Freundschaft

Der mich am härtesten rügte, dass ich vor einiger Zeit meiner Söhne halber öffentlich weinte, ist jetzt tot.

Es war nicht nett, als er mir diese gewahrte Schwäche schonungslos reinrieb.

Er war aber kein Tuschler.

Und ich bin froh darum, dass ich den Genackschlag zu meiner peinlichen, normalerweise doch vermeidbaren Entgleisung, nun gerade von ihm bekam.

Freundschaft gründet eben wesentlich auch in harter Offenheit.

Und indem er zu mir sagte: “I han die jo dohanda plärra seha!” (Ich habe dich ja dort weinen sehen!) – gab er mir in aller Härte die Peinlichkeit meines Auftritts zurück, aber auch die Gelegenheit, zu meiner nicht mehr in mir gehaltenen weilandigen Verzweiflung etwas zu sagen. So ward er mir mehr Freund denn je.

Ja, es schwang zunächst auch Verachtung darin, und ich schämte mich auch mächtig, denn das hätte mir nicht passieren dürfen, so geht das nicht, ja, normalerweise: aber nachher hatten wir die beste Rede.

Jetzt ist er weg, der hart ehrlich zu mir war. Der auf keine Gelegenheit wartete, daran nichts, höchstens wenig, für sich selbst wollte. Der nur seine Verachtung dafür ausdrückte, dass man vor anderen ohne Schläge so weich werde: was man auch nicht sollte.

Fast wie als ob er sich für mich geschämt hätte, da ich ja regelmäßig mit ihm zusammensaß. Verständlich. Außer mir mag ich ja auch meist keine Männer, denen vor Leuten gerade so die Tränen aus dem Gesichte laufen.

Interessant das Danach. Nach harter Rüge erklärte ich mich. Dass mein Verhalten unmöglich, absolut unziemlich gewesen sei, bestritt ich nicht; ich plädierte allein auf Schwäche, darauf, dass hier, ich, da es um meine Söhne gehend, ich nicht mehr ein noch aus wissend, wie ich sie vor Unbilden der übelsten Art schützen könne, meine Verzweiflung eben leider diesmal so sichtbar geworden sei.

Milde, Verständnis trat ein. Allerdings hatte ich auch klargemacht, wir kannten uns lange genug, dass ich mir in meiner fragwürdigen Lage trotzdem nicht unbegrenzt weitere Tritte geben lassen werde, andernfalls vielleicht nicht einmal zurückkeulen, sondern mich nur gültig entfernen. Das sagte ich meinerseits hart.

Darüber wurde unsere Freundschaft umso enger. Einfach gesagt: Er wusste, dass der kein Verlorener, gar Mitleidsheischer sei, ich, dass er mich nicht an einer feil dargebotenen Schwäche dauerhaft messen werde.

Mein lieber böser James!

Fünf, nein ichweißnichtwieviele Jahre hätten es doch noch sein können!

Wie oft noch wäre mir Dein Spott Ansporn und Labsal gewesen!

Starbst, wie der Röckle auch, einfach weg!

Hätte ich Dich halten können, indem wir eben doch all Deine Geschichten aufgeschrieben hätten?

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93 Antworten zu “Freundschaft”

  1. Dude sagt:

    Mein herzliches Beileid.

    Ehrlich gesagt, hätte ich gerne mit ihm getauscht, und ihm voller Freude meine Hülle angeboten, die, bei einigermassen sachgerechten Benützung, wohl durchaus noch ein paar Jahrzente zu gebrauchen wäre…

    Dann wär’ ich endlich entlassen worden aus der Hölle – hier im Sanatorium des Kosmos, das von voll verblödeteten Bioroboterschuldgeldknechtschaftssklaven nur so wimmelt, während die letzten Menschen nachwievor noch äusserst selten sind; leider.

    Freiheit in Ewigkeit.

    Dummerweise wurde diese Wechsel- bzw. Tausch-Funktion nicht ins Programm eingebaut.

    Den Notausgang spar ich mir aber – zumindest vorerst – noch auf. Eindringlicher Rat der Intuition.

    Vielleicht geschieht ja doch noch ein revolutionäres Wunder und der Vorhang der Täuschung fällt grossflächig in globalem Ausmass.

    Lieben Gruss und lichtvolle Winterzeit Dir und den ebenso verstummten Kommentaren.

    Ps. Das mit der Reise wird diesen Monat nichts mehr.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Die ganze Sterberei kommt mit Sicherheit früh genug.

    Ich sehe nicht, bei allem, was mich schon traf, und denen, die ich früh gehen sah, vielleicht deswegen gerade erst recht nicht, weshalb ich mich gerade dazu, was insgesamt nie meine Art war, vornan stellen sollte.

    Und Deine Larmoyanz, wir kennen uns jetzt auch lange genug, dass ich mir das so klar herausnehme, diesbezüglich, geht mir, rein so, auf den Sack.

    Wenn ich je einen Weltuntergang brauche, weiß ich selber, wie ich mir den mache.

    Ich hätte einen – aufgrund der Lage leicht nachvollziehbaren – Suizid schon mit acht Jahren verlässlich hinbekommen. So, dass es gepasst hätte. Arzt und Atzung zu spät. Zack. Ende. Bingo.

    Als Freund: Dein Geschwätz nervt. Dauernd das Verlassen “dieser Hülle”, in dem Wahne, dann könne es irgendwie irgendwo besser werden. Das ist hohl. Erbärmlich. Nichts wert.

    Es ist darüber hinaus auch noch eitel; eine Sichselbstwichtigmachung; ja: auch eine Art Notschrei.

    Eine verlogene Art Notschrei indes: ein Selbstmitleiden zum Höheren verklärt.

    Wenn ich hier auch Trauriges anspreche, bedeutet dies nicht, dass ich die Welt ins Dunkle kleidete; wenn ich Freude erlebe, ist sie da; und dass viele Jahre meines Lebens nicht von Glück und Erfolg durchwirkt waren: das ändert daran nichts.

    Ein Augenblick am Kap an der Ostsee, da ich allein, oder, wie geschehen, ein alter Fahrensmann, dem ich mein zweites Bier gebe und eine Zigarette gedreht, dazu, ein paar Geschichten, und wir waren die ganze Welt.

    Seine Fahrten mit der DDR-Flotille nach Murmansk, zwei, drei Worte zu mir, ein Schweigen, ein Aufdemfelsensitzen, zwei Männer mit ihrem Bier, hinausschauend, frei, Glück.

    Ein Meer werden wir Dir in Deiner vermaledeiten Schweiz nicht finden; Berge aber wohl doch. Und Berge sind wie das Meer.

    Hier geht es ums Denken.

    Das ist nicht immer schön.

    Du weißt das.

    Gleichwohl: Hier geht es darum, aufzubauen.

    Und: Wenn keiner mitbaut, so weiß ich doch, woran ich baue.

  3. Dude sagt:

    Tja, Du magst das nicht sehen, ich sehe es wohl.
    Zudem hast Du den Quantencomputer und die Ewigkeit offensichtlich noch immer nicht gecheckt.
    Hohl. Erbärmlich. Nichts. Genau!

    Ich geb mir aber keine Mühe mehr Dir zu erklären, wird es doch ohnehin nur durch den Dreck gezogen und drauf gespottet. Ich scheiss auf Dreck und Spott.

    Zudem hast Du absolut keinen Plan von meiner Lage, insofern sind Deine Worte hier hohl.

    Ganz abgesehen davon, dass Du das Wesentlichste meines Kommentares – den Kern – geflissentlich ausblendest… so von wegen Denken und so *lolhaha*
    pffff……………

    Aber Ok. Wenn Dir meine Larmoyanz und mein Geschwafel wirklich so auf den Sack geht, dann werde ich hier auch keine weiteren Kommentare mehr schreiben.

    Und was schwafelst Du von Weltuntergang? Die Welt geht nicht unter. Zu hoffen bleibt allerdings, dass der elende Parasit endlich vernichtet wird.

    Hinbekommen würd ich das mit einem Griff, gezieltem Ansetzen, und einem anständigen Zug mit dem Zeigefinger in Nullkommanichts. Aber was ich bezüglich dem Rat der Intuition geschrieben hatte, ist Tatsache!

    Sonst hät’ ich’s nicht geschrieben.

    Freude und Glückseligkeit erwartet mich erst wieder, wenn die Entlassung Realität ist. Nicht dass ich keine freudigen und glücklichen Erlebnisse im Erfahrungsschatz hätte, nein, es waren viele.

