Archiv für den Monat September 2012
Montag, 24. September 2012
Vorhin latschte ich durchs Städtle, am Wilhelmsplatz war viel merkwürdig’ Volks unterwegs, eine Art türkische Einwegsimbissbude aufgebaut, überall masse gelbe und blaue Müllsäcke aufgestapelt, überquellende Müllcontainer – ich erfuhr schließlich von einem Essensversorger der Filmleute (dass da ein Film gedreht werde, war mir schnell klargeworden), dass es sich um einen Kinostreifen mit dem Arbeitstitel “Habibs Rhapsody” handele, kombinierte, dass das wohl Habibs Dönerbude sein müsse, nachdem ich vorher schon zwei andere, die gelangweilt vor ihren Transportern rumlümmelten, gefragt hatte, ob man da wohl “Stuttgart versinkt im Müll” produziere, worauf die geantwortet hatten, nein, aber im Film streikten die Müllwerker. Da hätte ich mindestens nicht schlecht geraten, versetzte ich, die beiden nickten zustimmend lächelnd. Kann ja lustig werden.
Für den Sprachler interessanter aber war eine andere Begegnung.
So in Gedanken vor mich hintrottelnd, gewahrte ich einen Uniformierten, einen Mann von vielleicht sechzig Jahren, der gerade dabei war, einen Falschparker aufzuschreiben.
Eine männliche Politesse sozusagen.
Sofort fuhr es mir durch den Kopf, dass ich gar nicht wisse, wie man so einen richtig bezeichnen möge. Nun, der brave Mann wird kaum etwas dagegen haben, wenn er ausahmsweise mal freundlich angesprochen wird, frag ihn einfach, dachte ich bei mir. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Fritz Kuhn, Habibs Rhapsody, Juchtenkäfer, Kriegstreiberparteien, Stuttgart 21, Stuttgarter OB-Wahl
Abgelegt unter Demokratie, Geschlechter, Idiotenkabinett, Lügen, Sprachwissenschaft | 6 Kommentare »
Sonntag, 23. September 2012
Nein, ich unterwerfe mich nicht.
Schon gar nicht unter Wörter, die zum Behufe der Unterwerfung (des Islams) eingeführt und alswie selbstverständlich gemacht.
Seit wann sagt man im Deutschen “Muslim”, “Muslima”, “Muslime”?
Prüfen sie, sollten Sie an solchen großen Kleinigkeiten interessiert sein, das mal nach.
Man sagte, bis nicht vor allzulange, immer “Moslem”.
Ich bleibe, solange man mir das nicht auch noch verbietet, dabei.
Und zwar nicht nur, weil der Plural “Moslems” keiner Extrasilbe bedarf. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Islam
Abgelegt unter Geopolitik, Sprachwissenschaft | 6 Kommentare »
Sonntag, 23. September 2012
“Leute, die immer Einser, Zweier und Dreier schreiben, können ihre Hausaufgaben schlampig oder gar nicht machen. Nach dieser Maxime habe ich gehandelt. Alle anderen sollten sie sorgfältig machen.”
Sagte ich grade meinem Sohne. Vielleicht hilft’s was.
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Lernen
Abgelegt unter Aphorismen, Bildung | 1 Kommentar »
Sonntag, 23. September 2012
Zeit, mal wieder ein bisschen Politsemantik zu treiben. Nicht, dass ich noch aus der Übung komme.
Wie wäre einer, der gegen die Angriffskriege, die alle Blockflötenparteien (mit teilweisen Ausnahmen, fast nur der Linkspartei) befürworten, den EU-Superstaat, unsere Euro-Enteignung, die Knabenbeschneidung ablehnt, den 9/11-Mist nicht glaubt, für echte Meinungs-, Kunst- und Satirefreiheit steht, von der Unfreiheit der Nation redet, die Rheinwiesen und die Feindstaatenklausel im Munde führt, sich, es gäbe noch viel mehr Beispiele, der verordneten allgemeinen Linientreue öffentlich nicht unterwirft, früher genannt worden, wurden entsprechende Leute, als es noch stramm gegen den Ostblock ging, genannt, wird so einer, der analog in China agiert, heute manchmal, aber inzwischen selten, noch genannt?
Man nannte solche Leute früher Dissidenten.
