Archiv für den Monat Dezember 2012

Freundschaft

Montag, 10. Dezember 2012

Der mich am härtesten rügte, dass ich vor einiger Zeit meiner Söhne halber öffentlich weinte, ist jetzt tot.

Es war nicht nett, als er mir diese gewahrte Schwäche schonungslos reinrieb.

Er war aber kein Tuschler.

Und ich bin froh darum, dass ich den Genackschlag zu meiner peinlichen, normalerweise doch vermeidbaren Entgleisung, nun gerade von ihm bekam.

Freundschaft gründet eben wesentlich auch in harter Offenheit. (weiterlesen…)

Christentum? Kriecherreligion!

Montag, 10. Dezember 2012

Manchmal dauert es.

Mit die (wenn auch recht wahrscheinlich nicht bewusst) perfideste Eingabe bekam ich hier vor einigen Wochen, da in der Frage um “Erleuchtete” Nietzsche, davon nach unten abständig, als ein wahrscheinlicher lediglicher “Borderliner” abqualifiziert ward.

Alle möglichen Jesusse und Sonstnochwasse waren also “erleuchtet”, Nietzsche aber nur ein bedauerlicher “Borderliner”.

RIESENGRANATENSCHEISSENDRECK! (weiterlesen…)

“Borderliner” gleich Grenzgänger?

Montag, 10. Dezember 2012

Der Begriff des “Borderliners” ist mächtig en vogue, aber bislang keineswegs auch nur halbwegs griffig definiert. (weiterlesen…)

In der Not

Freitag, 07. Dezember 2012

Man muss die Angelsachsen zum Denken zwingen.

Dekonstruktion als Fundament

Freitag, 07. Dezember 2012

In Zeiten feiler Lügen setzt die Dekonstruktion immerhin ein Fundament.

James Bond entlassen

Freitag, 07. Dezember 2012

Ich bin nicht James Bond, und zumal, der wäre, wenn deutsch und ich, ein viel Schrecklicherer.

James Bond nämlich, wie man es dreht und wendet, ist letztlich ein Sklave.

Egal, was seine verruchte Regierung anrichtet: Letztlich knallt und bumst und führt er nur aus. Nur ab und zu streift ein sinnvoller Gedanke sein Großhirn.

Inzwischen, so hat der Zeitgeist das dem Kinobesucher angepasst, ist er nicht mehr stets arrogant, sondern heruntergekommen und dreckig, ziemlich fertig.

Wie lächerlich überheblich müsste man mich wohl machen, damit ich als bestellter deutscher Bösewicht noch einem abgefackten James Bond unterläge?

Dass ich ihm fünf Chancen zum Entkommen gäbe, seinen Heroismus vor der Weltgemeinde zu feiern, nachdem er schon auf fünf Fragen keine sinnige Antwort mehr hatte?

Ja, so einen ließe ich laufen. (weiterlesen…)

Google betreibt den Umsturz: Wo bleibt der Verfassungsschutz?

Donnerstag, 06. Dezember 2012

Auf SPON zur Leistungsschutzrechtsdebatte (“Lammert empört sich über Google-Kampagne”):

“Was den CDU-Politiker Lammert empört: Auf der Google-Homepage können die Nutzer bei ihren Bundestagsabgeordneten direkt nachfassen. Dort zeigt das Unternehmen eine vielfarbige Übersichtskarte der Bundesrepublik und führt zu den Wahlkreisen der einzelnen Parlamentarier – samt E-Mail-Adresse, Postanschrift der Büros sowie Telefon- und Faxnummer.”

Das ist ja nun wirklich die absolute Härte: Wie kann der US-Netzgottseibeiuns brave Bürger nur derart aufwiegeln? Jeder Sorte Revoluzzer und Gesindel derart brisante, die nationale Sicherheit betreffende geheime Informationen durchstechen?

Mit dieser Landkarte, diesem Mausklick-Fahrplan zum Umsturz, hat Google den Rubikon klar überschritten, sich nicht nur außerhalb des Verfassungsbogens gestellt, sondern eine außerparlamentarische Opposition ins Leben gerufen, die an den Grundfesten unseres Gemeinwesens rüttelt, die unsere demokratische Ordnung beseitigen will. (weiterlesen…)

Indirekte Proportionalität

Dienstag, 04. Dezember 2012

Intelligenz ist indirekt proportional zur Pawlowschen Konditioniertheit.

Arno Frank: Toleranzgroßmeister von SPON

Dienstag, 04. Dezember 2012

Anlässlich dieses polemischen Artikels des notorischen (s.u.) Arno Frank auf SPON wider alle, die auch nur einem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare reserviert gegenüberstehen, frage ich mich, ob es denn wirklich alle sind, die er, wie zwei zu “Hart aber fair” geladene konservative Katholiken, meint.