    Es war ein einmal… …die Welt hat sich weitergedreht…
    Weiter hin zum vollumfänglichen Irrsinn, auf den ich jede Sekunde weniger Bock habe.

    Mein Bockniveau drauf ist schon längst im tiefen Minus.

    Dummerweise hab ich gestern den lichtvollen Gruss an Deine Junioren vergessen (ja, ich hab mich schon anständig gehauen dafür), was ich hiermit doppelt und dreifach nachhhole – für sie zwei exklusiv!

    Wünsche ein gutes Leben. Man “sieht” sich in der Ewigkeit.

  4. Dude sagt:

    Ps. http://www.youtube.com/watch?v=6o6V0tcxnb4

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich habe Dich, das Deinige, nicht durch den Dreck gezogen, dessen auch nicht gespottet.

    Wenn ich zurückdenke, war so ziemlich der einzige, dessen ich hier wirklich gespottet habe, ein feiger Lama-Fritze, der mir die Haut abgezogen wünschte.

    Worum es mir ging, weshalb meine Worte hart ausfielen: Eine Sehnsucht zum Ende hin zu verkünden, öfter, wie es in letzter Zeit bei Dir zur Regel wurde, mag zwar in gewisser Weise zielführend sein, missfällt mir indes.

    Ausgerechnet als einer mit Deinen Kenntnissen den Menschen den Weg in den Abgrund zu weisen: Das will und kann ich nicht gutheißen.

    Nur darum ging es mir.

    Dass ich “spirituell” mind sei, hiemit ein Böser, wenigstens Dumpfer, Stumpfer, Stümper, sagt man mir seit gefühlten Jahrtausenden.

    Gut möglich, dass Du mehr verstanden hast als ich; Deine vor Dir hergetragene Todessehnsucht mag mir so oder so nicht gefallen, und das habe ich oben eben deutlich gesagt. Es mag eine kleine sein, aber diese Welt schaut hier zu.

    Im Unterschied zu anderen Seiten zensiere ich nur, wenn ich ernstliche rechtliche Bedenken habe; nur zu Schutzzwecken.

    Ich halte aber Widerrede, auch mal deutlich – Deiner Todessehnsucht habe ich lange zugeschaut – , wenn ich meine, dass dies im Sinne der Lesenden notwendig klärend.

    Es fehlt hier nicht an harten, auch tristen Themen. Diese mit einem Abwendegängertum zu unterlegen, ist allemal statthaft, da es gegen kein Gesetz verstößt; als meine Aufgabe sehe ich es gleichwohl, wo dies auftritt, verbal dawider zu halten (außer es wäre bloß langweilig, was es in Deinem Falle nicht ist).

    Ich bilde mir eben nicht ein, der Weisheit schon den letzten Löffel ausgefressen zu haben; solch Vermeinen überlasse ich anderen.

    Hier aber nicht unwidersprochen. Sonst könnte ich den Laden dicht machen.

    Alle meine menschliche Erfahrung sagt mir, dass Du, ich sage es mal so platt, ein “Lieber” bist. Alles spricht dafür.

    Und gerade dann, wenn ich das empfinde, muss ich widersprechen, wenn ich meine, dass die Dinge in die falsche Richtung laufen.

    Ich drehe mir jetzt erstmal eine.

    Das Ergebnis mag zwar nicht gesund sein: Die Verkündigung dessen bedeutet aber in keiner Weise (wohl für kaum jemanden, den Rest verschmerze ich dann), dass der Magnus möglichst schnell aus seiner derzeitigen Hülle herauswolle, da hier gerade alles so Scheiße sei.

    Ich habe mich erst gestern Abend lange mit einem alten Freunde, der über umfässliche, auch professionelle Erfahrung mit “Borderlinern” verfügt, wie ich deren mehrere frühzeitig “gehen” sah, unterhalten; meine Reaktion oben war auch Ausfluss jenes Gespräches.

    Wir haben beide (er und ich) erlebt, wie wir Höchstbegabte sozusagen nicht zu “halten” vermochten; Du kannst die scharfe Ansage oben als einen Versuch ansehen, es diesmal besser zu machen. Im Ernst.

    Es geht auch – ja, das ist etwas redundant – um die Strahlkraft dieser Seite. Sie soll Leben verströmen: Der Tod kommt irgendwann sowieso.

    Zudem: Das ganze traditionelle Reinkarnationskonzept ist meines Erachtens zwar wahrscheinlich nicht grundfalsch, aber löchrig bis auf die Knochen. In der bisherigen Form jedenfalls mag es mir nicht taugen.

    Dass Gläubige stets die Oberhand halten, jedenfalls scheinbar, mit ihren höchsten Wahrheiten, bin ich gewohnt, es juckt mich nur noch selten.

    Danke Dir, dass Du wiederum an meine Söhne gedacht hast. Wir sind gerade mitten zwischen deren Geburtstagen. Sie glauben noch nicht einmal an mich, außer allenfalls, dass ich immer noch einen sinnlosen Spruch draufhätte, selbst wenn anscheinend eigentlich nichts mehr geht, so gut wie alles verloren. Gar nicht schlecht verzogen.

    Sollten wir uns doch einmal sehen, erkläre ich Dir gerne mehr zu “Borderlinern” usw.; zu dem, was ich unter Intelligenz verstehe, wie ich das Lernen sehe; die geforderten 100 000 Euro mögen andere, geistig weniger Bemittelte, in die Familienkasse abliefern, damit ich weiterarbeiten kann und meinen Kindern Hosen und Ausbildung finanzieren.

    Kopf hoch!

  6. Dude sagt:

    Oh Mann, hättest Du mich doch zum Teufel (oder sonstwohin) gewünscht. So machst Du es mir noch schwerer, als es ohnehin schon ist…

    Auch wenn es Deiner Auffassung nach kein Spott war, in meiner Wahrnehmung habe ich von Dir hier allein schon hinsichtlich meiner Ausführungen zum multidimensionalen Quantenrechner schon haufenweise Spott eingeheimst.

    Auf jeden Fall hab ich in gewissen Dingen wesentlich mehr verstanden als Du, aber bei anderen Dingen verhält es sich genau umgekehrt.

    Hast Du eigentlich meinen Buchtip schon gelesen?

    Es geht nämlich nicht um Sehnsucht nach dem Ende, sondern um Sehnsucht nach wahrer Freiheit, ungebunden und unbeDINGt.

    Reines, bewusstes Sein in Glückseligkeit auf ewig also.

    Und es ging mir auch weniger um Verkündung, Anleitung oder Anweisen, als viel mehr um die offene Wahrheit, dass ich persönlich – ja so ganz egoistisch *chch* – am Arsch bin und keinen Bock mehr auf diesen Irrenhausplaneten hier habe, und noch weniger auf dieses körperlich bedingte Gefängnis meiner Selbst.

    Aber ja, ich verstehe schon was Du meinst, und das macht es ja nochmal schwerer.

    Nur, was bringt es denn, weiter hier dahinzuvegetieren, weiter den Kampf gegen Windmühlen zu kämpfen, wenn jedwedes Schaffen ohnehin sinnlos ist, weil es entweder keine Sau interessiert, oder es niemand versteht – oder beides zusammen.

    Zu Deutsch. Ich habe den Sinn verloren.

    Was bleibt ist schwärzeste Dunkelheit.

    Hätte ich die Verantwortung für Nachwuchs, wäre ziemlich sicher alles anders. Diese habe ich aber nicht, und ich sehe keinen Weg, die Fertigstellung der NWO noch aufzuhalten, zumal die meisten Biorobotersklaven dieses Teufelssystem noch immer stützen und verteidigen.

    Alles wird immer künstlicher und entmenschlichter, und das nicht zufällig, nein, das hat, wie Du wohl weisst, System – teuflisch ausgeklügelt komplex!

    Ganz ehrlich. Wie willst Du die Zentralistenpsychos, die Nahrungsdenaturierer und den Geldadel, mitsamt ihrer Schergen und Lakaien noch aufhalten? Egal was passiert, sie ziehen mit ihren Schattennetzwerken und Konzernmultis, Religionen und Militärs, Geheimdiensten und Schafsmedien, etceterapipapo ihr Ding weiter durch, und alles geht immer weiter vor die Hunde. Die ganze Welt rennt förmlich in die komplett falsche Richtung direkt auf den Abgrund zu, und die meisten jubeln noch immer in ihrem blinden und hirnlosen Taumel, während die Guten weiter gefickt, und die Bösen weiter belohnt werden. Es wird schon stündlich verreckter. Und das neobabylonische Teufelssystem auf der Welt erhält sich weiter selber, und wuchert dabei in allen Facetten.

