Archiv für den Monat Juli 2012

Gehatet oder Gelovet?

Sonntag, 22. Juli 2012

Gerade blubbert auf meinem derzeitigen Lieblingsradiosender ein “App”-Entwickler vor sich hin, der eine Applikation mitentwickelt hat, mittels derer man Bilder ins Netz laden kann, auch wiederbewerten, sich per selbstlernenden virtuellen Stadtplänen von seinem Handy führen lassen, und die beiden zu wählenden Kategorien sind, wie originell, “hate” und “love”, wissen die Appler von “Lover and Hater”.

Es kommt also, wie diese Großmeister der deutschen Sprachoptimierung treuherzig vermelden, darauf an, wer am meisten “gelovet” oder “gehatet” wird.

Dass diese heldenhaften Volkspoeten noch nicht das Bundesverdienstkreuz für die konsequente, zeitgemäße Modernisierung unseres Wortschatzes erhalten haben, verwundert doch zutiefst. Ich möchte meinen, dass man das einen waschechten Skandal zu heißen sich keineswegs übertrieben echauffiert hätte. (weiterlesen…)

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Legale Knabenverstümmelung: Debatte geht in zweite Runde

Sonntag, 22. Juli 2012

Ich bringe die folgenden Links zur Beschneidungsdebatte jetzt bewusst hier vorab gesondert, anstatt lediglich in einem vorigen Kommentarstrang:

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-auch-die-seele-leidet-11827698.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-aerzte-und-juristen-plaedieren-gegen-die-beschneidung-11827596.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-unsere-seltsame-tradition-11827726.html

www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungsdebatte-noetiger-schmerz-11827980.html

Der Zug hat nochmal mächtig an Fahrt aufgenommen. Besonders empfehle ich die Lektüre des offenen Briefes an Kanzlerin, Minister und Abgeordnete sowie des Kommentars von Volker Zastrow (Nötiger Schmerz”).

Immer mehr Menschen begreifen, dass es sich hier nicht um einen kleinen, harmlosen Ritz in ein kleines, noch fast empfindungsunfähiges Pimmelchen dreht, dass Komplikationen und Langzeitschäden körperlicher wie seelischer Art keineswegs selten sind, selbst bei “fachgerechter” medizinischer Ausführung des verstümmelnden Eingriffs unter bester Betäubung.

Ich glaube übrigens den aktuellen Umfragen nicht, die die Deutschen als in der Frage der Zulässigkeit der Knabenbeschneidung etwa unentschieden sehen.

Das Magengummeln bei SPD und Grünen scheint, bislang weitgehend hinter den Kulissen, doch erheblich zu sein. Die Union schweigt sich derweil herum, zum “Kasperkram” (so setzt Zastrow in seinem Kommentar das Machtwort der Kanzlerin von der “Komikernation” um), macht also, was sie am besten kann.

Es dräuen sowohl gut begründbare Klagen jener, die auch eine “verantwortlich durchgeführte” Mädchenbeschneidung nach dem Gleichheitsgrundsatze vorbringen, wie andererseits jener, die Politiker (aber auch Ärzte, Juristen, Publizisten) der Förderung, Beihilfe, Duldung, Billigung von Gewaltstraftaten an Kindern sowie der unterlassenen Hilfeleistung, der Rechtsbeugung und des verfassungswidrigen Verhaltens zeihen werden.

Diese Sache ist noch lange nicht gegessen.

Der Bundestag hat am Donnerstag die zweite Runde eingeläutet. (weiterlesen…)

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Reptiloid warnt vor Irankrieg

Samstag, 21. Juli 2012

Ich bin ja nicht gerade der, der ob all der gängigen Außerirdischentheorien oder der Science-Fiction-Streifen der letzten zwanzig Jahre unbedingt gerne an hier vorherrschende reptiloide machtabgedrehte Außerirdische glaubt; aber jetzt sieht einer unserer altgedientesten westlichen Granden fast doch wie eins aus. (weiterlesen…)

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Philosophie: Crowleys Kognak

Samstag, 21. Juli 2012

Wahrscheinlich gefällt mir die Philosophie auch deshalb besser als die Religion, weil sie üblicherweise den höheren Ehrenkodex hat.

