Archiv für die Kategorie ‘Demokratie’

Dienst am Vaterland

Montag, 06. Juli 2009

Im SPIEGEL heutigen Datums beklagt der Innenstaatssekratär Hanning, dass der afghanische Widerstand ein Hirn zum Denken habe: Je höher der Blutzoll der deutschen Truppen, desto schneller der Rückzug.

Das ist einfach nicht fair. Dem Feind möglichst hohe Verluste zufügen, immerzu seinen Tross angreifen, das ist wirklich keine anständige Kriegsführung.

Allerdings erinnere ich mich noch an den Lateinunterricht der Mittelstufe, als “Der Gallische Krieg” von Julius Caesar behandelt wurde und zumindest die Jungs in der Klasse alsbald auf die Lehrerfrage “Was macht der militärisch unterlegene Gegner?” wie im Chor skandierten “Den Tross angreifen, was denn sonst!”

Nun weiß ich natürlich nicht, wie verbreitet die Caesar-Lektüre im Original am Hindukusch ist, aber selbst als Analphabet kapiert man mühelos, dass Hinterhalte und Angriffe auf den Nachschub des Feindes das effektivste Mittel darstellen, ihn zu bedrängen, wenn man in offener Feldschlacht chancenlos ist.

Selbst die bösen und doofen Germanen begriffen das und brachten die lieben und gescheiten römischen Befrieder damit zur Verzweiflung. (weiterlesen…)

Schanzenviertel

Sonntag, 05. Juli 2009

Ich habe mir soeben ein paar Videos und Nachrichten zu den Krawallen im Hamburger Schanzenviertel angeschaut.

Die Rede ist von ungefähr tausend jugendlichen “linksautonomen” Gewalttätern, die die Polizei mit Steinen, Flaschen sowie wenigstens einem Molotow-Cocktail bewarfen sowie brennende Barrikaden errichteten und einen Streifenwagen in Brand setzten. 30 verletzte Beamte sind zu beklagen. Tote gab es zum Glück nicht.

Aber jede Menge begeisterte, johlende Zuschauer, die eifrig mit ihren Fotohandys und Digitalkameras filmten.

Man stelle sich vor, das wären “rechte” Gewalttäter und deren lachende Sympathisanten gewesen.

Wahrscheinlich gäbe es in den Medien vier Wochen lang kein anderes Thema mehr, und was der Zentralrat der Juden in Deutschland dazu sagte, kann man sich in etwa denken.

Offensichtlich wollen unsere Politiker, sollten sie die Finanzkrise nicht in den Griff bekommen, lieber von sogenannten Linken totgeschlagen werden als von sogenannten Rechten.

Das sei ihnen gegönnt, wenn sie dies so wünschen. (weiterlesen…)

Ohohoh You’re in The Army Now!

Samstag, 04. Juli 2009

Das blödsinnige Lied mit dem obenstehenden Refrain lief gerade auf meinem Heimatsender Bayern 3.

“Stand up and fight!”, heißt es da.

Na gut, dann wollen wir uns doch mal US-amerikanisch inspirieren lassen.

Gegen wen wollen wir kämpfen? Oder besser, sollen wir kämpfen, denn als Soldaten werden wir ja nicht gefragt, gegen wen wir kämpfen wollen.

Da ich keinen Sold bekomme und mein General sich noch nie gemeldet hat, vermute ich mir jetzt notgezwungen zusammen, gegen wen ich kämpfen soll.

Ich denke mal, dass ich gegen alle die aufstehen und kämpfen sollte, die aus ihrer faschistischen Grundhaltung heraus etwas gegen Banken und Spekulanten haben, also wider alle die Freiheitsfeinde dieser Art zum Kriege aufgerufen sei.

Natürlich auch gegen all jene gefährlichen Wirrköpfe, die sich nicht gerne von uns foltern lassen oder sich darüber aufregen, wenn sie bei der Hochzeit des Cousins ihre gesamte Verwandtschaft zum Guten der Menschheit pyrotechnisch mit Mann und Maus aus ihrer atmungsmäßigen Klimakillerei befreit sehen. (weiterlesen…)

Sprachmord

Samstag, 04. Juli 2009

Kürzlich wurde der unvergleichlich verdienstvolle, großartige, gut dotierte und weltberühmte allgemeine Wettbewerb, uns die öffentliche Zensurhinrichtung der deutschen Sprache nicht nur medial, sondern auch strafrechtlich zu verordnen, in seine vorerst letzte Runde eingeläutet.

