Archiv für die Kategorie ‘Bildung’

Ein Engländer tobt gegen die Windsors

Mittwoch, 20. April 2011

So krass sieht ein langjähriger, erfahrener englischer Journalist und Dropout, dessen Sprache von ebenso archaisch unmittelbarer wie gebildet gewählter Kraft, einer, der sich einen englischen Patrioten nennt, inzwischen das Königshaus von Windsor.

Ich weiß nicht, wie viele Kompatrioten ihm in solchen Sichtweisen folgen; ich will lediglich aufzeigen und Ihnen beispielhaft anheimstellen zu beurteilen, was für merkwürdige neuzeitliche Ketzer der angelsächsische Raum inzwischen birgt. (weiterlesen…)

Wie man richtig abschreibt oder abschreiben lässt

Donnerstag, 14. April 2011

Ein altgedienter Übersetzer, Lektor und Sachbuchautor erklärte mir mal, er habe gerade ein neues Buch geschrieben, nach dem bewährten Motto: “Lege zwei Bücher auf den Tisch und mache ein drittes.”

Der Mann war allerdings mit allen Wassern gewaschen, denn er zitierte zwar auch mal, aber ansonsten erzählte er eben im Grunde schon allgemein bekannte Geschichten einfach auf seine Art neu, so dass ein wahrscheinlich besseres Buch herauskam, als die zwei (naja, er nahm wohl schonmal noch ein drittes und viertes zur Hand), man ihm weder juristisch noch moralisch im Sinne eines Diebstahls bzw. einer Täuschung seiner Leserschaft am Zeug flicken konnte. (weiterlesen…)

Koch-Mehrins Dissertation: Mein erster Eindruck

Mittwoch, 13. April 2011

Ich habe mal ein paar Seiten der Plagiatsvorwürfe gegen Frau Dr. Koch-Mehrin eingesehen.

Diese Frau hat sich offenkundig mehr Mühe gegeben als zu Guttenberg (oder dessen Ghostwriter), denn bei meinen Stichproben kamen je nur mal ein bis zwei (hintereinander) wörtlich übernommene, nicht zitierte längere Sätze, allerdings jede Menge Sätze, auch so im Kontext bleibend, dass man ihnen ansieht, dass da nur mal ein “etwa” eingefügt oder weggelassen wurde, die Formulierung leicht umgestellt, aber der Gesamtsatz erhalten blieb.

Es sind dann aber sehr wohl längere in diesem Sinne klar gefügte Textpassagen dabei, die offenkundig nur etwas frisiert wurden. (Es fällt schonmal was weg, oder tritt hinzu, was über ein “etwa” hinausreicht, mal die Zeitstufe versetzt…)

Sogar die Reihenfolge der Sätze umzustellen machte sie sich mitunter die Mühe. (weiterlesen…)

Was sollen wir Männer nun dürfen wollen, Frau Minister?

Dienstag, 12. April 2011

Familienministerin Schröder hat in diesem Artikel (danke an Leserin Lesezeichen für den Link, siehe Kommentarstrang zu “Widerspruch bitte!”) auf faz.net mehr Männerpolitik im Sinne einer modernen Gleichstellungspolitik gefordert.

Zu Frauenthemen in diesem Kontext fände man eine Menge, was auch gut sei, auf der männlichen Seite dagegen höchstens mal Deo- und Duschgelwerbung (man könnte auch sagen Parfumwerbung) im Sinne des neuen Selbstverständnisses der Minineomachos.

Worauf soll das bitte hinauslaufen?

Dass Jungs auf “Boys’ Days” animiert werden, den Hebammerberuf zu ergreifen, so wie die Mädels auf den “Girls’ Days”, wenn sie ihre Tage haben, verlockt, Gerüstbauerin, Bergfrau oder Steinsetzerin zu werden, damit sich alles mehr gleichberechtigt? (weiterlesen…)

Eimer Fritz will kommentieren

Montag, 11. April 2011

Eimer Fritz, der mich erst vor kurzem zu dem Versprechen hinbezwang, ihn nicht mehr meinen Avatar, sondern allenfalls mein Alter Ego zu nennen, fordert jetzt Kommentierrechte.

