Archiv für den Monat November 2013

Innenminister Friedrich lallt, dass es knallt

Dienstag, 19. November 2013

Man sehe sich in diesem Bericht zur Debatte zur NSA-Affäre im Bundestag mal die unter dieser Unterüberschrift folgende Passage an.

“Friedrich: Es gibt keinen kontrollfreien Raum”

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/spaehaffaere-im-bundestag-gysi-fordert-nobelpreis-fuer-snowden-12670160.html

Ich hätte diesen Textteil gerne ganz zitiert, traue aber der Rechtsabteilung der FAZ nicht. Der Perlentaucher kann ein Lied davon singen, wie die draufsind. Auf eine Abmahnung von denen kann ich gerne verzichten.

Zur Sache. Einen Satz kann ich mir, wörtlich übernommen, sicherlich leisten:

‘Es gebe allerdings keinen kontrollfreien Raum der Nachrichtendienste, auch wenn es anders erscheine, weil „das Schweigen unserer amerikanischen Freunde leider zu Verschwörungstheorien“ darüber führe.’

Oh weia. DER Mann ist Innenminister.

So einen dummdreisten US-Lakaien bezahlen wir, auf dass er unsere innere Sicherheit betreue.

Und: Erst wenn ein Anfangsverdacht begründet werden könne, seien unsere Ermittlungsbehörden dran.

Damit impliziert er erstens, dass es bislang keinen begründeten Anfangsverdacht gäbe, zweitens wird klar, dass er nichts, aber auch gar nichts in Richtung Aufklärung unternommen, vielmehr allenfalls jede Bewegung in diese Richtung unterbunden hat.

Klar, er will ja “Verschwörungstheorien” nicht noch Vorschub leisten. Wo kämen wir denn da hin.

Er bezweifelt auch, ob die Spähaffäre überhaupt ein politisches Thema sei. Um dann, ob der öffentlichen Diskussion, die vielen Wege der Selbstreinigungskräfte von Demokratien zu preisen.

Der Mann ist nicht ganz bei Trost. Oder seine Redenschreiber und Berater. Nein, ganz sicher beide.

Eine derartig wirre Argumentation lässt man keinem Achtklässler durchgehen.

Diesen Mann lediglich als ein Sicherheitsrisiko zu bezeichnen, wäre euphemistisch.

Der weiß nicht einmal im Ansatz, was er rausschwätzt.

Auf den muss man noch aufpassen, wenn man ihm nur einen Reisstrohbesen in die Hand gibt.

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Nachtrag

“Es gibt keinen kontrollfreien Raum.”

Aus diesem berufenen Munde ein echtes, sicherlich ungewolltes Bonmot.

 

Konstantin schlägt in Leipzig auf

Dienstag, 19. November 2013

Nachdem Konstantin sich beim Bierchen, bei seinem Zigarettchen und seinem Liedchen erholt hatte, das Gefühl ihn durchströmete, wieder ganz der Alte zu sein, stromerte er, es war erst kurz vor Mittag, noch ein wenig durch Hamburg, aß eine Kleinigkeit, packte sein Gezeugs in der Pension, machte sich, indem er seinen Scheck eingelöst, zum Hauptbahnhof, besahe die Tafel, löste einen Fahrschein gen Leipzig, denn allda, insgesamt bei den Sachsen, hatte er noch wenig zu tun gehabt.

Im Zuge schrieb er Maike noch einen Brief.

Wer weiß, vielleicht verziehe sie ihm irgendwann.

Er war da ja auch nur reingerutscht, hatte es nie böse gemeint.

Immerhin, gutes Zehrgeld war aus dem Zerzeugshaus des Speichels am Ende herausgesprungen.

Und etwas sinnfällige Zersetzung war auch gelungen. Mal sehen, was der nächste Titel brächte. Zum ersten Male, es war ein Freitag, war Konstantin gespannt aufs kommende Heft.

Nach einem kleinen Schläfchen gar glücklich in Leipzig angekommen, ersuchte er sich ein einfaches Quartier, nicht zu weit von der Innenstadt, denn er gedachte heute Nacht vielleicht mal wieder richtig einen draufzumachen. Gut trinken und gut frei durchatmen.

Und, zumal, erst einmal gescheit essen. Hamburg hatte ihn ausgezehrt.

Und, siehe da, eine Gastwirtschaft fand sich, die traditionellen deutschen Gänsebraten mit hausgemachten Klößen und Blaukraut erbot. Das las er gerne. Vornab die Gemüsesuppe, zum Abgang Vanilleeis mit Brombeerrumtopf, sowie einen Courvoisier und unterwegs zunächst einen Weißen von der Unstrut, hernach einen Roten vom Kaiserstuhle. Kurzum: Er fühlte sich wieder wie ein ganzer Mann.

Die vergleichsweise unprätentiöse Art der Leipzigerinnen war ihm schon aufgefallen. Auch das eine Erholung gegenüber Hamburg. Auch wenn nicht weit von Hamburg und nicht gar so unhamburgerisch noch die Gitte durch seine Sinne spukte…

“Nein, bis dass du in Leiptsch Zoten anzettelst, wirst du dich zunächst zwei oder drei Tage erholen. Hamburg war hart. Das will erst verdaut sein.”

So schlurfte er nach seinem Mahle noch einige Stunden durch die Stadt, bis dass ihn der Nachdurst noch in ein Gasthaus führte, allwo des Weines zwar nicht billig, aber bestens.

Dorten, es war nunmehr schon nach Mitternacht, ging es gesittetermaßen hoch her. Nicht wenig lose Weiber warfen Konstantin ermunternde Blicke zu.

So ergab es sich schließlich auch an seinem Tische, dass er des Woher und des Wohins gefragt.

Konstantin, doch sehr gelöst ob des Verlaufs des Tages, gab ein paar Sprüche zum besten, zeigte sich von seiner erquicklichsten Seite.

Berthold, der Interessanteste und offensichtlich Trinkfesteste an der Tafel, gab ihm schließlich, indem er seine Gattin entführte, noch seine Karte, Konstantin möchte sich bei ihm melden, wofern er Interesse an einer pässlichen Tätigkeit oder auch nur einem also vergnüglichen Samstagabende habe.

Konstantin bedankte sich artig, man verabschiedete sich, und Konstantin war nun doch nach Bette und Schlummer.

Auf dem Heimwege besahe er sich aber noch die Karte: “Berthold Rüb – Centraltheater Leipzig – Intendant”.

“Mein lieber Schwan”, dachte sich Konstantin, “die Einladung werde ich sicher nicht verstreichen lassen.”

Und also ging er fröhlich zu Bette.

 

 

Konstantin entspeichelt sich

Montag, 18. November 2013

Konstantin fuhr zwar scheinbar noch zum Speichel, in Wirklichkeit aber kroch er.

Eine gute Miene zu dem dort dargebotenen Spiele zu machen, jetzt schon seit Wochen, das machte ihn kirre.

Er sahe und hörte, wie das ganze Buchstabengeschmeiß von Reuters und den anderen Schwindelagenturen hereinkam, wie in einer Billigstwurstfabrik nur gröbst weiterverarbeitet der Kundschaft unter großem Getöse in die Schlünder gestopft ward.

Er schämte sich, auch noch ein Rädchen in diesem Lugsgetriebe zu sein, dass ihm noch nicht ein rechter, gescheiter Possen eingefallen, geschweige denn gelungen.

Er fühlte sich auf die übelstdenkbare Weise erhamburgert. Das Geschnatter der Tippsen und noch schlimmer der Redakteurinnen, die hießen jedenfalls so, an gefühlter Selbstwichtigkeit und Anmaßung nicht einmal von Pavianen zu übertreffen, raubte ihm den letzten Nerv.