Das war ein Lobeswort: Als Tapfere, die der Freiheit halber schwere persönliche und berufliche Nachteile, wenn nicht harte Verfolgung, manchmal bis zur Lagerhaft oder dem Tode, bereit, in Kauf zu nehmen, warden sie gepriesen. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Immerhin, Politsemantik, Schlagzahldichter, Schlagzahlpoesie
Abgelegt unter Bildung, Demokratie, Geopolitik, Lügen, Philosophie, Sprachmord, Sprachwissenschaft | 1 Kommentar »
Samstag, 22. September 2012
Hirnrings fehlt die Sache
Derer wieder einer lache.
Mag’s wohl daran liegen
Dass selbst solche Sachen
Liegengeblieben
Kurzerhand ausgestiegen
Grade betreuen die Bachen?
Ja, selbst Schutt
Reimt noch auf Perlmutt. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Poesie
Abgelegt unter Schönes | 3 Kommentare »
Samstag, 22. September 2012
Ich habe einige Zeit überlegt, ob ich das Folgende, vor allem den Kernsatz, hier hinschreiben solle, dürfe.
Frank Schirrmacher hat mich dann aber mittels seiner soeben von mir zum Thema kommentierten “Dankrede” davon überzeugt, es zu tun.
Indem wir gestern Abend – vor Kenntnis von Schirrmachers Rede – mal wieder die Unmöglichkeit diskutierten, ein – aus mehreren Gründen – auch nur annähernd tragfähiges, grundgesetzkonformes Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz zusammenzuzimmern, ich schon eingebacht hatte, dass ich gerne mal beim Bundesjustizministerium Mäuschen wäre, wenn die entsprechenden Fachjuristen in der x-ten Debatte, schließlich schon nicht mehr beim Kaffee, sondern schon beim Kognak, angefangen haben, sich wechselseitig als Blödmänner usw. zu beschimpfen, auch aufgekommen war, dass ich erst kürzlich hier erklärte, zum Thema Beschneidung keine Satire machen zu wollen, nicht nur, weil das mancher nicht mehr lustig fände, mein Gegenüber Tucholsky ins Spiel gebracht, der sagte, Satire dürfe alles, also: warum nicht?, die Ramifikationen des Kölner Urteils nochmal erörtert, meinte der andere schließlich: “Vielleicht sitzt ja ein großer Teil des Gehirns in der Vorhaut, und sie muss deshalb ab.” (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Frank Schirrmacher, Knabenbeschneidung, Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz, Kurt Tucholsky
Abgelegt unter Geschlechter, Grausamkeit, Idiotenkabinett, Religion, Satire | 9 Kommentare »
Samstag, 22. September 2012
Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, hat die Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf verliehen bekommen, in seiner Dankrede versucht, Bemerkenswertes zu sagen, was ihm teils auch gelungen ist.
Dem Titel “Den Schmerz verdoppeln” folgend geht es in der Unterüberschrift auf faz.net gleich mächtig zur Sache:
“Was ist Inversion? Wenn ein Nobelpreisträger die Juden zur Gefahr erklärt. Wenn die deutsche Justiz den Juden Körperverletzung vorwirft.”
Schirrmacher redet dann ausführlich über Juden, die er gekannt hat und kennt, erklärt anhand literarischer und historischer Bezüge die rhetorische Figur der Inversion bzw. Umkehrung, sieht diese zumal im judenfeindlichen Sinne überall, Günter Grass bekommt wegen seines berüchtigten israelkritischen Gedichtes vom Frühjahr, was ihm seiner Meinung nach dafür als einem perfiden Oberverdreher gebührt, was ich hier nicht weiters diskutieren will, kommt dann aber so richtig invers zur Sache.
Es sei, schreibt er (damit die Inversion der Unterüberschrift bezüglich deutscher Justiz, Juden und Körperverletztung präzisierend):
“Inversion, wenn im Jahre 2012 eine jahrtausendealte Praxis wie die Beschneidung von deutschen Gerichten als „Körperverletzung“ verurteilt wird und in Deutschland eine Debatte darüber beginnt, die „Judentum“ und „Körperverletzung“ in einen juristisch-semantischen Zusammenhang bringt, der einen sprachlos macht, in dem jüdische Eltern angeblich ihre eigenen Söhne verletzen, wo es einem doch erst einmal gereicht hätte, wenn die Justiz, die sich jetzt für Jahrtausende zuständig fühlt, damals sich nur für zwölf Jahre zuständig gefühlt hätte, als Deutsche und ihre Helfer nicht nur Körperverletzung an Juden betrieben, sondern Mord und Totschlag.”