Er sagte mir, er habe umfangreiche Literatur gewälzt, und es sei für Inhaber eines Alter Ego nach einhelliger Meinung der Fachleute reichlich gesundheitsschädlich, wenn sie ihres der Missachtung straften.

Schlecht behandelte Alter Egos führten beim Inhaber ziemlich regelmäßig zu psychischen Erkrankungen.

Ich habe Eimer jetzt erstmal ein Kommentierrecht auf Probe eingeräumt, um ihn ruhigzustellen.

Kleine Magische Übung (jugendfrei)

Montag, 11. April 2011

Ich werde jetzt – als Urlaub vom strengen Denken – mal ein bisschen esoterisch (wann habe ich mir das eigentlich zum letzten Mal gegönnt?).

Wir denken uns ein Feld.

Das ist schonmal gut.

Denn wir wissen ja noch nicht einmal, ob es ein Stoppelfeld, ein verwüstetes oder aufgelassenes, ein kahles, in Blüte stehendes oder erntereifes fettes Kornfeld ist, oder einfach nur ein Kraftfeld, oder gar ein geistiges Feld. (weiterlesen…)

Verrückt denken ohne Verlust des Verstandes

Montag, 11. April 2011

Nur wenn wir in der Lage sind, wo erforderlich, so verrückt zu denken wie die Finanzmanipulateure und Kriegstreiber, ohne darüber selber den Verstand zu verlieren, werden wir den waltenden Logos hinter ihren aberwitzig erscheinenden Aktionen erkennen, weitergehende Absichten entdecken, das Gefüge des Unfugs begreifen, notwendige und richtige Maßnahmen rechtzeitig ergreifen können.

Es bleibt uns also nicht erspart, noch die abgründigsten Gedanken selbst zu durchdenken. (weiterlesen…)

Eimer: vom Avatar zum Alter Ego

Sonntag, 10. April 2011

Eben hatte ich noch gedacht, an der Eimerfront herrsche erstmal Ruhe.

Pfeifendeckel.

Eimer hat mich jetzt recht deutlich – wie es so seine Art, etwas unwirsch – darauf hingewiesen, dass er es – er weiß genau, dass ich rotzige, deplazierte Anglizismen nicht eben schätze – “shabby” fände, von mir als Avatar bezeichnet zu werden. (weiterlesen…)

Avatar Eimer erzwingt Nachnamen

Sonntag, 10. April 2011

Eimer, mein noch junger und ungebärdiger Avatar, stellte schon wieder Forderungen.

Vorhin beklagte er sich wortreich, er wisse erstens nicht, ob er denn auch in Zukunft Eimer heißen, sich an den Namen überhaupt gewöhnen dürfe, sodass es mit seiner Identität klappt, was ja nur in meinem Interesse liegen könne, ob denn Eimer jetzt nur sein Vornamen sei, ob und wann er denn einen Nachnamen bekäme, wie es sich eigentlich gehöre, es sei denn, er trüge sozusagen einen Sklavennamen.

Ich vermochte mich seinen gut vorgetragenen Argumenten nicht lange zu widersetzen, schlug ihm schließlich vor, ihn Eimer Friedrich zu nennen, um ihn im Anklang an den Meisterdenker zu beschwichtigen, oder Eimer Münchhausen, mit der Schmeichelei, da sei er sicher der einzige bekannte Eimer, der sich am eigenen Henkel hochzuziehen vermöchte, oder Eimer Groß – Eimer Magnus zuckte mir kurz durch den Kopf – , um ihn qua Fassungsvermögen aufzuwerten.

Doch wusste mein Eimer wider jedes Schmackhaftmachen eine so langatmige Riposte, dass ich ihn frug, wie er denn seinen Nachnamen selber geheißen haben wolle. (weiterlesen…)

Theroux: “Dark Star Safari” (Lesen!)