Noch schlimmer die Redakteure. Allesamt entweder schwul oder hinterschleimerte, arglistige Bündler und fiese Eckensteher. Dante hätte, so dachte er bei sich, hier zum Thema Höllen noch etwas lernen können.

Redlichkeit und Anstand waren hier zwei völlig unbekannte Fremdwörter. Eine einzige korrupte Propagandamaschine. Eine Poporogandamaschine.

Dazu die stechenden Blicke Maikes. Er fühlte sich hundeelend.

Das mit dem Channeling schmank er sich ab. Es musste irgendeine vernünftige Eskalation her, wenigstens ein Rausschmiss hochkant.

So beschloss er kurzerhand, zum Chefredakteur zu gehen, sich dort unfugshalber einfach auf seine guten alten Instinkte zu verlassen, egal, wie dann der Ausgang.

Schließlich wurde er vorgelassen. Dr. Worpswede wirkte recht gelassen, ein leichtes zynisches Lächeln spielte um seine Lefzen.

“Nun, Herr Eulenspiegel, was verschafft mir die Ehre?”, frug der Schabrack.

“Sie sollten mich zum Ressortchef machen”, versetzte Konstantin ohne Umschweife.

Worpswede guckte erst etwas überrascht, begann dann unvermittelt zu gackern alswie ein altes, räudiges Perlhuhn.

“Was, häha, was sollte ich? Sind Sie nicht ganz bei Trost?”

“Naja, ich sage es mal ganz direkt. Nur so haben Sie noch ein Chance, Ihren Arsch zu retten, mit Verlaub, Chef”, setzte Konstantin ungerührt nach.

“Sie haben wohl nicht nur ein Rad ab, Eulenspiegel, verlassen Sie sofort mein Büro, holen Sie sich Ihre Papiere”, konterte der andere scheinbar gelassen, “und zwar schnell, sonst rufe ich den Sicherheitsdienst.”

“Gut”, meinte Konstantin wirklich gelassen, “jeder hat Chancen im Leben, mancher verpasst sie. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag, Herr Doktor. Gute Wünsche werden Sie noch brauchen. Gehaben Sie sich wohl.” Und wand sich zur Tür.

Justament, indem sich Konstantins Hand um die Klinke schließen wollte, erscholl es von hinten: “Halt! Bleiben Sie noch einen Moment!”

Konstantin drehte sich wie als ob sehr verwundert um und meinte, gerunzelter Stirn: “Was sollte ich Ihnen noch, ich denke, ich bin entlassen? Wozu sollte ich mich Ihnen noch mitteilen?”

Worpswede kochte. Aber er nahm sich zusammen. “Setzen Sie sich. Setzen Sie sich.”

Konstantin zögerte einen Moment, setzte sich dann aber, schlug das rechte Bein über das linke, ansonsten ganz entspannt.

“Reden Sie!”

Konstantin lächelte. “Wozu? Ich bin doch entlassen.”

“REDEN Sie!!!”, donnerte der Doktor.

“Also gut. Dann aber Abfindung. Papier her, Unterschrift, oder ich gehe”, sagte Konstantin also kühle wie leise.

“Und dass auch das klar ist: Ich werde keine Namen nennen.”

“Wer steckt dahinter?”, külchte Worpswede.

“Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich Ihnen lediglich informativ helfen werde, aber keine Namen nennen. Dabei bleibt es. Wo ist die Abfindungsvereinbarung?”

Jetzt wurde der Doktor wieder Profi. Es war ernst.

“Wie viel wollen Sie?”

Konstantin hätte gern richtig hingelangt, besann sich aber eines Besseren.

“Zwanzigtausend. Das ist zwar fast geschenkt, aber ich will raus aus diesem Puff. Ohne weiteren Schaden zu nehmen. Ich komme in einer Viertelstunde wieder. Wenn der Wisch auf dem Tisch liegt, packe ich aus. Ansonsten wünsche ich Ihnen noch viel Glück.”

Stand auf und verließ Worpswedes Büro.

Eine Viertelstunde später lag der Wisch auf dem Tisch, der Doktor hatte seine Krawatte etwas gelockert und offensichtlich einen guten doppelten Kognak eingegeust.

“Also, jetzt, Klartext!”, bellte er, indem Konstantin den Abfindungsvertrag einsteckte.

“Es läuft eine Verschwörung gegen Sie”, meinte er trocken.

“Man kolportiert, Sie seien verrückt, ja besessen.”

“Was?”

“Die Leute erzählen sich, und viele glauben das, Sie ließen sich sowohl Hefttitel- als auch Themenauswahl channeln. Sie glaubten an eine diskarnierte Wesenheit namens Karb, von der Sie sich bedingungslos diktieren ließen. Daher die rückläufigen Verkäufe, bei Abos wie am Kiosk. Der Chef sei nicht mehr ganz hiesig, keine publizistische Vernunft mehr dringe an sein Ohr.”

“Wie viele sind es?”

“Ich weiß nicht genau, man spricht ja nicht so offen darüber. Ich habe auch keine Ahnung, woher das Gerücht rührt. Aber es geht herum, das ist sicher.”

Worpswede sann eine Weile.

“Und wenn Sie bleiben, mir gegen das Gesindel helfen, wie wäre das, Herr Eulenspiegel?”

“Tut mir leid, Herr Doktor”, sagte Konstantin nach einer kurzen Pause ungerührt, “da müssen Sie schon selber durch. Wer sich Irre züchtet, der hat dann halt irgendwann auch welche.”

Kopfschüttelnd stand er auf, machte sich zur Türe, ehe der andere noch etwas anzusetzen wusste, rüber an seinen Platz, packte schnelle sein Bündel, auf zur Pforte, raus an die frische Luft.

Er holte sich am Imbiss ein Jeverchen, setzte sich auf die Bank an der Außenalster, da alles begonnen hatte, nahm einen tiefen Zug, drehte sich eine, pfiff erstmal ein Liedchen.

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/08/07/konstantin-eulenspiegels-bisherige-fahrnisse/

 

Vom Gesindel

Sonntag, 17. November 2013

Dem Gesindel ist allerlei anzumerken, aber nichts ab.

Von Magnus Carlsen und dessen und meinem Spiele

Sonntag, 17. November 2013

Der andere, der im Schach wahrhaft große Magnus, spielt ähnlich wie ich auf meinem Gebiete.

Ich es auch in meinem Mindschach je versuchte zu pflegen.

Positionell unerbittlich.

 

Dem Nachwuchse (Nullnummer)

Sonntag, 17. November 2013

Ich bitte Euch, Euch wenige, hinzuhorchen.

Lasst Euch nicht ins Heinrich-von-Kleist-Loch treiben.

Also, dass Ihr, genau wissend um Euer statthaftes Werk, drumherum die Minden Feste feiern sehend, verzweifelt, gar bis in den Freitod geht.

Wenn es ganz gar zu arg, dann zieht Euch eine Weile zurück. Aber nicht zu lange.

Denkt derweil daran, dass alles gute Geschaffene auch gut da ist. Selbst wenn Ihr es gar selbst nicht mehr seht.

Passt Euch nicht an. Verflacht Euch nicht. Das wäre der Anfang vom echten Ende.

Fragt Euch vielmehr, noch genauer, wo Ihr noch genauer, zum rechten Zeitpunkt und am rechten Orte, noch viel genauer und schärfer werden könnt. Oder auch mal gerade etwas wolkig, wenn es die Situation erfordert. Werdet hart.

Werdet dabei Wasser, wenn brutale Schläge kommen, werdet Luft, wenn man Euch den Atem zu nehmen trachtet.

Werdet Erde, wenn es der Ruhe bedarf, wenn es erstmal nichts zu sagen gibt.

Werdet Feuer und Äther, wenn es am Punkte gilt.

Werdet einfach alles.

Alles ist in Euch, also könnt Ihr es auch werden.

