Von der Christen Urlüge

Im Kommentarstrange zu “Osho”: Noch ein schlechter Lehrer (II) brachte Leserin Lisa unter anderem folgendes ein:

“Ich halte es nicht für angebracht, einen Menschen aufgrund seiner “Jünger” zu beurteilen. Wenn man ihn überhaupt beurteilen will, dann nur aufgrund dessen, was er selber gesagt und getan hat.”

Der hierzu wichtige Teil meiner Antwort:

“In der Tat ist es nicht angebracht, einen Menschen anhand seiner “Jünger” zu beurteilen. Sie können aber Indizien dafür sein, was er ausstrahlt. (Man kann natürlich z.B. den mittelalterlichen Klerus nicht Jesus anlasten. Obwohl, schaut man etwas genauer hin… : ein andermal mehr dazu.)”

Ja, nehmen wir das illustre Beispiel Jesus. (Jesus zieht immer.)

Trauen wir der Überlieferung, so wollte Jesus den Alten Bund mit Jahwe erneuern. Mit einem rachsüchtigen, eifersüchtigen, grundgrausamen Gotte, den er seinen Vater nannte.

Was müssen wir uns da noch wundern, dass jene, die ihm nachfolgten, eine Mordbrennerkirche errichteten?

Stimmt dieser Teil der Überlieferung, so hat Jesus selbst den tödlichen Samen gesät. Und so ist er in der Tat aufgrund dessen zu beurteilen, da hat Lisa recht, was er getan und gesagt hat.

Jesus mag um die Weiterungen, die sein Handeln und Reden haben werde, nicht gewusst haben. Aber er wollte einen Neuen Bund mit dem Alten Scheusal. Jedenfalls laut Überlieferung. Kein Wunder also, nur folgerichtig, dass die katholische Mordbrennerkirche daraus folgte.

Natürlich versuchen Christen, denen es peinlich, wie viel Folter und Mord auf Jesu Lehre gegründet, aus ihr folgte, Jesum stets freizusprechen, als den Grundguten hinzustellen, der bloß von vielen falsch verstanden worden sei. Dabei lassen sie diesen wesentlichen Punkt meist einfach links liegen. Also lügen sie sich in die Tasche.

Einzig die aus der Luft gegriffene Behauptung, das mit dem Alten und Neuen Bunde und dem Vater sei Jesum alles schändlich angedichtet worden, böte da Abhilfe. Behaupten kann man da, wo es keine Beweise gibt, schließlich alles. Ich habe davon aber noch allenfalls seltenst ernstlich gehört.

Ich wiederhole daher meine Behauptung, dass Christen und Moslems (letztere sehen ihn immerhin auch als einen großen Propheten) Subjuden sind. Selbst dann, wenn Jesus, wie viele, einen Ausgang aus der Misere suchend, meinen, kein Jude gewesen wäre.

Das widerlege mir einer. Ich bin gespannt.

(Bitte jetzt nicht schwafeln! Ich wünsche hier, ausnahmsweise im vorhinein warnend, nur Kommentare, die konkret auf das Gesagte eingehen. Geseier klariter unerwünscht. Butter bei die Fische. Meinetwegen mag ob dieser meiner unchristlichen Forderung gar keine Antwort kommen. Das ist mir dann lieber. Ich werde Herumgeseier und -gelaber zwar freischalten, aber nicht darauf antworten. Also: Alten Bund und Neuen Bund und Vater ansprechen. Ansonsten besser Funkstille. Meinetwegen gerne gute Scherze. Sarkastische, zynische, boshafte, fröhliche, gnadenlose. Jeder Sorte. Die mögen durchaus hierherpassen.)

Nachtrag: “Osho” hatte, soweit ich weiß, einen AIDS-Wahn. Jetzt haben den, soweit ich weiß, seine Anhänger.

 

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55 Antworten zu “Von der Christen Urlüge”

  1. Klaus sagt:

    @Magnus
    “Wenn die Überlieferungen stimmen…”
    Vorab – die Bibel habe ich nicht gelesen.
    Meine Informationen stammen aus Interpretationen der darin enthaltenen Texte.
    1. Alles was ich über Jahwe weis weist darauf hin, dass es ein Scheingott (wie in den Veden beschrieben) war.
    2. Die Berichte über Jesus die ich kenne weisen darauf hin, dass er die LIEBE als Lösung für die menschliche Existenz erkannte.
    3. Alle Evangelien, als Quelle der Berichte über Jesus, sind Jahrhunderte nach seiner irdischen Existenz entstanden. Inwiefern sie die tatsächlichen Gegebenheiten beschreiben ist mir nicht bekannt.
    4. Wenn 2 unbeteiligte Menschen ein Ereignis, z.B. Autounfall, beschreiben differenzieren die geschilderten Ereignisse meist erheblich. (Individuelle Realität)
    5. Die Kirche basiert, nach meiner Kenntnis, nicht auf Jesus sondern auf Petrus.
    6. Die Bibel als zwiespältiges Konstrukt, fordert dazu auf eine WAHL zu treffen – je nach dem was man, nach sorgfältiger Prüfung, für WAHR befindet.

    Kurz und gut – Jesus als Ursache der z.B. Hexenverbrennungen zu vermuten erfordert eine entsprechende Interpretation der Bibel.

  2. Uwe sagt:

    Jesus, ja, wofür der alles hinhalten muss. Jedoch: Wir verkennen vielleicht die Botschaft. Er „meinte“: „Liebe deine Feinde.“ Könnte dieser Satz über Jahrtausende falsch verstanden worden sein?

    Es ist vielleicht und sicher nicht in jedem Falle die einzige Möglichkeit, mit den eigenen Eltern ins Reine zu kommen. Insofern wollte er sich offensichtlich mit diesem Postulat aus dem eigenen Dilemma befreien: Kinder lieben ihre Eltern und – hassen sie. Eltern lieben ihre Kinder und – hassen sie. Jesus steht für eine unglaublich tiefe Metapher auf das Grundproblem des Gewissens und der Zahl 3, die sowohl Schöpfung, als auch Bindung/ Gefangenschaft repräsentiert: Eltern erschaffen ihr Kind und „knechten“ es gleichzeitig durch ihre lebens- und kinderfeindliche Sozialisation, durch und aus ihren eigenen Wunden heraus; ein uraltes Zivilisationsproblem, mit dem alle Kulturen versuchten umzugehen. Die Griechen erkannten dies: Dass Eltern meistens “scheitern”. Mütter binden ihre Kinder und Väter scheitern daran, ihre Söhne zu befreien. Jesus war männlich, nicht? Insofern „patriachal“, als es eine Botschaft an die Männer ist.

    Das Dilemma der Bindung (Bund) an einen Tyrannen ist ein kollektives und präsenter, als uns lieb ist. Ich überspitze hier bewusst. Es ist in unserer Kultur auch nicht gelöst, denn die ist ödipal, d.h. sie führt den Ödipuskomplex weiter und bedient sich seiner, anstatt ihn zu lösen. Männer müssen und wollen gefallen und: fallen. Kapitalismus braucht den Ödipuskomplex und die Identifizierung mit dem Aggressor, damit Männer in einem lebensfeindlichen System „leistungs-, konkurrenz- und effizienzbereit“ sind und bleiben, aber das nur am Rande ….

    Jesus musste still halten am Kreuz und sich seinen Wunden aussetzen, um in die andere Welt über zu treten. Der Konflikt mit dem Bunde hat Jesus nicht lösen können, denn er ist nicht lösbar. Er ist nur transzendierbar.

    In unserem christlichen Kulturkreis haben wir jedoch Jesus zum Macher, Erlöser und Retter hoch stilisiert. Hier liegt „unsere“ Schuld durch Fehlinterpretation. Jesus ist gescheitert, etwas, das wir nicht wahr haben wollen und was verdrängt wird. Und erst im Nehmen dieses Scheiterns und des Sterbens, der vollkommenen Aufgabe aller Rechtfertigung, Hoffnung und Verteidigung konnte er auferstehen. Er sagte „Folget mir nach.“ und nicht: „Betet mich an.“ Aber „wir“ beten ja so gerne höhere Autoritäten an und beschweren uns dann, wenn es nicht zur gewünschten, vorgekauten Errlösung führt.

    Wir denken, wir müssen unsere „Drecksarbeit“ nicht selber machen und wollen gerne, dass uns ein anderer davon erlöst. Was kann denn dabei nur heraus kommen? Ergo: „Anhänger“, „Jünger“ usw. sind nicht das Indiz für ihren Meister, sondern für das, was sie aus den Worten ihres Meisters machen. Etwas, das sich über die vielen Jahrhunderte natürlich mehrfach verselbständigte und somit ein Eigenleben führt, das mit der Botschaft des ursprünglichen Protagonisten soviel zu tun hat wie die Kirche mit Gott.

    Ich verbinde mit Jesus eine letztlich psychologische Botschaft, die gerade dann auch religiös, also „rückbindend“ ist. Er sagt uns etwas über das Verhältnis von genealogische Bindung und Gottesverbindung. Erst, wenn Männer ihre „Feinde“, also den Konkurrenten in Gestalt des Vaters lieben, sich in ihm wieder erkennen („Niemand kommt zum Vater denn durch mich“, „Ich und der Vater sind eins“), wird diese Bindung gelöst und der Mann wird frei, wird Teil des „Lebensbaums“. Dies wäre meine Interpretation der „Jesusgeschichte“ in KurzKurzKurzKurzform, da ich jetzt leider erstmal los muss ….

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Uwe

    Es ist psychologisch durchaus interessant, was Du sagst; doch: Was hätte Jahwe denn machen sollen?

    Etwa sagen: “Ja, Sohn, du hast recht, ich war wohl zweitausend Jahre lang ein … : Aber jetzt sehe ich’s ein, dass du recht hast!” – ?

    DER?

    Einer, bei dem das Wort Liebe seit jeher vergiftet war, wann er es nur aussprach?

    “Ja, Jesus, mein lieber Sohn, wann immer ich meine Stimme erhob, tat ich das nur, Zwietracht und Hass und Eifersucht zwischen den Völkern und allen Geschlechtern zu säen!” – ?

    Letztlich winselte Jesus noch also vor ihm herum, alswie es die Christen vor den Juden tun. Wohlgemerkt: Es hieß, dass Jesus den Alten Bund ERNEUERN wolle. Den bösen Alten hiemit wieder in Recht setzen!

    Das mag zwar verständlich sein: Pappi soll IRGENDWIE der Größte bleiben. Weise aber war es sicher nicht. Um noch das Geringste dazu zu sagen.