    Das Mosaik des Teufeltempels vervollständigt sich fortlaufend weiter.

    Wo ist denn noch Leben – wahres Leben in Freiheit? Alles Leben wird, mitsamt der Freiheit, weiter der Künstlichkeit, Uniformität und Sklaverei geopfert.

    Hätte ich auch nur den Hauch einer Hoffnung, dass es einen wirklichen Weg hin zu radikalen Veränderungen gibt, sähe alles anders aus.

    Dieser Hauch ist aber entflogen. Die einzige Hoffnung ist, dass Broers, König, Bukowski und Co. Recht behalten, und eben das von mir schon öfter erwähnte Wunder doch noch Realität wird, was ich aber mittlerweile so weit bezweifle, dass man nicht mal mehr annähernd von Hauch sprechen kann.

    Weder ich selber, Du, noch sonst wer, konnte mir einen realistischen und nachvollziehbaren, wie auch gangbaren Ausweg aus dem aktuellen globalen Fiasko zeigen, der auch wirklich Sinn macht und funktioniert.

    Das Ablegen des materiellen Gefängnis, in dem ich feststecke hier, wäre eben auf jeden Fall erlösend.

    Deshalb auch die Sehnsucht.

    Wenn ich das Fiasko schon nicht ändern kann, oder zumindest die Richtung, dann könnte ich damit wenigstens mich Selbst daraus befreien.

    Aber neben meiner Intuition, einem weiteren (hier bewusst ungenannten) triftigen Grund, kommt jetzt auch noch Deine nachvollziehbare Argumentation dazu, die mir faktisch den Notausgang, der meinem eigenen Leid und Elend ein Ende bereitete, verbieten. Darum ist es nun noch umso schwerer…

    Ja, ich versuche seit jeher “ein Lieber” zu sein, und bin es auch noch mehr oder weniger; im Kerne auf alle Fälle.

    Das Dilemma ist, dass mich der Wahnsinn rund um mich herum und in der Welt an sich, je länger je böser macht, ohne dass ich es verhindern kann, obschon ich in keinem Fall böse werden will. Darum will ich raus hier (Und ich spreche hier nicht davon, aus dieser Hülle in eine andere zu schlüpfen – womöglich gar auf einer anderen Dimensionsebene -, sondern von der immateriellen Ewigkeit in der Quelle Selbst als reines, unbeDINGtes, individuelles, bewusstes Sein ). Denn ohne Sinn und Weg bringt alles nichts mehr, sondern es geht mit mir – parallel zur Welt – nur weiter abwärts; nicht auf den Grund, sondern drunter.

    Ich dreh mir jetzt auch noch eine, unabhängig vom bestialischen Husten. Wenn ich schon nicht direkt und ohne Umschweife aussteigen darf, dann hald auf Raten.

    Vielleicht wird das mit dem Besuch im Januar noch was, falls ich das Grauen bis dahin noch weiter durchhalte.

    Naja, fuck it, ich geb mir Mühe mit dem Kopf, kann aber nichts versprechen, ausser dass ich hier nach dem Abschicken wieder still werde.

    Lichtvolle Grüsse
    Dude

  7. Dude sagt:

    Mist, schon wieder den Link vergessen.
    http://www.youtube.com/watch?v=8R7oH8s2_ac

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude (Nachtrag)

    Ich dachte in meiner Dauerinfantilität, dass Schweizer so etwas Ähnliches seien wie Schwaben.

    Heißt, dass man beim Pfitzeln, sei es an Wörtern, sei es an Uhrwerken, nicht so einfach aufgibt.

    Selbst wenn wir Gewehre bauen, was wir vielleicht nicht sollten, wollen wir, dass sie recht verlässlich geradeaus schießen.

    Ja, es geht hier mitunter hart zu. Bösartigkeit liegt aber nicht dahinter. Es geht um die Sachen.

    Dank übrigens auch für den Hinweis auf Falun Gong; am Donnerstag habe ich einen Termin mit einem, der sich auszukennen scheint.

    Dass bei mir so gut wie nichts Spirituelles funktioniert wie gewünscht, heißt nicht, dass ich dies bei anderen nicht zu schätzen wüsste.

    Was man selber nicht kann, sollte man anderen allemal trotzdem zu ihrem Glücke gewähren.

    Ich will mich gleichwohl nicht dafür entschuldigen (wie könnte ich das auch, selbst wenn ich es wollte?), dass mein Geist oft – wenn nicht dauernd – so sehr im Hie steckt.

    Das mag daran liegen, dass ich schon in diesem Leben, obschon nicht nur einmal schwerstangeschossen, beinahe tot, eben doch weiter drinstak, mich damit angefreundet habe.

    Mehr hierzu jetzt nicht mehr, denn sonst wird es vollends schwülstig.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Gerade Deine Antwort überschnitten, kannte sie eben noch nicht, schalte sie jetzt erst, ohnkannt, frei.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Gut, jetzt gelesen.

    Ist denn nicht Dein Deutsch allein schon – nicht immer, aber oft – eigentlich licht?

    Und sollte an der Inkarnationerei etwas dransein: Wozu wären wir dann da?

    Etwa zum Trübsalblasen, gar zum AUFGEBEN?

    Da würde ja selbst das Wort “absurd” noch zum Euphemismus.

    Erkennst Du nicht, dass man Dich genau da hat, wo man Leute wie Dich haben will?

    “Quantenrechner”, “Bioroboter”: Genau mit diesen Begriffen lässt Du Dich in den Abgrund führen und weist ihn dazu noch anderen.

    “Gecheckt” ?

    Alles, was richtig ist, ergibt auch einen Sinn. Egal, wie lange es dauert, immer.

    Man muss schon über sich selbst hinaussehen können. Darf aber ebendeshalb sein eigenes Können nicht fahren lassen. Deines ist nicht gering; also nutze es.

    Momentan bist Du ein Runterzieher; das lasse ich nicht einfach so stehen; das ist meine Pflicht.

    Zur Kür gehörte, nein, zur Kürpflicht, Dich zum Schönen hinzuweisen; ich habe es mit dem alten Fahrensmann versucht; es gelang wohl noch nicht; trotzdem: Denke Dich mal mit einem rüstigen alten Manne zusammen allein auf Felsen sitzend, ein Bier, eine Zigarette, nur fünf Kilometer westlich von Warnemünde an die Ostsee.

    Die “Bioroboter”, wie Du sie nennst, werden uns nur besiegen, wenn wir solches, das Eigene, verlieren.

    Ich werde – höchstwahrscheinlich – auch sterben: SO ABER NICHT!

    Nicht als unterlegener Maulwurf, nicht als Schande meiner selbst, nicht als Verzweifelter: Wenigstens DAS habe ich mir vorgenommen.

    Sollte ich es nicht halten können, schlage ich mir in Richtung Hölle noch gewaltig eine Verdiente nach.

    Du bist, denke mal darüber nach, in Deinem Gebaren zum Werkzeuge ebenjener geworden, die Du zurecht bekämpfst. Deren unbewusstes Agens.

    Innehalten! Umdrehen! Wieder der Beat oder Nägeli, oder wie Du sonst heißen magst, werden! Selbst! Unkaputtbares Selbst!

    Nichts fürchten “jene” mehr als das. Das weiß ich seit einigen vielen Jahren, ich gebe es Dir mit mehr als tausend Prozenten. Wenn ich je etwas dazugelernt habe, dann das.

    All deren Spiel fußt auf Angst, aufs Setzen von Verzweiflung; und Du, ausgerechnet Du, willst sie hier bestätigen, in ihrem ruchlosen Tun?

    Nein. Das heißt Ja, Du darfst das selbstverständlich. Aber nicht ohne meinen entschiedenen Widerspruch.

    Und: Wenn Du Deiner hiesigen Existenz schon so überdrüssig bist, weshalb dann, schon so entschieden, nicht ein wenig mehr Lockerheit?

    Dann geht es Dich doch eh (bald) nichts mehr an, dann könntest Du doch befreit aufspielen, wie man so schön sagt, oder?

  11. Dude sagt:

    Nun gut, dann brech ich hald mein Versprechen doch.
    Es scheint mir zu wichtig, hier noch zu Antworten.