Holt Rats. Ja. Achtet dabei aber alsowohl auf die Begrenztheit, die Eigenabsichten der Ratgeber. Wägt.

Eure Sprache sei ganz Eure Sprache. Korrigiert, verbessert sie, wo Ihr einseht, dass sie falsch lag. Lasst sie Euch aber von niemandem einfach madig machen.

Wo gegen Eure Inhalte nicht Wesentliches mehr vorzubringen, werden sie genau da ansetzen.

Ihr hättet Euch ja ungenau ausgedrückt.

In diesem Anwurfe, wenn unberechtigt, wirken mindestens gleich drei Strategeme.

Denkt mal darüber nach, welche.

 

 

 

Heute nicht von Deppenstan: Wiederum von Aphorismen

Sonntag, 17. November 2013

Nein, heute bin ich zu gut gelaunt, um den Freimaurern und anderen Geheimbünden gebührlich eine einzuschenken. Die dürfen warten. Selbst die Psychiater und deren Drogen und Einrichtungen.

Ja: Es geht wieder um das Thema Aphorismen.

Dass es diese merkwürdigen Textzipfel, Textpfitzel überhaupt gibt, ist schon den wenigsten bekannt oder gar relevant.

Weshalb will man von diesen kleinen Textteufelchen so wenig wissen?

Nähern wir uns mal der Sache.

Dass keiner genau weiß, was ein Aphorismus ist, daran liegt es sicher nicht. Das ist selbsterklärend.

Dass es keine guten Aphorismen gäbe, daran kann es auch nicht liegen.

Es kann auch nicht daran liegen, dass Leute, die ständig Romane von Olsen oder Mankell lesen, oder wenigstens Grisham, keine Zeit dafür hätten, Aphorismen zu lesen.

Und auch Leute, die lieber Schiller und Dostoijewski lesen: Selbst die hätten genug Zeit dafür.

Manchem mag es zu öd erscheinen; aber eben nur manchem.

Der Punkt ist, dass Aphorismen, gute Aphorismen, echte Aphorismen, stets etwas Subversives an sich haben.

Da ist mehr Frage, denn da Lösung wäre.

Aphorismen kann man nicht einfach lesen, alswie einen Taugenichts oder Narziss und Goldmund.

Mit eifrigem Behagen und Magenstreicheln.

Es gehört schon mehr dazu, sich daran zu erbauen.

Man muss sich sich selbst stellen.

Das war noch nie allzusehr in Mode.

Man kann Moliere (ja, der arme accent grave fehlt, mir grade zu stressig, den auch noch einzubringen) weglachen, selbst Shakespeare: Einen guten Aphorismus lacht man nicht einfach weg.

Entweder man lässt das Hirnkastl ran, oder man lässt es lieber.

Genau deshalb liebe ich die Aphorismen Lichtenbergs: und Nietzsches allzumal.

In einem ganz tiefen Sinne sind gute Aphorismen den chinesischen und meinen Strategemen verwandt.

Muss ich das auch noch erklären? Rhetorische Frage. Nein.

Es gibt Wettbewerbe in Schlagzahldichtung (“Slam Poetry”), in Lustspiel (“Comedy”), in jedem schon von der Namensgebung her – nur hier nicht – angelsächsisch besatztem Quatsch.

Wie ich’s hier wohl schon einmal beschrub: Mir ward schon teutschlichst gemacht, dass man leichter Jauche verkaufe – die ja immerhin als Dünger was wert – denn Aphorismen.

Das war an einem meiner jüngst vergangenen Geburtstage, und der Hauptprotagonist solcher Prosa war ein echter Marketender heutiger Sorte, also einer, der wirklich was vom Verkaufen in wie dieser Gesellschaft versteht.

Na, dann lachen wir einfach.

Das ist am besten getan.

Strich.

Alsowenig, wie wir noch der echten neuen Novellen gewahren (auch diese zeigen eine tiefe Verwandtschaft, man merke meiner Worte: und habe ich selbst noch keine eine vorgelegt), gewahren wir noch öfter der entsprechenden Aphorismen.

Es liegt also nicht nur an den mangelnden Empfängern. Auch die Sender sind zuwenig unter Strom.

Ja, dumm, dass Aphorismen sich nicht planen lassen.

Sie lassen sich nicht einmal suchen.

Genau eben in ihrer Unaufgelöstheit reicht noch nicht einmal unbedingt ein Geistesblitz.

Der, wenn kömmt, will dann auch noch in den angesagten Zweifel oder Dreifel oder Wasweißichwasfel gebracht werden.

Dann wird’s, manchmal, ein großer Aphorismus.

Meist aber ist es ein lange gehegter Gedanke, der sich also verdichtet.

Und doch unabgeschlossen.

Das ist zuviel für die Masse.

 

 

Von der geplanten Vernichtung der weißen Rasse in Europa (II)

Donnerstag, 14. November 2013

Ich will den Erstartikel – dessen Kenntnis ich hier voraussetze – nun noch ein wenig ergänzen.

Ich gehe davon aus, dass man den weißen Mann in Europa deshalb ausschalten will, deshalb Angst vor ihm hat, weil man ihm in einigermaßen homogenen Gesellschaften zutraut, einen anderen Weg finden zu können als jenen des derzeitigen Kapitalismus.

Und zwar ohne Massenelend, ohne Enteignungen, ohne gigantische Schuldenberge, ohne Straflager, Polizeistaat und Totalüberwachung, ohne systematische Kindervergiftung (Ritalin), massenweise Drogensüchtige.

Dann könnten nämlich auch Japaner und Chinesen und andere sich die Augen reiben und sagen: “Potzblitz, schon wieder eine gute, nein, eine epochale Erfindung aus Europa!”

Und, auf ihre Kulturen und Bedürfnisse angepasst, unser Modell nachahmen.

Das wäre dann nicht die totale Toleranz, sondern die absolute Katastrophe für jene, die derzeit im Kapitalismus (auch über ihre internationalsozialistischen Hilfstruppen, die Dümmsten von den Blöden) die Fäden ziehen.

Der ganze Blutgeldkreislauf bräche zusammen.

Geld aus Geld und Geld aus Krieg und Elend und Zerstörung liefe nicht mehr.

Den Menschen auf dem ganzen Planeten ginge es sehr schnell sehr viel besser.

Die Einsparungen bei Militär und Pharma und Versicherungen und Banken und Verwaltungen, die verbessere Gesundheit insgesamt, setzten bislang kaum vorstellbare kreative, innovative, produktive Kräfte frei, so schnell, dass kein Vernünftiger auch nur im Traume daran dächte, zum alten System zurückkehren zu wollen.

Das wäre endgültig am Ende.

Deshalb, meine ich, setzt man in Europa so radikal gegen den weißen Mann an.

Ich weiß nicht, inwieweit man das in Asien schon begriffen hat.

Es haben ja selbst hier noch nicht sehr viele grundsätzlich begriffen.

Aber es werden täglich mehr.

Und: Nur weil die meisten, die es bereits begriffen haben, sich nicht trauen, das zu sagen, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt.

Und da sind sehr wohl auch “einfache” Leute dabei, also Handwerker und Bauern und kleine Angestellte.

Viele von ihnen begreifen noch eher intuitiv, noch etwas verschwommen.

Kaum aber erklärt man es einem, der offen und aufnahmefähig, so trifft man auf einen bereiteten Boden.

Ein ganz wesentlicher Trick der antiweißen Totaltoleranzrassisten besteht darin, den Leuten, die deren Gehirnwäsche nicht oder nicht ganz unterlegen sind, zu suggerieren, sie seien eine winzige Minderheit.

So traut sich kaum einer, etwas zu sagen, jeder schweigt lieber, hat die gewünschte Angst.

Außer der persönlichen Begegnung ist unsere größte Chance daher zweifellos das Weltnetz.

