Zürcher Männerbeauftragter: Das war’s schon

Da hat sich der Kanton Zürich doch tatsächlich verwagt, einen “Männerbeauftragten” einzustellen, den ersten der Schweiz, und jetzt musste der schon nach drei Wochen den Bettel hinschmeißen.

Kernzitat aus dem Bericht der NZZ dazu:

“In die Schlagzeilen geraten

Theunert und der Verein maenner.ch hatten Mitte Juli in einem Bericht in der Sonntagspresse für Schlagzeilen gesorgt. Der Verband fordert, dass im Rahmen einer anstehenden Revision des Strafgesetzbuches Eltern und geschulte Fachleute sich nicht strafbar machen, «wenn sie mit klarem pädagogischen Ziel innerhalb eines sorgfältig gewählten und klar definierten Settings pornografische Darbietungen unter 16-Jährigen zugänglich machen».”

Das war nicht besonders geschickt. Zumal damit zu rechnen war, dass dies vom Boulevard als Aufforderung verstanden werden würde. Da half es nichts, dass Markus Theunert dazu erklärte, dass das Selbstbestimmungsrecht der Jugendlichen in jedem Falle gewahrt werden solle.

Straffrei, das wissen wir ja inzwischen, wollen die Mehrheit der Politiker in der Schweiz und in Deutschland die Knabenbeschneidung aus religiösen Gründen sehen, wobei das Selbstbestimmungsrecht der Kinder keine Rolle spielen soll: Und für solcherlei Forderungen hat noch keiner, dass ich wüsste, seine staatliche Stelle verloren.

Vielleicht hätte Theunert etwas geschickter agieren sollen, indem er gefordert hätte, Heterojugendliche, die sich im Netz wohl kaum von selbst Homovideos anschauten, jedenfalls kaum Mädchen Schwule in Action, müssten behutsam an die Vorzüge und Ästhetik der gelebten Homosexualität herangeführt werden. Auch und gerade jetzt an jene von Beschnittenen (selbstverständlich nur beschnittenen Männern).

So jedenfalls wird das nichts mit den Männerbeauftragten.

Wenn die das Jammern als ihr tägliches Tuten und Blasen nicht mindestens ebensogut lernen, wie die Frauenbeauftragten, werden sie auch weiterhin wenig Chancen haben, den Mann erfolgreich zur Frau, den Knaben zum Mädchen zu machen dazuzuhelfen.

Denn ihr Auftrag kann ja (außer bezüglich der Beschneidung und anderen weiblichen Vorrechten natürlich) nur lauten, bei der Gendergleichmacherei eifrig mitzuwirken.

Es scheint, die schweizer Männerrechtler sind noch etwas rückständig.

Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Technorati
  • MySpace
  • LinkedIn
  • Webnews
  • Wikio DE

Tags: , , ,

5 Antworten zu “Zürcher Männerbeauftragter: Das war’s schon”

  1. Dude sagt:

    Würde mich mal brennend interessieren von wem dieser Verein gesponsert wird…

    Danke für die Info Magnus!

    LG

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Man soll ja nicht lästern, und ich war nur vorletztes Jahr, in Zürich lediglich umsteigend, hinten in Morteratsch (oberhalb von Sankt Moritz, Camping, zwecks Bergen und Nähe Sils Maria) für ein paar Tage in der Schweiz, also kurz und zudem peripher.

    Gleichwohl verkneife ich mir ein bisschen Schadenfreude ob Eures ersten landesweiten Männerbeauftragten, nach drei Wochen geschasst, doch nicht ganz: Immerhin seid Ihr auch für manchen Blödsinn nicht schlecht zum Besten zu haben.

    Soweit mich meine Suchmaschine nicht täuscht, gibt es bei uns noch keinen “Männerbeauftragten” (solchen Ranges zuwenigst).

    Da habt Ihr Euch – genauer, der Kanton Zürich – jetzt im deutschsprachigen Raume wohl mal zuerst bei der Lächerlichkeit angemeldet. Gleich zwiegenäht.

    Aber, Kopf hoch! – Die Komödie dürfte weitergehen.

    Denn: Kann der Kanton Zürich jetzt auf einen (noch) kompetenteren Männerbeauftragten einfach so mirnichts dirnichts verzichten, bloß weil der erste auf glattem Parkette eine so ungünstige Figur machte?

    Deshalb etwa das Amt abschaffen?

    Wegen eines Mannes, der damit offenkundig überfordert war?

    Melde Dich doch mal bei den Granden des Kantons, und bewirb Dich!

    Es wird sicherlich kein Problem sein, wenn Du Deinen Hauptwohnsitz gerade noch nicht oder auch weiterhin nicht in Züri hast.