Kaum vorstellbar nämlich, dass er gegen Moslems, die in ihrer Ablehnung der Homosexualität in aller Regel wesentlich radikaler sind als selbst konservative Katholiken, genauso vom Leder gezogen hätte.

Wäre es da etwas gaaaaanz anderes, da man ja deren religiös-kulturelle Tradition zu respektieren habe?

So etwas gaaaaaanz anderes, wenn deren Tradition vorschreibt, Kinder am Geschlechtsteil zu verstümmeln?

Und, diesbezüglich, gar, erhöbe dieser Rächer aller Minderberechtigten wider das Judentum, dessen Beschneidungsgebot, je auch nur ein Wort? (weiterlesen…)

Soll ich bekennen?

Dienstag, 04. Dezember 2012

Soll ich als erster den Teilzeit-Vulgärrationalisten bekennen?

Gleich an den Kälberstrick?

Montag, 03. Dezember 2012

Gerade las ich (ja, ich weiß, der Anfang häuft sich, aber dafür ist er ehrlich) auf der Heimseite eines interessanten jungen Zeitungsprojektes davon, wie der journalistische Mitarbeiter schreiben solle.

Besonders lustig waren die Erläuterungen zur leserbindenden Einleitung.

Mittendrein, in eine möglichst bildhafte Szene, gesprungen, soll das Thema aufgerissen werden, TV-artig, beispielfallhaft, der Leser in den Text mitgenommen.

Ja nu. Das ist ein altes Ding, das man schon bei Erlebnisaufsätzen der vierten und fünften Klasse besser anwandte als nicht; Lehrer und Medienkonsumenten wollen unterhalten sein und lesen vor allem den Anfang und das Ende.

Fraglich indes, in vielen Zusammenhängen, zumal, wenn der Höhepunkt im Mittelteile liegen soll, diesem einiges an Dramatik noch zuwachsen, ob im ersten Satze schon einer unversehens in den Eisverkäufer reinrempeln muss, damit sofort etwas geboten ist. Jaja, und am besten gleich wörtliche Rede dabei.

Die Bandbreite guter Einleitungen ist so groß wie jene der möglichen, aber nicht so häufig wie die insgesamt verwirklichten.

Will heißen: Man kann einen entsprechenden Text mit einem “ES”, dann nächste Zeile “HAT MICH”, dann nächste Zeile beginnende Lyrik oder Fließtext einleiten, so dass dies Sinn ergibt. Oder auch mit einem “Eigentlich hatte Oma ja doch meist recht, indem sie…” oder “In Chihuatl der Mezcatl traf auf den Kratl…” oder “Oben nicht so krumm wie eine typische Banane, wendet die Tastatur ihre Stirnramme gen Bildschirm, die Buchstabenfunken stieben…” usw. (weiterlesen…)

Verbreiterte Theorie

Montag, 03. Dezember 2012

“Wagner!”

“Ja, Herr Professor?”

“Wir bekommen immer noch nicht die gewünschten Messergebnisse.”

“Aber wir haben doch alle Parameter genau so eingestellt, dass es endlich hätte klappen müssen. Sollen wir…”

“Nein, Wagner. Wir stehen jetzt vor der Wahl.”

“Was meinen Sie, Herr Professor?”

“Entweder wir stellen die Theorie auf eine verbreiterte Grundlage, die erklärt, weshalb wir nie die richtigen Ergebnisse bekommen und feiern unsere Ergebnisse als Durchbruch der Wissenschaft in dem Sinne, dass sie uns zu der erweiterten Erkenntnis brachten, dass sie SO ja falsch sein MUSSTEN, unsere Versuche also einen entscheidenden Baustein zur Entdeckung der Allgemeinen Transkriptionsphasentheorie darstellten.”

“Oder?”

“Wir beerdigen die Theorie so still und leise wie möglich und denken uns schnell eine neue aus. Was schlagen Sie vor?” (weiterlesen…)

Die Intelligenztheorie von Max E. Davenport

Montag, 03. Dezember 2012

Grade las ich was von einer ziemlich primitiven Intelligenztheorie, die im wesentlichen “fluide” von “kristalliner” Intelligenz unterscheidet, wobei ich die Unterscheidung nicht recht begreifen konnte, woraufhin mich wenig verwunderte, dass beide Formen noch nie getrennt von einander gemessen wurden. Man hat aber, sagenhaft, herausgefunden, dass sich die liquide Intelligenz durch Üben steigern lässt, man gleichwohl desbezüglich grundsätzlich ab etwa Mitte zwanzig immer beknackter wird.