Drei, nein, letztlich lediglich zwei Wörter, da das dritte nur ein “die” war, also ein allfälliger Begleiter, waren von einem Landsmann als “ähnlich” wie in einem inkriminierten Lied auf einem T-Hemd spazierengetragen worden, zwei Wörter, ein Umstands- und ein Namenwort, die in der verurteilten Verbindung so selbstverständlich und alltäglich sind wie etwa “zum Himmel” oder “Leinen los”. (weiterlesen…)

Restdemokratie

Donnerstag, 02. Juli 2009

Das sogenannte Bundesverfassungsgericht, das eigentlich Bundesgrundgesetzgericht heißen müsste, hat einen Rest Demokratie in Europa gerettet.

Vielleicht auch in weiser Voraussicht den Politikern im Wortsinne ihre Ärsche, die Deutschland einfach auflösen wollten.

Insofern stellt sich wieder einmal die Frage, ob das im Endeffekt gut sein wird für uns.

Denn die EU-Politkaste, die sich den Kriegen der USA und dem kapitalistischen Ausraub bedingungslos vasallisch unterwirft, wäre wahrscheinlich größtenteils doch besser beim Unkrautjäten untergebracht als in einem Parlament, das so gut wie nichts zu sagen hat und noch nicht einmal stimmberechtigungsgleich gewählt wird.

Ich spreche auch deshalb ganz bewusst von einem Rest Demokratie, weil man in Deutschland wegen Meinungsäußerungen zu vielen Jahren Haft verurteilt werden kann: bisheriger trauriger Rekord knapp 12 Jahre, gehalten von Horst Mahler.

Es ist in unserem Lande inzwischen realiter potentiell strafwürdiger, etwas Unerwünschtes zu sagen, als einen Menschen vorsätzlich totzuschlagen, Kinder zu vergewaltigen oder Hochverrat zu begehen.

Wer das für demokratisch hält, für den kommt wahrscheinlich selbst die kompetenteste Nachhilfe zu spät. (weiterlesen…)

Iran

Donnerstag, 02. Juli 2009

Ich will zu diesem schwierigen Thema kurz die Dinge elementar zusammenfassen, wie sie trotz der einseitigen westlichen wie persischen Medienberichte wahrscheinlich bzw. in einigen Fällen unzweifelhaft zutreffend sind.

1. Es gab eine Präsidentenwahl in Iran mit deutlich über 80% Wahlbeteiligung (wovon die EU nur träumen kann).

2. Der Amtsinhaber Ahmadinedschad wurde, wie es alle Umfragen voraussagten (auch amerikanische), mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt.

3. Nach der Wahl gab es in Teheran teils gewaltsame Großdemonstrationen.

4. Viele, zumal wohlhabende und gebildete und teils auch westlich orientierte Iraner wollen mehr weltliche Freiheit in ihrem Land.

5. Ex-Präsident Bush hat für die Unterstützung von in Persien operierenden Terrorgruppen und verdeckte CIA-Operationen gegen Iran 400 Millionen Dollar freigegeben. Von einem Stopp dieser kriminellen, terroristischen, angriffskriegerischen Aktivitäten durch den neuen Präsidenten Obama ist zumindest mir nichts bekannt. (weiterlesen…)

Piratenpartei – Bericht

Sonntag, 28. Juni 2009

Im entsprechenden Artikel “Piratenpartei” habe ich bereits als Anhang vermerkt, dass ich der heutigen Gründung des unterfränkischen Bezirksverbandes nicht beiwohnen konnte und der Bericht deshalb entfällt.

Ankündigung

Samstag, 27. Juni 2009

Heute ist der sogenannte Siebenschläfertag.

Dieses Datum nehme ich aus einem gestern Gelesenen heraus zum Anlass, die Nachtzeit hierzulande zu beenden.

Die Sache mit den medial bejubelten Mordorgien (siehe den zuvor eingestellten Leserbrief von Karl-Heinz Terpelle und meine Artikel unter “Hitlers Hollywood”) ist eins; die wird hier sicher nicht aus den Augen verloren; seien Sie dessen gewiss.

Indes es wird ein noch gewichtigeres Anderes folgen; ich werde dafür eine eigene neue Kategorie einrichten; “Idiotenkabinett” wirkte dazu verharmlosend (weiterlesen…)

Rad ab?

Freitag, 26. Juni 2009

(Die im vorigen Artikel angekündigten FAZ-Geschichten muss ich vorläufig vertagen, weil bezüglich einer relevanten Sache zunächst noch fremdtextnutzungsrechtliche Fragen zu klären sind.)