    Und so eine schmucke Dienstwohnung in Eurer eigentlichen Hauptstadt, die ganzen Zulagen, die Einladungen zum besten Chasselas, dem herrlichen Kalbsrahmgeschnetzelten, die wären doch auch nicht zu verachten!

    Kannst ja dann auf mysticalforum.ch von Deinen tieferen Einsichten, von Deinen mannigfachen Initiationen berichten!

    Und: “Dude” heißt ja etwa “Kerl”, “Kumpel” (auch wohl “Geck”, was hier aber ebenfalls nicht schadet), so dass Dein Pseudonym bestens und sauberst zur neuen berüflichen Herausforderung passte.

    Ich selber, wolltest Du das entgegnen, bin für den Posten leider dreifach verbrannt.

    Erstens real, was dem Amtsinhaber, zumal dem ersten, der es richten können soll, eine etwas zweifelhafte, boulevardanfällige Aura verliehe.

    Zweitens bin ich Deutscher, was an der Stelle wohl erst recht nicht passte.

    Drittens habe ich mich unter Klarnamen schon so viel über die Genderei mokiert, dass das selbst die Züricher noch vor Vertragsunterzeichnung merkten.

    DU bist der ideale Kandidat!

    Erzähl mir keinen Schmonzes!

    Wer den sonst!

  3. Dude sagt:

    Ich überlegs mir wenn ich wieder nüchtern bin… Mann war das ein Mischmasch gestern…

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Na, dann komm erstmal zu Dir.

    Bei mir haben zwischenzeitlich schon die Zuständigen des Kantons Zürich angerufen und mich darum gebeten, obschon sie natürlich wüssten, wie sie Dich finden “chönnten”, was sie aber so nicht dürften, Dir ein wenig Beine zu machen.

    Sie meinen gar, nicht nur, mir zustimmend, dass Du der richtige Kandidat seist, sondern auch, dass Du anscheinend gelegentlich auf mich hörest, weshalb sie dieses kleinen Nachbarschaftsdienstes botmäßigst erheischten.

    Angesichts eines also freundschaftlichen wie angemessenen Tones verwies ich dies Ansinnen selbstredend nicht.

    Die Sache drängt. Du solltest Dich bald melden.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Inzwischen bin ich über Vorfeldüberlegungen hinaus, dahingehend, dass ich den Job des Männerbeauftragten hier in Stuttgart machen muss.

    Alleinerziehender Vater, vielseitig gebildet, versiert im Umgang mit Bauarbeitern wie mit zarten Professoren, absolut diskriminerungserfahren, gleichwohl ziemlich unzergendert, öffentlichkeits- und debattentauglich, kann seine Heimseite selbst betreuen, seine Reden selber schreiben, fällt nicht nach dem dritten Trollinger vom Stuttgarter-Weinsteigen-Bürgermeisteracker vom Hocker, ist nett zu Frauen, selbst dann noch, bis zu einer gewissen Grenze, wenn sie nicht nett zu ihm sind, londonfähig, kann also, wenn das Auge der Welt nach Zürich und Stuttgart gelenkt, seine Pressetexte gerne auch auf Englisch herausgeben, kurzum: Der Mann braucht allenfalls eine gute Sekretärin (ja, bitte eine -in!), die ihm den Krimskrams und die Allerdümmsten vom Halse hält bzw. erledigt, zudem ein kleines Büro mit Standardausstattung, um den Laden 1 A zu schmeißen.

    Kannst Du Dir vorstellen, dass die Schwaben so blöde sein werden, solche Halbdackel, dass sie sich dies Superbestsuperbilligstangebot entgehen lassen?

    Den fettesten Mercedes, zum Preise eines Rostgöppels, und das Teil fährt absolut ökobiomäßig, keine Regenwälder ab, nix, einfach mit direkt vollverwerteter, vorfermentierter Braugerste und gegorenem Traubensaft, 16 Stunden und mehr am Stück am Tag wie die Sau, bei einem Gesamtkalorienverbrauch, der im Extremfall einem Liter Speiseöl (oder Dieselöl) entspricht, dabei selbstschmierend, fast wartungsfrei?

    Nun gut, man weiß nie, schließlich hat der schwäbische König vor gut zweihundert Jahren noch Friedrich Schiller jagen lassen.

    Insofern ist also noch nichts ausgeschlossen, keineswegs schon alles in trockenen Tüchern.

    Wäre nett von Dir, da wir ja schon beinahe europäische Kollegen, wenn Du vom Stande Deines Bewerbungsverfahrens hier alle Interessierten unterrichtetest.

Eine Antwort hinterlassen