Jeder, der den Mund aufmacht, zählt.

Es zählt gar schon der, der sich nur besser informiert.

Denn sein Denken wird sich ändern.

Und damit wird er, selbst unwillkürlich, auch anders reden und handeln.

Er ist also schon ein Stück weit weniger Sklave.

 

Von der geplanten Vernichtung der weißen Rasse in Europa

Donnerstag, 14. November 2013

Wir müssen uns darüber im klaren sein, dass das antiweiße, antichristliche, antiabendländische Monster, das sich heute EU nennt, mindestens schon nach dem Zweiten Weltkrieg in Planung war.

Vieles spricht dafür, dass man im Hintergrunde schon viel länger daran werkelte.

Die sich dort gegen jederlei Rassismus aussprechen, sind in Wahrheit selbst Rassisten der übelsten Sorte.

Egal, ob ihre publizistischen Protagonisten Broder oder Augstein heißen, der eine den anderen eine antisemitische Dreckschleuder heißt: Sie sind sich darin einig, dass die weiße Rasse in Europa auf die Müllkippe gehört, egal mit welchen Mitteln.

Verfassungsbruch, Vertragsbruch, Enteignung, Hetzpropaganda, Gefängnis oder Psychiatrie für Andersdenkende, Verdrehung aller Begriffe, zuvörderst jenes der Toleranz in die totalitäre Intoleranz.

Ich werde mir hier nicht die Mühe machen zu belegen, dass dies genau so geplant und gewollt. Der Beispiele von entsprechenden Aussagen sind Legion.

Wer dies auch nur anspricht, ist ein “Antieuropäer” (auch dieser Begriff also auf dem Kopfe), “paranoid” (blickt also durch), ein “Verschwörungstheoretiker” (also ein Realist), mindestens, wenn er nicht gleich als Rassist gebrandmarkt wird (wieder auf dem Kopfe) oder gar als Nazi, also ein Völkerlustmörder.

Der Islam, als Religion des Friedens und der Toleranz (!), wird gezielt eingesetzt, Kritik daran oder gar Ablehnung mundtot gemacht, jedenfalls soweit dies bislang geht (man plant, sie ganz zu verbieten), gesellschaftlich ausgegrenzt, ebenso Kritik am Judentum bzw. dem Staate Israel, während das Christentum jeden Tag in unvergleichlicher Weise beliebig verhöhnt werden darf. Vom Heidentume ganz zu schweigen. Das ist eh alles Nazi.

Das ist aber nur ein Vorgeschmack auf jene Supertoleranz, die, wie schon gesagt, bereits in Planung.

Man schleift traditionelle Feiertage, fordert neue, für die Zugewanderten, wegen der Toleranz.

Vielerorts wird auch schon die Scharia, noch in milder Form, toleriert oder deren Toleranz gefordert: wegen der Toleranz.

Karikaturen dürfen nicht mehr gezeigt werden (gegen das Christentum und den Papst, alle anderen wohl), wenn sie den Islam oder das Judentum betreffen. Friedliche Demonstrationen werden verboten, während man gewaltsame Übergriffe auf Wahlkampfstände oder Veranstaltungen Andersdenkender kaum oder gar nicht verfolgt, im Stillen gar über verschlungene Pfade fördert. Alles nachweisbar, keine Luftbuchung oder Erfindung von mir.

Durch das Bekanntwerden der elektronischen Totalüberwachung (die braucht’s auch wegen der Toleranz) hat man viele Leute bereits so weit in Angst gesetzt, dass sie sich nicht einmal mehr trauen, oder wenigstens Furcht dabei empfinden, im Netz Seiten zu öffnen, die im Sinne der Toleranten irgendwie intolerant sein könnten. Man wird ja mit jedem Klick registriert.

“Wollt ihr die totale Toleranz?”

Nein, wir werden nicht einmal rhetorisch gefragt, ob wir jener Leute totale Toleranz wollen.

Deren totale Toleranz ist nämlich, ebenso wie “mehr Europa” (also weniger), alternativlos.

Wozu also noch fragen?

Nun sollte man sich aber selbst einmal fragen: Warum machen die das?

Nun, viele haben schon erkannt, dass es um Entwurzelung und Masseneinwanderung zur bedingungslosen Lohndrückerei und zwecks eines Kapitalismus’ von Gnaden von Goldman Sachs et al. geht. Darum, alles so zu zersplittern, zu entdemokratisieren (wegen der Toleranz, hehe), dass es leichter ausbeutbar, beherrschbar wird, dass Zwangsmittel, wo die Beherrschbarkeit dann doch nicht mehr so ganz gegeben, notwendig eingesetzt werden können, ohne weiteres im vorhinein als Teil des Plans angelegt. Die Leute sollen am Ende noch darum betteln, einen halbwegs funktionierenden Polizeistaat zu haben, auf Knien.

Der radikale antiweiße Rassismus beruht dabei offenkundig darauf (man sehe sich mal die Sprüche eines Coudenhove-Kalergi an), dass man Angst vorm weißen Mann hat.

Genauer: Man traut es einigermaßen homogenen weißen Völkern zu, sich gegen den Plan erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Wirtschaftlich, kulturell und sozial erfolgreich.

Deshalb ist die weiße Rasse in Europa zu vernichten.

Das ist keine “rechte” Verschwörungstheorie. Jede Menge eindeutige Aussagen dazu liegen vor.

Aber, immerhin: So grausig-großartig wie der Plan auch sein mag, indem selbstverständlich gleichzeitig nationale Ressentiments zwischen den europäischen (Rest-)Völkern gnadenlos geschürt werden, die natürlich nur durch ein Supereuropa abzubauen, ist er doch begrenzt klug.

Dort nämlich, wo noch ein klares weißes Mehrheitsvolk sein Erbe und seine Souveränität zu wahren versteht, werden die Dinge besser laufen als in den Supertoleranzstaaten bzw. in der Toltaltoleranz-EU.

Man wird dort genau sehen, wie die Totaltoleranz-EU sich mittels Kulturbereicherern zutode toleriert, indem sie, was jetzt schon der Fall, bereits an Schulen die totale Toleranz lehrt, die Abschaffung jeder echten nationalen und europäischen Identität. Zumal weißen Identität.

Irgendwann wird man so viele Straflager betreiben müssen, so viel Geld für Militär und Polizei brauchen, wirtschaftlich so unproduktiv werden, dass auch (rest-)weißes Massenelend eintritt.

Wenn man es dann nicht schafft, einen Dritten Weltkrieg herbeizuführen, kann man seinen ganzen Plan über Nacht scheitern sehen.

Nicht jeder weiße Mann nämlich wird auf den weißen Mann schießen, nur weil man ihm eine Uniform angezogen hat.

Und wenn man nur noch Moslems und Afrikaner in die Uniformen steckt, wird die Sache umso offensichtlicher und funktioniert auch nicht mehr lange.

Die Totaltoleranzirren werden an ihr Ende kommen.

Desfalls wird es viele von ihnen nicht nur ihre Macht und ihr Vermögen, sondern auch noch den Hals kosten.

Das scheinen die aber irgendwie noch erfolgreich zu verdrängen.

Nunja: Es sind eben Irre, zu allem entschlossene wahnsinnige antiweiße Rassisten.

Verstand ist von denen nicht zu erwarten.

Jetzt, da die Sache in den Banlieus und den Suburbs und den Vororten schon spitz auf Knopf steht, machen sie erst recht weiter, immer noch gnadenloser von ihrer totalen Hybris besoffen. (Wer weiß, was die sich sonst noch in den Tee tun.)