Denn wer als Philosoph wider die Vertreter einer anderen Schule auch nur zu so etwas Ähnlichem wie einem Heiligen Kriege aufruft, disqualifiziert sich damit schon, bevor die Nacht hereinzubrechen sich verwagt.

So etwas macht man als Philosoph einfach nicht: Denn man liebt ja die Weisheit als sein Schwert.

Geistige Auseinandersetzung, das Ringen um genauere Gedanken entscheidlich den Handgreiflichkeiten des Pöbels anheimstellen: das wollen wir nicht.

Es mag uns ja kaum einer verstehen: Dann fördern wir es aber erst recht nicht, dass ausgerechnet die Dümmsten sich dazu berufen sehen, zu unserem selbsternannten Gesinde zu werden.

Ja, da sagte der Nazarener was, leider wieder nur halb: Unser Reich ist nicht NUR von dieser Welt!

Denn wir reden oft mehr mit Toten, als mit den Lebichten.

Ganz einfach deshalb, weil Erstere uns nicht selten mehr zu sagen haben, als Letztere.

Sowohl für und über diese Welt wie für und über andere Welten. (weiterlesen…)

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“Helden”: Wo seid Ihr geblieben?

Samstag, 21. Juli 2012

Helden in Hohen Hallen?

Wo taugt der Begriff “Held” heute noch?

Ist er nichts stets verdächtig?

Gut, in US-Amerika pflegt man jeden gefallenen Soldaten als “hero” zu bezeichnen, selbst wenn er nur feige Hochzeitsgesellschaften bombardiert hat, sein Vogel aufgrund eines technischen Defektes mit ihm abstürzte.

Dazu muss nicht mehr gesagt werden.

“Helden der Arbeit” gab es in der DDR: Heute nennt man sie Niedriglöhner in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Oder Zeitarbeiter.

Und Helden des Alltags, die für ihr mutiges Eingreifen von mehreren Jugendlichen krankenhausreif oder zutode geprügelt werden, von denen meinen viele, sie seien ja selbst schuld (!): damit hätten sie rechnen müssen.

Befinden sich unter den Leuten, die sich hinter einer Guido-Fawkes-Maske verbergen, immerhin ein paar heimliche Helden? (weiterlesen…)

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Demokratie funzt 1 A

Samstag, 21. Juli 2012

Es ist volkspädagogisch äußerst sinnvoll, dass jeder Mensch die Leute, die ihn garantiert ruinieren werden, inzwischen selber wählen darf. Er fühlt sich so praktisch gar nicht übervorteilt.

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Zu wenig verdummt?

Freitag, 20. Juli 2012

Wenn fast alle Politiker als Stricher und Huren des Großen Geldes nur noch absurdes Theater spielen, riecht das nach baldigem Umbruch. Denn so viel dümmer als früher sind die Leute heute nun auch wieder nicht.

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Tragikomikernation Deutschland

Freitag, 20. Juli 2012

Mir wurde im Kommentarstrang zu “Frau Dr. Knabenverstümmlerschützerin Merkel,” ob der abstrusen Einlassungen eines SPD-Granden zur Mädchen- versus Knabenbeschneidung gerade klar, dass solche Leute unser Land tatsächlich zu einer Komikernation machen, wobei aber dies Kanzlerinnenwort gleich am Anfang entscheidend beschnitten wurde: Tragikomikernation muss es heißen.

Denn die Sache ist vor allem traurig. Oder wer ist es, der da fröhlich und befreit über die kruden Kalauer der Bühnenakteure lacht?

Frau Merkel hat mit ihrem Spruch einen gewaltigen Kommunikationsfehler gemacht.