Nochmal der Kern: “…in dem jüdische Eltern angeblich ihre eigenen Söhne verletzen…”
Aha. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Dankrede, Düsseldorfer Jüdische Gemeinde, Inversion, Josef-Neuberger-Medaille, Knabenbeschneidung, Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz
Abgelegt unter Demokratie, Grausamkeit, Idiotenkabinett, Lügen, Medien, Religion, Sprachwissenschaft, Wortgift | 3 Kommentare »
Samstag, 22. September 2012
Nicht über lang wird irgendein grenzdebiler amerikanischer Hobbyflieger, auf irgendeinem vorgeblichen Flugfeld landend, das in Wahrheit ein Genmaisacker ist, aufgrund der Dorthinleitung durch sein neues Apple-Schmerzphon, sich daselbst und desgrunds nachweislich seinen Ringfinger im Ursche brechen, darob eine Klage über 3000 Milliarden Dollar ansetzen, 500 Milliarden (die Anwälte, die ihm dazu rieten und ihn erfolgreich vertrieten, 200 Milliarden) zugesprochen bekommen, und dann war’s das mit diesem inkompetenten Puff.
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Amerika, Schmerzphon
Abgelegt unter Satire, Schönes | Keine Kommentare »
Freitag, 21. September 2012
Unter dem Titel “Respekt? Wovor denn?” hat der Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, bei der Zeit einen Text vorgelegt, in dem er beredt und gut begründet genau meine These vertritt, dass jenen selbst gegenüber allen Ungläubigen mehr als nur respektlosen Moslems, Juden und Christen im Grunde gar nicht zu viel Satire widerfahren kann.
Ein Zitat daraus:
“Respekt für Respektlose?
Die Absurdität der gegenwärtigen Debatte zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Respekt ausgerechnet jenen gegenüber eingefordert wird, die hinlänglich bewiesen haben, dass ihnen jeder Respekt gegenüber Andersdenkenden fehlt. Verwunderlich ist dieses Defizit nicht, wenn man die Heiligen Schriften kennt.”
(Hier hätte ich mir gewünscht, dass er “deren Heilige Schriften” gesagt hätte.) (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Giordano-Bruno-Stiftung
Abgelegt unter Bildung, Demokratie, Geopolitik, Idiotenkabinett, Nachhilfe, Religion | 1 Kommentar »
Donnerstag, 20. September 2012
Als Philosoph muss man jederzeit damit rechnen, dass man von einem verspottet, verleundet wird, dessen vermeintlicher Heilstein ein Hundsbrunzer, während er noch nicht einmal weiß, was das ist.
Manchmal schwingt sich ein Kleingeist dieser Art zu erstaunlichen Leistungen auf.
Nicht begreifen könnend, wollend, auch nur, wozu Hundsbrunzer gesetzt werden, nämlich nicht primär für Hunde, hebt er, ohne selbst Hund zu sein, sein merkantilistisches Bein, aber nicht dort, wo er nur Hunden nachbrunzte, sondern an Orten, wo er wirkt, wie als ob Froschlaich in der Takla Makan im Sandsturme Schwimmübungen machte: wird aber trotzdem weithin gehört.
Man soll solche nicht allzuernst nehmen, ihr idiotisches Gebaren aber immer wieder als Warnung begreifen.
Man vergesse nie Nietzsches Spruch, die Dummheit sei unergründlich klug. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Rotten und Rudel
Abgelegt unter Philosophie | Keine Kommentare »
Donnerstag, 20. September 2012
“Nur eine Währung, die fortbesteht, ist stabil.”
Das soll das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen allen Ernstes losgelassen haben.
Neuerdings werden unsere Bänker also auch noch Kabarettisten, Komiker, sondern schräge Aphorismen ab.
Der obige grandiose Satz bringt es tatsächlich fertig, einerseits nicht mehr bestehende Währungen implizit als instabil zu bezeichnen (was nicht da ist, ist nicht stabololobil), andererseits eine fortbestehende als praktisch automatisch staballodöns.