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Nachtrag

Ich schreibe dies jetzt so deutlich, weil ich damit rechne, das bald nicht mehr zu dürfen oder zu können. Viele Ansichten stehen in der EU bereits unter Strafe. Diese Leute schrecken auch vor Mord nicht zurück. Wer eine andere Meinung hat, ist für die ein Terrorist. Natürlich keiner von den guten, die man selber bezahlt und ausbildet und nach Libyen oder Syrien schickt, sondern einer von denen, die bis aufs Letzte zu bekämpfen und gegebenenfalls zu eliminieren sind.

Sollte Ihnen also jemals Kunde von meinem Selbstmord zugetragen werden, so war ich es sicher nicht. Und wenn ich in der Klapse lande und dort zum Volldeppen hinabmedikamentiert werde, so bestimmt nicht, weil ich plötzlich einen erweiterten Dachschaden erlitten hätte. Und wenn ich einen Unfall erleiden sollte, dann ist die Wahrscheinlichkeit zumindest hoch, dass es keiner war. Glauben Sie denen kein Wort.

Wer ganze Völker und Rassen zum Behufe seiner Pläne verheizt, für den ist ein Mann gar nichts.

Geben Sie diesen Text weiter.

Am besten Sie drucken ihn auch aus.

Ich bitte Sie darum.

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Nachtrag II

Ich gebe diesen Text, unverändert (ohne Hervorhebungen, Binnenmontage von Fremdtext oder Bildern oder sonstigen Elementen, Anfang und Ende klar abgesetzt von jedweder Eigenmeinung oder Kommentaren davor oder danach sowie unter Angabe des Namens Magnus Wolf Göller, Ersterscheinungsdatum und dieses Blogs als Quelle) zur beliebigen unentgeltlichen Vervielfältigung und Veröffentlichung frei.

 

 

 

 

Vom 64. Strategeme (ohne Erklärung)

Donnerstag, 14. November 2013

Grade als ich das 64. Strategem in groben Zügen ausformuliert hatte, mich darob nach einem langen Arbeitstage beflügelt fühlte, widerfuhr mir unerwartete vorsätzliche Unbill.

Zufall?

Na klar.

Was sonst.

Aphorismen, Lehrertum, Schönes

Donnerstag, 14. November 2013

Heute habe ich versucht, einem jungen Manne, der das Wort Aphorismus noch nicht einmal kannte, in den letzten zehn Unterrichtsminuten, indem ich zufällig darauf kam, zu erklären, was Aphorismen ausmache, was das für schräge Dinger seien.

Das ist, da man es ja selber nicht so genau weiß, ein schwierig’ Ding.

Nach einigen Fuchteleien und Hinweisen half mir, was wunder, tatsächlich Georg Christoph Lichtenberg, naja, nicht gerade aus der Patsche, aber doch zum noch Erreichbaren.

Die Abgrenzung zum Sprichworte, zur kurzen Satire, zum knappen Traktat oder Essay, zu einer beurteilenden Betrachtung war, so gut als in dieser Zeit und überhaupt möglich, wohl vollbracht und verstanden.

In solchen Augenblicken erfahre ich wiederum, indem es einfach so aus mir herausbricht, weshalb ich nicht nur gerne schreibe, sondern auch den Lehrerberuf wohl nicht umsonst ergriffen habe.

Deibel aber auch.

Vielleicht muss ich doch noch Bildungsminister werden.

Sadisten, Schwindel, Lernfähigkeit

Donnerstag, 14. November 2013

Wenn er einen gerade nur ein bisschen demütigen, schikanieren, misshandeln darf, kann es geradezu interessant und gar belustigend sein, auf einen Sadisten zu stoßen.

Oh wie er enttäuscht ist, wenn man sich ungerührt umdreht, ohne auch nur ein Widerwort, seine Bosheit keine Wirkung zeigt!

“Was habe ich falsch gemacht? Wieso hat der sich nicht einmal geärgert? ICH bin doch ICH!”

Also wird der Sadist sich danach selber quälen, sich fragen, wieso seine gewohnte Macht nicht im gewünschten Sinne zog.

Er wird gar wütend werden. Vielleicht gar die angreifen, an die er sich bisher nie heranwagte, besser gar nicht heranwagen sollte.

Leider wird er möglicherweise als Kompensation aber auch die noch mehr quälen, die ihm unterworfen. Dann aber wiederum vielleicht so unmäßig, dass es ihm selbst unversehens übel ergeht.

Ich glaube übrigens nicht an die Mär, dass alle Sadisten selber einst Opfer gewesen seien oder noch seien und darüber so wurden, wie sie sind.

Es gibt wohl Menschen, denen es einfach Spaß macht, zu quälen. Es ist ihr entarteter Wille zur Macht.

Ich mag dazu auch erst recht keine Geschichten von vergangenen Leben hören. Man kann sich zu allem und jedem ein feile Ausrede erfinden.

Keiner muss bösartig werden. Kein “kosmisches” oder sonstiges Gesetz sieht das vor.

Dass, wer immerzu gequält, endlich in seiner Wut über jedes Maß ausschlagen kann, ist ein anderes. Aber auch da ist es nur ein Kann, kein Muss.

Ich glaube auch keinem Elter, der behauptet, nie unmäßig gegenüber seinen Kindern gewesen zu sein. Vielleicht gab es mal einen, aber glauben tue ich es erstmal keinem.

In der Erziehung stets das richtige Maß zwischen Milde und Strenge halten zu können: das wäre des Übermenschen. Wer weiß auch nur um die jeweilige Härte seiner Worte?

Ich weiß, weshalb ich mich als einen liberalen Konservativen sehe oder, umgekehrt, einen konservativen Liberalen. Irgendwo dazwischen liegt das, was ich zu sein versuche.

Meine Kinder dürfen so gut wie alles. Wenn aber der Klodeckel zum dritten Male vollgeseicht ist und die Apfelbutzen im Bette liegen, ist auch bei mir irgendwann der Zacken ab. Ich bin nämlich weder als Putzsklave auf die Welt gekommen, noch dass ich Fliegen und Schimmel schätzte.

Zurück zu den Sadisten. Das sind Menschen, für die Gegenseitigkeit letztlich keine Rolle spielt.

Manche von ihnen, ja, das meine ich in der Tat, müssen wohl erst auf den Falschen stoßen, um sich vielleicht zu besinnen.

Als typisches Beispiel meine ich einen Zweimeterbüffel einer Motorradgang, der schon zig Leute verprügelt hat, dann aber dummerweise auf einen kleinen Jet Li stößt, der ihm, nach zehn Bitten, keinen Händel anzufangen, endlich dermaßen ein paar einschenkt, einschenken muss, dass das Untier doch wieder zu Verstand kommt, sich bedankt, dass ihm nicht alle Knochen gebrochen wurden. Und ab da nicht nur deshalb nicht mehr auf viel Kleinere losgeht, weil er ihnen doch nicht gewachsen sein könnte.

Der Mensch ist lernfähig.

Potentiell selbst ein eingefleischter Sadist.

Ob ein Henry Kissinger noch lernfähig ist, weiß ich nicht.

Er hatte noch keinen Privatunterricht bei mir.

 

 

Schach-WM: Ganz großes Kino für mich heute! Grandios!

Mittwoch, 13. November 2013

Die heutige Partie zwischen Anand und Carlsen war für mich so faszinierend, dass ich kaum noch vom Rechner wegkam.

Ob sie wirklich so gut war, wie ich das empfand, Berufenere als ich doch gravierende Fehler sahen oder noch finden werden? Bisher hörte ich wenigstens nichts in der Richtung.

Um das klarzustellen: Ich habe lediglich Bezirksliganiveau.