    Deshalb ist Jesus für mich unterm Strich eine Schadgestalt der Menschheitsgeschichte. Zuwenigst taugte er nicht zu viel. Außer allenfalls, die Schreckensherrschaft seines Vaters noch viel weiter zu verbreiten.

    “Ich bin nicht von dieser Welt.”

    Ja: Er war seines Vaters. Und noch so einen, auch noch den Sohn jenes, brauche ich nicht auf dieser Welt.

  4. Uwe sagt:

    Magnus =D

    DITO

    Ich kann da nur mitgehen, du persiflierst schön diesen Vater-Sohn-Konflikt. So sehe ich das auch, mit einer Ausnahme. Jesus repräsentiert heute als JESUS-BILD das Drama-Dreieck „Täter, Opfer, Retter“. Und jeder, der an das Jesus-Bild GLAUBT und ihn als seinen Erlöser glorifiziert, ist und bleibt in diesem gefangen.

    Aber seine Botschaft, so wie ICH sie verstehe ist: Schau mal her, ich zeige dir einen Weg daraus. Auch wenn diese Botschaft nicht verstanden wurde. Will ich jetzt Jesus retten? Nein, nur mal von der anderen Seite beleuchten.

    Stattdessen aber haben die Kirchen Jesus benutzt, um ihn neu und noch manifestierter in diesem Dreieck zu verorten: Als Opfer, Retter und Erlöser. Und das fällt bei gespaltenen Menschen in einer gespaltenen Welt auf all zu fruchtbaren Boden ….

    Das ist die „Leistung“ der Kirchen und man kann sich schon denken, dass dies der Papi tat, der hier gleich noch mal seinen Sohn opferte um seine Herrschaft fortzusetzen (bis heute).

    Und da ist es wieder, das unheilvolle Dreieck: Jesus (falsch verstanden) ist so nicht nur Opfer, sondern auch Retter, Erlöser und Richter. Wie das doch unser „Kulturkreis“ liebt, man schaue nur auf all die „Demokratischen“ Erlöser (Gutmenschen), die „die Menschen“ beschützen wollen vor dem Bösen.

    Ist dir schon mal aufgefallen, dass Politiker fast immer von „den Menschen“ sprechen, die dies und jenes brauchen und für die sie sich „einsetzen“ wollen? „Die Menschen brauchen Sicherheit …“ (Wenn ich das höre, bekomme ich immer Brechreiz)

    Jedoch: Ich glaube nicht, dass Jesus dies für sich beanspruchte. Eher wollte er den Weg da heraus öffnen und genau dies wurde nicht verstanden und wird’s bis heute nicht.

    Ergo: Die Jesusgeschichte kann nur individuell verstanden werden, als Botschaft, als Mythos. Eine Art Navigation zur wahren Rückbindung heraus aus dem Labyrinth der weltlichen (bis hin zu geistigen Welten) Verstrickungen.

    Kollektiv wird alles, ja selbst die reinste Botschaft durch den Schatten der abgespaltenen kollektiven Seele (eine Art Kraftfeld) gezogen und verliert seinen ursprünglichen Sinn. Aus diesem Kraftfeld (dem Unbewussten der Menschheit) speist sich „das Böse“.

    Es stimmt eben doch (und danke für diese Erkenntnis, Jesus ;) : Niemand vermag uns zu retten, als wir uns selbst, mit Gottes Hilfe (dem Geist des Wahren). Denn weder Jahwe, noch Jesus ist Gott.

    Beides sind „Demiurgen“. Wir müssen erkennen, dass wir uns anbinden müssen an den wahren Geist, aus dem alles entsteht und der keinen Namen hat. Wo ist der? Die Jesus-Geschichte erzählt auch davon, aber diese Essenz muss heraus gefiltert werden wie das Gold im Erz.

    Der erste Schritt zur Überwindung des unsäglichen Dramadreiecks (des Teufelskreises) ist das Erkennen desselben und dann muss man nicht mehr an ihm kleben. Unsere Gesellschaft basiert auf diesem Prinzip; sie besteht aus Täter, Opfer und Rettern (und Richtern).

    Wenn wir Jesus überwinden wollen, müssen wir uns das Jesus-Prinzip unserer sozialen Wirklichkeit anschauen und das überwinden (mit Prinzipien wie Eigenverantwortung und echter, gemeinschaftlicher Demokratie und Mitbestimmung; die Vision einer angstfreien Gesellschaft).

    Dann brauchen wir „ihn“ nicht mehr. Jesus steht für unseren Zustand, der nur durch uns selbst überwunden werden kann. Oder?

  5. Dude sagt:

    @Uwe

    Grandioser Kommentar!!

    Ich hoffe Magnus stellt den hier als seperaten Gastbeitrag ein, ansonsten biete ich Dir gerne bei mir drüben (https://dudeweblog.wordpress.com/) eine Plattform dafür an (vielleicht minim überarbeitet), wenn Du willst.

    Verdient hätte er es allemal.

    Respekt!

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Uwe

    “Jesus steht für unseren Zustand, der nur durch uns selbst überwunden werden kann. Oder?”

    Das kann man schon so sagen; nur, dass ich zumindest mich von dem “uns” ausnehme.

    Im Grunde aber scheinst Du mir ja dahingehend zuzustimmen, dass Jesus nur eine Metapher für die Feigheit vieler Menschen ist. Ich kannte mal einen, der meinte, die Erfindung des Christentums sei der der bislang genialste Marketing-Trick der Geschichte.

    Das um die Figur des Jesus’ aufgebaute morphische Feld ist so stark, dass selbst bei Leuten, die beteuern, selbst keine Christen zu sein, die Verklärung, der Instinkt, ihn zu verteidigen zu müssen, derart übermächtig, wie als ob jeder, der diese hinterfragt, ihnen Frau und Fiffi, Haus und Hof, Ochs und Esel aufs Mal wegnehmen wollte.

    SO GROSS DARF, KANN ALSO DER IRRTUM NICHT GEWESEN SEIN!!!

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Dir fällt nicht auf, dass Du hier etwas ganz anderes sagst als drüben im anderen Strang?

    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/03/22/jesu-vermachtnis-noch-mehr-schuld-weltweit/#comments

  8. Dude sagt:

    @Magnus

    Tu ich nicht.

    Aber in Unverständnis um die Differenzierung zwischen dem wahren göttlichen Gesetz und den satanistischen Dogmen pyramidal-hierarchischer Machststrukturen der Religionssysteme, und in extremistischer und verabsolutierender Sturheit Verblendete vermögen dies wohl nicht nachvollziehen…

  9. Uwe sagt:

    Danke Dude, du kannst ihn gerne in meinem Namen in deinen Blog kopieren. Bei freien Zeiten folge ich dann gerne diesen Threat in deinem Blog und diskutiere ggf. mit.

    Übrigens: “Aber in Unverständnis um die Differenzierung zwischen dem wahren göttlichen Gesetz und den satanistischen Dogmen pyramidal-hierarchischer Machststrukturen der Religionssysteme, und in extremistischer und verabsolutierender Sturheit Verblendete vermögen dies wohl nicht nachvollziehen…” DITO, genau darum gehts …

    @ Magnus: Ich bin im wesentlichen deiner Meinung, weise aber in Differenz zu deinem Pauschalurteil auf den Unterschied zwischen Jesus, Christos-Geist und Jesus-Bild hin. Zwischen allen dreien muss man unterscheiden. Das Feld geht nicht von Jesus, sondern vom etablierten Jesus-Bild und seiner In-Formation aus, dass Erlösung etwas mit stellvertretendem Opfer und “Glauben” zu tun hätte. Bitte doch diesen feinen Unterschied anzuerkennen, wie Dude ihn auch pointiert.

    Bilder haben hypnotische Macht, insbesondere religiös aufgeladene. Das Jesusbild ist die religiöse Analogie zu unserem Rechtsstaat. Sogar das wohlfahrtsstaatliche Prinzip geht darauf zurück. Die gesellschaftliche Ordnung wäre garnicht denkbar ohne das Jesusbild über Jesus und dem Paradigma stellvertretendem Tuns und Verantwortungsdeligierung!

    Ich sehe bei der Person Jesus, wie sie überliefert wurde, auch sehr viele Facetten. Dem wird das Attribut “feige Schadsgestalt der Geschichte” nicht gerecht.

    Ich würde sagen: Die wurde aus ihm gemacht. Magnus, warum so eifrig über Jesus herziehend? Was hast du denn davon? ;) Deligierst du dann nicht auch etwas an “ihm”, zum Beispiel die Macht, es anders gemacht haben zu können, wenn er nur “gewollt” hätte? Was hättest du denn “von ihm” erwartet? Oder ist es schwieriger, ihn als Gescheiterten an zuerkennen, denn als Schadsgestalt, der etwas falsch macht? Richtig können es doch nur Idole machen, oder?

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Uwe

    1. Wer Jesus war, was er wirklich sagte, weiß keiner. Ich jedenfalls habe nie behauptet, das zu wissen. Ich habe den Eindruck, dass da mancher nicht wirklich liest, was ich sage.

    2. Von daher können nur verschiedene Interpretationen das in der Tat prägendermaßen entscheidende jeweilige Jesusbild schaffen. Ich, da kein Christ, habe mir nie ein solches gemacht. Ich hinterfrage lediglich die vorherrschenden Bildfunktionen (die jeweilig behauptete wirkliche Gestalt damit allerdings automatisch auch), allzumal, in welcher willkürlichen Beliebigkeit diese gesetzt werden, und zwar von den Kirchen wie auch von vielen jener, die diese ablehnen, der Verbreitung von Zerrbildern zeihen.

    3. Der sogenannte Christus-Geist ist ebenso erstmal ein Postulat; dieses wird wiederum gruppenweise oder auch sehr individuell, ebenso willkürlich angesetzt. (Auch da gibt es masse Varianten. Mal mit Reinkarnationslehre, mal ohne usw.)

    4. Ich befasse mich mit dem Thema nur deshalb, weil es massen- wie individualpsychologisch nach wie vor relevant ist. Auch wohl, weil man nicht nur meine Kinder mit allerlei den obigen drei Ebenen Entsprossenem nicht eben wenig malträtiert hat. Und ich werde auch weiterhin nicht davon ablassen – allenfalls mal Pause machen – weil ich weiß, dass sich eine derart weitreichende Problematik nicht in Luft auflöst, wenn ich sie schlicht zu ignorieren versuche. Löst sie sich doch irgendwie – auch durch anderer Leute Zutun – irgendwann auf, so wird sie nur noch historisch zu betrachten sein.

    5. Du siehst an den Reaktionen Dudes, dass Jesus für ihn in der Tat ein Idol ist. Wenigstens funktional. Das wird er sich aber wohl kaum zugeben.