Jaja, eine Geiß, die es nicht mehr gibt, die ist auch keine Ziege. Und als Nichtziege kann sie keine Milch mehr geben und auch keine sieben Geißlein mehr auf die Welt bringen. Wo nichts ist, hat ja bekanntlich selbst der Kaiser sein Recht verloren.
In der Tat ist die D-Mark, seit es sie nicht mehr gibt, auch nicht mehr stabil.
Dieser Bänker blickt echt voll durch. Unser erster bedeutender Philosoph nach Nietzsche. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: EZB, Jörg Asmussen
Abgelegt unter Finanzkrise, Geopolitik, Idiotenkabinett, Satire | 8 Kommentare »
Donnerstag, 20. September 2012
Unter dem Titel “Libertäre: Ring frei!” rief ich kürzlich dazu auf, oder, besser, bat ich darum, dass doch jemand, der sich mit der Materie auskennt, hier mal einen Gastbeitrag bringen möge.
Die Bitte wurde erhört.
Im folgenden also ein erster Artikel zum Thema.
(Zustimmende, ergänzende, kritische Kommentare bitte wie üblich unten in den Kommentarstrang einstellen. Wer einen weiteren, längeren eigenen Gastbeitrag – gerne auch mit teilweise oder völlig konträrer Meinung – dazu liefern will, kann diesen entweder, als solchen gekennzeichnet, dort vorschlagen oder mir per E-Brief zukommen lassen. Letzterenfalls bitte entweder unten darauf hinweisen oder kurz anrufen. Die sonstigen Konditionen findet, wer Lust hat, oben über den Link.)
—
Libertäre – alles nur Träumer?
Von Thomas Stahl
Als libertärer Mensch hat man’s nicht leicht.
Viele Diskussionen beginnen nach kurzer Vorstellung des eigenen Weltbildes mit der Aussage, dass das ja alles viel zu idealistisch wäre, als dass so ein System jemals tatsächlich umgesetzt werden könnte. Meist folgt dann noch die obligatorische Frage und die fast immer gleiche Antwort darauf: „Wie alt bist du? – Ach ja, als ich so jung war, hatte ich auch noch solche Träume“. Meine Gegenfrage neuerdings lautet: „Achso! In welchem Alter hast du resigniert? Dieses Alter muss ich mir vormerken.“ Das regt nicht selten zum Nachdenken an.
Die meisten Menschen haben sich an unser jetziges System so stark gewöhnt und angepasst – oder sind von diesem System selbst existenziell abhängig – , dass ein so anders klingendes Weltbild kaum vorstellbar scheint. Dabei ist es so einfach und klar…
Ein Schnelldurchlauf durch die Ökonomie:
Der libertäre Grundgedanke ist, dass der Mensch frei geboren wird und dass kein anderer das Recht an seinem Körper hat außer ihm selbst.
Der Mensch bestimmt über sich selbst.
Als eine direkte Folge davon hat ein Mensch, der sich selbst besitzt, auch das Recht an seiner eigenen Arbeitskraft. Stellt ein Mensch aus einem Stück Holz einen Nutzgegenstand her, gehört dieser Gegenstand zweifelsfrei ihm. Daraus ergibt sich das Eigentumsrecht: Ich habe durch meine eigene Leistung etwas geschaffen und damit gehört das Ergebnis meiner Leistung mir.
Wenn nun ein anderer Mensch meinen hergestellten Gegenstand sieht und ihn gerne haben möchte, dann habe ich die freie Wahl ihm den Gegenstand zu verschenken, zu leihen, zu tauschen, zu verkaufen oder ihm meinen Gegenstand zu verweigern. Damit sind wir beim Markt. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Libertarismus, Österreichische Schule
Abgelegt unter Demokratie, Finanzkrise, Philosophie | 102 Kommentare »
Donnerstag, 20. September 2012
Gott will uns tot.
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Religionen
Abgelegt unter Aphorismen | Keine Kommentare »
Donnerstag, 20. September 2012
Freiheit heißt jetzt, dass man sogar nichts mehr sagen dürfen können sollte.
(Freedom now means that one should even be allowed to say nothing.)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Ballaballa
Abgelegt unter Aphorismen | Keine Kommentare »
Mittwoch, 19. September 2012
Ich habe mich hier ja nun schon dahingehend selbstangeklagt, mich vor Jahren sehr intensiv mit Crowleys schrecklichen Schriften befasst, manche seiner höchstrangigen Anhänger bzw. Interpretatoren getroffen zu haben, so dass von der Seite her nichts mehr anbrennen kann.
