingriffs sowie
4. Anerkennung eines entwicklungsabhängigen Vetorechts des betroffenen Jungen.

Darüber hinaus fordert der Ethikrat die Entwicklung und Evaluation von fachlichen Standards für die Durchführung der Beschneidung unter Mitwirkung der Betroffenen und der beteiligten Gruppen.”

“Ungeachtet tiefgreifender Differenzen in grundlegenden Fragen empfiehlt der Ethikrat einmütig, …”

Soso. Die deutschen Oberethiker empfehlen also, indem sie sich grundsätzlich äußerst uneinig, einmütig, dass…

Wie bitte? (weiterlesen…)

Vorhaut ab gleich Grundgesetz ab

Sonntag, 02. September 2012

Dies Ding hier, ein Prozess zu einem millimetermissratenen Kleinkinderohrlochstechen, ist so kurios, dass ich es aufgreifen muss.

Der ganze Bericht läse sich wie eine blanke Realsatire, stünde nicht die Frage nach dem Kindeswohl im Raume.

Und gäbe es nicht den Bezug zur Knabenbeschneidung.

Wie ich es ankündigte, dessen sicher, dass die Sache für die Berliner Knabenverstümmlerdurchwinker noch reichlich komplizierter werden werde, als die sich das in ihrer Besinnungslosigkeit zunächst gedacht, baut sich jetzt, und da wird mehr kommen, schonmal dieser Fall vor ihnen auf.

Hier ist von der “Einwilligung” eines dreijährigen Mädchens die Rede, das sich, mit pierceverhunztem Vater als Vorbild, zum Geburtstage ein doppeltes Ohrlochstechen wünschte, das dann nicht den Vorstellungen ebenjenes Vaters entsprach, was diesen wider die fahrlässigen Stecher vor Gericht führte.

Der Richter ging, analog zum Kölner Beschneidungsurteil, wo der behandelnde Arzt wegen eines Verbotsirrtums freigesprochen wurde, ebenfalls davon aus, dass den Durchstechern keine Strafe wegen Körperverletzung zugemessen werden könne.

In diesem Falle, noch.

Sollte die Knabenbeschneidung “gesetzlich geregelt”, also erlaubt werden, so haben wir hier, was vorsätzliche Kinderverletzung und -verstümmelung anlangt, mit einem rituellen Wilden Westen zu rechnen.

Oder hat man etwa vor, Moslems und Juden in ihren Kinderqüalrechten über alle anderen Bürger und deren diesbezügliche religiöse Vorlieben zu stellen?

Ja, klar hat man das vor.

Allein, es fehlt an jeder nachvollziehbaren Begründung. (weiterlesen…)

Mikrochippiert sie!

Samstag, 01. September 2012

Hier mein Vorschlag zur Transparenz und demokratischen Kontrolle.

Jedes Volk (je nach Größe) wählt seine 50 bis 5000 wichtigsten Entscheider.

Daraufhin werden diese mit einem Mikrochipimplantat ausgestattet.

Dann kann jeder Bürger jederzeit am Rechner oder Schmerzphon sehen, wo die Verdächtigen sich gerade aufhalten. (weiterlesen…)

Von den ortbaren Handyoten (II)

Samstag, 01. September 2012

Zur Handyortung wurde mir grade noch klar, dass ich grundsätzlich sehr verdächtig bin, da ich fast nie ein Handy benutze oder auch nur mit mir führe.

So verhalten sich praktisch nur noch halbclevere Kriminelle und konspirative Revolutionäre, die noch nicht verstanden haben, wie man seine Hausaufgaben richtig erledigt.

Wer also wirklich unauffällig bleiben will, der hat sein Handy wenigstens öfter dabei und quakt damit auch ab und an einen voll bzw. lässt sich anrufen.

Wer es gescheit anstellt, wird natürlich nicht 500 Meter vor einem verdächtigen Ort sein Ding funkunfähig machen, und 500 Meter dahinter wieder an. Das fällt auf.

Wer also ein Ding drehen will, der wird sich intelligenterweise eine gewisse (fallabhängige) Zeit davor irgendwo in der Nähe des geplanten Geschehens orten lassen, was ihn unverdächtig macht, da ja keiner so blöd wäre; es sei denn, er wäre aus Hamburg und sonst noch nie in Hintertupfingen gewesen.

Ein Gangster, der auf der Höhe der Zeit, wird sich also, nie darüber redend, noch gar etwas dazu aufschreibend, einen geschickten Handymitführ- und Nutzungsplan machen.

Dieser sollte für sein bürgerliches Leben so nachvollziehbar wie möglich sein. Immer wieder normale Abweichungen (keine zu große Regelmäßigkeit!), häufige Gespräche der modernen irrelevanten Art, Terminabsprachen zum Hamburgerfressen usw.

Ab und an schaltet er es auch mal (normal, also weiterhin ortbar, Akku und Sim noch drin) ab, z.B. im Kino oder im Theater oder auf einem Empfang.

Und hie und da hat er es auch mal gar nicht dabei.