Sonntag, 10. April 2011

Der große Reiseschriftsteller Paul Theroux wird heute siezbig.

Von den Büchern, die ich von ihm gelesen habe, will ich Ihnen “Dark Star Safari” wärmstens ans Herz legen. (weiterlesen…)

Vom Redundanzprinzip

Donnerstag, 07. April 2011

Das Redundanzprinzip, jenes der Wiederholung, um eine Information einerseits in einer Übertragung störsicherer zu machen, andererseits um Menschen schließlich doch zu erreichen, bereits Erreichten einzusenken, wirklich und nachhaltig, was man ihnen sagt, wird oft, zumal in heiklen Zusammenhängen, unterschätzt.

“Immer wieder kommst Du mit dieser Uranmunition daher, das will doch keiner mehr hören, Du vergrätzt Dir noch die letzten halbwegs gewogenen Leser, die Leute halten Dich bestimmt schon für krankhaft fixiert, hast Du denn kein anderes Thema mehr, das wird doch stinklangweilig…”

Solches und Ähnliches kann man hören, wenn man an einem derartigen Thema dranbleibt, immer wieder beharrlich darauf hinweist. (weiterlesen…)

Neoklassischer Stresstest im Angebot

Donnerstag, 07. April 2011

Ich verkaufe jetzt neoklassische Stresstests.

Wer bucht, darf mich so lange ein Aschloch oder sonstwas nennen, gefesseltermaßen, während ich ihm in die Fresse schlage oder die Eier umdrehe, bis er aufgibt.

Das ist doch ein faires Angebot.

Durchdrehen im Netz

Montag, 04. April 2011

Ich habe mir fest vorgenommen, diesmal der letzte zu sein.

Nämlich der letzte, der im Netz durchdreht.

Schaut man sich an, was viele Leute sich über die sogenannten “sozialen Netzwerke” so antun, welche Ergebnisse das – mal völlig abgesehen von der Datensammelwut bestimmter Firmen und Dienste – für deren Restverstand zeitigt, so kommt man nicht umhin, regelhaft pathologische Züge zu konstatieren.

Am deutlichsten wird die Diagnose, wenn man die sprachliche Ebene betrachtet. (weiterlesen…)

Ultimativer Stresstest im Angebot

Sonntag, 03. April 2011

Ich biete den ultimativen Stresstest an.

Als der erste Textstresstester.

Ich stressteste keine Banken oder virtuellen Atomkraftwerke, sondern Schriften aller Art. (weiterlesen…)

Private Eliteschule für Journalisten und Blogger eröffnet

Sonntag, 03. April 2011

In Stuttgart hat heute Deutschlands erste private Eliteschule für Journalisten und Blogger eröffnet.

Informationen über spezielle Kursangebote sowie die jeweiligen zu entrichtenden Studiengebühren erhalten Sie auf persönliche telefonische Anfrage.

Nummer siehe Impressum.

Kamelmedien über dem eigenen Miste geröstet

Sonntag, 03. April 2011

Ich habe mich in den letzten Wochen hier mehrfach öffentlich darüber mokiert, echauffiert, mein Displaisier zum Ausdruck gebracht, wie wenig textuelle handwerkliche Sorgfalt in großen Netzmedien noch waltet, was für eine Schlamperei, die früher noch den Chefredakteur des Oberammergauer Gäuboten zu Wutanfällen gebracht hätte, dort inzwischen endemisch geworden ist.

Hält man da (fast) alle Leser für blöde, die wenigen, die das noch merken und despektierlich das Gesicht verziehen, für eine inzwischen vernachlässigbae Größe?