Jetzt, im Rückblicke, da die Sache wieder ein stückweit in meinen Fokus gerückt, fällt mir (wie teils schon angesprochen) umso mehr auf, dass seine “Class-A-Texte” (die er als “herunterkanalt” behauptete), mit denen er eine neue Religion, jene des Wassermannzeitalters, quasi als deren Prophet, auf die Erde gebracht zu haben behauptete, von seinen Jüngern praktisch nur anhand von Methoden durchleuchtet bzw. nachverdunkelt wurden, die man im weitesten Sinne als kabbalistisch bezeichnen kann.
Also Gematria, Numerologie (bzw. Zahlenmystik), astrologische Bezüge, “Baum des Lebens”, hebräisches Alphabet, eine englische, der Zahl 11 folgende alphabetäre Zahlenzuordnung ward behauptet (gar nicht schlecht begründet: ALWH…), man veranstaltete Kongresse dazu in der Oxforder Town Hall (schöne Holztäfelung), es gab die typischen Geheimbundsgroßmeisterbeharkungen, mancher aß Psilocybe dazu oder rauchte auch nur Hasch, dem “Höheren” so noch näher zu kommen (oder auch nur eine Tante flachzulegen), kurzum, es war ein buntes bis esoterisch durchgedrehtes Treiben, ein Potpourri des dabei üblichen voll ausgebrochenen bis gemäßigten Wahnsinns und der diesbezüglichen Spekulation. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Class-A-Texte
Abgelegt unter Bildung, Philosophie, Religion, Sprachwissenschaft | Keine Kommentare »
Mittwoch, 19. September 2012
Es ist schon irgendwie reichlich zwerch, und es scheint sich nicht groß etwas geändert zu haben, seit ich mich über 15 Jahre lang kaum noch mit Crowleys Schriften befasst habe.
Leser Dude schrieb:
“Von Crowley’s satanistischen Schriften, und der entsprechenden fahlen Ideologie, rate ich eindringlich ab.”
Wie kommt, fragte ich mich wieder einmal, denn dies Schema “bloß nicht lesen!” ist im Zusammenhang altbekannt, gar noch ein Freigeist wie der (ich bezeichne ihn ob seiner vielen Beiträge hier mal so) darauf, von einer Lektüre “eindringlich” abzuraten?
Normalerweise rät man von einer Lektüre ab, wenn man ein schlechtes Buch z.B. der Uni halber lesen (wenigstens querlesen) musste, diese sinnlose Qual und Zeitverschwendung einem anderen ersparen will.
Ein solcher Fall liegt hier aber offenkundig nicht vor. Und es war ja kein katholischer Priester, der hier so deutlich vom Lesen abriet. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Also sprach Zarathustra, Friedrich Nietzsche, Liber Al
Abgelegt unter Bildung, Philosophie, Religion, Sprachwissenschaft | Keine Kommentare »
Dienstag, 18. September 2012
Leser Dude hat mich (mein Dank dafür!) ebengerade, indem er meinte, Leser haschmech, ein echter Bibelkenner, solle nicht, meiner Empfehlung folgend, dazu auch noch Crowleys Schriften lesen, wunderbar gereizt und damit inspiriert.
Lest jeden Heiligen Mist, bis dass er Euch bis zur Hölle zum Halse heraushängt!
Persönlich ist für mich klar, dass mir Crowley besser gefallen hat, als dieses Krampfbuch namens Bibel, oh je, vom Koran jetzt noch gar nicht zu reden.
Das mag daran gelegen haben, dass ich Englisch problemlos im Original lesen kann.
Auch daran, dass ich ihn, auch zumal anhand seiner vergnüglichen und interessanten Autobiographie, ansonsten als einen ziemlich undoofen Autoren, der tatsächlich gelebt haben dürfte, kennenlernen konnte, nicht nur als irgendeinen abgedrehten Propheten aus einem kühlbachlosen, permanent überhitzten Sandland zwischen Nil und Euphrat. (Er war natürlich selber ein Schwindler, ziemlich abgedreht, meinte, nachvollziehbarerweise, kurz vor der Dreigöttersenke, in Kairo, Anleihe nehmen zu müssen, um seinen Heiligen Pott anerkannt vollpissen zu können. Insofern war er ein epigonaler Feig, ein eitler Nilschlammschlecker.) (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Aleister Crowley, Jake Stratton-Kent
Abgelegt unter Bildung, Philosophie, Religion, Sprachwissenschaft | 9 Kommentare »
Dienstag, 18. September 2012
Wen oder was fürchtet der Teufel, auch wenn er sich gerade mal wieder “Gott” nennt, am meisten?
