Archiv für den Monat Juli 2012

Kosmospekulanten

Donnerstag, 05. Juli 2012

Ich bitte vorsorglich um Verzeihung dafür, dass ich mich aus aktuellem Anlasse noch einmal der Teilchenphysikerei widme, da mir gerade die psychische Standfestigkeit dafür fehlt, die Superkriminellen rund um den ESM-Vertrag sowie denselben angemessen zu würdigen.

Also: Was haben wir, als Laien, von den Sensationsmeldungen der letzten Tage, das “Higgs-Boson” und die “Dunkle Materie” betreffend?

Ersteres wurde vor vierzig Jahren postuliert, weil die ganze moderne theoretische Physik ihr Gebäude nicht halten könnte, gäbe es dieses nicht, da sonst nicht zu erklären wäre, weshalb irgendetwas eine Masse hat.

Jeder vernünftige Wissenschaftler kommt angesichts einer derartigen Forderung zumindest irgendwann mal auf die Idee, dass man sich komplett verrannt haben könnte.

Nun, es kommt noch dicker, behaupten aber dieselben Leute, die unbedingt dieses massevermittelnde Teilchen brauchen, um die bekannte Materie modellgemäß erklären zu können, dass diese nur 5 % derer insgesamt umfasse, während der Rest, jawohl, aus einer ebenfalls nie nachgewiesenen “Dunklen Materie” bestehen müsse.

Letztere wurde, ich wiederhole es absichtlich, ebenfalls nie nachgewiesen, aber wiederum hinzupostuliert, damit die bisherigen Annahmen (die gemessene Rotationsgeschwindigkeit von Galaxien usw. ins Bild einpassen zu können) irgendwie zu rechtfertigen seien.

Und, hier “wirkten” wohl nicht die Heiligen Higgs-Bosonen, sondern mit höchster Wahrscheinlichkeit noch ganz andere Teilchen.

Das muss man sich mal in Ruhe reintun: Von 5 % wissen sie (laut ihrer Theorie) nichts Bestimmtes, 95 % vermuten sie sich dann noch dazu, weil es sonst, selbst wenn das zu den 5 % entscheidend Dazuvermutete endlich nachgewiesen wäre, immer noch nicht passte.

Da muss man schon nachdenken, um noch einen Vergleich für derlei zu finden.

Ich probiere es – nach einem kleinen, Verschnaufeinschube – mal. (weiterlesen…)

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Dem Nachwuchse (XI)

Donnerstag, 05. Juli 2012

Wer bis zum Teile X gekommen ist, der steht ab da in einer höheren Verantwortung.

Denn das, was die Menschen gemeinhin Zufall zu nennen pflegen, bleibt zwar nicht aus – der Zufall gibt nicht auf – , wird aber zu etwas ganz anderem als vordem.

Die Dinge sprechen anders, unmittelbarer, zu einem.

Man trennt anders, und fügt anders zusammen.

Man erkennt zumal auch Menschen anders.

Man hat den Scheideweg eines Herakles schon weit hinter sich.

Es kommt aber ein neuer, der unzählige Abzweige hat.

WOHIN JETZT ZUERST? (weiterlesen…)

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Gott als der Physiker Tanzbär

Donnerstag, 05. Juli 2012

Gott war irgendwie schon da.

Und so saß er da, vor dem sonstigen Nichts, betrachtete es lange, bis ihm darüber langweilig ward.

“Was soll ich bloß die ganze Zeit mit diesem immergleichen Nichts anfangen?”, frug er sich.

“Sag doch wenigstens mal was!”, sagte er schließlich, schon etwas verärgert, zum Nichts.

Das Nichts aber sagte nichts.

Irgendwann reichte es Gott, mit dem störrischen Nichtse, und er dachte gründlich nach.

“Haha! Dir komme ich!” – rief er schließlich.

Da schuf er ein zweites Nichts.

Das Urnichts sollte sich noch wundern. (weiterlesen…)

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Im Quantenkolosseum

Donnerstag, 05. Juli 2012

Im Traume sah ich, wie ein furioses Eichboson es mit mehreren Mesonen, Phononen, Fermionen und Anyonen gleichzeitig aufnahm, da ein Higgs-Boson, gerade mit einem Lepton beschäftigt, es nicht stoppen konnte.

Die Protonen und Neutronen im Kolosseum klatschen begeistert Beifall, und das Gekicher der Elektronen (die dort immer das Quantenbier bringen) war bis nach Heisenberghausen zu hören.

Gleichzeitig, nicht jeder delektiert sich eben an denselben Dingen, waren die Positronen quarkmäßig beleidigt. (Das sind sie fast immer, wenn die Elektronen sich freuen.)

Einige ungebärdige Neutrinos (sie wissen sich oft nicht anständig zu benehmen) stürmten schon, angefeuert von begeisterten Tachyonen, vor dem endgültigen Ausgang auf den Kampfplatz, wurden aber von wachsamen Luxonen und zumal Tardyonen zügig zurückgedrängt.

Als das Gerangel gleichwohl partout nicht enden wollte, sprach das Alpha-Plutoniumatom per Zeta-Welle ein Machtwort: “Alle Partikel zurück auf ihre Plätze!”

Da war schnell, erstmal, Ruhe im Karton. (weiterlesen…)

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faz-offline.net

Mittwoch, 04. Juli 2012

Nun, nach meinem letzten Beitrag – Holger Steltzner für seinen Artikel wider die ESM-Machenschaften lobend – ist die FAZ, wohl als “alternatives Medium” ausgemacht, hiemit ähnlichen Angriffen ausgesetzt, wie sie bei uns Alten Gang und Gäbe. (Oder einfach so mal, eine Weile, unerklärlichermaßen, “offline”.)