Da ich gerade keine Lust habe, mich darüber aufzuregen, dass die EZB den europäischen Banken soeben 442 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 1% geliehen hat, also unterhalb des Wertes der Inflationsrate, um dass sie vielleicht wenigstens einen Teil des Geldes wieder an die sogenannte Realwirtschaft zu 6-8% verleihen mögen, also mit je nach Rechnung 300-400% Gewinn, während die Citigroup, Wohltatenempfänger aus dem Säckel des amerikanischen Steuerzahlers in Höhe von offiziell 45 Milliarden Dollar, die Festbezüge ihrer Leute mit eben diesem Geld um bis zu 50% erhöhen will und Goldman Sachs, der wundersame Hans im Glück der Finanzkrise, plant, Rekordboni zu verteilen, während es für die Quelle nicht einmal 25 Millionen Euro Kredit gibt usw. usw…rege ich mich lieber über etwas anderes auf.

Nämlich über die Dreistigkeit des bereits erwähnten Wehrbeauftragten Robbe (SPD), der in sich in der Bildzeitung erregt darüber zeigte, dass von der Wirtschaft, den Gewerkschaften und den Kirchen (!) so wenig öffentliche Unterstützung für den Feldzug in Afghanistan aufgebracht werde. (weiterlesen…)

Schafsmedien (II)

Donnerstag, 25. Juni 2009

Ich habe in diesem Blog vor ein paar Wochen den Begriff  “Schafsmedien” eingeführt und im entsprechenden Artikel auch im Wesentlichen erklärt.

Nun will ich noch etwas nachlegen: Ich nannte unter dem Signet bewusst die Bildzeitung  u n d  die FAZ in einem Atemzuge als Beispiele.

Das mag mancher als nicht gerechtfertigt ansehen; und in der Tat sind die beiden Blätter nicht als vollauf deckungsgleich schaficht anzusehen.

Damit meine ich jetzt aber nicht die allseits bekannten Unterschiede im sprachlichen und intellektuellen Niveau der beiden Publikationen, sondern beziehe mich vielmehr auf die Bandbreite der redaktionell erlaubten und verwirklichten Inhalte.

Während Kritik an den USA sowie Israel und dem Zionismus in der ganzen Springerpresse so tabu ist, dass allenfalls Scheinkritik als Leserblendwerk vorkommt, darf ein FAZler, zumal im Feuilleton, schonmal ein bisschen deutlicher werden, und zumal Gastautoren wird dies zuweilen eingeräumt.

Zudem unterhält die FAZ die interessanteste Leserbriefseite des deutschsprachigen Raumes, in welcher mitunter auch Klartext z. B. gegen Alan Greenspan und Konsorten gesprochen werden darf (ein paar löbliche Beispiele aus der heutigen Ausgabe, auch bezüglich der Blutorgie “Inglourious Basterds” – siehe dazu auch meine Artikel “Hitlers Hollywood” sowie “Hitlers Hollywood II” und “Hitlers Hollywood III” – , folgen im nächsten Artikel).

Sobald es aber wirklich ans Eingemachte geht, z. B. die wahre Struktur der amerikanischen Notenbank (FED), solche netten Philantropenvereine wie Skull & Bones, die Trilateralen oder die Bilderberger (weiterlesen…)

Ein General schafft sich Freunde

Dienstag, 23. Juni 2009

Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr, äußerte sich gestern auf einem Empfang des Wehrbeauftrageten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, auf die gestiegenen Klagen und Eingaben der Soldaten unter anderem wie folgt: “Ich sehe ein wenig, dass wir uns gelegentlich auf eine konditionierte Bereitschaft zum treuen Dienen einlassen: Ich diene meinem Land, wenn es mir die Lösung aller Probleme in einem Rundum-Wohlfühlangebot mit integriertem Erfolgserlebnis anbietet.”

Das hat der oberste deutsche Soldat fürwahr nett gesagt; er erwähnte ferner Frauen in der Bundeswehr und die Einsatzwirklichkeit als neue Problematiken der Truppe.

Dabei hieß es doch immer, dass wenigstens die Verweiblichung unserer Armee keine zusätzlichen Probleme schüfe: Im Gegenteil stellte man sich doch eine irgendwie liebevollere, emotional ausgeglichenere, weniger machohaft durchseuchte Veranstaltung mit menschlicherem Antlitz vor.