Kinderschützer als Komiker verspotten, das war nicht hilfreich, äußerst degoutant, Madame Merkehl. (weiterlesen…)

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Börsenblöd

Donnerstag, 19. Juli 2012

“Der ist börsenblöd!”

(Eine Anonyma sehr deutlich zu einem Unbekannten)

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Kindern Philosophie?

Mittwoch, 18. Juli 2012

Man mag meinen, es sei lächerlich, Kindern mit Philosophie zu kommen.

In Wahrheit tut dies jeder gute gebildete oder auch weniger gebildete Elter, wenn er nicht immerzu den Herrgott im Munde führt, ob bewusst, ob unbewusst, jeden Tag.

Allein schon ob wenigstens vierer Dinge: einen erweiterten Blickwinkel zu schaffen, das Selbstbewusstsein zu stärken, das Urteilsvermögen zu schärfen und den jungen Menschen als soziales Wesen zum Verständnis des Ganzen hinzuführen.

Als ich schon über dreißig Lenze zählte, mich wieder einmal in schwieriger Lage befand, sagte meine lebensweise, überaus tapfere Oma wie zu einem Kinde zu mir: “Magnus, em Läba goht emmer widder a Dierle uff!” (Magnus, im Leben geht immer wieder ein Türlein auf!)

Das gab mir, doch schon halbwegs erwachsen, einfach so, viel Mut und viel Kraft.

Und genau hierher gehört wiederum mein (eines von zweien) spanisches Lieblingssprichwort: Me he quebrado el brazo, quizás por bien! (Ich habe mir den Arm gebrochen, mag sein zum Guten!)

Noch persönlicher: Meine geliebte verstorbene Frau, mit der ich zwei prächtige Buben gezeugt habe, meinte einmal zu mir, was mich dauerhaft und tief berührte (gut, das ist jetzt nicht unbedingt direkt “Philosophie für Kinder”, ich erlaube mir das Abschweifen hier aber), dass ich sie ohne meine schweren Verletzungen, heute noch als Narben überdeutlich sichtbar, vielleicht nie angesehen, gar genommen hätte. (Ich wusste lange nicht, wie ich Mädchen bzw. Frauen überhaupt ins Gesicht schauen könne.)

Will, auf Kinder bezogen, heißen: Ein Blick auf die Dinge über den Augenblick, die momentane Lage hinaus, Höheres, kann nicht früh genug vermittelt werden!

JETZT hast du es nicht geschafft, ja! Heißt das etwa, dass du es nie schaffen kannst? Pustekuchen!

Man kann Mädchen von Hildegard von Bingen erzählen und Jungs von Miguel de Cervantes Saavedra.

Und es geht eben nicht nur um Lebenshilfe in ungünstigen Lagen. (weiterlesen…)

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Gott macht klein

Mittwoch, 18. Juli 2012

Gott verdummt eben doch.

(Es gibt allerdings einige wenige extrem robuste Naturen, denen ihr Glaube an einen einzigen Gott fast nichts, womöglich gar nichts ausmacht.)

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EU-Bankenstan oder Europa!

Dienstag, 17. Juli 2012

Eben las ich wieder, wie immerzu schon, Sprüche von Oberwirtschaftsfuzzies, die dem Tenor nach auf nichts anderes hinauslaufen, als was man dauernd von unseren Blockflötenparteienpolitikern hört: Nur noch “mehr Europa” (will heißen, noch mehr Eurozentralismus, Eurobürokratie, noch weniger Demokratie), noch mehr Abgabe von Souveränität könne jetzt helfen, alternativlos sei das, was wohl sonst.

Wenn man also etwas verkehrt gemacht hat, muss man es exakt in derselben Richtung nur immer noch verkehrter machen, damit alles besser wird.

Wieder ein Stück abgeschnitten, und immer noch zu kurz.

Die Methodik ist völlig durchsichtig: Zuerst steuert man sehenden Auges in Krisen hinein, um zur vorgeblich einzigen Lösung derer dann immer noch mehr Gouverneurs- und Kommissariatsdiktatur zu fordern und durchzusetzen.