Das soll selbst heute noch in den besten Familien vorkommen. (weiterlesen…)

Vom ortbaren Handyoten

Freitag, 31. August 2012

Auf faz.net schon wieder ein guter, gar mit Verve verfasster Artikel, diesmal zur Handyüberwachung von Constanze Kurz. (In letzter Zeit kam mir schon der Verdacht, dass man ganz bewusst wieder häufiger als vordem in diesem Sinne leserbindende, ruffördernde Beiträge einstellt, wie sie eben bei der Konkurrenz kaum, und wenn, dann nicht in der Qualität erscheinen. Es ist ja nicht so, dass die Leute der FAZ nicht anständig schreiben könnten. Sie sollen oder wollen das – mal von einem meist eingehaltenen sauberen formalen Stil abgesehen – nur allzuoft nicht.)

Die Autorin schließt ihr Stück denn also deftig:

“Besonders augenfällig ist das beim Argumentieren der Strafverfolger in parlamentarischen Anhörungen, wenn das Thema Funkzellenabfrage zur Sprache kommt. Hier wird regelmäßig nicht etwa eine konkrete Gesetzesgrundlage für die tiefgreifende Maßnahme genannt oder eine gesetzliche Präzisierung diskutiert, schon gar nicht mit unabhängiger Kontrolle.

Stattdessen wird schlicht Vertrauen gefordert, dass die Polizei schon sensibel und sparsam mit der großen Ermittlungskeule umgehen werde. Angesichts der bekanntgewordenen Betroffenen-Zahlen in Dresden, in Berlin und anderswo mutet diese Forderung nach Vertrauen an wie die Werbesprüche der Banken, als sie Giftmüllhypotheken-Anleihen und schrottreife Immobilienfonds an ahnungslose Kleinanleger verkauften.”

Oha! – Legislative und Exekutive werden ob ihres Gebarens bezüglich elektronischer Überwachung in den expliziten Vergleich mit den Zockerbanken gestellt, die aus jedem Schuldenwahnsinn immer noch mehr für sich bzw. ihre Großklientel herausschlagen. Wo es geht, bis zum Staatsbankrott.

Constanze Kurz macht auch jedem Lesfähigen klar (sie sagt es nicht so direkt, aber hinreichend deutlich), dass nur noch ein Depp, der immer noch nicht begriffen hat, was läuft, sein Handy mit auf eine Demo nimmt, die irgendwaws mit Politik zu tun haben könnte, in einen coolen Club, wo vielleicht mit Drogen gehandelt wird (in welchem nicht?), zu einem Schäferstündchen, auf den Kiez, wenn dort ein Krawall angesagt ist, eigentlich überallhin, wo irgendwas war, ist oder entstehen möchte.

Ich nehme mich mal als konkretes Beispiel. (weiterlesen…)

Stuttgarter OB-Wahl: Parteien entsorgt

Mittwoch, 29. August 2012

Seit ein paar Tagen wird Stuttgart der anstehenden OB-Wahl halber zuplakatiert.

Was völlig neu, ich noch nie erlebt habe, ist, dass man nicht auf einem einzigen von mir bislang wahrgenommenen Plakat zum Gesicht des Kandidaten einen Parteinamen prangen sieht.

Was bei den beiden Sammelkandidaten für SÖS und Linke, für CDU, FDP und Freie Wähler, noch halbwegs nachvollziehbar sein mag, erhellt bei den Kandidaten von SPD und Grünen – anderen, sah ich schon andere? – nicht ohne weiteres.

Offensichtlich will vor den Stuttgartern kein Politiker mehr für eine Partei stehen.

Alle Kandidaten scheinen ihre eigenen Parteien als klare Negativwerbung zu empfinden, sich vor den Bürgern für diese zu schämen.

Der gemeine Zentralschwabe war also mal wieder außerordentlich progressiv, erzwang dergestalt bei seinen Großkopferten die Anpassung an den neuen Zeitgeist.

Einen Oberbürgermeister braucht man selbst in der Nachpostmoderne: Aber wer braucht noch Parteien?

Ich schätze, die CSU, wenn sie noch Humor besäße, könnte in Stuttgart locker einige hundert Plakate eines der Ihren, die untere Leibeshälfte als blauweißer Dackel gehalten, an die Laternenpfähle hängen, und weder das Ordnungsamt noch sowieso die politische Konkurrenz merkte etwas davon. (weiterlesen…)

In der Praeternachpostmoderne

Sonntag, 26. August 2012

Der Vorgängerbeitrag “Nichtsverkäufer” ergab mal wieder einen Anlass zu der Frage, worüber man sich noch inwieweit bzw. wie lustig machen dürfe.

Diesmal ging es nicht um lebende Tote, um Fukushima oder einen Schießkrieg, sondern um den globalen Finanzabranz.

Zweifellos ist es immer schwierig, zu solchen Dingen zu wissen, wo vernünftigerweise die Grenze liegt.

Ich meine aber, das wir das Recht der Kunst, der Satire, mit Verve verteidigen müssen.

Man darf nämlich bald über nichts mehr einfach Witze machen. Außer Männer, Deutsche, Heteros, Christen, Karnivoren, die FDP und noch ein paar Leute.

Man kann erschlagen werden, vor Gericht kommen und womöglich in den Knast, oder sich auch nur gesellschaftlich ruinieren. (weiterlesen…)

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