Sogar das Komasaufen und andere Soldatenkrankheiten sollten durch weibliche Anwesenheit gemildert werden, wenn sich auch Offizielle nie direkt dazu einließen, ob auch die unmittelbaren sexuellen Notstände der Landser mitbehoben werden sollten. (weiterlesen…)

Piratenpartei?

Montag, 22. Juni 2009

Ich habe mich gerade mal eine ganze Weile auf der Netzseite der “Piratenpartei” (piratenpartei.de) herumgetrieben und bin beeindruckt, was man dort bereits alles auf die Beine gestellt hat.

Zumal fiel mir sehr positiv auf, dass da offenkundig nicht nur ein paar Netznarren zusammenkommen.

Die Seite ist in gutem Deutsch gehalten und strotzt eben nicht vor absurden Anglizismen und idiotischen Neusprechkrämpfen.

Ich gewann jedenfalls den Eindruck, dass hier eine sehr ernstzunehmende Bewegung entstanden ist, die ich als “Zensursula” (von der Leyen) und “Stasi 2.0″-Schäuble fürchten würde wie der Teufel das Weihwasser.

Erste Stichproben zeigen allemal, dass sich überwiegend sehr gut ausgebildete junge Leute zusammenfinden, von denen viele wahrscheinlich schon im Dreiradalter mehr von Computern verstanden haben als ich im Gammelfleischstadium zusammenbringe.

Keineswegs entstand der Eindruck, hier handele es sich um irgendwelche Anarcho-Hartzi-Radaubrüder, die lediglich auf Pöbeleien aus sind, zumal wenn der Verfassungsschutz dafür ein paar Kolben Bier extra spendiert. (weiterlesen…)

Verlogenheit pur

Sonntag, 21. Juni 2009

“Verliebt in Israel” sei der niederländische Islam-Kritiker Geert Wilders laut eigenen Angaben, so Wikipedia, der den Islam für eine faschistische Ideologie halten soll und den Koran daher, wie ich las, gleich Hitlers “Mein Kampf” in Holland verbieten lassen will.

Ich formuliere so vorsichtig, weil ich keine der Äußerungen persönlich von ihm gehört habe und mich hier offenkundig auf vermintes Gelände begebe.

Gegen Islamkritik habe ich nichts; das wird jeder meiner Leser wissen; wenn Islamkitik in Europa allerdings im Dienste israelischer Interessen formuliert sein sollte (wofür es im Falle Widers’ noch mehr Hinweise gibt), steigt mir ein faulichter Geruch in die Nase.

Egal nämlich was man vom Koran als Europäer zurecht halten mag, rechtfertigt eine Abscheu gegenüber demselben nicht im geringsten die zionistische Politik spätestens seit der Balfour-Declaration von 1917; Einzelheiten dazu erspare ich hier und jetzt meinen gut informierten Lesern.

Hinweisen will ich in dem Zusammenhang allerdings auf die Thora und das gesamte Alte Testament der Bibel, das den Koran an Aufrufen zu Grausamkeiten und Völkermorden weit in den Schatten stellt.

Weshalb Herr Wilders dieses Buch nun nicht verbieten will, wird er wohl nur selbst wissen und mir kaum sagen.

Solch verlogene “Verteidiger europäischer Kultur” können mir jedenfalls ganz und gar gestohlen bleiben.

Abgesehen davon sollte schon das Ansinnen des Verbotes des verbreitetsten Buchs der Erde (neben Grimms Märchen und der Bibel, soweit mir bekannt) dazu führen, dessen Bannerträger unter Hohngelächter gesichert wenigstens gen  Absurdistan zu verweisen.

P.S.: Laut Wikipedia bezeichnet ein gewisser Henryk M. Broder Wilders als “Menschenrechtler”. Dazu lacht man in Hammelburg, wo neben armseligen Soldaten wenigstens einer haust, der das Lesen noch nicht verlernt hat.

Lord Godbama (II)

Freitag, 19. Juni 2009

Deutschsprachigen Lesern will ich kurz darlegen, was es mit dem zuvor eingestellten Artikel auf sich hat.

Am 5. Juni dieses Jahres erklärte ein gewisser Evan Thomas, Harvard-Absolvent, Professor für Journalismus an der Universität von Princeton, Mitherausgeber des US-Magazins “Newsweek” seit 1991,  in der sehr populären Fernsehsendung “Hardball” auf dem Kanal MSNBC: “In a way, Obama is standing above the country, above – above the world, a sort of god.” (In gewisser Weise steht Obama über dem Land, über – über der Welt, eine Art Gott”.)