  11. Uwe sagt:

    Ich verstehe, was du sagen willst. Und deine weitreichende Kritik am Jesusbild teile ich -wie gesat- auch. Ich weise lediglich darauf hin, dass das Jesus-Bild nicht von Jesus gemacht wird, sondern von den Menschen. Und dieses kann eben auch manipuliert werden.

    Diesen Aspekt finde ich in deinenTexten nicht und deshalb ist es gut und wichtig, wenn du darüber aufgeklärt wirst. Ich würde Jesus eben nicht glorifizieren, das ist ja gerade der Fehler. Dennoch denke ich, dass Mann von ihm lernen kann, wenn wir “ihn” als Mythos verstehen und aufhören “ihn” anzuhimmeln. Man kann vom Lehrer nichts lernen, wenn man auf seine Person fixiert ist und ihn idealisiert …..

    Insofern (!) empfinde ich deine Einwände als berechtigt. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir (beide) so weit entfernt sind vom Wesentlichen.

    Dude weist aus meiner Sicht berechtigt auf diese Unterschiede hin. Allerdings besteht ja immer die Gefahr, aus einer Verschwörung eine Verklärung zu machen.

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Uwe

    “Ich weise lediglich darauf hin, dass das Jesus-Bild nicht von Jesus gemacht wird, sondern von den Menschen. Und dieses kann eben auch manipuliert werden.

    Diesen Aspekt finde ich in deinenTexten nicht und deshalb ist es gut und wichtig, wenn du darüber aufgeklärt wirst.”

    Wenn Du diesen Aspekt in meinen Texten nicht findest, ja mei.

    Dann lies nochmal, hier, drüben und anderwo.

    Gleich von oben, mühelos herunterkopiert, nochmal:

    ‘“Jesus steht für unseren Zustand, der nur durch uns selbst überwunden werden kann. Oder?”

    Das kann man schon so sagen; nur, dass ich zumindest mich von dem “uns” ausnehme.

    Im Grunde aber scheinst Du mir ja dahingehend zuzustimmen, dass Jesus nur eine Metapher für die Feigheit vieler Menschen ist. Ich kannte mal einen, der meinte, die Erfindung des Christentums sei der der bislang genialste Marketing-Trick der Geschichte.

    Das um die Figur des Jesus’ aufgebaute morphische Feld ist so stark, dass selbst bei Leuten, die beteuern, selbst keine Christen zu sein, die Verklärung, der Instinkt, ihn zu verteidigen zu müssen, derart übermächtig, wie als ob jeder, der diese hinterfragt, ihnen Frau und Fiffi, Haus und Hof, Ochs und Esel aufs Mal wegnehmen wollte.

    SO GROSS DARF, KANN ALSO DER IRRTUM NICHT GEWESEN SEIN!!!’

    Reicht das noch nicht?

    Dann magst Du weiter suchen gehen. Du wirst mit Sicherheit noch öfter fündig, Deine Behauptung mehrfach belegt widerlegt sehen.

    Verzeih, dass ich mir diese Arbeit jetzt nicht in extenso selbst mache. Wenn Du’s nicht glauben willst, dann suche einfach nicht, oder mache die Augen zu, wann immer Du etwas findest.

  13. Uwe sagt:

    OK. Mit meiner zugespitzten Behauptung, du würdest nicht auf diese Unterschiede eingehen, habe ich dir wohl Unrecht getan.

    Ich “fasse zusammen” :)

    Es gibt das, was aus Jesus gemacht wird.

    Es gibt Jesus und seinen Vaterkonflikt (logisch, wird ja von der Mutter verleugnet), den er versucht zu lösen und daran scheitern muss, um ihn zu transzendieren (weil er unlösbar ist).

    Es gibt die Jesusgeschichte, die Mythos ist.

    Es gibt den Personenkult, der “juristischen” Erlöserwahn implementiert, die gegenwärtigen (widerwärtigen) Abhängigkeiten und Machtverhältnisse legitimiert.

    Es gibt uns, die wir interpretieren und um Verständnis und Wahrheit ringen, wie Jesus.

  14. Dude sagt:

    @Uwe

    Danke. Ich hab’ ihn mal abgespeichert, und werde ihn wohl in den nächsten Tagen (womöglich minim überarbeitet, inhaltlich aber selbstverständlich unverändert) bei mir drüben übernehmen.

    Ich bewundere übrigens Deine Gelassenheit!

    @Magnus

    Da ich jetzt eh doch wieder was kommentiere, hier noch zur Klarstellung@all:

    Die Reaktionen Dudes haben weder mit Idolen, noch mit Jesus zu tun, sondern lediglich mit der einseitigen, absolutistischen und sturen Borniertheit des Autors dieses Blogs, sowie mit den immerwiederkommenden Wiederholungen dieses immergleichen Geseiers zum Thema Jesus zu tun – nichts weiter.

    Ich hab schlicht einfach keinen Bock mehr mich endlos zu wiederholen, weshalb ich auch auf meine alten Kommentare hier (gut 1000) verwiesen.

    Viel Spass beim graben…

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Uwe

    Na also, das mit dem Lesen funktioniert, während Dude weiterhin über mich abkottert, bei Dir, wenn Du nur willst, doch.

  16. Dude sagt:

    @All

    Um das noch deutlich klarzustellen.

    Es ist definitiv richtig und auch wichtig, den Jesus-Wahn und die Christenlüge deutlich zur Sprache zu bringen, denn das heutige Christentum ist schon seit spätestens dem Konzil von Nicäa vor ungefähr 1600 Jahren mehr und mehr zum Satanistentum pervertiert, und der heutige Jesuswahn von z.B. dem Bibelgürtel in den USA ist schon viel mehr als nur fragwürdig – dieser ist tatsächlicherweise gar eine Gefahr Gefahr!

    Er sollte alsomit auch vehement angegangen werden, genauso wie die verqueren Illusionen der irgendwelchen Eso-Gurus anhängenden Pseudospirituellen, wie ebenso den atheistischen Materialisten!

    Also wäre eigentlich für die deutliche Thematisierung zu danken, jedoch nicht dann, wenn obiges einfach stur nicht verstanden wird bzw. werden will.

    Deutsch und Deutlich:

    Jesus hatte mit dem heutigen Christentum und deren Dogmen noch weniger am Hut, wie mit den Händlern, die er aus dem Tempel verscheuchte… (wer anderes behaupten will, beweise mir sachlich, sauber und stringent nachvollziehbar!)

    In Unverständnis um diese klare Differenzierung führt deutliches Ansprechen dieses wichtigen Themas zu nichts ausser Theater, Krach und Krieg – völlig sinnlos!

    Ps. @Magnus
    Mehr geht nicht.

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    “Mehr geht nicht.”

    Das reicht eindeutig nicht.

    Ich mache nicht den von Dir ausgerufenen Jesus-Deppen.

    Egal wie nachverklausuliert.

    Ich bedarf diesbezüglich auch keiner verschwurbelten, unerbetenen Gnade.

    Manchmal sollte man auch über eine gewisse überschrittene Grenze wieder zurücktreten können. Jeder macht Fehler. Du magst das aber nicht sehen. Deine Wahl.

  18. Dude sagt:

    Tja.

    Ich verkauf mich nicht, und lass mich auch nicht manipulieren.

    Der Fehler liegt meiner festen Überzeugung nach nicht bei mir, sondern bei Dir, sorry.

    Ich wollte Dir dennoch mit obigem entgegenkommen, wie bereits zuvor im andern Strang.

    Aber erneut pures Unverständnis.

    Schade.

    Tja, damit hat sich’s dann wahrscheinlich.

    Schwachsinn.

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ja, jesusmäßiger Schwachsinn.

    Der muss aber wohl sein, auch und gerade wie hier gezeigt, bis dass sich wirklich was ändert.

    Dafür müssen meine Quanten wohl noch eine Weile bis in den Computer hineinstinken.

    Einen derartigen mentalen Müllhaufen wie den um Jesus herum errichteten stinke nicht einmal ich so leicht weg.

    Aber ich arbeite daran.

    Fortsetzung folgt auch ohne Deine erkleckliche unbewusste Mithilfe.

    Ich traue Dir durchaus zu, das Lesen noch so gut zu lernen, dass Du verstehst, was ich eben gesagt. Wenn Du es wirklich willst, magst Du es jetzt gleich verstehen. Bezüglich dieses Willens aber hege ich berechtigte Zweifel. Denn Du hältst mich immer noch für doof. Ich bin, ja, doof in vielen Dingen. Nicht aber hierin, wovon wir geredet. Vielleicht auch doch. Ich meine das aber einfach mal so.

    Vielleicht bin ich ja gar Satanist, wer weiß?

    Fresse morgens meine Kinder, weil mir Shakespeares “Der Sturm” beim Frühkaffee zuwenig gab?

    Ja, und dann, zum Vesper, da nehme ich mein Victorinox-Brotzeitmesser, und der arme Jesus ist dran. Ich sehe eben nicht nur aus wie ein Monster, ich bin auch eins.

    Du lässt Dich – jetzt ernst – noch viel zu sehr verleiten. Irgendeiner schwallt was raus, und Du glaubst es. Mir zum Glück nicht. Oder eher: nicht zum Glücke, sondern weil ich ganz vorsätzlich nicht schwalle. Wenigstens versuche, es zu vermeiden. Es mag dann trotzdem mal vorkommen; aber es ist vergleichsweis selten.

    Achso: Da wir uns ja vielleicht nicht so bald mehr öfter sprechen. Dieser von Dir so hochverehrte Armin Risi, noch öber Osho, von mir ganz zu schweigen, denn an solchen Granden gemessen bin ich höchstens ein Zikade im Endstadium, nix gelernt, auch davon konsequent nix verstanden: Was will, was sagt der?

    Ich erwarte jetzt keine Antwort auf die Frage, denn die verstünde ich eh nicht.

    Ich weiß nur, dass ich keiner Leute bedarf, die mir aus ideologischen Grunden mein Sprechen abzusprechen trachten. Mehr habe ich nicht gelernt.

  20. [...] Im folgenden ein Gastbeitrag von Uwe. (hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors) [...]

  21. Jochen sagt:

    @ Dude und @ Magnus

    “Jesus hatte mit dem heutigen Christentum und deren Dogmen noch weniger am Hut, wie mit den Händlern, die er aus dem Tempel verscheuchte…”

    Alle Christen kennen Jesus persönlich – aus der Bibel.
    Alle Nichtchristen kennen Jesus auch – selbst wenn sie die Bibel nicht gelesen haben.

    Die Frage ist: Muss man Jesus kennen?