Oder ist es inzwischen gar hip, cool und trendy, in und der letzte Schrei, jeden Fehler, den das idiotische Rechtschreibprogramm nicht findet, souverän stehen zu lassen? (weiterlesen…)

TWITTER: Titten wippen im Trachtenanzug, Tatscheingang rechts

Sonntag, 03. April 2011

Dies hätte normalerweise eine Twitter-Nachricht werden können. Aber leider ist sie schon zuende, weil ich ziemlich exakt jetzt keine Zeichen

Tja, so geht das, wenn der Göller versucht, zu zwitschern.

Da schafft er noch nichtmal zwei vernünftige Sätze, wovon einer einen Nebensatz aufweist.

Heiliger Schachtelsatz aber auch, weshalb ist der Mann auch so verdammt geschwätzig?

Nix Rechtes gelernt, oder was?

“SES!” sagten wir schon als Schwabenkinder um 1970 herum: So ein Seckel!” (weiterlesen…)

Kwalidädsfreyer regirungsschbrecher?

Sonntag, 03. April 2011

In diesem Artikel auf faz.net wird es mal wieder richtig lustig.

Zumal die Realsatire über (Un-)Sinn und (Un-)Sicherheit des Mediums Twitter am Schluss ist wirklich lesenswert.

Und die Fehler darin sind mal wieder köstlich: Denn der lektoratsfreie FAZler meint, man könne auf Twitter je Nachricht maximal 140 Zeilen eingeben, und man weiß nicht so recht, ob er sich hier lediglich deppelicht vertippt hat oder keinen Plan davon, dass es 140 Zeichen sind.

Besser aber noch gefällt mir die zitierte Meldung des Regierungssprechers Seibert, an der sich die Empörung der Hauptstadtpresse aufhung und der Artikel aufhungt: (weiterlesen…)

Das ist Mut!

Samstag, 02. April 2011

Vor ein paar Jahren erzählte mir ein Schüler eine bemerkenswerte Geschichte.

An seinem Gymnasium musste ein Schüler der 10. Klasse eine Deutschklausur nachschreiben.

Der Lehrer war ihm schon lange – vornehm ausgedrückt – nicht eben gewogen, und umgekehrt galt dasselbe.

Das ihm dann allein gestellte Thema lautete: “Was ist Mut?” (weiterlesen…)

Reichlich versteinert

Donnerstag, 31. März 2011

Richtig ist richtig, falsch ist falsch.

Was zunächst so banal klingt, ist doch wiederum nicht so einfach.

Ich habe hier schon anhand der Beispiele Aleister Crowley und Jesus Christus aufzuzeigen versucht, wie sehr wir Menschen bereit sind, dem einen tendenziöserweise so gut wie alles abzunehmen, dem anderen hinwiederum gar nichts.

Nehmen wir als weitere Beispiele zunächst mal Wilhelm Reich und Rudolf Steiner (deren Werke ich nur sehr teilweise zu kennen offen eingestehe).

Der eine ist heute weitestgehend verpönt; ihn lobend zu erwähnen, vermag einem schon heftige Missbilligung einbringen: während der andere zur Zeit in Stuttgart mittels einer großen Ausstellung ausgiebig gefeiert wird.

Dem einen wirft man allerlei (gefährliche) esoterische Aberration vor, alswelche man beim anderen allenfalls verschämt und am Rande erwähnt. (weiterlesen…)

Odyssey Dawn: Wann dämmert’s den Deppen?

Sonntag, 20. März 2011

“Odyssey Dawn” (“Odyssee-Morgendämmerung”) haben die US-Holzköpfphilologaster ihre “Operationen” gegen Libyen getauft.

Ich habe in dem Falle kein Vergnügen daran, mit meiner Prophezeiung, man löge immer noch blöder, richtig gelegen zu haben.

Dafür ist die Sache zu trist. (weiterlesen…)

Königin der Wissenschaften

Samstag, 19. März 2011

Die Mathematik sei die Königin der Wissenschaften, meinen viele.

Ich widerspreche.

Es ist die Sprachwissenschaft, denn sie allein umfasst alle Wissenschaften.

Pages: Prev 1 2 3 ...24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 Next