Wer mir erzählen will, die schlitterten da alle selber nur hinein, die könnten ja gar nicht anders, das sei halt Schicksal, für den habe ich allenfalls noch ein müdes Lächeln übrig: der muss wohl politisch nicht zurechnungsfähig sein, eine von den Schafsmedien völlig gehirngewaschene geistige Existenz führen.

Wir Deutsche werden dabei am übelsten von allen europäischen Völkern verschaukelt und an die Wand gespielt – wenn es sein muss, droht man, wie jener unsägliche Joschka Fischer, mit der Nazi-Keule: ob die Deutschen Europa etwa zum dritten Male innert eines Jahrhunderts ins Verderben stürzen wollten? – ; ich wundere mich aber trotzdem über die Naivität der Franzosen, Spanier, Italiener usw. dahingehend, dass die sich zu erheblichen Teilen suggerieren zu lassen scheinen, der böse Deutsche Niedriglöhner müsse nur alles bezahlen, die eigene Frühverrentung etc., und alles wäre in Butter.

Denn diese einst stolzen Völker werden ihre nationale Unabhängigkeit ebenso aufgeben müssen wie wir, und wenn wir das Ganze, bald, beim besten Willen nicht mehr bezahlen können, ist Ende im Gelände.

Dann werden Brüsseler Sparkommissare auch in diesen Ländern über alles herfallen, was sie vorfinden, die nationalen Parlamente endgültig auch dort zu Schwatzbuden für gut alimentierte Volksverräter, wird den Banken der Rest des Verfügbaren in immer neuen Rettungspaketen, ohne die es einfach nicht geht, in den Rachen gestopft. (weiterlesen…)

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Neue Ära des Humors

Montag, 16. Juli 2012

Wir sind in ein neues Zeitalter des Humors eingetreten. Ein Komiker ist laut unserer Kaiserin jetzt einer, der extreme Grausamkeit, rituelle Verstümmelung, bestellt von Eltern an ihren eigenen Kindern, nicht witzig findet.

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Frau Dr. Knabenverstümmlerschützerin Merkel,

Montag, 16. Juli 2012

Deutschland würde, stellte es sich gegen die Geschlechtsteilverstümmelung von Knaben, zu einer “Komikernation”.

Das, so wird berichtet, sollen Sie, Frau Bundeskanzlerin, allen Ernstes gesagt haben.

Für Sie ist also ein Komiker, wer die Amputation eines der empfindlichsten Körperteile von männlichen Kindern aus religiösen, rituellen Gründen nicht witzig, sondern verwerflich findet.

Lächerlich ist es für Sie also, Kinder vor grausamen, archaischen Bräuchen schützen zu wollen.

Hat man Ihnen in Ihrem elterlichen Pfarrhause diese Art Vorstellung von Humor beigebracht?

Oder haben Sie diese bei der FDJ gelernt?

Oder, sich später, als Naturwissenschaftlerin, als Physikerin angeeignet?

Oder sind Sie erst als Kanzlerin so zynisch geworden?

Oder hat man Ihnen diese Chiffre etwa diktiert?

Kinderschützer seien Komiker? (weiterlesen…)

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Dem Nachwuchse (XV)

Sonntag, 15. Juli 2012

Ich fand gestern beim Aufräumen ein handschriftliches, bereits vergessenes Traktat, das sich recht peinlich larmoyant dessen befasste, dass ich leider nicht in der Lage sei, bestimmte Themen so ausladend zu behandeln, wie andere das können, nämlich dahingehend, aus dem Inhalte eines Essays ein ganzes Buch zu machen.

Schluss mit dieser irren, erbärmlichen Jammerei!

Das ist ja geradezu tragikomisch lächerlich!

Wozu sollte ich denn aus einer Sache ein Buch machen, wenn alles Wesentliche auf einer oder zwei Seiten gesagt werden kann, zu sagen ist?