    Selbst jene, die ihn nicht kennen wollen, stellen sich zu Weihnachten ihm zu Ehren einen Tannenbaum ins Zimmer. Jeder macht mit, damit Jesus immer dabei ist, obwohl den wirklichen Jesus gar niemand wirklich kennen kann.

    Jesus sind die Spruchweisheiten (Gleichnisse) aus der Bibel (Neues Testament); unsere Zeitrechnung fängt mit Jesu Geburt an. Dass Jesus wiederkommt – irgendwann – das glauben Massen von Menschen.

    Nach der Bibel hat Jesus gesagt, dass das Kommen des Reiches Gottes noch GESEHEN wurde von der Generation, die lebte, als Jesus noch unter uns weilte.

    Markus 9:1 Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes mit Kraft kommen.

    Ebenso hat Jesus nach der Bibel gesagt, dass das Kommen des Reiches Gottes nicht GESEHEN werden kann, weil es inwendig in uns ist.

    Lukas 17:20 Da er aber gefraget ward von der Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden. 21Man wird nicht sagen: Siehe hier oder da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch.

    Nur eine Version kann aber die richtige sein. Entweder ist es Markus 9:1 (Dann aber ist das Reich Gottes schon gekommen), oder es ist Lukas 17:20-21 (Dann aber braucht es keinen Jesus, der irgendwann noch einmal als Retter wiederkommt – in diesem Fall hätte es sogar einen Jesus niemals gebraucht).

    Alleine dieser Widerspruch zwischen der Aussage in Markus 9:1 und in Lukas 17:20-21, macht die ganze Sache mit Jesus unglaubhaft.

    Dass Jesus von den Toten auferstanden ist, wovon nur die Jünger zeugen und dass er später vor den Augen der Jünger in den Himmel hinauf schwebte, wovon nur die Bibel berichtet, macht die ganze Sache auch nicht glaubhafter.

    Alles, was sich um Jesus dreht, steht eigentlich nur in der Bibel, genauer gesagt dem Neuen Testament. Jesus sagt von sich selbst, er wäre das Wort. Das Wort ist die Schrift – die Bibel also ist Gott. Was der Christen-Gott verlauten lässt, steht in der Bibel. Ansonsten schweigt Gott, er sagt kein einziges Wort.

    Fragt Gott, warum es auf unserer Welt so beschissen ist. Ihr werdet keine Antwort bekommen, außer den Worten, die in der Bibel stehen.

    Ist Jesus von den Toten auferstanden? Eine eigene Meinung dazu hatte noch nicht einmal der Apostel Paulus. Er schreibt nur:

    1.Korinther 15:3 Denn ich habe euch in erster Linie das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus für unsre Sünden gestorben ist, nach der Schrift,

    1.Korinther 15:4 und daß er begraben worden und daß er auferstanden ist am dritten Tage, nach der Schrift,

    Galater 3:8 Da es nun die Schrift voraussah, daß Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham zum voraus das Evangelium verkündigt: «In dir sollen alle Völker gesegnet werden.»

    Galater 3:22 Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus denen gegeben würde, die da glauben.

    1.Petrus 2:6 Darum steht in der Schrift: «Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, wertvollen Eckstein; und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden.»

    Die Schrift ist der Christengott! Das Wort ist Gott!

    Wenn es die Bibel (die Schrift) nicht gäbe, dann gäbe es auch keinen Christen-Gott; dann gäbe es auch keine unbefleckte Empfängnis, dann gäbe es auch keinen Sohn Gottes und dann wäre Jesus auch nicht von den Toten auferstanden. Dann hätten wir vermutlich auch keinen Papst. Dann gäbe es auch alles Gerede für oder gegen Jesus nicht. Kurzum, die Schrift ist Satan. Denn von der Schrift geht auch alleine die Finsternis aus. Der Buchstabe tötet.

    Ja und selbst auch das steht in der Schrift:

    2.Korinther 3:6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

    Der Geist ist aber befangen von der Schrift und gefangen in der Schrift. Deshalb ist des Menschen Geist zur Zeit tot.

  22. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Sehr interessant (ich hatte noch keine Zeit im einzelnen darüber nachzudenken), was Du schreibst, also zunächst nur zwei Einwände.

    “Selbst jene, die ihn nicht kennen wollen, stellen sich zu Weihnachten ihm zu Ehren einen Tannenbaum ins Zimmer.”

    Der Weihnachtsbaum hat für mich mit Jesus nichts zu tun. Er ist ein germanisches Symbol für die Wiedergeburt des Lichts zu Wintersonnenwende. Für das Jahr und das Immergrün, also das sich immer wieder erneuernde Leben, die Ewigkeit, für die Runen jera und aiwaz.

    “Der Geist ist aber befangen von der Schrift und gefangen in der Schrift. Deshalb ist des Menschen Geist zur Zeit tot.”

    Auch das mag für die Masse stimmen. Mein Geist aber ist nicht tot. Er ist auch nicht befangen von der Schrift oder in der Schrift. Er lernt durch manche Schriften, und er nutzt die Schrift zur Mitteilung.

    Ich werde mir Deine illustre Bibelzitatsammlung nachher noch in Ruhe ansehen. Jetzt ruft erstmal eine Pflicht.

  23. Dude sagt:

    @Jochen (oder doch lieber Joseph von Aphoris? ;-) )

    “Selbst jene, die ihn nicht kennen wollen, stellen sich zu Weihnachten ihm zu Ehren einen Tannenbaum ins Zimmer.”

    Da ich Bäume als göttliche Individuen liebe und verehre, könnte ich es mir niemals verzeihen, eines dieser wundervollen Lebewesen, ganz egal aus welchen Gründen bzw. mit welcher Selbstrechtfertigung, nur zu meinem persönlichen Ergötzen im Wohnzimmer aufzustellen, und ihn dazu vorher zu ermorden.

    Sie werden schon so zur Genüge sinnlos (oder um des Profits Willen, was letztlich dasselbe ist) abgeschlachtet leider…

    http://becklog.zeitgeist-online.de/2012/12/03/baumfrevel/

    Einen Baum ausgraben, in der Wohnung einpflanzen, um es danach wieder zurück in die Natur zu bringen, wäre etwas zu umständlich, und zudem dämlich. ;-)

    “…dass das Kommen des Reiches Gottes nicht GESEHEN werden kann, weil es inwendig in uns ist.”

    Absolut! Nicht sichtbar, jedoch individuell erfahrbar! :-)

    “Dann aber braucht es keinen Jesus, der irgendwann noch einmal als Retter wiederkommt”

    Das sehe ich genauso.

    Jesus fungierte jedoch als Bote, Vermittler. Somit ist schwer zu sagen, ob es ihn gebraucht hätte oder nicht. Ihn als Person bestimmt nicht, denn diese Aufgabe hätte jeder übernehmen können, und kann auch heute noch jeder übernehmen, der in individueller Religio und in Erkenntnis der höchsten Weisheit agiert.

    Der Widerspruch macht nur die Bibel unglaubwürdig, und zeigt wes Geistes sie entsprungen. Sie dient einzig der Macht. Sie befördert das Guruprinzip, und das ist grundsätzlich fatal, egal ob es sich dabei um Religionen, Sekten oder sonstwas handelt.

    Sünde, Auferstehung, etc. ist alles Humbug!

    Es ist eine Personalisierung eines falschen Bildnis und untergräbt die Gleichwertigkeit aller göttlichen Individuen schon vom Kerne!

    “Kurzum, die Schrift ist Satan.”

    Genau. Oder anders gesagt: Die Verehrung satanistischer, diabolischer Ideologie und Anhängung an falsche Dogmen und Moralität.

    Dennoch gibt es im Scheisshaufen der Bibel auch einzelne wertvolle Perlen der Weisheit. Diese sind aber rar, weshalb ein Zarathustra definitiv die bessere Anleitung zur Weisheit und individuellen Religio darstellt.

    @Magnus

    Ich sehe, wir hatten da mal wieder eine Überschneidung. Du kannst meinen Kommentar vom 25. März 2013 um 13:25 also gerne löschen.

  24. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Der Kommentar kann ruhig dort stehenbleiben. Mich stört er nicht.

  25. Dude sagt:

    Ok. Doppelt genäht hält bekanntlich auch besser. ;-)

  26. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “Der Weihnachtsbaum hat für mich mit Jesus nichts zu tun. Er ist ein germanisches Symbol für die Wiedergeburt des Lichts zu Wintersonnenwende.”

    Ist Jesus der Lichtbringer oder nicht?

    Offenbarung 22:16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch solches für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und der Sproß Davids, der glänzende Morgenstern.

    Morgenstern, lat. lucifer; luzifer = Lichtbringer.

    Was die Wiedergeburt des Lichts angeht, so trifft das dann auf Jesus ebenso zu, wenn es auch nicht nur zur Wintersonnenwende, sondern grundsätzlich jeden Tag der Fall ist.

    Apostelgeschichte 1:11 Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in gleicher Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

    Am Himmel fährt das Sonnenschiff, es wird abend vom Himmel aufgenommen und morgens kommt es wieder – jeden Tag!

    Etwas über den Ursprung des Weihnachtsbaumes:

    http://haroldgraf.blog.de/2010/12/23/weihnachtsbaum-ursprung-10243003/

    Die alten Germanen mögen es so gesehen haben, dass wenn am Morgen die Sonne aufgeht, sie sich dabei einen Baum vorgestellt haben, der wächst, dann Frucht trägt und der am Abend wieder vergeht, er fällt oder sonst etwas in der Art. Das Kreuz heißt ursprünglich ja auch Pfahl, ein Pfahl ist ein Stamm…sinnbildlich steht er also für die Sonne; aus dem Pfahl entwickelte sich mit der Zeit das Sonnenrad, welches nicht nur bei den Hindus das Symbol für Gott ist. Außerdem sind die Inder (Hindus u.a.) im Kern mit den Germanen verwandt.

    Am Ende läuft alles doch wieder nur auf den Himmelskörper Sonne hinaus, die Lebens- Freude- und Energie spendende Kraft in unserem Sonnensystem. Ohne Sonne sitzen wir im Dunkeln, also verehren alle die Sonne und zu Weihnachten eben mit einem Tannenbaum, dem immergrünen Baum als Sinnbild des Lebens. Jesus hat sehr wohl etwas damit zu tun, denn er ist das Symbol für die Wiedergeburt schlechthin. Ob man nun am 22. Dezember die Wintersonnenwende feiert oder am 24. Dezember die Geburt Jesu, es bleibt sich im Grunde gleich.

    “Auch das mag für die Masse stimmen. Mein Geist aber ist nicht tot.”

    Schön, dass du dir darin so sicher bist.