    Mein Deutsch erachte ich – sofern ich mir Mühe gebe – durchaus als einigermassen passabel. Wenn ich von Dir lese, es sei eigentlich licht, will das was heissen! Danke.

    “Und sollte an der Inkarnationerei etwas dransein: Wozu wären wir dann da?”

    Du hast Recht. Definitiv nicht zum Trübsal blasen und Aufgeben. Die Frage müsste aber eigentlich lauten: Wieso, und nicht wozu.

    Das Wieso ist immer individuell zu beantworten, denn es ist bei niemandem absolut identisch. Das geht gar nicht als unendliche relative Vielfalt in der absoluten Ganzheit.

    Es ist aber, egal bei wem, immer eine Kombination aus freiem Willen und kausalen Prädestinationen, hervorgehend aus früheren Willensausübungen.

    “Erkennst Du nicht, dass man Dich genau da hat, wo man Leute wie Dich haben will?”

    Auch hier hast Du recht. Darum ist es fatal, auch noch den letzten Funken Hoffnung zu verlieren, weil damit einher, auch jedweder Sinn flöten geht.

    Ohne den Sinn ist es kaum vermeidbar zu “ihrem” Instrument zu werden, oder, besser gesagt: einfach aufzugeben und in konsistentem Nicht-Handeln zu verweilen.

    ““Quantenrechner”, “Bioroboter”: Genau mit diesen Begriffen lässt Du Dich in den Abgrund führen und weist ihn dazu noch anderen.”

    Hier irrst Du. Diese beiden Begriffe sind perfekt gewählt, um zu beschreiben, was hier ist.

    Da Du meine Frage nicht beantwortet hast, hier nochmal konkreter. Hast Du Armin Risi’s “Licht wirft keinen Schatten” schon gelesen?

    Natürlich sind alle Bioroboter im Kern genauso göttliche Individuen wie Du und ich, doch solange sie sich wie Bioroboter verhalten in ihrem systemerhaltenden Treiben, werde ich sie auch weiterhin treffend so benennen, ganz egal, wer was sagt.

    Denn der Begriff passt perfekt, und ergibt auch Sinn.

    Gecheckt? ;-)

    “also nutze es.”

    Du hast recht, das sollte ich wahrlich! Ich schreib es mir am besten auf die Nasenflügel, damit ich es ja nie vergesse, wenn/falls ich zu schielen beginne… :-)

    Ich bin Dir übrigens sehr dankbar für das Wahrnehmen Deiner Pflicht. Es hilft sehr, auch wenn das wirklich entscheidende letztlich der Besuch der Engel (ist mir egal was Du davon hälst) in der letzten Nacht war, die mich mit meinen eigenen Argumenten wieder zurück auf den lichten Pfad zu bewegen vermochten.

    “Denke Dich mal mit einem rüstigen alten Manne zusammen allein auf Felsen sitzend, ein Bier, eine Zigarette, nur fünf Kilometer westlich von Warnemünde an die Ostsee.”

    Hab ich getan, ja, mehr als das. Ich war quasi wirklich dort – und nicht nur dort; auch auf dem Niederbauen, am Strand in Algeciras, in Las Negras, auf der Ruta de los Volcanes, dem Pozo de las Nieves, in den Blue Mountains und noch anderswo.

    “Die “Bioroboter”, wie Du sie nennst, werden uns nur besiegen, wenn wir solches, das Eigene, verlieren.”

    Sie kämpfen eigentlich nicht wirklich gegen uns. Da sie durch das Teufelssystem, in das sie durch Verbildungsstätten und das Umfeld hereingedrückt, eben entmenschlicht, dadurch dazu getrieben wurden, ihr eigenes zu verlieren, bekämpfen sie uns zwar schon, aber eben nicht aus sich Selbst heraus, sondern lediglich entsprechend der Funktionsweise der Maschine; also unbewusst. Das macht zwar für den Bekämpften keinen allzu grossen Unterschied, er ist aber dennoch gewaltig!

    Darum hast Du auch hier recht. Das Eigene darf in keinem Fall aufgegeben und/oder verloren werden!

    Selbst Sein, ja.

    “Nichts fürchten “jene” mehr als das.”

    Mach Tausendundein Prozent draus. :-)

    “und Du, ausgerechnet Du, willst sie hier bestätigen, in ihrem ruchlosen Tun?”

    Nein, wollte ich in keinem Falle – eigentlich. Aber eben.
    Ohne auch nur Hauch von Hoffnung und losgelöst jedwedes Sinnes, sah ich keine andere Möglichkeit.

    Die Frage, wie denn realiterweise ihre Herrschaft und das Teufelssystem wirklich radikal überwunden werden kann, ist zwar nachwievor noch unbeantwortet, aber dennoch darf man den Sinn niemals verlieren. Und auch wenn es sinnlos erscheint, der weise Bauer Narada wusste bereits:

    Man wird sehen.

    “Und: Wenn Du Deiner hiesigen Existenz schon so überdrüssig bist, weshalb dann, schon so entschieden, nicht ein wenig mehr Lockerheit?

    Dann geht es Dich doch eh (bald) nichts mehr an, dann könntest Du doch befreit aufspielen, wie man so schön sagt, oder?”

    Die Fragen abschliessend zu beantworten, wäre allzu umständlich und weitreichend, dazu auch noch zu privat.
    Es ist sehr komplex. Vielleicht im Januar. :-)

    Alles LiebeLicht für Dich
    vom Dude

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Merkwürdig, bei mir war heute Nacht auch ein “Engel”.

    Ich freue mich sehr über Deine Worte.

    Ich meine auch – zumal nach diesen Ausführungen – begriffen zu haben, was Du unter den von mir kritisierten Begriffen “Quantenrechner” und “Bioroboter” verstehst. Du hast es hier sehr anschaulich gemacht.

    Ich bleibe trotzdem bei meiner Kritik.

    Sie gründet darin, dass Du damit viele Leute zwar – richtigerweise – sehr provokant ansprichst, sie aber so wohl meist nicht abzuholen vermagst.

    Ich meine damit: Du verschreckst sie zu sehr, schreckst sie ab, verhärtest sie dadurch womöglich erst recht. Das dürfte kaum Dein Ansinnen sein.

    Ich meine damit nicht, dass drastische Worte nicht zu wählen seien; Du kennst meine (ich verwandte den Begriff eben gegenüber Lisa) mitunter recht “rustikale” Schreibe.

    Wo es aber so grundsätzlich, so essentiell wird, geht es nicht immer nach dem Motto “Voll auf die Zwölfe!”.

    Ich mag mich täuschen; vielleicht bedarf es doch genau dessen; ich weiß es nicht abschließend zu beurteilen.

    Allerdings, und da bin ich mir sicher, und Du hast es ja erkannt, kann eine derart empörende Wortwahl nur dort möglicherweise fußen, wo sie nicht von einer spürbaren Verzweiflung, Weltabgewandtheit, begleitet, sondern saftig mitten ins Leben greift.

    Richtig angewandt, kann diese herbe Herausforderung wohl manchen auf Trab bringen.

    Wenn Du es Leuten so erklärst, wie oben, sie Dir die Zeit dazu lassen, kann Deine Wortwahl Gutes zeitigen.

    Lisa wäscht mir hier ja auch wieder die Ohren aus.

    Denke aber, bitte, daran, dass nur wenige richtig hören und lesen können. Das ist stets zu beachten. Die meisten kommen, einmal getroffen, nicht leicht wieder zurück. Schließe da nicht von Dir auf andere.

    Mit meinem “Engel” heute Nacht saß ich übrigens nicht auf einem jenem Steine; wir zogen in ein kleines bescheidenes Häuschen, Beistellofen, hinreichende Holzlege, kaum Garten dabei, und wir waren damit doch das Glück selbst.

    Alles war ärmlich, bescheiden, aber hinreichend und gut.

    Es war schwäbisch schön. (Und die Geschichte spielte gar im Frankenlande!)

    Grüße Dich herzlich!

    (Lass’ Eure Berge nicht in den CERN stürzen. Das haben sie nicht verdient!)

    (Und: Hier üben alle, die mitüben. Wir üben unseren Ausdruck, wir prüfen Gedanken, wir revidieren, wir gewinnen verbesserte Sprache. Erst vorhin hat mich Lieschen gleich exakt an einem falschen Worte aufgehängt. Es lautete “stetig” und war an der Stelle ein unsinniger, völliger Bockmist. Ich danke ihr dafür. Das war daselbst ein haltloser, unbedachter Schrott.)