Nun aber, ich will einfach auch meinen Senf dazu geben, knapp das Faszinosum: wie Carlsen sich um eines Bauerns willen derart einschnüren lässt, dass sein Damenturm in hundert Jahren nicht ans Licht kommen wird, während ein Anand auf der offenen d-Linie seine Türme verdoppeln kann, ersterer sich dann rauskämpft, wie als ob er die Stoa erfunden hätte, Anand hernach unter solchen Druck setzt, dass ich dessen Stündlein schon zu schlagen wähnte, der schließlich so virtuos verteidigt und immer wieder Gegendrohungen setzt, dass doch wieder ein Remis herauskommt: für mich ganz großes Kino.

Da kann man schachsüchtig werden.

Grandios!

Wie heißt die Büchs’ fürs abgelegte Handy?

Dienstag, 12. November 2013

Leser Dude kommentierte gerade auf meinen Artikel “Schmerzphonzombies” u.a.:

“Ich bin übrigens kurz davor bei mir zuhause ein radikales Handyverbot zu erlassen. Wer rein will, kann das Ding im Briefkasten deponieren.”

Und brachte auch diesen wichtigen Link noch dazu:

http://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/2013/07/19/das-betreten-meiner-wohnung-mit-einem-aktiven-mobilfunktelefon-ist-ab-heute-untersagt/

Ich kann mir das leider so nicht einfach leisten, weil ich auch zuhause unterrichte, zumal Jugendliche.

Aber mir kam daraufhin eine spontane Idee, die ich jetzt zu entwickeln trachte, wie ich gesundheitlich wie sozial doch ein wirtschaftlich vertretbares Signal setzen könne.

Nicht unbedingt im Briefkasten auf der Gass’, auch nicht in einer Stahlkiste im Treppenhaus, auch nicht auf dem Scheißhaus, aber doch einige Meter vom Unterrichtsraum wie den Hirnen meiner Kinder (die Strahlung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab) könnte ich eine Handykiste installieren, von woher man, wenn’s gar nicht anders geht, die Quälteile noch klingeln hören könnte, um sie notfalls dort abzunehmen und vor der Loserbox zu betreuen.

Allein, mir fehlt noch ein hübsches Behältnis, worein die Leute ihr Schmerzphon gerne tun, das vielleicht gar noch ganz lustig finden, und einen netten, vielleicht gar einen sexy Namen sollte es auch haben. (Sonst behalten die ihre Handys und ich habe keine Kundschaft mehr.)

Womöglich sollte das Teil sogar (damit der Witz ankommt, und wegen der Diskriminierung und so) drei Bettchen haben, eines für Männlein, eines für Weiblein und eines für Zwitter.

Ja, welche Größe, welche Farbe, außen wie innen, welches Material, das fragt sich auch noch.

Wenn ich es das “Handybettchen” oder das “Mobikörblein” nenne, lachen wahrscheinlich nicht alle. “Temporäre Schmerzphonverwahranstalt” ist hinwiederum nicht nur zu lang, sondern auch noch gleichzeitig zu konkret und hart.

Wie wär’s mit “Handyparkplatz”?

Oder: “Handystall”?

Oder: “Lümmeling”?

Naja. Wird mir schon noch was einfallen.

Wozu bin ich Philolog?

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Handykirche? – “Da darf es einfach mal beten!” – ? Äh.

Handybunker? Handyschatzkistchen? Handyasyl? Handyhaftanstalt? Handymoppel?

Nein, ich denke, das reißt es alles noch nicht.

Der Name muss ein magischer sein.

Nebeltruhe von Avalon kann ich den Verwahrkasten natürlich auch nicht nennen.

Elektrofix? Elektrotrix? Strahlnix?

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Einfach Fridolin? Fipps? Heimdall? Borgberger?

Schlummerland? Villa Elektra? Handysan? Abstahan?

Oh weh!

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Händihus? Holophonatora? Peilhalla?

Es wird schon noch.

Huginshag?

Ok. Versteht keiner. Viel erklären sollte nicht sein.

Oder?

Wozu den Namen erklären?

Umso eher denkt mal einer drüber nach.

So könnten gleich zwei pädagogische Ziele erreicht werden.

 

 

 

 

 

Schach-WM: Carlsen schwächelt, Anand wird trotzdem kritisiert

Dienstag, 12. November 2013

Gegen den großen Magnus bin ich natürlich nur ein ganz kleiner Magnus.

Jedenfalls im Schach.

Der große ist Norweger und erst 22 und heißt Carlsen und will gerade Weltmeister werden.

Alle sind sich bislang einig, dass er, obschon zunächst von den meisten gegen den Titelverteidiger Anand als Favorit eingeschätzt (Carlsen ist Weltranglistenerster, Anand sechster), bei zweimal Weiß und einmal Schwarz bislang in der ersten Partie ohne rechten Biss gespielt hat, so dass sich früh ein Remis durch Zugwiederholung ergab, in der zweiten mit Schwarz (wiederum ein – nicht ganz so frühes – Remis durch Zugwiederholung) sehr beachtlich, heute, wiederum mit Weiß, aber (wie er selbst zugab) schon knapp an einer Niederlage vorbeischrammte.

Klariter schließe ich mich jenen Kritikern an, die die Beschränkung des Kampfes auf nur zwölf Partien bedauern. Die 24 fordern, oder aber ein bestimmte Anzahl an Gewinnpartien. Oder auch das schon gespielte Regularium, dass Weltmeister ist, wer zuerst 12 Punkte hat.

Recht offensichtlich führt die geringe Anzahl an Partien zu großer Vorsicht auf beiden Seiten, weil schon der erste Verlust einer Begegnung einen großen psychischen Druck erzeugen kann. Das schadet der Attraktivität des Wettkampfes und damit auch der Popularität des Spieles insgesamt. Viel leichter kann so schon ein Patzer entscheidend über die Vergabe der Krone des königlichen Spieles entscheiden. Schade.

Nun gut. Irgendwann wird etwas passieren – müssen.

Ich gönnte es meinem Namensvetter, einem so jungen Kerl, natürlich gerne, wenn er obsiegte.

Mit Absicht aber hat er heute bestimmt nicht so gespielt, wie er es tatsächlich (obschon die Fachwelt auch Anand, als dieser besser stand, einen Läuferzug als zu zaghaft ankreidet) wollte und sollte.

Egal. Es macht mir trotzdem wieder wirklich Spaß, die Partien nachzuspielen.

WM: Das kribbelt.

Die dritte und bislang spannendste Partie von heute fand ich übrigens hier sehr schön kommentiert:

http://www.sportal.de/schach-live-ticker/viswanathan-anand-magnus-carlsen-2013-11-12.html?affiliate=spox

 

 

 

 

Vom Aphorismus als Therapeutikum

Dienstag, 12. November 2013

So mancher Aphorismus hat schon etwas mit der Heilung geistiger Spukphämonene zu tun. (Siehe den letzten: “Von Linguisten und Quantofanten”)

Manches Seltsame mag schon über Jahre in einem rätteln, um einen herumrätteln, bis dass es endlich an jenem Schopfe gepackt, den der Aphorismus bekanntlich meist selber nicht hat.

Nicht selten fühlt man sich nach diesem merkwürdigen Akt trotzdem irgendwie besser.

Und sei es in eine noch so amorphe Form gegossen: Das Numinose schwindet.

Es mag zwar nicht besiegt sein, aber das Rätteln lässt immerhin nach.

Zudem findet sich von da aus, wo man immer noch nicht weiß, wes man ist, auch immer wieder ein Ausgangspunkt für ein schönes Gleichnis oder eine Satire.

Das tut der Seele, von der ja auch nicht bekannt ist, was sie sei, ob überhaupt einer eine habe, dann doppelt gut.

Die wirkliche Dreieinfaltigkeit erreicht man, wenn man daraus schließlich einen großen Roman abzuleiten weiß.

Das “Un” vom Unfug ist ja auch nur wegen des Fugs da. Ohne Fug bedürfte es schließlich keines Uns. Oder haben Sie schonmal ein “Un” gesehen?