  27. Jochen sagt:

    @ Dude

    Wenn ich Jochen schreibe, dann bin ich Jochen und niemand anders. Ich mag dich Dude, aber ich mag es gar nicht mit anderen (Namen) in Verbindung gebracht zu werden. Also laß das bitte in Zukunft. Du willst ja auch, dass man dich Dude nennt und nicht anderswie. Ich hoffe, dass ist nun verstanden worden. Danke!

    “Sünde, Auferstehung, etc. ist alles Humbug!”

    Gut, damit wäre dann also das Christentum erledigt. Franziskus der I. kann nach Hause gehen. Ostern und Weihnachten, alle kirchlichen Feiertage sind damit abgeschafft.

    “Da ich Bäume als göttliche Individuen liebe und verehre”

    Du siehst einen Baum als ein göttliches Individuum an? Das gehört zur Allgottlehre und nennt sich Pantheismus.

    “…nur zu meinem persönlichen Ergötzen im Wohnzimmer aufzustellen, und ihn dazu vorher zu ermorden.”

    Ich musste einmal in unserem kleinen Garten eine Birke fällen, die leider zu groß geworden war und es bestand die Gefahr, dass sie aufs Haus fallen könnte. Hat mir Leid getan, das zu tun, aber es ging nicht anders. Bin ich deshalb ein Mörder?

    Tiere erachte ich für noch mehr wert als Bäume, nicht nur weil sie Schmerz genauso empfinden wie wir. Indianer sind mit der Natur noch viel mehr verbunden als wir Zivilisationsgeschädigten es sind. Sie töteten aber z.B. Bisons, um davon leben zu können. Unter anderem wurden die Felle benutzt zum Zeltbau. Man stellte sich also Teile von lebenden Wesen sozusagen im Zimmer auf. Sind die Indianer deshalb alles Mörder?

    “Absolut! Nicht sichtbar, jedoch individuell erfahrbar! :-)”

    Wie ist es denn für dich erfahrbar, dass das Reich Gottes da ist?

    “Jesus fungierte jedoch als Bote, Vermittler.”

    Du kanntest Jesus also persönlich, bekamst mit was er tat und wie er lebte?

    Lukas 22:38 Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug!

    Wieso trugen die Jünger von Jesus, die vornehmlich doch Fischer gewesen sein sollen, Kriegswaffen bei sich? Es waren keine Obstmesser, die sie bei sich hatten, sondern es waren richtige Waffen, wie sie auch von den Römern benutzt wurden. So könnte es doch sein, dass Jesus auch der Anführer einer bewaffneten Widerstandsgruppe gewesen ist. Tagsüber predigte er das Reich Gottes und Nachts wurde gemeuchelt. Die Filmfigur Zorro machte es ähnlich. Da trat der Gute auch im dunklen Gewand mit Maske auf. Was hätte Jesus sich für eine bessere Tarnung ausdenken können, als tagsüber ein harmloser Wanderprediger zu sein, den kein Wässerchen trüben konnte?

    Lukas 8:33 Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See und ertrank.

    Wurde damit vielleicht ein erfolgreicher Angriff auf die Römer umschrieben? Bezeichnet man seine Feinde nicht gerne auch als Schweine?

    “Dennoch gibt es im Scheisshaufen der Bibel auch einzelne wertvolle Perlen der Weisheit.”

    Über zwei Jahrtausende bürgerten sich Redewendungen der Bibel in den alltäglichen Sprachgebrauch ein. So ein Spruch wie “Perlen wirft man nicht vor die Säue” ist nur einer davon. Viele benutzen diese Sprüche, ohne zu wissen woher sie eigentlich kommen. Die Bibel oder Teile davon, haben sich in des Menschen Geist tief festgesetzt. Deshalb meinte ich, das die Bibel durchaus dazu fähig ist, den Geist zu töten. Für nicht wenige wurde ihr Inhalt zum ihrem Lebensinhalt. Es handelt sich im Grunde um eine Sackgasse, aus der man schwerlich den Weg wieder heraus findet. Denn zuletzt will man, dass die Welt so funktioniert, wie es in der Bibel steht. Aber funktioniert die Welt wirklich so? Und vor allem: Funktioniert der Geist des Menschen so, wie es die Schrift will?

    Zuletzt steht da doch Wille gegen Wille. Den eigenen soll man aufgeben und sich ganz dem Willen Jesu bzw. Gottes (der Gott der Bibel) – oder dem Willen der Kirche? – verschreiben. So will es das Christentum. Mein Wille aber sagt mir, das ist nicht der richtige Weg. Denn ich habe meinen freien Willen nicht mit auf den Weg bekommen, um ihn dann aufzugeben.

    “Diese sind aber rar, weshalb ein Zarathustra definitiv die bessere Anleitung zur Weisheit und individuellen Religio darstellt.”

    Warum brauchst du von jemand anders überhaupt eine Anleitung für dein Leben? Du bist doch selbst eine eigenständige Persönlichkeit, mit einem eigenen Willen und einem eigenen Denkvermögen. Schreibe oder denke dir doch lieber deine eigene Anleitung zum Leben – Am Anfang oder im Anfang…..wie beginnt oder begann es bei dir?

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    “Ist Jesus der Lichtbringer oder nicht?”

    Für mich nicht.

    “Wenn ich Jochen schreibe, dann bin ich Jochen und niemand anders. Ich mag dich Dude, aber ich mag es gar nicht mit anderen (Namen) in Verbindung gebracht zu werden. Also laß das bitte in Zukunft. Du willst ja auch, dass man dich Dude nennt und nicht anderswie. Ich hoffe, dass ist nun verstanden worden. Danke!”

    Ich kann Dudes Anspielung zwar nachvollziehen, stehe bezüglich Deiner Riposte aber klar auf Deiner Seite.

    Entweder sind Decknamen zugelassen, oder sie sind es nicht. Es ergibt, wenn sie zugelassen (außer mir schreibt hier seltenst mal einer unter Klarnamen), wenig Sinn, darüber zu spekulieren, wer gerade wer sei, sich einen neuen zugelegt habe.

    Ein Kommentar trägt, so oder so, einen Wert in sich selbst, oder er tut es nicht.

    Was Du eben wieder eingebracht hast, erfüllt das für mich allemal. Und wäre es nicht so, so fühlte sich vielleicht ein anderer davon inspirierend angesprochen.

    Noch zu Nietzsche: Es ist meines Erachtens keine Schande, sich dazu zu bekennen, dass das Werk eines großen Geistes das eigene Denken stark beeinflusst hat. Ich tue das, was ihn anlangt, jederzeit freimütig.

    Das entbindet aber in der Tat nicht vom eigenständigen Denken; im Gegenteile; ich wiederhole hier deshalb das Zitat: “Du suchst Anhänger? Suche N u l l e n!”

    Wir wissen, wie schon gesagt, von Jesus nichts Gesichertes. Laut vieler Bibelstellen aber (Du hast einige davon angeführt) suchte er Anhänger, also, wenn man Nietzsche hier Gewicht gibt, Nullen.

    Im Grunde ist diese Fragestellung auch diejenige, die zum heftigen Streit zwischen Dude und mir führte. Ich brachte den Verdacht auf, dass es so gewesen sein könnte, wurde dafür, ich drücke es jetzt mal gelind aus, scharf kritisiert. Den realen Jesus auch nur in Zweifel zu ziehen, das ist für viele ein Sakrileg. Meine (nicht meine einzige) Eingangsthese. Hier wie dort.

    Bald bin ich dessenthalben womöglich “von allen guten Geistern verlassen” (wichtig auch, sehr sinnvoll, dass Du wiederum auf all die Spüche aus der Bibel hinweist, die unbewusst sprachliches “Gemeingut”!), da ich diese in meiner nicht enden wollenden Bosheit verscheucht.

    Na denn. Sei’s drum. Ich mache meine Arbeit, “so mote it be”. C’est ca. (Die Cedille habe ich grade nicht auf den Rechner gekriegt.)

    Dude stimme ich dahingehend zu, dass die Bibel weit überwiegend ein literarischer Scheißhaufen. Was man an Gutem darin finden können mag, finde zumindest ich anderwo leichter und überdies deutlicher, besser eingebettet. Nur der Koran kann sich die Ehre anrechnen, als weitverbreitete Schrift ähnlich bösartig und dumm zu sein wie diese.

    Vielleicht noch Goethes Lehr- und Wanderjahre zu nennen. Den falschen Gockel aber rupfe ich noch gesondert.

  29. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “Dude stimme ich dahingehend zu, dass die Bibel weit überwiegend ein literarischer Scheißhaufen.”

    Inzwischen ist meine Meinung zur Bibel, dass sie in Khirbet Qumran, wenn nicht im Ganzen verfasst, dann dort aber komplett überarbeitet worden ist. Man fand in den dortigen Höhlen sogar Fragmente des Markusevangeliums, welche dort eigentlich gar nicht sein durften. Denn so sind alle bisherigen Datierungen der christlichen Ur-Texte, was ihre Entstehungszeit anbelangt, falsch. Es wird nun versucht, sich zusammen zu phantasieren, dass die Essener eine zeitlang einer christlichen Gruppe (Urchristen) Unterschlupf geboten hätten.
    Die Essener wiederum waren aber arm und sie hätten niemals solch ein Bauwerk, wie es früher einmal Khirbet Qumran gewesen ist, selbstständig, schon alleine der Kosten wegen, auf die Beine stellen können. Außerdem ist alles dort perfekt konstruiert gewesen. Ich habe ein Buch über dieses Thema und es heißt darin, dass diese Festung nur vom Staat, also von den Römern, angelegt und bezahlt worden sein kann. Der Öffentlichkeit wird so etwas aber alles verschwiegen. Die Leute sollen beten und arbeiten und ja nicht ans Denken kommen.

    Um noch einmal kurz auf Gesagtes von Paulus zurückzukommen:

    1.Korinther 15:3 Denn ich habe euch in erster Linie das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus für unsre Sünden gestorben ist, nach der Schrift,

    Ohne die Schrift wäre sich also Paulus noch nicht einmal sicher, ob Jesus überhaupt gestorben ist. Mündlichen Überlieferung billigt Paulus also keine Beweiskraft zu. Er hält sich stur an die Schrift, so wie es bis heute auch alle anderen Christen, ob nun echte oder Namenschristen, tun.
    Jemand anders für seine eigenen Sünden sterben zu lassen ist ein guter Trick. Noch im Mittelalter gab es tatsächlich sogenannte Prügelknaben, die für die Sünden anderer Schläge einstecken mussten. Heutzutage schickt man seine Prügelknaben und inzwischen auch Frauen noch in sinnlose Kriege. Die Obersünder aber gehen immer frei aus.
    Wie auch jetzt in Zypern. Die Bänker sind die eigentlichen Sünder, aber bezahlen muss das Volk.