Nun, das ist es halt als Stift: Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Und, so eine alte esoterische Weisheit besagt: “Wie oben, so unten!”

Wir wünschen der tapferen FAZ selbstverständlich viel Glück und Geschick bei ihren ungewöhnlichermaßen zur Mittagszeit angesetzen “Wartungsarbeiten” (man wurstelt und macht und wartet, als Hoffeger und Brotzeitholer), auf dass ein paar Querschläger von noch nicht richtig gezogenen Lehrlingen bald wieder ins Weltnetzziel treffen mögen. (weiterlesen…)

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Hicks-Bosom: Gott ist groß

Mittwoch, 04. Juli 2012

“Seit 40 Jahren fahnden Physiker nach dem Higgs-Boson, das auch Gottesteilchen genannt wird. Es spielte nach herrschender Teilchentheorie eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Universums nach dem Urknall. Das nach dem britischen Physiker Peter Higgs benannte Teilchen sorgt demnach dafür, dass alle Objekte eine Masse haben.”

(Das mangelnde Leerzeichen zwischen “auch” und “Gottesteilchen” stammt nicht von mir, sondern unter dem Titel “Cern meldet Erfolg bei Suche nach dem Gottesteilchen” vom Focus-Praktikanten. Ich zitierte selbst Gott unverändert.)

“Würde es nicht existieren, stünde das gesamte seit Jahren die Physik beherrschende Theoriemodell infrage.”

Da soll es also ein Teilchen geben, das seit dem ersten divinen Bums dafür sorgt, dass alle anderen Teilchen eine Masse haben.

Interessant.

Und es MUSS da sein, weil sonst der Urknall nicht hätte stattfinden können, die ganze Physik der letzten 40 Jahre Scheiße gewesen wäre und überdies Gott und wir noch dazu nicht da und vor allem keine Forschungsgelder mehr.

Na denn. Hicks. (Bitte um Verzeihung, ich trinke gerade meinen Vormittagsroten.) (weiterlesen…)

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EU-Irre

Mittwoch, 04. Juli 2012

Der Göller – äh, ich – hätte es wahrscheinlich nicht so kenntnisbeladen und sicherlich noch härter, weitreichender, formuliert (werde auch noch ein wenig dazu ansetzen), als es Holger Steltzner auf faz.net zum EU-ESM-Putsch tut: aber der Unschafsjournalist sagt es, für jeden, der lesen kann, mit hinreichender Deutlichkeit, was für ein Staatsstreich hier angesetzt ist.

So, dass ich jedem Historiker nur dazu raten kann, diesen Text auf externe Datenspeicher zu brennen, solange der noch verfügbar und das noch erlaubt ist.

“Das ist unglaublich.”

Obiger sei der einzige Satz, den ich daraus zitiere.

Totale Haftung aller für total alles aller totaler totalitärer Banditen: ESM. (weiterlesen…)

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Dem Nachwuchse (X)

Montag, 02. Juli 2012

Nietzsche sprach von dem “ungeheuren Verbrauch an Nervenkraft”.

Wenn man, durch dauerhafte, immense geistige Anstrengung nach und nach zu neuen Formen der begrifflichen Assoziation gelangt, zu einer regelrechten Veränderung zerebraler Funktionen, auf Deutsch gesagt, sein Hirn umbaut, darf man sich nicht darüber wundern, wenn zwischendurch eine ansonsten unerklärliche körperliche Mattigkeit auftritt. (Man hat also nicht drei Nächte, nichtmal eine Nacht, durchgesoffen, hat brav und gut gegessen, und schafft es, obschon nicht schlecht und lange geschlafen, kaum aus dem Bette.)

Schon einen Topf anzuheben mag wirken, wie als ob ein Elefant drinsäße. (weiterlesen…)

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Wirtshausfreud

Sonntag, 01. Juli 2012

Ich weiß, warum ich so gerne ins Wirtshaus gehe. Dort trinken die Leute wenigstens was, bevor sie lallen. Und beim Lallen meist immer noch was.

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Sprachraum

Sonntag, 01. Juli 2012

Ein Sprachraum geht weit darüber hinaus, dass sich Leute miteinander verständigen können.

Er ist ein Lebensraum.

Dies gilt selbstverständlich nicht mehr für das Englische, da in dieser Sprache jeder Dahergelaufene rumsabbelt, wie er gerade fünfhundert Wörter in noch extra verstumpfter Syntax bedeutungsmäßig weiterzuverschrägen gelernt.

Um das Englische hier nicht übers Maß herunterzutun: Auch diese Sprache ist für jene, die sie wirklich “beherrschen” eine Schatztruhe.

Manchmal lese ich noch englische Texte, die das halbwegs bezeugen. Höhere Stilistik aber ist, bestenfalls, sehr rar. (Vielleicht liegt das an all dem Popmist, der dauernd in die Ohren dröhnt. Oder am Kanonendonner, der alles übertönt.)

Ich stehe daher für alle Litauer, Basken und Ungarn, die sich ihre Sprache, ihre Sprüche, nicht nehmen lassen.

Sie sind für mich Helden dieser Welt. (weiterlesen…)

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Vom Kampfe wider die Beutelschneider (II)

Sonntag, 01. Juli 2012

Ich stelle jetzt ganz bewusst keinen der eklen, kranken Sprüche zitatweis hier ein, die von den üblichen Überführten “für Europa” in letzter Zeit losgelassen wurden, um unsere Einwilligung in deren angestrebte EU-Diktatur zu erlangen.

Das störte mir – zumindest jetzt – meine Kreise zu sehr.

Denn es geht zunächst um eine strukturelle Betrachtung derer und der Sache. (weiterlesen…)

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