Allerdings habe ich, um auf die Quantofanten und Quarkomaten zurückzukommen, ohne weiteres schon Unquanten und (Gottlob auch den!) Unquark gesehen und gehört und geschmeckt.

Ein Unquant (manche sagen auch, aber das ist sehr süddeutsch-umgangssprachlich, “Unsquant” dazu) ist zum Beispiel ein anständiger Eineinhalbkilo-Fäustel oder eine große Kettensäge von der Firma Stihl. Da kommen keine Fragen mehr auf. Hier im Schwäbischen heißen ja auch Füße Quanten, zumal wenn sie groß sind und entsprechend stinken.

Unquark ist noch einfacher definiert: Das ist alles, was kein Quark ist, also genießbar.

Auf die Frage, was genau ein Ungott sei, will ich hier nun aber nicht mehr eingehen. Man verletzt ja der Leute religiöse Gefühle nicht ohne Not.

 

 

Von Linguisten und von Quantofanten

Dienstag, 12. November 2013

“Nullmorphem” endet mit einem Nullmorphem, also einem Zeichen ohne Ausdruck.

Der Begriff aus der Sprachwissenschaft erinnert daran, dass nicht nur die Quantofanten ein Etwas behaupten können, das sich selbst ganz wesentlich niemals ist.

Nehmen Sie sich deshalb nicht gleich den String.

Vom rechten Umgang mit dem Weltnetze

Montag, 11. November 2013

Das Netz gehört rechtweis besatzt.

Schmerzphonzombies

Montag, 11. November 2013

Wahrscheinlich werden wohlweislich keine Statistiken darüber geführt.

Nachdem ein Spezi es vor Monaten schon erlebt hatte, wie ein vielleicht Achtzehnjähriges, schmerzphongesteuert, zu ihrem Glücke gerade noch mit der Matschrübe gegen einen Laternenmasten statt unter die Straba lief, hatte ich am Donnerstag, nachdem ich abends um sechs noch auf einen Unterrricht ausgerückt war, schon jede Menge dieser Zombies gesehen, wie sie zum Feierabende mit ihren infernalischen Maschinen durch die Stadt torkelten, über die Straße, egal woherum, auf der Heimfahrt mit dem Radl ein entsprechendes Erlebnis.

Leicht bergab, also mit vielleicht 30 Kmh, bei bester Vorderbeleuchtung, war es nur einer zackigen Vollbremsung und meinen guten Bremsen zu danken, dass ich nicht in eine vielleicht Fünfunddreißigjährige hineinbrezelte, die mit ihrem Schmerzphon an der Back’ einfach, ohne irgendwo hinzublicken, plötzlich eilig die Fahrbahn querte.

Totgefahren hätte ich sie wohl nicht; aber für etwas Krankenhaus, zumal für die Adrette, ich bin hart im Nehmen und will da nicht hin, hätte es leicht gereicht.

Ich plärrte sie noch an, wie lange sie das wohl zu überleben gedenke, diesen Wahn.

In ihrem leichten Schock, noch kaum erwacht, goschte sie noch Halbunverständliches zurück, noch völlig ohne Einsicht.

Ich bin weiland über 25 Jahre unfallfrei Auto gefahren. In jeder alten Stinkemistkarre, bei jeder Witterung, übermüdet, versiffte Brille, bei jeder Halbsicht.

Aber auch mir ist es passiert, dass ich einen Fehler machte; ich habe auch schon einmal eine rote Ampel überfahren.

Diese Schmerzphonidioten, ich sehe es täglich, gucken an der Ampel gerade mal kurz auf, ob es Grün geworden, latschen dann, ohne auch nur noch im geringsten darauf zu achten, ob doch nicht nur ein Radler komme, den sie wohl noch überlebten, über die Hardcorekreuzung.

Die laufen unter einen Bus, einfach so, merken erst, dass sie noch lebten, wenn sie tot sind. Vielleicht.

Die jungen Männer scheinen noch etwas vitaler, instinktsicherer. Aber das kann täuschen. Es ist nur mein ungefährer Eindruck.

Nun gut. Sollte das stimmen, so haben wir wenigstens einen Überhang an kinderlosem männlichen Kanonenfutter für den nächsten verlorenen Krieg. Aber da schickt man heute ja auch schon am liebsten Frauen hin, wegen der Gleichberechtigung undsoweiter. Also wäre das sogar etwas diskriminös.

Ja, ich war schonmal betrunken. Aber dauerbesoffen war ich nie. Und insgesamt wusste ich, wenn ich einen im Kahn hatte, wenigstens, dass ich einen drinhatte und deshalb besonders aufpassen müsse, wenn eine Straße zu queren sei. Deshalb lebe ich noch.

Die merken nicht einmal mehr, viele jedenfalls, dass sie nur noch unter bester Vorsicht halbwegs gehverkehrsfähig.

Die halten sich für sturznüchtern, für endcool.

Wenn ich nur einmal sehe, wie eines meiner Kinder so über die Straße schlurt wie diese Endfanten, hört man meinen Schrei bis weit hinter Rottweil.

Leck mich fett aber auch.

 

 

 

Wenn ich Bildungsminister bin

Sonntag, 10. November 2013

Wenn ich Bildungsminister bin, werden mit als erstes die Fächer Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaft, Soziologie und Sozialpädagogik universitär abgeschafft.

Kein Mensch muss so etwas 5 Jahre lang studieren. Ein Jahr Unrecht gelernt reicht in allen diesen Fällen. Dann möge einer was schaffen, anstatt der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen, nur, um sie nachher noch besser an die Wand fahren zu können.

Bei den Psychologen und Psychiatern griffe ich auch hart durch. Was wollen denn die? Das Geld gerne nehmen, aber schon das Wort Novartis können die meisten von denen nicht einmal sauber buchstabieren. Ritalin- und Haldolspasten.

Die Ärzte lachen bei mir auch nicht mehr wie vordem. Da kehrt bei mir mindestens Schweden ein. Viermal statt achtzehn Male beim Arzt im Jahr langt allemal: noch weniger wäre noch besser.

Für die Pfaffen gäbe es selbstverständlich gar nichts. Wer die will, der soll sie selber bezahlen.

Und den Advokaten drehte ich auch weitgehend den Hahn ab. Die Staatsanwälte hätten nur kurzfristig gut zu tun. Also, wie die Richter.

Von den Bänkern braucht’s allenfalls ein Zehntel. Auch die könnten etwas Sinnvolles tun. Bruchrechnen unterrichten vielleicht, ansonsten einen Besen in die Hand. Oder eine Schippe.

Auch der Polizei machte ich mal Beine. Dass sie den echten Schuften nachginge. Merkt meiner Worte.

Ich käme selbst den Notaren. Denn es ist klar, dass die meisten von denen durchstechen ohne Ende. Und zwar ständig.

Andererseits gäbe es bei mir echte Hilfe für Drogensüchtige. Eben Hilfe, menschliche Hilfe, nicht noch schlimmere Drogen gegen Drogen.

Das ganze Pharmagesindel räucherte ich ganz aus. Ratzfatz.

Ja, es kömmt eine gesündere Republik, wenn ich etwas zu sagen habe.

Eine, die ganz wesentlich auf Ehrenamt und Gegenseitigkeit und echtem Schaffen gründet.

Im Bildungssystem wird wieder gelernt. Und zwar kein Gendergeschwafel und Toleranzhippiedei, sondern erstmal Lesen, Schreiben und Rechnen. Und das richtig.

Wer einem Geheimbund angehört, kann es rechtzeitig ansagen, tritt aus, bekommt Bewährung, wenn er sich nicht klariter etwas zuschulden kommen ließ, ansonsten, wenn hernach erwischt, fliegt er aus dem Staatsdienste raus. Ohne Abfindung, ohne Pensionsansprüche. Punktum.