    Wer ist der Obersünder von allen? Die Christen rufen jetzt: Satan.
    Wer aber machte nach der Schrift den Satan?

    1.Mose 3:1Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte;

    Die Schlange war nicht böser als alle Tiere des Feldes, sondern listiger, also schlauer. Dass jemand schlauer ist als er (Gott) selbst, damit kam der Gott der Bibel nicht zurecht – da wurde er richtig böse. Eigentlich haben wir es also mit einem bösen Gott zu tun, der sich in seinem Tun selbst verschätzt hat, wenn man nach dem Inhalt der Bibel geht.

    Wer mag es schon, wenn andere schlauer sind, als man es selbst ist. Würden die Leute merken, mit wie wenig Verstand unsere Welt regiert wird, würden sie sich dann noch von der Obrigkeit unterjochen lassen? Also wendet die Obrigkeit Gewalt an, wenn das Volk anfängt zu denken. Gewalt anzuwenden zeugt aber nur davon, wie wenig Verstand die Obrigkeit hat. Gewalt wendete z.B. auch schon der Apostel Paulus gerne an, um seine Macht zu demonstrieren.

    1.Timotheus 1:20 Unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, welche ich dem Satan übergeben habe, damit sie gezüchtigt werden, nicht mehr zu lästern.

    Paulus muss also gute Verbindungen zu Satan gehabt haben. Die Schrift gibt leider nicht allzu viel her, wie es damals wirklich zuging. Vielleicht würde es viele Leute regelrecht erschrecken, wenn sie die Wahrheit über das Urchristentum erführen.

    “Ist Jesus der Lichtbringer oder nicht?”

    “Für mich nicht.”

    Was ist denn überhaupt ein Lichtbringer? – War Nietzsche vielleicht ein Lichtbringer?

    Ist der Mond ein Lichtbringer in der Nacht?

    Kann man Licht überhaupt bringen oder kommt es nicht vielmehr irgendwann wie von selbst? – Dann, wenn es im Gehirn KLICK macht.

  30. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    In meiner englischen Bibel (die ich verloren habe) war die Schlange ein Er: “He, the serpent”.
    Das nur nebenbei; einen Bibeltiftler wie Dich mag das aber interessieren. Der Satan wird immerhin nie weiblich vorgestellt.
    Ist die Schlange ein Er, so ist symbologisch wohl unschwer zu erraten, was die arme Eva da verführte. (Mir war das eh klar, aber manchem mag das männliche grammatische Geschlecht dahingehend doch ein wichtiger Wink sein.)
    Die Schriftgläubigkeit schon bei Paulus ist ein interessanter Aspekt; der wird noch in einen eigenen Beitrag einmünden.
    “Was ist denn überhaupt ein Lichtbringer? – War Nietzsche vielleicht ein Lichtbringer?”
    Der Begriff “Lichtbringer” ist durch die Abrahamiten (nicht die Römer! – bei denen steht Luzifer für die Venus, und die Römer hatten nichts gegen das Weib) derartig geschändet und zersockst, dass ich ihn gerade Nietzsche nur ungern anheften mag. Sachlich ist er aber zutreffend in dem Sinne, was er eigentlich bedeutet. Jedenfalls für mich.
    Urgermanisch ist in Nietzsches Zarathustra die Schlange, als klügstes Tier, neben dem Adler, als das stolzeste, eines seiner beiden Lieblingstiere. Wobei die Sache in diesem Zusammenhange nochmals verwirrend wird, da der Aar ja ein Sonnensymbol, also der größere Lichtbringer. Hinwiederum bildet der Morgen- bzw. Abendstern Venus mit der Sonne ein Konjunktionspentagramm, und das Pentagramm steht bekanntlich (Goldener Schnitt, am menschlichen Körper proportionsmäßig mehrfach nachweisbar, siehe Da Vinci, Italeuro) für den Menschen.
    So gesehen – hehe – dürfen mindestens wir beide uns als Ausdruck der vollkommenen Harmonie zwischen Klugheit und Stolz betrachten. (0,1,1,2,3,5,8,13…: Ob “phi” von “fi…n” abstammt, lässt sich meines Wissens etymologisch nicht zweifelsfrei nachweisen. Auch nicht, weshalb Fibonacci der Reihe deshalb seinen Namen geben durfte, weil der mit “Fi” anfängt, obschon das Zahlenverhältnis schon den alten Germanen wie Ägyptern bekannt war.)
    Schwiff ich etwas ab?
    Achso, ja. Ich vergaß zu erwähnen, dass ich essenerfreies Brot zu backen pflege. (Ich backe also die Essener nicht mit hinein; Jesus auch nicht; dessen Leib sollen die Christen essen, sein Blut trinken; ich bin weder Kannibale noch Vampir.)

  31. Thomas sagt:

    Wow, Jesus ist gescheitert. Eine Interpretation mit Folgen ungekannten Ausmaßes. So habe ich noch keinen argumentieren hören. DAS werde ich in der nächsten Diskussion mit einem “Gläubigen” als Killerargument anbringen und der wird am Ende mit schmerzverzerrtem Gesicht schreiend den Raum verlassen. Und ich hab endlich Ruhe. Danke Uwe, das bringt eine solche Diskussion auf ein ganz neues Niveau. :) Und diese Art der Interpretation lohnt wirklich weiterer Gedanken.

    “Viele benutzen diese Sprüche, ohne zu wissen woher sie eigentlich kommen. Die Bibel oder Teile davon, haben sich in des Menschen Geist tief festgesetzt. Deshalb meinte ich, das die Bibel durchaus dazu fähig ist, den Geist zu töten.”
    @Jochen: Ich weiß von so vielen Worten und Redewendungen nicht, wo, wann und aus welchem Kontext sie entstammten. Haben sie wirklich noch Einfluss auf mein Denken? Einerseits vielleicht, andererseits benutze ich sie, weil unwissend deren Ursprungs, wertfrei oder zumindest in anderer Absicht, wie die meisten anderen auch. Bei den meisten, politisch nicht “versauten” Begriffen und Redewendungen besteht wohl ein allgemeiner Konsens zu deren aktueller Bedeutung. Ein bösartiges und unterschwelliges Beeinflussen durch die Bibel kann ich nur schwer erkennen. (Z.B. die Perlen für die Säue)

    “Warum brauchst du von jemand anders überhaupt eine Anleitung für dein Leben? Du bist doch selbst eine eigenständige Persönlichkeit, mit einem eigenen Willen und einem eigenen Denkvermögen.”
    Nietzsche hat da, soweit ich bisher gelesen, eine vernichtende Meinung, der ich nicht gewillt bin vollständig zuzustimmen. Dennoch: Der Mensch ist zu Erstaunlichem fähig, jedoch benötigt er dazu meist zündende Gedanken anderer. Es ist keine Schande, so faul (oder effizient) zu sein und sich die Gedanken anderer anzusehen. So spart man einerseits Zeit und kommt andererseits vielleicht schneller oder überhaupt einmal auf seine eigenen gedanklichen Fehler.

    Aber zurück zum Thema:

    Solange nicht einer mindestens hebräisch lesen kann oder nicht noch ältere Originale der Bibel am besten nativ übersetzen kann, kann er sich sowieso nur auf die Übersetzungen der Übersetzungen verlassen. Und solange nicht einer Mäuschen hinter vatikanischen Mauern in den bestgesicherten Archiven dort spielen kann, wird niemand die “echte” Geschichte erfahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort Informationen lagern, die alles, was heute in den Büchern steht über den Haufen werfen würden. Solange das niemand kann, lohnt sich die Diskussion meiner Ansicht nach kaum, denn sie setzt auf zuviele Unbekannte und False. Es reicht aus, dass man im Gröbsten übereinstimmt: Dass die heutigen Texte im Ganzen eine Negation dessen sind, was sie vorgeben zu sein.
    Sich dann wegen weiterer Details in die Haare zu kriegen ist Zeitverschwendung. Es gibt, mit Verlaub an alle, Wichtigeres.

  32. Dude sagt:

    @Thomas

    “Es ist keine Schande, so faul (oder effizient) zu sein und sich die Gedanken anderer anzusehen.”

    Allein Dein Kommentar ist dafür schon Beweis genug. :-)

    Es geht gar nicht um die historischen Fakten, es geht letztlich nur allein um den Kern an sich. Die höchste Weisheit: All-Liebe, Selbstliebe, Nächstenliebe, Feindesliebe.

    Alles andere ist Garnitur und/oder Trugbild – irrelevant.

    Ps. Ja, in die vatikanschen Bibliothekskatakomben würd ich auch gern mal einen Blick werfen, und da gehts noch Millionen anderen genau gleich… Definitiv kein Zufall, dass niemand darf…

    @Jochen

    Geht klar. Sorry. Aber ich versteh die Wechselmanie einfach nie so richtig, zumal es – zumindest bei mir – meist eh nix nützt. ;-)

    Ps. Zuviele Fragen aufs mal.

  33. Uwe sagt:

    Danke Dude, wer verstehen will, der versteht. Es muss von innen kommen.

    @ Thomas, warum sollte der Christ schreiend den Raum verlassen? Er holt sich doch jenes Bildnis des Gescheiterten in seinen Raum :o). Nur die Deutung schmerzt, ja.

    Schmerzen dürften doch für einen Christen nichts ungewöhnliches sein, oder? Jesus spricht vom Leiden als Erlösungsweg …. aushalten, nicht rausrennen, da beginnt FundamentalReligion.

    Wie geht es denn dir mit der Interpretation des Gescheiterten? Was bedeutet Religion für dich?

    Ich habe Jesus nicht labern hören (gelesen), sondern er ging durch das Scheitern hindurch. Ob es jemals Menschen verstehen, die sich intellektuelle Überlegenheit auf die Fahnen schreiben? Für jene bleibt Jesus “historisch”, auf dieser Ebene kann man “ihn” so schön personifizieren, auseiandernehmen (bis die Botschaft getötet wurde) und verteufeln. Und das “Schöne” ist ja, dass das kein Ende nimmt.

    Nur nicht als Botschaft fürs eigene Leben verstehen, das könnte die Luxuszone der “Überlegenheit” beschmutzen ….. Wir wollen Abstand.

    Was ist Religion, wenn nicht Gottes- und damit Selbstbezug? Alles andere ist heiße Luft.