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Noch ein Unteruns.

    Gestern ging ich wohin, wo ich eigentlich nicht mehr hinwollte, aber wohl erst recht.

    Inzwischen zu schäbig schien mir der Ort, zu ablehnend gar zu viele.

    Eine kleine mich interessierende Frage verfolgend ward ich doch – dessen gar nicht verfolgt habend – an den Tisch gebeten, mich zu setzen, und sieheda! : eine Frau, die mich seit längerem geflissentlich nicht kennt, wechselte immerhin ein paar Worte mit mir, giftfrei, eine andere, die mir noch nie wohlgesonnen schien, redete also lachend und offen und freundlich mit mir, wie als ob das nur ein Ziehschatten gewesen.

    Ich hatte sie noch nie für dumm oder grundunsympathisch gehalten; jedoch: Wer mir dauernd zeigt, dass er (sie) mich schlicht ablehnt, dem bin ich auch nicht bis in alle Ewigkeit dafür gewogen.

    Plötzlich: Alles (fast alles) Ressentiment weg.

    (Nur zur Klärung: Ich war und bin nicht scharf auf sie, und sie wohl auch nicht auf mich.)

    Frau Bioroboter, sozusagen, war auf einmal freundlich und lieb, sie schaute mir gerade in die Augen, wir scherzten.

    Weshalb dieser Bann brach?

    Ich weiß es nicht.

    Aber es war wohl fällig.

    In zweihundertfünfzig Inkarnationen heiraten wir vielleicht doch noch. Oder eben auch nicht.

    Gestern hat uns schonmal das Bier zusammen geschmeckt.

    Für mich sind solche scheinbar kleinen Dinge das Große.

    Das mag der Grund dafür sein, dass ich lieber schreibe, denn dass ich Geld zählte.

    Ich war, das noch zur Klärung, in keiner Weise aggressiv, hatte aber den Kanal richtig voll. Dann: Auf einmal, unerwartet, echte menschliche Wärme.

    Nix Bioroboter: einfach eine freundliche Menschin.

    Es geht eben doch.

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Fällt mir grade noch ein: Ich vergaß den Risi.

    Mal sehen, wann ich das nachholen kann.

    Ob er mir viel zu sagen hat, weiß ich noch nicht zu beurteilen.

    Er mag beim Kopp neben Grandt und Wisnewski und jenem Retyi (oder so ähnlich) zu jenen gehören, die nicht nur Mittelmaß sind.

  15. Thomas sagt:

    Was muss ich da alles lesen…

    Es wird Zeit, dass wir uns treffen – lebendig im hier uns jetzt.
    Mir fehlt leider die Zeit für ausladende Umschreibungen.

    Dude, ich bitte dich: Mach mal Pause. Lass die Welt sein, wie sie ist. Mach pause davon. Les keine Zeitung, lass den Fernseher und das Radio aus und hör auf, in Foren (dieses ausgeschlossen) deine Zeit damit zu verschwenden, anderen Menschen etwas beibringen zu wollen. Die meisten wollen oder können nicht lernen. Noch nicht. Ich kenne deinen Frust. Bei mir hilft diese Pause da immer. Solltest du Zeit und Geld haben für Ayn Rand´s “Der Streik”, dann kauf dir die 1600 Seiten. Dort ist eine Welt verborgen, die du wahrscheinlich nicht mehr sehen kannst. Die, wenn du sie SO liest, dir vielleicht hilft, das Weltliche etwas mehr zu verstehen und wieder Freude am Sein zu finden.

    Dude: Januar. Bitte. Definitiv. Sag einen Termin und kümmere dich um die Tickets.

    Magnus: Mein Beileid auch von mir.

  16. Thomas sagt:

    Was auch immer bei unserem Treffen passieren wird, es wird uns lange in Erinnerung bleiben. Zumindest habe ich diese Hoffnung und Befürchtung gleichermaßen. Hauptsächlich die Hoffnung.
    Und die Gewissheit, dass wir uns alle etwas weiser des Weges trennen werden am Ende. Und mit enormen Schlafdefizit. Eventuell mit dickem Schädel. ;)

    Ich freu mich drauf!
    Und auf ehrliche Worte.

  17. Dude sagt:

    Sorry, ich kann nicht ausführlich antworten. Komm ich ja kaum nach mit lesen. Zuviel Geplapper allenorts. Auch hier. Wer oder was ist dieser Bosysis? Ich kenn den Idioten nicht und er interessiert mich auch nicht, denn an den wirklichen Problemen auf der Welt ändert es absolut nicht, sich daran dusselig zu lamentieren.

    “Denke aber, bitte, daran, dass nur wenige richtig hören und lesen können. Das ist stets zu beachten. Die meisten kommen, einmal getroffen, nicht leicht wieder zurück. Schließe da nicht von Dir auf andere.”

    Ich weiss. Ich merks tagtäglich. Mein ganzes direktes Umfeld hier hat mir den Rücken zugekehrt. Ich bin ihnen zu radikal und kompromisslos. Ich soll mich ins System integrieren, oder zumindest Kompromisse machen, aber es interessiert keine Sau, dass ich mit dem Teufel keine Deals eingehe.

    Tja.

    Ich hab auch keine Lust mehr. Auf nichts. Solange ich keine gangbare Lösung finde, das aktuelle Teufelssystem zu überwinden, sterb ich jede Sekunde ein bisschen mehr ab.

    Tja.

    Fuck it.

    @Thomas

    Ich glaub nicht, dass ich’s schaffe. Bin im Arsch.

    Sorry.

    LG

  18. Dude sagt:

    Ps. Ich werde hier wieder still werden, da es eh keinen Sinn macht, wenn eh nur rabenschwarzer Brunz kommt, was ich momentan scheinbar nicht wirklich vermeiden kann, so sehr ich es will…

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    “Bosysis”?

    Wer oder was soll das denn sein?

  20. Thomas sagt:

    Dude, dann bring deinen Arsch halt mit.

    Januar.

  21. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Höre auf den Franken, den Thomas.

    Sodann:

    “Solange ich keine gangbare Lösung finde, das aktuelle Teufelssystem zu überwinden, sterb ich jede Sekunde ein bisschen mehr ab.”

    Meinst Du etwa, Du könnest ein System, in dem, wie ich’s vorhin wieder erwähnte, ein Blankfein sich als Werkzeug Gottes hinstellt, ohne dass ihn Gelächter erledigt, allein überwinden? Gar durch Gejammer?

    Ich weiß nicht um Deine Lage, nichts davon, welche Deiner Kompatrioten oder auch Nichtkompatrioten Dir gerade wie die Kante geben.

    Thomas jedenfalls hat ein Gesicht und zeigt es auch, und Familie dazu (das darf ich wohl sagen, da es ohnhehin jeder rausbekommen kann) und arbeitet wahrscheinlich nicht nur fünf Minuten am Tage.

    Es reicht jetzt mit der Jammerei. Ich schaffe immerhin mehr als zwanzig Sekunden am Tage und liege als Witwer mit zwei Kindern seit Jahren auch nicht nur auf Rosenbetten herum. Ich mache was, oft zuwenig, ja, denke, sage was.

    Ja, ich schließe mich Thomas an: Dann bringe den Arsch halt mit.

    So, wie ich ihn kenne, er es auch schon deutlich signalisiert hat, treibt ihn keine Angst davor um, einen momentan ziemlich Verzweifelten zu treffen. Er sagte, dass er das auch im ungünstigen Falle verkrafte, ich auch.

    Ich kenne die Franken. Die fürchten sich nicht vor Schwaben noch vor Schweizern.

    Es wird eben wohl kaum einer allein schaffen.

    Wir leben aber alle noch. Mag sein, dass es Thomas relativ am besten geht, da er Vollfamilie hat. Weiß ich nicht, aber auch die ward ihm sicherlich nicht geschenkt.

    Januar. Wenn Du außer dem Arsch auch noch den Kopf mitbringst, hat sicherlich keiner was dagegen.

    Ansonsten: Hau Deinen Bergallemannen halt mal verbal ordentlich eine auf die Gosch.

    Wenn Du Dir nicht neben den Arsch schwindelst, sollten sie es sich verdient haben.