Ich frage mich jetzt, was für eine Intelligenztheorie man (ich) noch in den Markt drücken könnte, wenn man sich ein angelsächsisches Pseudonym zulegte und die Kerntheoreme sowie die zugehörige elementare Scholastik gleich auf Englisch formulierte. (Das ist sehr ratsam. Wenn es sich nachher, ins Deutsche übersetzt, etwas schwurbelig anhört, macht das nichts; das liegt dann allenfalls an den Schwächen der deutschen Sprache.)

Was brauchen wir also?

Zunächst eine bestimmte Menge an Grundkategorien.

Wir sichten also die vorhandenen Modelle und entscheiden uns für eine Zahl. (weiterlesen…)

Gewahrte ich als Israeli …

Sonntag, 02. Dezember 2012

Die Naivität der Leute (lassen wir die Journalisten der Systemmedien mal außen vor) bezüglich der “Arabischer Frühling” genannten durchgeführten und noch in der Mache seienden Umstürze in einigen arabischen Ländern ist atemberaubend.

Nicht wenige Kommentatoren schwadronieren davon, nun müssten es die westlichen Regierungen in ihrer Ignoranz eben einsehen, dass sie schwere Fehler gemacht, indem sie die dortigen Islamisten unterschätzt hätten. Hallo?

Ebenjene wurden und werden doch als Speerspitze eingesetzt und massiv unterstützt, mit Geld, Logistik, Waffen, Ausbildung, Rückzugsräumen, ja gar direkt militärisch! Man wusste genau, wen man so, wie man vorging, letztlich an die Macht bringen würde.

In Ägypten war sonnenklar, dass die Moslembrüder die mit Abstand stärkste und am besten organisierte Bewegung darstellen, die den einfachen armen Ägypter am leichtesten massenhaft hinter sich scharen werde.

Jetzt ist es so weit, und man jammert herum, wie als ob das alles sehr traurig wäre und dass die Entwicklung besorgniserregend sei und man appelliert an Besonnenheit und gemäßigte Kräfte und was dergleichen Sonntagsreden mehr.

Was macht man jetzt?

Militär- und Entwicklungshilfe verringern oder weiterzahlen oder gar noch mehr zahlen, damit der Laden nicht in die Luft fliegt?

Aus Sicht der europäischen Völker ist diese Politik ohnehin ein Hasardspiel, da man sich leicht ausrechnen kann, wo entsprechende Flüchtlingsströme, von “Liberalen” und Christen auch in Zukunft hingehen werden.

Dass man darauf in Washington keine Rücksicht nimmt, nun gut, aber was ist mit Israel? (weiterlesen…)

Des Euros Buhle (Gastbeitrag)

Samstag, 01. Dezember 2012

O Sonnengrund! O Euro Du meine Lichtgeburt!

Siehe, wie die Völker in Deinem Glanze tanzen!

Du göttergeschaff’ner Gott!

Dein Himmel, blau und gülden über Deinen Untertanen!

Titan, Du!

Du Allerbringer, Du Wegewäger!

O mein Schätzer aller Schätze!

O mein höchster Buhl! Mein Ergetz! Mein Lieb!

LSR (LRS?): Leistungsschutz und Schafspresse

Samstag, 01. Dezember 2012

“Arabischer Frühling”: Das journalistische Unsachlachwort der westlichen Geopolitik der letzten Jahre.

Es entsprach der Sache nicht und war von Anfang an lächerlich.

Man jubelte, guckt jetzt ein bisschen dumm auf Ägypten, während man wohlweislich nicht mehr viel aus Libyen berichtet, man bei dem dreckigen Spiel in Syrien wiederum auf radikalislamische Kräfte setzt: Das ist die deutsche Schafspresse.

Sie hat sich bedenkenlos-sklavisch vor den Karren einer mit den islamistischen Golfölmonarchien abgestimmten Agenda des Westens zum Sturze der relativ säkularsten arabischen Regime spannen lassen; und: Schon leben im Irak kaum noch Christen, in Ägypten und Syrien, wo sie noch bedeutende Minderheiten bilden, spitzt es sich gewaltig zu. Wo werden die wohl hinrennen?

Es scheint die Schafspresse aber nicht sonderlich zu stören, wie sie sich mal wieder blamiert hat. Ich denke, das ist denen inzwischen, wenn sie es überhaupt wahrnehmen, egal.

Wahrscheinlich hofft man jetzt auf das neue Leistungsschutzrecht, dass man so wieder in die Vorhand käme und es Manna vom Himmel regne.

Wenn die Sache erbärmlich schiefgeht, was vorauszusehen, wird es so dann wieder keiner gewollt haben.

Es mag auch hier zum Kriege kommen, zum Netzkriege. (weiterlesen…)

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