  34. Wechselmarie sagt:

    @ Dude

    “Wechselmanie”

    Danke, sehr liebenswürdig von dir. Aber dein Wort bringt mich auf eine neue Idee zu einem neuen Pseudonym. Nun bin ich nicht mehr der Jochen, sondern die Wechselmarie. Für wie lange, weiß ich noch nicht. Du weißt ja, bei mir ändert sich immer alles von heute auf morgen oder sogar von einem Moment auf den anderen. So wollt’ ich auch keine Kommentare mehr schreiben und nicht mehr bloggen, aber auch das habe ich mir überlegt und so tue ich’s wieder. Morgen schon, aber kann es auch was das angeht, wieder mit der Lust vorbei sein. Ein Gestaltwandler zu sein, wäre glaube ich, genau das Richtige für mich.

    Zu dem Typ “Dude” im Film “The Big Lebowski”. Ich habe den Film Zuhause. Die Scene, wo der Arzt von ihm verlangt, mal die Hose runter zu lassen und er dabei so dumm aus der Wäsche schaut. Mir kam an dieser Stelle der große Lebowski ziemlich klein vor. Er tat brav das, was von ihm verlangt wurde. Gezeigt wurde es ja nicht, da kam der Schnitt. Der Schnitt an dieser Stelle, den halte ich für sehr bedeutungsvoll. Für mich könnte der Dude in diesem Sinne nie ein Vorbild sein.

  35. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Ich nehme jetzt mal her, was ich von dem, was über Jesus im Sinne seiner Botschaft (auch wenn er scheiterte) für mich hier ersichtlich wurde – nicht, dass das seiner bezüglich neu wäre – , nämlich, dass es besser, wenn man möglichst lieb.
    Ich frage mich immer noch, was er damit so besonderes gesagt hätte. Das ist zwar nicht gerade ein oberster Ausbildungsgrundsatz in einer Straßenräuberschule, aber ansonsten doch nichts Neues.
    Dass er damit gescheitert sei, das ganze Drum und Dran mit seinem Papa bzw. dem Alten Bund, dem Tod am Kreuz, ob nun wahr oder nicht, macht es auch nicht besser. Oder etwa doch? Dann für wen? Für mich jedenfalls nicht. Im übrigen gab es auch jede Menge andere anständige Leute, die nicht einmal ihren Dreißigsten erleben durften.
    Mir erschließt sich, selbst wenn ich nur das Günstigste aus der Bibel ziehe, nach wie vor nicht, was daran so einzigartig sein soll, dass jener Jesus, in einem ganz anderen Maße als andere, “den Weg” gewiesen hätte.
    Konfuzius, immerhin 500 Jahre früher dran, meinte auch, dass der Mensch richtig daran tue, keinem anderen zu schaden, jedem so gut als nur möglich zu helfen.

    Und da wir auch schon Nietzsche da hatten: “Den Weg, den giebt es nicht!” – meinte der. (Eines von den beiden “den” ist gesperrt gedruckt; ich weiß grade nicht mehr welches.)

    “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben” – meinte Jesus, wofern man ihm das nicht auch wieder nur angedichtet hat.

    Für einen, der gescheitert, ans Kreuz genagelt jämmerlich in der Sonne verreckte, wäre das in der Tat eine dreifach gewagte Aussage.

    Allzu gewagt wäre heute aber jene von ihm, die er den Juden gab, Johannes 8,44:

    “Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.”

    Das reichte in Deutschland, stünde es nicht schon so lange in der Bibel und stammte vorgeblich von Jesus, jedem Normalo wegen Volksverhetzung leicht mal für ein paar Jährchen im Kittchen. (Ich will hier diese Baustelle aber nicht weiters aufmachen. Es ist lediglich auch wieder so eine Stelle, auf die sich manche allzugern beziehen. Also Jesus hierzu bitte hier nicht zustimmen. Das müsste ich zensieren. Ich gehe davon aus, dass man ihm auch das nur angedichtet hat.)

  36. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Wechselmarie

    Jetzt machst Du den Dude auch noch zum Nude!

    Bitte keine Nickhackerei! Wir sind hier im Auftrag des Herrn unterwegs! Unzucht unerwünscht!

    Nachher nennt sich noch einer hier Wilhelm Meisters Wechseljahre, und ich habe eine Goetheaner-Demo, lauter senile Freimaurer, vor der Hütte!

    Nein, jetzt mal im Ernst: Ich kenne den erwähnten Film, also den dort vorkommenden Dude ebenso, nicht. Ich verstehe auch nicht, wie ein Schweizer sich – nicht nur hier – Dude nennen kann. Allerdings deshalb, weil das Wort erstens englisch ist, zweitens nicht selten eher herabsetzend gebraucht wird.

    Ich schlage indes vor, dass ich nochmal was zum Thema Nicks mache – morgen ist immerhin Karfreitag – , wo wir uns mal wieder heftig darüber kloppen, ob ich mit meinem Klarnamen der Dümmste von allen bin oder wer den bescheuertsten Decknamen führt. (Thomas heißt auch Thomas. So wie der Ungläubige. Passt ja. Ob Magnus zu mir passt, sei dahingestellt. Den Namen habe ich mir aber nicht herausgesucht. – Jaja, manche werden jetzt sagen, dass ich ihn vor meiner diesigen Inkarnation meinen Eltern ins Ohr geflüstert hätte, zur lutheranischen Taufe hin… Uwe heißt, glaube ich, auch Uwe… Ich bin schon ganz wirr im Kopfe…)

  37. Wechselmarie sagt:

    @ Magnus

    “Das nur nebenbei; einen Bibeltiftler wie Dich mag das aber interessieren. Der Satan wird immerhin nie weiblich vorgestellt.”

    In der Kunst wurde die Schlange im Garten Eden auch als weiblich dargestellt.

    http://www.handgemalt24.de/media/images/product/popup/Adam-und-Eva-von-Raffael–34606.jpg

    Hier folgend ein Ausschnitt eines Gemäldes von Michelangelo “Verführung und Vertreibung aus dem Paradies”, wobei die Schlange auch Brüste hat.

    http://markustermin.files.wordpress.com/2012/04/622px-lilith_adam_eva.jpg

    Dabei wären wir dann bei der Lilith, die einmal als weiblicher Dämon klassifiert wird und andererseits nach der jüdischen Mythologie, die erste Frau Adams gewesen sein soll. Wenn die Eva nun von dieser Schlange verführt worden ist, dann müssen die Eva und die Lilith das erste lesbische Paar der Weltgeschichte gewesen sein.

    1.Mose 3:6Und das Weib sah, daß der Baum gut zur Speise und daß er eine Lust für die Augen und daß der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Manne mit ihr, und er aß. (Elberfelder 1871)

    Das könnte bedeuten, wenn es dabei um sexuelle Verführung ging, das dies dann der erste flotte Dreier der Weltgeschichte war. Kein Wunder, dass dies dem Oberaufseher zuviel wurde. Was sich daraus noch alles hätte entwickeln können? Gruppensex, Orgien, die totale Dekadenz. Gut, der Garten Eden war dann sauber, aber dafür wurde die ganze Welt in Mit-Leidenschaft gezogen. Heute treibt es jeder mit jedem und alles wird per Gesetz – nein, nicht sanktioniert – sondern sogar unterstützt. Der Dämon Lilith hat sein Ziel (fast) erreicht.

    1.Mose 3:1Und die Schlange war listiger als alles Getier des Feldes, das Jehova Gott gemacht hatte; und sie sprach zu dem Weibe: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des Gartens? (Elberfelder 1871)

    Ob die Schlange weiblich oder männlich gewesen ist, lässt sich aus den Bibeltexten so nicht entnehmen. Gut, man sagt: Der Satan. Man sagt auch der Gott. Wo ist der Beweis dafür, dass Gott männlich ist? Kann ein Gott nicht sein was er will? Warum sollte also auch Satan nicht sein können, was er will?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Inanna

    Da steht unter ‘Eigenschaften’ z.B. auch, ich zitiere:

    “Hervortretend sind jedoch ihre Eigenschaften als Göttin der Liebe und des Geschlechtslebens, als kriegerische und eroberungssüchtige Gottheit. Des Weiteren gilt sie als Inbegriff alles Weiblichen, spielte aber auch als Gottheit des Königtums und Herrscherin eine bedeutende Rolle sowie als astrale Gottheit. Inanna konnte als männlich oder weiblich auftreten[4].”

    ” Jesus auch nicht; dessen Leib sollen die Christen essen, sein Blut trinken; ich bin weder Kannibale noch Vampir.)”

    Wäre es so verwunderlich, wenn die ersten Christen das mit seinem Blut zu trinken und sein Fleisch zu essen zu wörtlich genommen hätten? Mir kommt dabei auch das sogenannte Manna in den Sinn, das Himmelsbrot –
    Johannes 6:51 Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel herabgekommen. Wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er in Ewigkeit leben.

    Johannes 19:39Es kam aber auch Nikodemus, der zuerst bei Nacht zu Jesu gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, bei hundert Pfund. 40Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in leinene Tücher mit den Spezereien, wie es bei den Juden Sitte ist, zum Begräbnis zuzubereiten. (Elberfelder 1871)

    Hundert Pfund, das sind 50 Kilo Spezereien. Darin soll man Jesu eingewickelt haben? Und dann kam am Schluß ein sauberes Turiner Grabtuch dabei heraus, wo man noch den Blutfluß aus den Wundmalen sehen konnte. Alles andere an Spezereien aber war sauber weggefault, ohne größere Spuren zu hinterlassen. Vielleicht hatte Jesus auch die drei Tage lang die Spezereien verkonsumiert, bevor er dann aus dem Grab stieg?

    Alles liegt völlig im Dunkeln. Wo ist das Licht?

  38. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Wechselmarie

    Tja, die Wechselmarie, jetzt dichtet sie fast schon wieder Sapphorismen… Wo bin ich hier nur hingeraten…

  39. Wechselmarie sagt:

    @ Magnus

    “bescheuertsten Decknamen”

    Wie wäre es mit “Idiotie” oder “Inkarnation”; “Hans Muff”, “Puffsusie”, “Nimmersatt”, “Kratzer im Lack”, “Nanomerkel”, “Grünlilie”, “Superalge”, “Kreuzmann”, “Tod”, “Erzengel”, “Johannes 8,44″…..

    Johannes 8,44 als Kabbalismus: 8+4+4=16, Quersumme 7, Plejaden, Satan kam aus dem Sternbild Orion – Ganz klar. Sie sind nicht von dieser Welt, die von Jesus Angesprochenen. Die Frage bleibt – warum sind sie überhaupt hier?

    “… Ich bin schon ganz wirr im Kopfe…)”

    Ich glaube das zwar nicht, aber mir gefällt’s trotzdem.