    Vielleicht sagt aber auch mancher von denen wenigstens teilweise Richtiges; ich kenne Dein Umfeld, wie schon gesagt, nicht; ja noch nicht einmal Dich; Thomas habe ich noch nie getroffen, aber wir haben geredet, und er ist ein rechter echter Franke, so, wie ich sie mag.

    Irgendwo hinter Zürich rumeiern, stets ohne Gesicht, das überzeugt mich auf Dauer, gerade heute, zumal daran gemessen, nicht.

    Wenn Du nicht wirklich etwas leisten willst, dann überlasse es uns Deutschen.

    Wir müssen schon lange allein zurechtkommen.

    Arschlöcher der Geschichte sind wir seit knapp hundert Jahren.

    Und selbst wenn die Badener den Schwaben, die Schwaben den Franken, jene den Bayern, zumal den Hessen usw.usf. nicht immer grün sind, so sind wir doch Deutsche.

    Wo jeder wackere Schweizer oder Franzos’ oder Japaner oder sonstwer, der auf diesem Planeten Besseres einrichten will, dazupasst.

    Ewig aber wird nicht gewartet. Was wir schaffen werden? – : Wie sollten wir das vorher wissen?

    Dann vielleicht zu versagen: wenigstens keine Schande, nicht der Feigheit halber gebüßt.

    So kann man leben und sterben.

  22. Dude sagt:

    Also den Titel Oberarschloch v.D. macht ihr mir nicht streitig!

    Aber seid ihr wirklich sicher, dass ihr euch meinen Arsch antun wollt?

    Ich bin momentan echt ein nichtsnutziger widerlicher nervtötetender und griesgrämiger Wicht.

    Das nur für euch zur Info.

    Wenn ihr also wirklich sicher seid, dann zwing ich mich nächste Woche mal in den Moloch wegen dem Billet.

    Grüsse euch

  23. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    So wie ich Thomas verstanden habe, ist er sich sicher, und so wie mich, ich auch.

    “…nichtsnutziger widerlicher nervtötender und griesgrämiger Wicht” mit dem Titel “Oberarschloch v.D.”: klingt immerhin nicht langweilig.

    Solch besondere Gäste habe selbst ich selten.

    Es ist auch nicht so häufig, dass man mir präventiv fast alle auf mich zutreffenden Adjektive und mir verliehenen Ehrentitel klaut.

    Solch Selbstbewusstsein und Dreistigkeit bringt kaum einer mit.

    Ich werde wohl meinen Arsch anbinden müssen, damit er anderntags nicht in einem schweizer Tresor liegt.

    Ich bin gewarnt.

  24. Thomas sagt:

    Dude, wir sind alle ein Bisschen A.v.D. – oder auch D.v.D.

    Da müssen wir alle durch.

    Bitte tauscht euch wegen einen Termin aus. Ich muss das halbwegs planen im Jänner. Am besten telefonisch, das geht zügiger. Ruf den Göller mal durch die Elektronenleitung. ;)

  25. Dude sagt:

    Spielt euch der Wochentag eine Rolle? Ich würde unter der Woche bevorzugen, aus verschiedenen Gründen, aber es spielt mir keine so grosse Rolle.

    Also gebt Bescheid wenn es auf bestimmte Tage reduziert wäre. Ich geh nächste Woche in den Moloch und frag mal am Schalter nach, bezüglich der möglichen Daten der Sonderangebote.

    Ps. Vergiss Telephon. Ich hasse die Dinger.

  26. Thomas sagt:

    Bei mir ist nur das Wochenende möglich. Auch da muss ich mir schon die Zeit abzwacken. Ab Freitag spät Nachmittags als Ankunftszeit sollte möglich sein. Dude, wie gut ist denn dein Englisch? Liest du englische Literatur?

  27. Dude sagt:

    Ok, also an einem WE. Ich hoffe die Spezialangebote gelten dann. Ich gebe nächste Woche Bescheid bezüglich der genauen möglichen Daten.

    Mein Englisch ist einigermassen brauchbar, aber es reicht nicht für englische Literatur.

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Jetzt machen wir mal Nägel mit Köpfen.

    Mache die Sache mit Thomas per E-Post klar, der ruft mich an, ich bestätige ad hoc (noch sind alle Jännerwochenenden bei mir frei), der bestätigt zurück, und der Sack sollte endlich zu sein.

  29. Dude sagt:

    @Magnus

    Würde Dein Epostfach funktionieren, hätten wir dies schon längst über diesen Weg regeln können. Aber ich hab schon allzu oft Dinge geschrieben, die dann im Datensand versunken sind, daher hab ich darauf keinen Bock mehr, und mache es hier (auch wenn mir das eigentlich nicht so gefällt).

    Du bist übrigens von uns zwei auch der einzige, der Thomas Adresse hat… ich erinnere:
    “E-Mail (wird nicht veröffentlicht) “

  30. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Thomas ist über die Partei der Vernunft Bayern zu finden.

    Ich habe meinerseits keinen Bock, immerzu mit Elektrotexten zu hantieren, wo ich etwas binnen Sekunden per Fernsprecher da und dorthin ratzfatz gültig geregelt hätte.

    Ich werde Thomasens Daten hier nicht weitergeben.

    Wenn man in der Schweiz keine Telefone kennt, mich deshalb nicht anrufen kann (meine Nummer steht im Impressum sowie jeder Auskunft), auch die SBB nicht ohne märtyrerhafte Fernanfahrt gen Züri zu konsultieren weiß, muss das wohl ein Entwicklungsland sein, allerdings soweit mir bekannt so reich, dass ich dort trotzdem mit Sicherheit keine Spenden hinschicke.

    Komme mal in die Socken, sonst lassen wir das Ganze.

    Klare Ansage, oder ausgepfitzt. Endgültig. Derlei Blödsinn brauche ich nicht noch mehr. Es reicht.

  31. Thomas sagt:

    Jetzt gib ihm doch meine Email, mit der ich hier immer schreib, damit wir in die Gänge kommen.

  32. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Hab’ ich jetzt. Inoffiziell. Vielleicht hilft’s. Wenn mich aber keiner anruft, höre ich nichts. Hätte ich eine Verschwörung vor, benutzte ich auch keine Elektropost. Affig, das Ganze.

  33. Dude sagt:

    Danke. Hab sie notiert.
    Ihr bekommt nächste Woche Post von mir mit den möglichen WE-Daten.

    Ps. Weisst Du Magnus, ich hab oft auch keinen Bock umständliche Blogsoftware mit externer Freischaltfunktion und ohne persönliche Suchfunktion für selber geschriebenes, usw. zu benützen, wenn die Praktibilität in einer guten Forensoftware tausendmal besser und einfacher ist, und erst noch viel mehr Möglichkeiten bietet (Bsp. PM-Funktion ;-) ), schreibe aber dennoch immer mal wieder einen Kommentar hier. Also easy – keep cool. *knuddel* ;-)

  34. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Für die Weichware von WordPress kann ich nichts.

    Wenn Du die Sache mit Thomas, der mich zu Bestätigung (Frank und Schwab brauchen da 10 Sekunden max.) anrufend, verelektrokastest, sei es gut.

  35. Dude sagt:

    Selbstverständlich nicht. Wollte es lediglich mal anmerken, dass mir die Praktibilität der Blogs generell nicht gefällt, auch, dass nur immer ein einziger Themen starten kann, find ich ehrlich gesagt ziemlich blöd. Lag mir schon länger auf dem Herzen, dies mal zu erwähnen.

    Ich füge einfach euer beider Epost-Adressen in die An-Zeile ein und dann geht das wunderbar praktisch. :-)

    Einen lichtvollen und freudigen Sonntag noch euch beiden.

  36. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Du startest hier jederzeit Themen.

    Und gute Gastbeiträge nehme ich immer gerne rein.

    Ich kann und will diese Seite lediglich nicht zu einem Laden machen, wo jeder Simpel einen neuen Strang aufmacht.

    Es steht mein Name drunter.

    (Diese Seite ist nicht in Nigeria “gehostet”.)

  37. Dude sagt:

    Ja das verstehe ich voll und ganz, genauso wie dass Du persönlich den Klarnamen wissen willst, wenn Du schon mit Deinem eigenen Namen hinstehst, und die Verantwortung für das Veröffentlichte übernimmst.

    Da gibt’s für mich auch nichts zu diskutieren, ausser der Anmerkung, dass ich den Klarnamen lediglich noch für Bürokraten – was Du ja definitiv nicht bist! :-) – verwende, und mich ansonsten Selbst auf den Namen Dude getauft habe.

