Archiv für den Monat September 2012

Von Odin, Bruno und uns Gottlosen

Sonntag, 02. September 2012

Ich mag Odin zwar lieber als andere sogenannte Götter.

Nicht nur, dass er anscheinend noch nicht einmal was gegen Germanen hatte: es ist wenigstens für Dichter ein sehr gewichtiger ihm zugeschriebener Spruch überliefert.

Dass er nicht, wie fast der ganze Rest (Buddha ausgenommen) zur Versklavung oder Vernichtung jener aufruft, die nicht an ihn glauben, macht ihn mir zusätzlich sympathisch.

Damit steht er als Gott schon mehr als ziemlich gut da.

Ich sehe ihn trotzdem nicht als Gott.

Man hat sich ihn entweder als Gott erdacht, oder aber er war ein Raumfahrer, der es mal ausnahmsweise gut mit der Menschheit meinte.

Deshalb gibt es keinen Grund, an ihn zu glauben.

Konfuzius kannte ihn wohl nicht. Er hätte ihn nur botmäßig zum Mahle geladen. Bei mir darf Odin auch jederzeit speisen, wenn er Zeit dazu hat.

Die ganze bekannte Historie des Menschen ist geistig die der Emanzipation von Göttern. (weiterlesen…)

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Feigheit vorm kranken “Gott”

Sonntag, 02. September 2012

Angesichts der ganzen Beschneiderei und deren Apologeten wundere ich mich wieder einmal, weshalb ich Respekt vor was haben solle.

Ich achte grundsätzlich erstmal jeden Menschen.

Das heißt aber nicht, dass ich seine Religion achten muss, wenn ich sie in derlei gravierenden Vorschriften nicht umhin kann, für pervers, irr, graus zu halten.

Feige Kasperlesversammlungen wie unsere sogenannten Satireblätter mögen sich daran gütlich tun, das Christentum und den Papst zu verspotten. Die machen das, wovon sie sich einen verkaufsfördernden, ungefährlichen kleinen Skandal ausrechnen, da aber wenig bis nichts, wo sie eigentlich, hätten sie einen Arsch in der Hose, sich zwingend gefordert sehen müssten.

Lasche Christen verhohnepiepeln, das traut man sich, schon ob vergleichsweiser Bagatellen. Dorten aber beschneidet man sich seinen Schreibstift sozusagen freiwillig.

Derlei Satireblätter sind daher lediglich eine Satire ihrer selbst. (weiterlesen…)

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Vorhaut ab gleich Grundgesetz ab

Sonntag, 02. September 2012

Dies Ding hier, ein Prozess zu einem millimetermissratenen Kleinkinderohrlochstechen, ist so kurios, dass ich es aufgreifen muss.

Der ganze Bericht läse sich wie eine blanke Realsatire, stünde nicht die Frage nach dem Kindeswohl im Raume.

Und gäbe es nicht den Bezug zur Knabenbeschneidung.

Wie ich es ankündigte, dessen sicher, dass die Sache für die Berliner Knabenverstümmlerdurchwinker noch reichlich komplizierter werden werde, als die sich das in ihrer Besinnungslosigkeit zunächst gedacht, baut sich jetzt, und da wird mehr kommen, schonmal dieser Fall vor ihnen auf.

Hier ist von der “Einwilligung” eines dreijährigen Mädchens die Rede, das sich, mit pierceverhunztem Vater als Vorbild, zum Geburtstage ein doppeltes Ohrlochstechen wünschte, das dann nicht den Vorstellungen ebenjenes Vaters entsprach, was diesen wider die fahrlässigen Stecher vor Gericht führte.

Der Richter ging, analog zum Kölner Beschneidungsurteil, wo der behandelnde Arzt wegen eines Verbotsirrtums freigesprochen wurde, ebenfalls davon aus, dass den Durchstechern keine Strafe wegen Körperverletzung zugemessen werden könne.

In diesem Falle, noch.

Sollte die Knabenbeschneidung “gesetzlich geregelt”, also erlaubt werden, so haben wir hier, was vorsätzliche Kinderverletzung und -verstümmelung anlangt, mit einem rituellen Wilden Westen zu rechnen.