Es ist eigentlich längst bekannt. Der seine Namen kennt, hat ihn gebannt.
Leider haben die wenigsten Sprachwissenschaftler diesen, im erweiterten Sinne, Mithauptbehuf ihrer Tätigkeit begriffen, gar verinnerlicht.
Jeder gute Philolog, Nietzsche hat es uns beispielhaft vorgemacht, muss ein Lügenjäger sein. Götzendämmerung. Sonst ist er drittklassig. Wahrheiten findet nur der Lügenjäger. (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Friedrich Nietzsche, Miguel de Cervantes Saavedra, Wilhelm Pötters
Abgelegt unter Bildung, Philosophie, Religion, Sprachwissenschaft | 2 Kommentare »
Dienstag, 18. September 2012
Ich frage mich so langsam, ob es überhaupt eine deutsche Behörde gibt, die keinen Kontakt mit dem sogenannten Neonazi-Terrortrio hatte, keine Akten ganz aus Versehen rechtzeitig vernichtete, nichts verschwieg. Irgendein Liegenschaftsamt vielleicht? Anscheinend kannte diese erzgefährlichen Terroristen jede Aushilfstippse in Hinterabdagolfing. VS, MAD, BKA …: Gibt es noch ein paar Dienste, die so geheim sind, dass man derer Existenz noch gar keine Kunde hat, die da über 15 Jahre freundlichst betreuend unterwegs waren?
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: NSU
Abgelegt unter Demokratie, Geopolitik, Idiotenkabinett, Lügen | Keine Kommentare »
Dienstag, 18. September 2012
Es ist schon einzigartig dumm, dass Leute an einen allmächtigen Gott und dessen endgültigen Propheten glauben, die sie hienieden mit allen Mitteln, bis hin zum Mord, vor Beleidigungen durch Ungläubige zu schützen müssen meinen.
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Islam
Abgelegt unter Aphorismen | 13 Kommentare »
Dienstag, 18. September 2012
Es kann ja durchaus von Vorteil sein, wenn der, mit dem man einen Händel hat, ein bisschen doof ist.
Aber nicht zwangsläufig.
Denn wenn der Rest drumrum lieber auch doof sein will, sich dessen Doofheit gar vor lauter Angst unterwerfen, gilt das nicht unbedingt. Er möchte aus seiner Doofheit (die vielleicht sogar keine ist, sondern ein auf genau jene abgezieltes Strategem) dann noch seinen Vorteil saugen.
Beim allfälligen Rassismusvorwurf wider all jene, die sich der Religion der Unterwerfung nicht unterwerfen wollen, scheinen beide Ausprägungsformen zu walten.
Es gibt masse moslemische Indogermanen (Bosniaken, Albaner, Kurden, Iraner, Paschtunen, Inder usw.), Mongolide (ich spare mir jetzt, weiterhin alle aufzuzählen), Turkvölker, ja, auch Semiten, Hamiten, Schwarzafrikaner, nur, bislang, wohl nicht allzuviele Indianer.
Der Rassismusvorwurf gegen Menschen, die den Islam nicht schätzen, ist hiemit völlig abwegig. (Ich sage das nicht zum ersten Mal, ja, aber Wichtiges muss mitunter auch wiederholt werden.)
Kaum aber einer traut sich, diesem totalen, offensichtlichen Schwachsinn entgegenzutreten.
Selbst Juden (oft selber Semiten) werden des Rassismus’ bezichtigt, von Arabern, ob ihrer Palästinenserunterdrückung. Derselbe Schwachsinn.
Nun, warum tritt diesem Schwachsinn fast keiner entgegen? (weiterlesen…)
Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
Tags: Rassismus
Abgelegt unter Bildung, Demokratie, Deutsch, Geopolitik, Idiotenkabinett, Lügen, Religion, Sprachmord, Sprachtod, Sprachwissenschaft, Wortgift | 4 Kommentare »
Pages:
Prev 1 2 3 4 5 Next