Mögen sich doch die Beispielklauber und Endloserklärer darum kümmern!

Gibt es derer etwa nicht genung?

Was soll diese – ich gebe es beschämt zu – Nacheifer- und Buchgeschriebenhabergeltungssucht?

Solch minder Drang nach Kommerz und Anerkennung?

Kann ich nicht, in der Zeit, in der quälenden Zeit, derer es bedürfte, einen Grundgedanken, der in wenigen Zeilen klar darzulegen, zu einem halbwegs lesbaren Buche aufzublasen, hundert Ideen betreuen?

Was liegt an denen, die einer klar dargelegten Sache noch tausend Beispiele brauchen, einer Redundanz bedürfen, dass eine solche noch nicht einmal in der Ausbildung von Jagdhunden notwendig sein sollte?

Will ich Buchrücken für Deppenregale?

Heilandsack! (weiterlesen…)

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“Fuckin’ Motherfuckers”: Soziolektale Abtönungspartikeln

Sonntag, 15. Juli 2012

Wie ich schon erwähnte, schaue ich mir ab und an auf YouTube zur Entspannung einen Film an, meist Thriller oder Sachen aus dem Action-Genre, und ich ließ mich auch schon darüber aus, in welch kaum vorstellbarem Maße in manchen US-Produktionen (ich schaue gerne die Originale, wenn ich sie bekomme) “fuck” und “fuckin’” als allgegenwärtige, im Grunde völlig sinnentleerte, noch nicht einmal, aufgrund ihrer Allgegenwart, einen Satz oder Satzteil abtönende sprachliche Partikeln dienen.

Jetzt sah ich zwei Reißer, die wesentlich im schwarzen US-Drogenmilieu spielten, und es war doch tatsächlich so, dass nicht nur in Anrede von gleich Abgefacktem zu gleich Abgefacktem und von Oberabgefacktem zu Unterabgefacktem, sondern auch in der Rede über einen dritten Abgefackten immerzu von “motherfucker” und “you motherfucker” und “that motherfucker” Gebrauch gemacht wurde.

Zunächst ist festzustellen, dass für diese Leute (das Milieu das da abgebildet wird) dies Lexem sowie “fuck” (bzw. fuckin’) sozusagen Strukturwörter bzw. Abtönungspartikeln geworden sein müssen (aber in einem äußerst ungewöhnlichen, bemerkenswerten Sinne, ich gehe unten noch näher darauf ein).

Was mich zunächst, als ich darüber nachdachte, frappierte, war, dass diese nicht nur mittels Fäusten und Messern und Knitteln und Schießzeugs kommunizierenden Wesen (es gab schon Dialoge mit sachbezogenem Inhalt) anscheinend nur noch über dieses eine einzige, durch seine Allgegenwart extrem abgeschwächte Schimpfwort verfügten (allenfalls mal, fällt mir gerade ein, noch “sucker”) bzw. es als angemessen und also notwendig wie hinreichend für jeden in jeder Lage halten mussten. (Zu verblödet, um noch wirksam schimpfen zu können…).

Also, dass ich mich nicht erinnern kann (vielleicht habe ich nicht so haargenau aufgepasst, als doch mal ein anderes fiel), auch nur mal ein “son of a bitch” oder “asshole” oder “cocksucker” oder eines der anderen früher in solchen Kreisen noch einschlägigen Schimpfwörter gehört zu haben (die aktivsprachliche Verarmung ist diesbezüglich jetzt praktisch nicht mehr zu steigern), die zweifellos wenigstens passiv im Sprachschatz selbst solch sinistrer Gestalten noch vorhanden sein müssen. (Von feineren englischen Schimpfwörtern wie “crackpot”, “looney”, “nitwit”, “jackass” oder “rascal” oder wenigstens “thug” mal ganz zu schweigen.)

Zudem war der einzige Fluch, dessen es wahrlich nicht mangelte, wenn mal wieder was schief- oder einer draufging, außer “fuck!”, “shit!”. Kein “gadammit!”, kein “dag!”, kein “damn!”, nichts.