    Eine Frage meinerseits: Hätte ihr lieber, dass ich mich wieder Jochen nenne und dabei dann auch bleibe? Ich schaue dann morgen nach euren Antworten dazu.

  40. [...] der “Jochen” usw.) und der “Dude” (der nennt sich meines Wissens immer so) in diesem Jesus-Strang ein kleines Gefecht bezüglich ihrer Decknamen angefangen, das ich, wofern es fortgesetzt werden [...]

  41. Dude sagt:

    @Uwe

    Du sagst es.

    @Wechselmarie (sehr passende Wahl übrigens ;-) )

    Lilith… die Königin des Chaos. Weib des Luzifer… atheistischer Monismus in Höchstkultur! Des Teufels! Die Fülle an sauren Früchten überrascht also keineswegs.

    “Der Dämon Lilith hat sein Ziel (fast) erreicht.”

    Leider wohl schon. Aber ich weigere mich dennoch, dies anzuerkennen…

    Gott ist sowohl männlich als auch weiblich. Siehe im folgenden… https://dudeweblog.wordpress.com/urquell-sinn-allen-seins-und-lebens/

    Hierbei zeigt sich schon der grundlegende Fehler der weltlichen Herrschaftsreligionskonstrukte.
    Mehr dazu hier: https://dudeweblog.wordpress.com/category/gottvatermutter/ & https://dudeweblog.wordpress.com/category/liebelicht-2/
    Folgt demnächst noch weiteres dazu.

    Ps. Ich bin nicht der LA-Dude, sondern der Züri-Dude!
    Und er ist auch nicht mein Idol. Ich agiere auch anders.
    Mehr dazu hier: https://dudeweblog.wordpress.com/about/

  42. Jochen noch mit Wechselmarie, die Scheidung läuft aber schon sagt:

    @ Dude

    “Ich bin nicht der LA-Dude, sondern der Züri-Dude!”

    Das ist mir bewußt. Obwohl der Typ auf deinem Avatar dem LA-Dude schon sehr ähnlich sieht, wie du zugeben mußt. Aber die Frauen sagen ja auch, daß die Kerle alle gleich sind.

    “Gott ist sowohl männlich als auch weiblich.”

    Welcher Gott? Denn es gibt derer viele:

    Psalm 82:6 Ich habe gesagt: «Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten;

    Klar ist, daß dieser Psalm nur an die Männer (des Judentums) gerichtet ist. Männer sind Götter und Frauen sind – was sind Frauen, vielleicht Dämonen?

    Denn wo eine Lilith ist, da müssen auch noch mehr sein.

    In einer Bibel, dem Konkordantes AT (Vers Jesaja 34:14) wird Lilith aber einfach mit Waldkauz (was ja eine Eule ist) übersetzt, in einer anderen mit Nachtgespenst.

    Jeder verheiratete Mann muß selbst die Feststellung treffen, ob er nun mit einem Nachtgespenst oder mit einer Eule im Bett liegt. Mag sein, es ist die größte Liebe seines Lebens, dann ist ja gut.

    Ist die Lilith denn nun die Frau von Satan oder die erste Frau von Adam?

    Römer 5:12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hindurchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben

    Durch den Adam kam also die Sünde in die Welt. Ist die Sünde gar weiblich? Sie muß es sein, denn sie gebar den Tod. Der Tod kam dann in Gestalt einer Schlange zur Eva, die erst auf der Bühne der Weltgeschichte auftrat, als die Lilith schon wieder gegangen war. So wurde die Eva getäuscht, die erste Rippe von Adam gewesen zu sein, dabei war sie nur die zweite Rippenwahl. Eva ist also unschuldig und Merkel ist an allem schuld.

  43. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Scheidungsverrichter

    Deine Rabulistik ist mitunter wirklich was für Spezialisten.

    Den Nicknamensdisput bitte ich Dich wie auch den Bärtigen aber doch, auf den neuen Strang zu führen.

    Selbstverständlich dürft Ihr ihn indes auch hier weiterführen, wenn er Euch, mit Jesus als Extrawürze dabei, besser delektiert.

    Ich hoffe und bete schon, dass Ihr es dabei mit persönlichen Angriffen nicht übertreibt. Nicht dass die Suppenschüssel nochmal kippt.

  44. Jochen sagt:

    @ Magnus

    Ich habe dem Bärtigen, so du ihn nennst, auch auf seinem eigenen Blog heute einen Besuch abgestattet und ihn vermutlich ins Schleudern gebracht, was Liebe, Leben, Licht und Tod angeht. In mir hat er nichts. Außer einen Sympathisanten, Mitdichter, Freund? – Freude sind sehr rar gesät in unseren Tagen.
    Der LA-Dude trägt seine toten Freunde, wenn auch ungewollt am Körper. Der Grund ist Vietnam. Aber das ist jetzt eine zu lange Geschichte, um sie hier auszubreiten. Der Dude aber wird es verstehen.
    Damit erkläre ich diesen Strang hier für mich beendet.

  45. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Immerhin habe ich den Bärtigen noch nie beim Barte des Propheten schwören hören.

    Ich habe mir mal angeschaut, was Du ihm da drüben eingebracht; stärkster Tobak; ich bin gespannt, warte erst mal ab, was er dazu sagt.

  46. Dude sagt:

    @Jochen

    “Welcher Gott? Denn es gibt derer viele”

    Ich spreche vom Absoluten. Das hat nichts mit dem Elohimgesoxx zu tun.

    Sünde ist ein Machtprinzip der bösartigen Herrschaftskonstrukte der menschengemachten, weltlichen Religionen.

    Sünde ist Illusion!

    “Ich habe dem Bärtigen, so du ihn nennst, auch auf seinem eigenen Blog heute einen Besuch abgestattet und ihn vermutlich ins Schleudern gebracht, was Liebe, Leben, Licht und Tod angeht.”

    Absolut nicht! Siehe hier –> http://dudeweblog.wordpress.com/2013/03/29/sein-nichtsein-unendliche-verganglichkeit-in-unwandelbarer-ewigkeit/

    Liebe Grüsse vom Bärtigen aus Zürich. ;-)

    Ps. Auch wenn ich durchaus ein paar Ähnlichkeiten mit Walter aufweise, keine Bange, ich habe kein Vietnam-Trauma… ;-)
    Pps. Ich würde Magnus den Film mal zeigen, aber leider ist mir der DVD-Player abgekackt.

    @Magnus

    Ich brauch keine Propheten, sondern schwöre aufs göttliche Absolute und Relative.

  47. Jochen sagt:

    @ Dude

    “Damit erkläre ich diesen Strang hier für mich beendet.”

    …nach folgendem Kommentar von mir.

    “Ich spreche vom Absoluten.”

    Das Absolute (lat. absolutum, „das Losgelöste“). – Was ist denn das vollkommen Losgelöste?

    Und wenn es das gibt, wie willst du zu ihm gelangen? Denn warum sollte sich das vollkommen Losgelöste es sich antun es zuzulassen, daß du dich an es anhängst? Wenn es das täte, wäre es ja nicht mehr das Absolute.

    Mit dem Nichts bin ich da besser dran. Denn wenn ich (nach meinem Tode) nichts bin und das Nichst auch nichts ist, dann stimmen wir beide vollkommen überein. Nicht nur das, denn dann steht uns alles offen.

    Das Absolute aber ist losgelöst von allem. Es ist gar nicht da, aber es stände somit trotzdem höher als das nichts und zugleich ist es auch alles. Aber es wird das immer nur alleine sein können. Deshalb ist es unmöglich zum Absoluten zu streben, denn es kann dich nicht dazunehmmen, selbst wenn es wollte. Sein Wille ist absolut, wie es auch selbst absolut ist und deshalb ist das mit deinem Willen unvereinbar. Dein Wille, das Absolute erreichen zu können, wird dich nur ins Nichts führen. Das Nichts gewinnt immer und deshalb gefällt es mir. Nichts ist besser, Nichts ist stärker und zuletzt ist das Nichts auch vollkommener als alles andere, und dadurch, dass es nichts ist, wird es auch absolut.

    “Auch wenn ich durchaus ein paar Ähnlichkeiten mit Walter aufweise…”

    Der Walter mit seinem Vietnamtrauma ist ein armes Schwein. Ich kann ihn aber gut verstehen und teils gefällt mir sogar seine Art, die Dinge anzugehen. Er ist jedenfalls keiner von denen, die sich den Mund verbieten oder sich alles gefallen lassen.

    “Das hat nichts mit dem Elohimgesoxx zu tun.”

    Ich habe es mir gestern angetan, den Film “Die zehn Gebote” im Fernsehen anzusehen. Die Phantasiewelt der Hebräer ist grenzenlos.

    Es sagte der Hauptdarseller “Moses” an einer Stelle: “Dann wäre ich ja nicht der, der ich bin”.

    2.Mose 3:14 Gott sprach zu Mose: «Ich bin, der ich bin!» Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: «Ich bin», der hat mich zu euch gesandt.

    Es sollte klar sein, was ich mit meiner Anspielung meine. Schon von Däniken sagte: “Die Götter früher waren körperlich.”

    Zehn Gebote auf zwei Steintafeln einzuritzen, deren Inhalte eigentlich nur die damalige Situation widerspiegeln, dazu braucht es im Grunde nur einen körperlichen Gott mit etwas Lebenserfahrung und genug Intellligenz und Führermentalität. Bei Moses traf dies sicher alles zu.

    “Sünde ist Illusion!”

    Sünde ist Schuld. Wenn ich einen anderen umbringe, der mir nichts getan hat, dann habe ich mich schuldig gemacht. Das ist dann keine Illusion, sondern eine Tatsache und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn jemand natürlich völlig gewissenlos ist, dann ist selbst Schuld für ihn nur Illusion. Von solchen Typen gibt es genug auf unserer Welt.
    Aber so etwas wie Erbsünde ist etwas anderes. Das ist nur eines, nämlich hundsgemein gegenüber den Nachkommen, die gar nicht wissen wie ihnen geschieht.

    Schöne Grüße

  48. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Was Du zum Absoluten sagst, das ist sehr überzeugend.

    Ich für meinen Teil will noch nicht einmal ins Nichts.

    Erstens gefällt mir das momentane Was noch ganz gut, zweitens könnte danach noch irgendein Was folgen, das vielleicht nicht besser, drittens weiß ich nicht, was ich im Nichts soll, wo ich ja zwangsläufig nicht mehr bin.

  49. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Das Attraktive am Nichts ist, dass man dort nichts braucht.

    Zumal nichts dafür tun muss, nichts zu haben und nichts zu brauchen. Deshalb gefällt es Internationalsozialisten und Buddhisten dort so gut.

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