Der merkwürdige Medienprofi meint inzwischen eilfertig, er habe es nicht “literally”, also wörtlich, gemeint, denn die Gegner des Obama-Kultes nahmen dies in den USA als ein gefundenes Fressen. (weiterlesen…)

Lord Godbama

Freitag, 19. Juni 2009

Oh thou Herd Hallow, thine humble serfs adore thee!

We bow to thine every will!

Thy serfs swear all burnt offerings claimed by thee!

Thy flock worshippeth thy firespewers in the heavens of Palestine and the lands of the Euphrates and all other lands!

Thy flock shall utterly smite thy foes!

For thou gavest thy flock light and truth!

Thus take every one child from thy flock!

Thy brethren serfs shall offer all in rapture!

There is none other than thee, o Saviour Lord Godbama!

Rund 14685 Jahre Huren (II)

Freitag, 19. Juni 2009

Ich will hier Präzisierendes zum vorigen Artikel anfügen.

Ich machte mich lächerlich darüber, dass zu den 134-Milliarden-Dollar-schweren echten oder auch falschen US-Staatsanleihen, die der italienische Staat an der schweizer Grenze “sichergestellt” hat, Verschwörungstheorien gesponnen werden.

In der Tat ist der Begriff  ”Verschschwörungstheorie” in solch einem Zusammenhange nachgerade dorfdeppenhaft: Denn wenn eine Sache dieser Dimension in Gang gesetzt wird, muss keiner mehr schwören, wie als ob er in einer Kleinstadtloge seinen Dienst zum Verschieben von minderwertigen Grundstücken begänne.

In dieser Liga gilt die unzweifelhafte Losung “plata o plomo”, Silber oder Blei, die jeder Kolumbianer, auch wenn nicht im Kokaingeschäft, kennt; das heißt, noch nicht einmal die Losung muss weiters erklärt werden, und auf irgendwelche Idioteneide kann man getrost verzichten. (weiterlesen…)

Rund 14685 Jahre Huren

Donnerstag, 18. Juni 2009

Wenn die 134 Milliarden Dollar schweren US-Staatsanleihepapiere, welche der italienische Zoll am 3. Juni an der Schweizer Grenze konfisziert hat, echt sein sollten, ist Silvio Berlusconi ein Hans im Glück.

Zwei Japaner (die vielleicht Nordkoreaner sein sollen…), die mit den Papieren im Köfferchen festgenommen wurden, seien bereits wieder auf freiem Fuße (!!!) und, wen wundert’s, seither spurlos verschwunden, schreibt die FAZ heute. Sage und schreibe EIN Staatsanwalt soll in der Sache ermitteln, über die in den Schafsmedien erst dann berichtet wurde, als in den Blogs die Hölle losgebrochen war.

Zwei Wochen nach der Beschlagnahme weiß man angeblich noch immer nicht, ob die Papiere echt sind und wem sie gehören.

Wilde Verschwörungstheorien schießen ins Kraut.

Da kann ich nur noch lachen. Wer würde sich denn wegen läppischer 134 Milliarden Dollar heutzutage noch die Mühe machen, eine Verschwörung anzuzetteln, allenfalls ein Hein Blöd in der Kinderstunde. (weiterlesen…)

Steinschröder

Sonntag, 14. Juni 2009

Vorher hörte ich einen Auszug der Rede des Außenministers und SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier auf dem Parteitag der Sozialdemokraten im Berliner Estrel-Hotel.

Er hörte sich an, als habe er sich vorher absichtlich 30 Marlboros und sechs fünfundvierzigprozentige (D)Rachentöter reingezogen, um so proletarisch-entschlossen zu klingen wie weiland sein Mentor Schröder.

Er versuchte sich aufzuschrödern, und außer dass die letzte Silbe, die ich vernahm, deutlich zu weich wurde (was dem Gerd eher nicht passierte), schröderte er schon gar nicht so schlecht. (weiterlesen…)

Europawahl: George Orwell lässt grüßen

Sonntag, 07. Juni 2009

Im Zuge des Wahlabends der EU-Parlamentswahl war immer wieder die Rede von “antieuropäischen” sowie “europafeindlichen” Parteien, die in allerlei Mitgliedsstaaten ach so bedauerlicherweise zugelegt hätten.

Gemeint waren damit Gruppierungen jeglicher Art, die die derzeitige undemokratische Verfasstheit der EU (welche wohlgemerkt schon per se nicht Europa bedeutet oder umfasst) ablehnen und zumal den EU-Verfassungsvertrag.