Also: “fuck”, “fuckin’” “motherfucker”, “sucker” und “shit”.

Womit für den Ausdruck aller emotionalen Lebenslagen nur noch vier Wortkerne bleiben.

Halt, stimmt, Frauen wurden auch “bitch” genannt, hiemit meinetwegen fünf.

Das Lustige für mich als Sprachwissenschaftler daran ist, dass anscheinend keiner dieser Kommunikationsspezialisten je auf die Idee kam, wo es doch in seinem Umfeld stets darum geht, Eindruck zu machen, den Überlegenen zu geben, was für einen Vorteil, welchen Überraschungseffekt, welch offene Mäuler er zu erzielen vermöchte, befleißigte er sich mal an entsprechender Stelle, in gewichtiger Lage, eines um zwei oder drei oder gar vier Lexeme erweiterten aktiven Wortschatzes.

Stupefakt stünden plötzlich alle anderen Motherfucker vor dem also außergewöhnlich sprachmächtigen Motherfucker. (weiterlesen…)

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Knabenbeschneidung: Politiker in der Grube

Samstag, 14. Juli 2012

Ich werde der Bundesregierung und den ganzen Abgeordneten, den Journalisten und Pfaffen, die jetzt ein Gesetz anstreben, das der Knabenbeschneidung aus religiösen Gründen wider das unveräußerliche Recht auf körperliche Unversehrtheit (von Kindern!) den Weg ebnen soll, nicht auch nur einen Hinweis darauf geben, wie sie das möglichst geschickt anstellen könnten, indem ich ihnen etwa auch nur sagte, wie sie diesen Aberwitz besser nicht begründeten.

Ich werde diese Leute jetzt gnadenlos in ihre geistige Verworfenheit, ihren grausen Unfug hineinrennen lassen, bis dass ich das Ergebnis sehe, das sie ihren Profitextern zu entpressen wussten. (Was nicht heißt, dass ich bis dahin nichts mehr dazu sagen werde; aber ich werde peinlichst genau darauf achten, ihnen nicht ungewollt bei ihrer am Grunde unlösbaren Aufgabe, ihrem Blendversuche, zu helfen.)

Sie werden alle Hebel in Bewegung setzen, ein irrwitziges Sondergesetz wie als ob sinnvoll und verständlich zu formulieren, eine erläuternde Sprachregelung, einen Neusprech, für alle Beteiligten dazu.

Die Köpfe rauchen bereits. Und es wurde auch schon jetzt, ob von Grünen, CDU, anderen Parteien des “Verfassungsbogens”, den Kirchen, Juden und Moslems natürlich sowieso, derart viel haltloser Unfug dazu verzapft, dass ich zwar darauf gespannt bin, wie die Knabengeschlechtsteilsverstümmelung am Ende gerechtfertigt werden soll, mir aber schon in etwa denken kann, wie dies Unterfangen schließlich in etwa präsentiert werden wird.

Das sind schwere Wasser, Freunde der Nacht: denn Ihr wollt der rituellen, schwarzmagischen Grausamkeit das Wort reden. 2012. In Deutschland.

Jetzt müsset Ihr dunkle, verwunschene Pfuhle in lichte, klare Bergseen umbenennen.

Habt Ihr die Dichter, die das vermögen?

Die Volksvorumdenkmacher für eine solche Aufgabe? (weiterlesen…)

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Deutsche, Ihr seid Sklaven!