Oder hat man etwa vor, Moslems und Juden in ihren Kinderqüalrechten über alle anderen Bürger und deren diesbezügliche religiöse Vorlieben zu stellen?

Ja, klar hat man das vor.

Allein, es fehlt an jeder nachvollziehbaren Begründung. (weiterlesen…)

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Vintage-Manager

Sonntag, 02. September 2012

Spätestens seit ich ein paar graue Haare habe, bin ich wohl auch ein bisschen Vintage.

Hätte ich meine alte Adidas-Trainingshose noch, die in den Achtzigern als Oberbekleidungsinbegriff des dekadenten, biersaufenden, bäuchichten, mit Sandalen und gelb angespecktem Unterhemd in der Sonne dösenden Schrebergartenvollspießers galt, so wäre sie jetzt auch Vintage.

Am liebsten von allem Vintage ist mir Vintage Port. Der ist zwar oft erst ein paar Jahre alt, aber leider nie billig.

Wer kauft mir meine Vintage-Sandalen ab?

Irgendeinen versessenen Vintage-Sandalensammler muss es doch geben.

Ich garantiere, dass sie aus ersten Füßen stinken.

Ich lebe sogar in einem Vintagehaus (Gründerzeit).

Ich schreibe Vintage.

Manche Fliege ist schon Vintage, wenn sie erst zwei Wochen auf dem Puckel hat.

Selbst mein Schreibtisch ist Sondervintage. Den klaute 1945 der französische Stadtkommandant meinem Opi. Meine beharrliche Omi ließ ihn dann später wieder raus.

Ob man in meinem Alter, nochmal auf Brautschau, wohl schon einer Dulcinea das Kompliment machen darf, sie sei wirklich gut erhalten Vintage?

Sicher aber bin ich vorhin ziemlich Vintage aufgestanden. (weiterlesen…)

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Mikrochippiert sie!

Samstag, 01. September 2012

Hier mein Vorschlag zur Transparenz und demokratischen Kontrolle.

Jedes Volk (je nach Größe) wählt seine 50 bis 5000 wichtigsten Entscheider.

Daraufhin werden diese mit einem Mikrochipimplantat ausgestattet.

Dann kann jeder Bürger jederzeit am Rechner oder Schmerzphon sehen, wo die Verdächtigen sich gerade aufhalten. (weiterlesen…)

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Von den ortbaren Handyoten (II)

Samstag, 01. September 2012

Zur Handyortung wurde mir grade noch klar, dass ich grundsätzlich sehr verdächtig bin, da ich fast nie ein Handy benutze oder auch nur mit mir führe.

So verhalten sich praktisch nur noch halbclevere Kriminelle und konspirative Revolutionäre, die noch nicht verstanden haben, wie man seine Hausaufgaben richtig erledigt.

Wer also wirklich unauffällig bleiben will, der hat sein Handy wenigstens öfter dabei und quakt damit auch ab und an einen voll bzw. lässt sich anrufen.

Wer es gescheit anstellt, wird natürlich nicht 500 Meter vor einem verdächtigen Ort sein Ding funkunfähig machen, und 500 Meter dahinter wieder an. Das fällt auf.

Wer also ein Ding drehen will, der wird sich intelligenterweise eine gewisse (fallabhängige) Zeit davor irgendwo in der Nähe des geplanten Geschehens orten lassen, was ihn unverdächtig macht, da ja keiner so blöd wäre; es sei denn, er wäre aus Hamburg und sonst noch nie in Hintertupfingen gewesen.

Ein Gangster, der auf der Höhe der Zeit, wird sich also, nie darüber redend, noch gar etwas dazu aufschreibend, einen geschickten Handymitführ- und Nutzungsplan machen.

Dieser sollte für sein bürgerliches Leben so nachvollziehbar wie möglich sein. Immer wieder normale Abweichungen (keine zu große Regelmäßigkeit!), häufige Gespräche der modernen irrelevanten Art, Terminabsprachen zum Hamburgerfressen usw.

Ab und an schaltet er es auch mal (normal, also weiterhin ortbar, Akku und Sim noch drin) ab, z.B. im Kino oder im Theater oder auf einem Empfang.

Und hie und da hat er es auch mal gar nicht dabei.

Das soll selbst heute noch in den besten Familien vorkommen. (weiterlesen…)

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