Dies aber sind in Wirklichkeit die Europa liebenden Parteien, im Gegensatz zu denen, welche ohne wirkliche demokratische Legitimation (siehe u. a.  Stimmrecht bzw. Stimmengewichtung sowie Befugnisse des EU-Parlamentes) eine Eurokommissarsdiktatur zur Vollendung zu bringen trachten.

In klassisch Orwellschem Doppelsprech werden alle verleumdet, wenn nicht gar kriminalisiert, die dies als echte Europäer im besten Sinne verhindern wollen. (weiterlesen…)

Schafsmedien

Sonntag, 07. Juni 2009

In meinem vorletzten Artikel “Gaunerwahl” habe ich anlässlich der undemokratischen Europawahl den Begriff  ”Schafsmedien” eingeführt.

Ich verwies dabei bewusst beispielhaft auf die Bildzeitung u n d die Frankfurter Allgemeine, um nicht missverstanden zu werden.

In der angelsächsischen Welt nennt man solche Medien “Mainstream Media” oder auch abgekürzt “MSM”.

Nun hatte ich diesen eingeführten Begriff schon lange einmal ins Deutsche übertragen wollen, doch die wörtliche Übersetzung “Hauptströmungsmedien” oder auch kürzer “Hauptstrommedien” erschien mir mir irgendwie ungelenk; erstere mag sich zwar einbürgern, wer weiß, aber ich habe damit noch ein anderes, grundsätzliches Problem.

Denn die Bezeichnung ist absolut irreführend.

Bevor nämlich der Begriff MSM aufkam, wurden die gemeinten Medien als “Media of the Establishment” bezeichnet, also wesentlich treffender als diejenigen, die praktisch bedingungslos den Vorgaben und Aufträgen der Reichen und Mächtigen folgen.

Denn “Hauptströmungsmedien” oder “MSM” suggeriert ja fälschlich, jene verträten das, was in entscheidenden gesellschaftlichen Fragen die jeweilige reale Hauptströmung sei, welches aber in sehr vielen Fällen trotz all ihrer unredlichen Bemühungen gar nicht zutrifft.

Als ein ganz banales Beispiel wäre da einmal das Thema Zuwanderung zu nennen, welches die Bevölkerungsmehrheit erheblich kritischer sieht als die “MSM”.

Auch dass Kinder so schnell wie möglich von ihren Müttern getrennt und in Horte verbracht werden sollten, wird nur von wenigen Bürgern mit Begeisterung aufgenommen. (weiterlesen…)

Gaunerwahl

Freitag, 05. Juni 2009

Übermorgen ist Europawahl.

Dummerweise dürfen wir über nichts abstimmen, was Europa eigentlich betrifft. Eine deutsche Stimme ist weniger wert als eine luxemburgische oder maltesische, und zum Verfassungsvertrag (Lissabonner Vertrag) wurden und werden wir Bürger sowieso nicht gefragt.

Viele Leute, denen das gewaltig stinkt, plädieren dafür, absichtlich mit einem Riesenkreuz ungültig zu wählen, um damit zu dokumentieren, dass sie keineswegs aus Desinteresse zuhause blieben.

Andere wählen Splitterparteien.

Ich selber bin mir sicher, dass ich gar nicht wählen gehen werde.

Denn eine Wahl, die mir ein national diskriminiert extrem geringeres Stimmgewicht gibt als anderen EU-Bürgern (eine maltesische Stimme zählt so viel wie dreizehn deutsche), also a priori undemokratisch ist, in der ich über nichts eigentlich entscheiden kann, muss ich boykottieren.

Wenn es irgendwann gelingt, die Wahlbeteiligung unter 25% zu drücken, ist zwar noch nichts gewonnen, aber immerhin weniger verloren, nämlich Schuhsohlen und Zettel.

Außerdem wird es den Lohnschreibern in den Schafsmedien immer schwerer fallen, den Leuten zu erklären, es gäbe halt 23% mündige Bürger und engagierte Demokraten und 77% gleichgültige Faulpelze.

Wenn von den 23% dann noch relativ zwanzig Prozent unappetitliche Parteien “am Rande oder außerhalb des Verfassungsbogens” oder irgendwelche Chaotentrupps wählen, also nochmal 4,6% “Anständige” wegfallen, bleiben nur noch 18,4 % Dummdemokraten übrig, um von BILD, FAZ usw. als das letzte aufrechte knappe Fünftelhäuflein beweihräuchert zu werden. (weiterlesen…)

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