Ein Staatsdiener hat dem Volke zu dienen. Er bekommt sein gesichertes Gehalt dafür, dass er ebendies tut. Sonst ist Ausdiemaus. Teller waschen, oder Schippe in die Hand.

An erster Stelle stehen Familie und die Kinder. Und damit meine ich Familie und Kinder. Kein Konstrukt von Kranken und haltlosen Schwätzern.

Man wird Frauen wieder achten. Und zwar ebendann, wenn sie sich ihren Kindern widmen, diese großziehen. Entsprechend wird Kindeserziehung ZUHAUSE auch gefördert.

Die Dinge werden vom Kopfe wieder auf die Füße gestellt.

Anstatt Rauchern, die ja eh wissen, dass ihnen das Rauchen vielleicht nicht guttut, Horroraufschriften auf ihr Päckchen zu tun, werden Flips und Chips und Cornflakes und Cola und Limos mit der Aufschrift “Vorsicht: Zucker!” versehen.

Nein: Nicht einmal mehr das braucht es dann.

Denn dann kehrt Vernunft und Selbstbestimmung ein.

Fortsetzung folgt.

 

 

 

 

 

NSA-Chief Keith Alexander: Das war’s dann wohl, Idiot

Sonntag, 10. November 2013

Ich muss jetzt doch schon nochmal lachen, dass einer der Öbersten von den Öbersten von den öbersten Abschakalen, Mr Keith Alexander, Chief der NSA, ein derartiger Idiot.

Das stimmt mich hoffnungsfroh. Und dies, obzwar ich bekanntermaßen normalerweise wenig mit der Hoffnung am Hute habe.

Wenn sie schon richtige Blödmanner nach ganz vorn setzen, sichtbar, ausdrücklich, offen, dann müssen sie, gemäß jeder menschlich-vernünftigen Logik, schon ziemlich am Ende sein.

Des gfallt no em Schwob.

Ja, auch der Schwabe, der eigentlich lieber schafft, als dass er sich mit Schadenfreude aufhielte, kann derer nicht immer völlig entraten, allzumal, wenn sie sich über jene ergießen darf, die nichts als durchzustechen, zu schikanieren und zu schmarotzen angetreten, dann selbst darin, bei aller Mühe, kläglich versagen.

So ein dummer Seckel.

Da müsste man ja noch aufpassen, wenn der einem den Hof fegen soll.

Eine echte Kehrwoche übertrüge man dem niemals unbeaufsichtigt.

Nachher hat er das Laub dem Nachbarn in den Auspuff von seinem Daimler gefegt.

Dann macht es nicht nur Pfoff, sondern die Rechnung folgt auch noch.

Ein halbverbrannter Arsch von einem Ingenieur beim Bosch, ein verreckter Daimler. Und der andere ist in Rumänien oder in Paraguay, man blecht also alles. Nein, Mr Alexander, bei mir gibt es nicht einmal einen Job am Arbeitsstrich für Sie. Das Risiko ist mir einfach zu groß.

Außerdem: Die Merkelin sagte desfalls wahrscheinlich, dass ich ja selbst schuld sei, wenn ich einem Idioten wie Ihnen einen Besen gegeben hätte.

Und wohl kein Verfassungsrichter wüsste was dawider.

Ein Tip aber doch noch, Mr Alexander: Werden Sie schwul und lassen Sie sich deswegen verfolgen. Dann könnte es laut neuem EU-Urteil noch für den Hartz hier langen. Asyl.

Das fände ich zwar auch zum Speiben, dass ich das auch noch zahlen soll, aber ich könnte erstmal, außer meckern, nicht viel machen.

 

Jetzt mal ans Eingemachte

Sonntag, 10. November 2013

Jetzt gehen wir mal, da mir aus guten Gründen darnach, nicht – zumindest nicht direkt – ans Idiotenkabinett. (Da findet man rechts unter den Kategorien genung.)

Nein, es geht um große Not, es geht um schwierigste Lagen.

Außer den kurzfristigen besonders um jene, die Jahre, ja Jahrzehnte anhalten mögen.

Zehn Jahre lang sozusagen auf der falschen Seite der Straße zu stehen: Ja, das ist bitter.

Erste Regel: nicht bitter werden.

Selbst Menschen, die einem wie grause Monster erscheinen mögen, wissen es einfach oft nicht besser. Ihre eigenen Nöte, auch eintrainierte Reflexe regieren.

Man werde, sodann, irgendwie klug. (Dass ich die Strategeme erstmal nicht mehr direkt behandle, heißt nicht, dass ich sie nicht fallweise durchscheinen ließe.)

Man ist gebrandmarkt (das ist jetzt das allgemeine Sprachbild, bezieht sich nicht darauf, dass ich zufällig Schwerverbrannter war und sichtlich bleiben werde).

Die Leute haben Scheu, manche werden, da sie es nicht besser wissen oder es ihnen gar gefällt, Vorteile bringt, boshaft. Unter Umständen extrem boshaft, hinterlistig, hundsgemein.

Daraus folgt schon die zweite Regel: Man lasse sich nicht auf alles ein, trage den Kopf nicht zu hoch, aber auch nie unten.

Und die dritte: Man hadere nicht.

Und die vierte: Man schaffe gerade umso mehr.

Und die fünfte: Man bleibe gelassen, man lache gar, wenn selbst das vorderhand nichts zu helfen scheint.

Man bleibe, indem man sich, teils auch behende, bewegt, einfach stehen.

“Tell him to just stay on!” – sagte ich vor einigen Jahren (ich habe das hier, soweit ich weiß, schon einmal erwähnt) einer tapferen, gleichwohl schier verzweifelten Mutter in Schottland, die die Traute hatte, sehend, dass mich ein ähnliches Schicksal getroffen, mich zu fragen, eine echte Lady, eine Inhaberin eines Kleiderladens, was sie denn ihrem Sohne, der wohl um die Zwanzig, jetzt, da er diese Maske tragen müsse (eine echte Brandgesichtsmaske), sagen könne, wie ihm aufzuhelfen sei.

Jeder Tag ist ein neuer Tag. Die Sonne scheint auch für Schwerstverletzte. Jedenfalls, wenn sie gerade nicht (mehr) in der Klinik.

Schaffen. Lernen. Auch noch das kleinste Schöne finden. Mehr Freude bereiten als verdammt und hässlich sein.

Den eigentlichen Wert des Lebens erkennen. Sich bilden. Sich entwickeln.

Erkennen, wie ärmlich viele von denen in Wirklichkeit dastehen, die einen verachten, gar schräge Witze über einen machen. Nicht nur Wehr finden, sondern ein echtes Voran.

Sehen, dass die ganze Welt, egal, wie man selber gerade aussieht oder dasteht, in einem selber.

Aber auch auf die Heimtücke achten.

Vielen gefällt es nämlich gar nicht, dass da einer nicht nur aushält, was ihn getroffen, sondern dann auch noch über sie hinausschreitet. Da werden manche ganz tief böse. Zwar eigentlich wider sich selbst: aber das hilft erstmal nichts.

Man werde im besten Sinne listig, ein Stratege.

Man sieht bald, dass man einen langen, steinigen Weg vor sich hat. Wohlan!

Man erkenne die Kräfte der Selbstheilung. Man halte sich, so gut als möglich, fern von Ärzten.

Man ergebe sich, zumal, nicht dummen Weibern. Sie mögen nichts dafür können, was sie treiben, aber sie schwächen, mindestens. (Umgekehrt gilt das natürlich auch, wenn es auch seltener der Fall.)

Man nehme sich wenigstens ein Ernsthaftes. Man verschaffe sich nach und nach Respekt, ja echte Achtung.

Irgendwann steht man über der Straße.

Nicht als Irrer, sondern als einer, der nicht nur beide Seiten kennt.

 

 

 

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