Freitag, 13. Juli 2012

Deutsche, Ihr seid Sklaven: Ihr seid nicht nur noch immer besatzt, Ihr müsst nicht nur überallhin alles bezahlen, jeden Haderlumpen im Lande begrüßen und alimentieren, Euch ständig anprangern lassen, nein, das ist keineswegs alles. Ihr müsst auch Angriffskriege mitmachen, die Ihr nicht wollt, und Folterstaaten und Terrorstaaten und alle, die Euch ausnehmen und unterdrücken, als Eure Freunde unterstützen. Und schließlich müsst Ihr einsehen, dass Euer Grundgesetz, an dem Ihr Euch auf Euren wunden Knieen so gerne festhaltet, gemessen am jüdischen Religionsgesetz sowie moslemischen Bräuchen so viel wert ist, alswie eine schimmelige Schrumpfkartoffel gemessen am Gotte der Abrahamiten selbst.

Oh, ich vergaß noch: Euer Land ist für Euch eines mit beschränkter Meinungsfreiheit.

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Syrien: Von der Schafsmedien “Berichterstattung” (II)

Freitag, 13. Juli 2012

Analysieren wir nun (ich setze die Kenntnis des Erstartikels voraus) ein wenig, was da vor sich geht, stellen also erstmal ein paar Fragen.

Sind “Journalisten”, die so einseitig “berichten”, so suggestiv (wie schon gesagt, vor dem Massaker in Hula war es noch schlimmer), sich vor den Propagandakarren einer fiktiven “Weltgemeinschaft” spannen lassen, einfach nur dumm, sozusagen gelenkte, nicht selbst denkenkönnende Bioroboter?

Oder machen die das in voller, bewusster Absicht?

Und, wenn mit Absicht, freiwillig, da ein bisschen Lügen fürs Gute ja nie schaden kann, oder gezwungenermaßen, da sie sonst ihren erbärmlichen Job verlören? (weiterlesen…)

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Syrien: Von der Schafsmedien “Berichterstattung”

Freitag, 13. Juli 2012

Die ganze Syrien-Berichterstattung der sogenannten “Qualitätsmedien” stinkt, mit seltenen Ausnahmen (z.B. Rainer Hermann in der FAZ, der das Massaker in Hula hinterfragte) zum Himmel. Man kann eigentlich schon gar nicht mehr von einer Berichterstattung sprechen. (Ein “schönes” Beispiel zur teils schon idiotisch zu nennenden Propaganda der “Weltgemeinschaft” finden Sie auch in meinem Beitrag “Hat Syrien Wunderwaffen?“.)

SPON, seit einiger Zeit das dümmste Schafsmedium Deutschlands (nicht nur auf diesem Gebiete), hat es dazu in den letzten Wochen und Monaten so plump angefangen, dass es jede Menge wütende, auch spöttische Kommentare dazu setzt.

Immerhin, wenn wieder mal ein propagandistisch durchgestylter Artikel, sich allein auf Angaben von Rebellen stützend, mit suggestivem Kampfhubschrauberbild, erscheint, folgt inzwischen auch das kleine Sätzchen: “Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich.”

Der ganze Artikel, der in dem Sinne gar keiner ist, als dass er wohl fast gänzlich von den angegebenen Nachrichtenagenturen stammt, weshalb sich die Sache bei der FAZ fast identisch liest, ist immerhin nicht mehr ganz so einseitig suggestiv, wie das vor Wochen noch der Fall war.

Die mannigfachen Leserproteste scheinen doch ein wenig bewirkt zu haben. (Geben Sie denen, auch den anderen, jederzeit Saures!)

Aber analysieren wir mal ein bisschen, was die FAZ schreibt, zunächst den ersten Satz des oben verlinkten Artikels: (weiterlesen…)

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Unter Brüdern

Donnerstag, 12. Juli 2012

Aphoristiker trifft alten Kollegen.

“Na, heute schon zur Feder gegriffen?”

“Wo sind die acht Cent Pfand?”

“Was, wie?”

“Von meiner allerletzten Bierflasche, in der Du post Trunkem auch noch meine ulteriorste Füllerpatrone weggeschmuggelt hast. Ich wette, Du hast die ebenfalls oral vernichtet, anstatt dir wenigstens Küchenkohlen dafür zu kaufen!”

“Das ist eine infame Unterstellung!”

“Ja was denn dann?” (weiterlesen…)

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