    Ich überlege aber schon einige Tage, ob ich beim Besuch mal eine ganz seltene Ausnahme machen sollte, und Dir den – den Bürokraten vorbehaltenen – Namen zu nennen.

    Das Problem ist einfach, dass, neben der sehr eingeschränkten technischen Praktibilität, auf Blogs alles zentralistisch bei einer Person zusammenläuft, anstatt dass jeder die gleichen Rechte hat, und entsprechend auch selber die Verantwortung übernimmt für das Veröffentlichte, was eigentlich das ideale wäre.

    Ps. Was kostet eigentlich ein Serverhost auf einem stillgelegten Öl-Bohrturm in internationalen Gewässern? ;-)

  38. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Bezüglich der technischen Fragen ist sicherlich Thomas kompetenter. (Ich weiß auch noch ein paar andere Leute, die vielleicht eine Bohrinsel netzfähig machen können.)

    Ansonsten: Mir persönlich ist die Kenntnis Deines bürgerlichen Namens nicht wichtig.

    Ich merke sicherlich auch so, ob Du die echte liebe Nervensäge aus der schönen Schwyz bist, oder man mir irgendeinen Gagel ins Haus geschickt.

    Darüber mache Dir also in dem Zusammenhang keine Gedanken.

    Ich kann lediglich nur Kommentatoren anonym freischalten, aber nicht Autoren.

    Gleichwohl meine ich, dass Du Deine Haltung dazu grundsätzlich überdenken solltest.

    Das Für und Wider können wir aber unter sechs oder acht (einen alten Freund gedenke ich, wofern Thomas und Du mir dahingehend trauen, dazuzubitten) Augen besprechen.

  39. Thomas sagt:

    Ich hab keinen blassen, obgleich andeutungsweise diffusen und nicht zu greifenden Schimmer, was so ein Server kostet. Ich weiß allerdings, dass dort auch nur Webserver Texte in die Welt verschicken und das Abschalten oder auch Hacken selbiger noch viel inoffizieller von statten geht als bei Festlandservern. So ein Seekabelbruch kommt ja schonmal vor. Und auch Förderplattformen gehen zuweilen unter. Vor allem in internationalen Gewässern. ;)

    Zurück zum (traurigen) Thema:

    Ich frage mich, ob jemand gehalten werden kann durch Aufschreiben seiner Geschichten. Alles, was wir hinterlassen, sind Gefühle, Eindrücke und Geschichten bei denjenigen, die wir selbst gekannt. Verschwinden selbige auch, bleiben nur die Geschichten, die es zu erzählen gibt. Und deren Gedanken, die selbige vielleicht vermitteln. Geschichten, seien sie geschrieben oder gesprochen, vermitteln in der Menge nur noch einen kleinen Teil dessen, was der Mensch einst war. Dennoch bleiben selbst sie als Essenz der (nicht-quantelnden) Welt nur kurze Zeit erhalten. Der Sinn der meisten Geschichten verblasst mit zunehmender Zeit. Die Welt ändert sich.
    Am Ende, wenn die Geschichten selbst so lange weilen können, schwindet sogar das Verständnis für jenige. Nur die wirklich großen Geschichten bleiben ein wenig länger.
    Was sind Geschichten am Ende wert? Was ist Sprache wert? Vilém Flusser erklärte die Entwicklung der Sprache durch den Menschlichen Erfindungsgeist zur Überwindung der Einsamkeit zum Tode. Nur: Wie weit kann man tatsächlich dem Tod damit etwas abringen? Ein Versuch lohnt sicher. Aber der Objektivismus versagt, wie alles andere Greifbare auch, nur an dieser einzigen Stelle und gibt wieder das Feld frei für das Hohlwort. Schwierige Sache. DIE schwierige Sache. Es bleibt nur Raum für Melancholie. Oder für einen starken Geist, der immer im Jetzt weilt.

  40. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    In dem speziellen Falle meines völlig überraschend mit 65 verstorbenen Freundes (er war absolut rüstig) hätte es vielleicht einen Unterschied gemacht, hätte ich als sei Biograph seine Geschichten aufgeschrieben.

    Er hatte die Urhippiezeit in Indien, Pakistan, Afghanistan usw. erlebt, mir abendelang davon erzählt.

    Ich hätte zunächst mal wieder sehr viel Arbeit damit gehabt, bei wie immer ungewissem wirtschaftlichem Ausgang. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich es anständig hinbekommen hätte.

    Gleichwohl kam mir in nachhinein der Gedanke, dass die Arbeit daran hätte den Unterschied machen können. (Das ist vielleicht sehr naiv. Aber der Gedanke kam auf.)

    Er hatte die letzten Jahre seine kranke Mutter bis zum Tode gepflegt, kannte zwar masse Leute, man sah ihn da und dort, aber er war darüber doch zum einsamen Wolf geworden.

    Nur ein paar Monate nach seiner Mutter war es auch mit ihm hier aus.

    Ein neuer Sinn, ein Inhalt (wir hatten durchaus über das Projekt gesprochen, er war sehr interessiert, doch ich zögerte), eine intensive Beschäftigung, hätten vielleicht eben doch den Unterschied gemacht.

    Ein überaus vielschichtiges, skurriles, interessantes und bewegendes Zeitdokument zu schaffen: es war möglich.

    Cervantes z.B. überlebte die Knastzeit in Sevilla sehr wahrscheinlich wesentlich durch seine Idee des Quijote, die er schließlich so ausführte, dass er darüber als Schriftsteller unsterblich wurde. Damals in seinem Alter fünf Jahre ins Rattenloch unters übelste Gesindel, das war normalerweise so gut wie ein Todesurteil.

    Ich schreibe so etwas wie oben am Schluss des Artikels nicht hin, um sentimental in irgendeinem Gewesenwäre zu schwelgen, sondern um damit möglicherweise den einen oder anderen zu weiterführenden Gedanken anzuregen. Die meisten interessiert so etwas eh nicht. Ich bin kein Traumtänzer. Aber wer sind schon die meisten?

    Mir ist es, gerade in solchen Dingen, sehr wichtig, immer wieder die wenigen anzusprechen.

    Das bringt mir zwar eher nicht nur nichts, sondern wahrscheinlicher noch Nachteile, aber sei’s drum. Ich habe mich entschieden. Wenn ich buckeln muss, schleppe ich Steine oder schraube Rigipsplatten an. Textbuckeln ist nicht.

    James hat mein Leben mit unzähligen Bildern, mit wundersamen Geschichten bereichert; daher lebt er mindestens in mir weiter.

    Daran gemessen sind all die Religiösen mit ihrem Jenseits- und Ewigkeitsgeschwafel für mich armselige Puppen.

    Sich hier nichts getraut, herumgeschwappt wie Sauerbier, und dafür dann dorten den Lohn?

    Mögen sie ihn einstreichen, ihren Zehrpfennig. Ich neide ihnen den, wird er denn ausgezahlt, sicher nicht.

  41. Dude sagt:

    @Thomas

    Ab 5 Euronen… Frag mal die Typen von anonymouse.org ;)

    Und nun zu Dir @Magnus

    Du wirst es nicht glauben, denn diese Geschichte glaube ich selber noch nicht ganz. Oder besser gesagt, bin ich mir darum auch nach dreistündigem intensivem Gespräch noch nicht in Gänze bewusst.

    Ich habe – so ganz ZUFÄLLIGERWEISE! (Du weisst, dass ich Zufälle für Illusion – aufgrund mangelnder Information – halte) – heute Abend im Moloch Armin getroffen!

    Ja, der Conspirare-Armin!

    Ich werde, kann und darf – aus den verschiedensten Gründen – hier keine Details nennen, aber ich gereiche ein Gleichnis zum Verständnis.

    Wenn man gewisse Fehler macht an der Mühle, die dazu führen, dass es einem in einem unbedachten und unbewussten Moment den Ärmel in die Mühle nimmt, zieht es einen rein, und man kommt am andern Ende komplett zerhackstückelt als filettiertes und zerhackstückeltes Gehacktes heraus.

    Etwa das ist Dank unsere wundervollen System mit ihm passiert.

    Immerhin vermochte ich ihm Perspektiven aus der Auswegslosigkeit bieten, und ihm ein wenig Hoffnung und Alternativen schenken, sodass es ihm nun – merklich! – wesentlich besser geht, wie als ich ihn so zufälligerweise im Federal getroffen hatte, ohne zu wissen, dass er er ist!

    Ich bin grad ziemlich durch den Wind, deshalb kommen die Infos bezüglich der Reise im Januar die nächsten Tage noch.

    Dieses beschissene Sanatorium des Kosmos ist zu einem gigantischen Irrsinn von herrschafts- & machtgeilen Psychos verkommen, die alles wegefegen, was ihnen im Weg steht.

    Gott hilf uns, indem Du die Engel schickst!

    Oder die Bewusstseinsrevolution, ob durch coronale Massenauswürfe unseres Lichtspenders oder sonstwas, ist mir scheissegal.

    Liebe Grüsse

  42. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Dass Du Armin getroffen hast, allein das schon, ist Grund zu großer Freude.

    Grüße ihn bitte herzlichst von mir.

    Zudem freut mich, dass Du ihm Aufmunterung zu geben vermochtest: Da kannst Du ja gar nicht so “im Arsch” sein, wie Du das in letzter Zeit regelhaft verlauten lässt.

    Dass man ihn schwer abgerichtet haben müsse, war mir gleich klar.

    Mehr dazu werde ich diesbezüglich jetzt aber auch nicht öffentlich sagen.

    Ihn könntest Du übrigens ohne weiteres mitbringen, wenn Du kommst. Sag ihm das bitte auch.

    Das musst Du, wenn er will, nichtmal ansagen, und ich weiß dann auch nicht mehr, wie er heißt oder ob er je da war.

    LG in die Schweiz

    (Lisa hat wohl recht. Es tut sich was.)

  43. Dude sagt:

    Dass ich ihn traf ist wahrlich eine Freude, aber wie ich ihn antreffen musste, ist nichts weiter als ein elendiger Graus!

    Dieser Graus bestätigt mir erneut wie verflucht wichtig es ist, dass ich seit jeher radikal und konsequent nur anonym auftrete im Netz.

    Er war kurz vorm Notausgang!

    Ich konnte nicht mehr, als ihm aufmerksam zuzuhören, und ihm nach bestem Wissen und Gewissen Vorschläge und Ideen liefern, sowie die hintergründigen Zusammenhänge beleuchten, um ihn aufzubauen.

    Klar hab ich ihm auch die Drinks gezahlt, aber das ist Furz.

    Er hat meine Nummer. Es liegt nun an ihm. Aber ich werde es ihm ausrichten, und ihn – falls möglich – mitnehmen nach Stuttgart.

    Ja, Magnus, ich war im Arsch. Die Hoffnung und der Sinn war flöten gegangen, und da ist jegliches Licht verdunkelt!

    Dank Dir – und anderen mir Lieben -, sowie der Intuition, wusste ich, dass ich auf das am Arsch sein scheissen muss, und dennoch weitermachen.

    Die Engel haben – mit meinen eigenen Argumenten! – aber letztlich den Ausschlag gegeben, dass ich wieder brauchbar bin; zumindest mehr oder weniger.

    “Dass man ihn schwer abgerichtet haben müsse, war mir gleich klar.”

    Du hast keine Ahnung… es ist noch viel schlimmer!

    Ja, es tut sich definitiv was… aber das tat es auch schon zuvor, und dennoch ist das perverse Spielchen der Zentralistenpsychos noch weiter verschlimmert worden…

    Alles LiebeLicht für euch!

  44. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Die “Engel” können gar nichts anderes machen als kommen.

    Und wenn sie das noch nicht einsehen mögen, so sind wir Männer und können auch ohne Engel reden und trinken und denken.

    Denke an das, was ich in “Wir dem Glücke” geschrieben habe.

    Ich empfehle dazu auch, was eben, als Dein Kommentar hereinkam, unter dem Titel “Freundschaft (II)” entstand.

    Dass Armin “zufällig” genau auf Dich trifft (Ihr habt immerhn auch 8 Millionen Einwohner), was soll ich Schwabensturbockel da sagen?

    Ein “Zeichen”?

    Egal. Wenn die Engel nicht kommen wollen, backen wir uns welche.

    Dann werden sie eben Plätzchen.

  45. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    (Überschnittene Kommentare)

    Wer anderen noch helfen kann…

    Traurig, klar, zunächst, unterübelste Kante, und doch kam plötzlich ein Bruder im Geiste.

    Und der Dreiviertelszerschrotete sahe, dass da ein Elfzwölftelvernichteter war, besann sich darob.

    Ich hoffe (Du weißt, dass ich das Wort nur selten ansetze), dass Dir diese Erfahrung – es sieht auch so aus! – ebenso wieder Mut gibt wie Armin.

    Freundschaft!

    Armin hat viel gegeben, jetzt ist etwas zu ihm zurückgekommen.

    Lisas “Glaubenssätze” schwirren zwar immer noch gleich Raubwespen in meinem Kopfe herum, da ich mit ihren harten Postulaten nach wie vor nicht eins bin, anders denke, aber…

  46. Dude sagt:

    “Dass Armin “zufällig” genau auf Dich trifft (Ihr habt immerhn auch 8 Millionen Einwohner), was soll ich Schwabensturbockel da sagen?”

    Meine Rede!

    Mehr als “nur” ein Zeichen – auch angesichts des Datums… Liebevollen herzlichen Gruss an Lisa an dieser Stelle… ;-)

    Ich musste anfangs erst mal pissen gehen, um etwas Zeit zu finden, das wirklich zu kapieren; auch wenn ich ihm schon ganz zu Anfang, als ich erkannte, dass er Der Armin ist, klar sagte, dass Zufälle Illusion sind, und dass diese – eigentlich unmögliche – Begegnung keineswegs zufälligerweise geschah!

    Ps. Die Engel haben leider gewisse Hindernisse…
    http://www.mysticalforum.ch/viewtopic.php?f=29&t=12231&hilit=direktive&start=42

  47. Dude sagt:

    Pps. Den Strang obiges Linkes kann ich übrigens in Gänze wärmstens empfehlen…

  48. Dude sagt:

    Gröber überschnitten… den seh ich jetzt auch schon. *lol* Wie war das noch mit meinen Ausführungen zur Blogpraktibilität. ;-) (Jaja, ich bring auch noch in diesem Zustand passend dumme Sprüche, die sich gewaschen haben. *chchch*)

    “Und der Dreiviertelszerschrotete sahe, dass da ein Elfzwölftelvernichteter war, besann sich darob.”

    Viel besser kann man das nicht in Worte fassen!

    <3

    "Ich hoffe (…), dass Dir diese Erfahrung – es sieht auch so aus! – ebenso wieder Mut gibt wie Armin.

    Darauf kannst Du Gift nehmen!

    Sorry für den Anglizismus, aber es ist ein wahrer BOOST!

    "Armin hat viel gegeben, jetzt ist etwas zu ihm zurückgekommen."

    Genau das, hab ich ihm – unter anderem – auch gesagt, jedoch nicht auf mich bezogen, sondern konkret auf potentielle Lösungen seines erlebten Desasters.

  49. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Den Link zum Mysticalforum schaue ich mir mal noch in Ruhe an.

    Beim Text “Wir dem Glücke” dachte ich, dass mich dafür nur jeder für gaga halten werde; aber das ist mir manchmal egal. (Wo verlinkt?)

    Dann wurde er von Thomas gelobt, und ich war echt überrascht.

    Mir wurde darob aber umso klarer, dass ich ihn bislang im “spirituellen” Sinne unterschätzt hatte, auch, weshalb, wie ein fest im Leben stehender Libertärer wie er ein ernsthaftes Interesse an solchen Chaoten wie uns kultivieren könne.

    Man lese genau, was er oben geschrieben hat. Sowas (dafür hielt ich ihn eh nie, aber das geht weiter hinauf) schreibt kein materialistischer Halbdummerjahn.

  50. Dude sagt:

    Absolut nix Gagga! Da wett ich ne Lady drauf… ;-)

    Ich war übrigens überhaupt nicht überrascht ob Thomas’ Lob, ganz im Gegenteil, aber war da nicht in der Lage was zu schreiben.

    Auch das mit dem “entwickelten Interesse” überraschte mich bereits von Anfang an nicht – im Gegenteil…
    Auch wenn es durchaus deutliche Differenzen gibt.

    Ps. Auf dem MF. Ich musste in der letzten Zeit einigen Internetplattformen den Rücken kehren.
    Pps. Der obige Link ist mE. übrigens das Beste, was ich je geschrieben habe bis heute…

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