Im Traume sah ich, wie ein furioses Eichboson es mit mehreren Mesonen, Phononen, Fermionen und Anyonen gleichzeitig aufnahm, da ein Higgs-Boson, gerade mit einem Lepton beschäftigt, es nicht stoppen konnte.
Die Protonen und Neutronen im Kolosseum klatschen begeistert Beifall, und das Gekicher der Elektronen (die dort immer das Quantenbier bringen) war bis nach Heisenberghausen zu hören.
Gleichzeitig, nicht jeder delektiert sich eben an denselben Dingen, waren die Positronen quarkmäßig beleidigt. (Das sind sie fast immer, wenn die Elektronen sich freuen.)
Einige ungebärdige Neutrinos (sie wissen sich oft nicht anständig zu benehmen) stürmten schon, angefeuert von begeisterten Tachyonen, vor dem endgültigen Ausgang auf den Kampfplatz, wurden aber von wachsamen Luxonen und zumal Tardyonen zügig zurückgedrängt.
Als das Gerangel gleichwohl partout nicht enden wollte, sprach das Alpha-Plutoniumatom per Zeta-Welle ein Machtwort: “Alle Partikel zurück auf ihre Plätze!”
Da war schnell, erstmal, Ruhe im Karton.
Zwei Phononen hatten es aber in dem Durcheinander geschafft, das Eichboson von hinten anzugreifen, so dass das Higgs-Boson es gerade noch, ziemlich schwer verletzt, vor ihnen retten konnte und an den Elementarrand schleppen.
Das Publikum tobte.
Denn so etwas sahe man nun wirklich selten.
Ein Einsteiniumion fiel vor lauter Begeisterung über die Brüstung und zog sich dabei, was den umstehenden Teilchen erst recht zu größtem Vergnügen gereichte, einen Neutronenbruch zu.
Da wachte ich auf und konnte den Rest des grandiosen Finales leider nicht mehr mitansehen.
Auch schmerzte meine rechte Schulter recht merkwürdig: wie als ob ich mich an ein paar Gravitonen angehauen hätte.
Oder mir eine Idiosynkratonenentzündung zugezogen.
Naja, es ist eben nichts umsonst auf der Welt.
Und wer es sich mit seinen Ätheronen zu sehr verdirbt, der bekommt schonmal Dislateralonen oder gar Anenzephalonen.
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Nachtrag
Eben lese ich – in tiefer Nacht – auf SPON (wo sonst), dass Forscher Dunkle Materie beobachtet haben wollen.
Die haben es jetzt wohl eilig, dem Higgs-Boson in Punkto Sensation etwas entgegenzuhalten. (Obschon das vorgeblich gefundene “Gottesteilchen” nur für 5 % der Materie zuständig sein soll. Gott ist also nur ein Zwanzigstel von Allem. Das allerdings erscheint mir nun nicht unrealistisch.)
Ich rauche jetzt noch eine Halbdunkle, und dann schaue ich mir auch nochmal Dunkle Materie an, denn ich weiß schon lange, manchmal gar zu lange, wie das geht.
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Tags: Teilchenturnier
















Man was für ein gequirlter Quark.
Hicks – Gesundheit – Danke.
Dieses Hicks am CERN kostete Milliarden, dabei kann man noch nicht einmal die Gravitation erklären. Ja, der Apfel fällt uns auf den Kopf, erklärt uns Newton.
Und der Urknall. Das Weltall müße ja eine Blase aus Materie sein.
Alles bewegt sich vom Zentrum der Explosion aus weg, oder wie?
Und die atomaren Kernkräfte, gleichnamige Polaritäten stoßen sich ab. Und schwupp, gab es die Gluonen, ein atomarer UHU-Alleskleber. So macht man die Welt, wie sie uns gefällt. Zitat: Pipi Langstrumpf.
Ein kleiner Physiker-Treppenwitz:
Ein Elektron und ein Neutron stehen vor einer Diskothek.
Der Türsteher sagt zum Neutron: Du darfst nicht hinein. Heute sind nur geladene Gäste erlaubt.
Mal sehen, was als nächstes gefunden wird, das milliarden Forschungsgelder Wert ist. Vieleicht BLUP – ROTZ – HARTZ – POPANZ – GANIX.
Der Teilchenzoo – Die Alchemie-Kathedrale des modernen Materialisten.
Der Laplasche Dämon hat seine Krallen verloren in der Unschärfe der Quantenwelt. Die Erkenntnisse der Gesetze dieser Bausteine des Universums schwingt unsere materialistische Verstandeswelt auf den Gipfel des Machbaren und öffnet gleichzeitig die Tür in längst überholt geglaubte Glaubensmodelle. Welch herrliche Ironie. Der Mensch muss sich der Magie des Unbekannten öffnen, will er das Innerste der Welt ganz verstehen.
Im Studium hat mein Philosophie Prof gemeint: ‘Es wird einst die Zeit kommen, da ihr Programmierer euch selbst wegoptimiert haben werdet.’. So ergeht es dem Materialismus gerade.
@ ichweisnix
Ich verstehe zwr nicht viel von Quantenphysik, aber dafür etwas von Onomastik.
Wenn die Physiker also ein neues Teilchen brauchen, daher suchen, finde ich ihnen, wenn die mir ungefähr erklären, was es leisten soll, gegen eine angemessene Gebühr sicherlich stets einen passenden Namen dafür.
Ich denke, als nächstes werden wir das Uson benötigen. Es ist allseits nützlich, kann jederzeit überall sein und das Gewünschte wirken, so macht es us on. Oder auch, wenn waffentauglich, the US on.
@ JESUS
Die Ironie ist so herrlich, wie Du es sagst. Über den transzendentalen Materialismus zur numinosen divinatorischen Kosmogonie.
Zuerst ist da ein göttlicher Funke im Nichts, und dann fliegen überall die Explosionssplitter herum, nehmen dann nicht selten merkwürdig antientropische, komplexe Formen an, die sich selbst reproduzieren können und sich dabei so weit entwickeln, die ganzen kleinsten bunten Kügelchen, Streifchen, auch wohl Tetraeder et al., zurück bis ins Nichts zu verfolgen und kartographieren.
Besonders komisch wirkt das Ganze indes, wenn die beteiligten Wissenschaftler wann immer sie einige Prozente danebengerechnet haben, einfach einen oder auch mehrere Parameter dazu tun, welche dann als besondere Teilchen oder Wellen definiert werden, die man dann nur noch zu finden hat.
Das machen die jetzt seit einigen zig Jahren ohne sonderliche reale Fortschritte (naja, gut, HAARP ist nicht von Pappe), und kaum einer im anerkannten akademischen Betrieb wagt auch nur die Frage ernstlich aufzuwerfen, ob man nicht schon aufgrund bestimmter Erstannahmen auf dem Holzwege sein könne, zu fordern, dass dies wenigstens ernstlich zu untersuchen sei, ganz andere Ansätze als der bisherige ebenfalls zu verfolgen seien.
Das ist nämlich vergleichbar verpönt, wie wenn man früher ohne Vorbeugung vor der Mutter Gottes eine katholische Kirche betrat.
Mal andersherum gesagt: Wenn die sich sooo sicher sind, dass ihre Grundannahmen die richtigen, obschon sie entlang derer laufend danebenrechnen, ihre Gleichungen mit Hilfsvariablen füttern, damit sie es fressen, das rein gar nichts macht, weshalb regen sie sich dann gleich so fürchterlich auf, wenn jemand an der Standfestigkeit ihres Gedankengebäudes auch nur zweifelt?
Wieso zwackt man nicht wenigstens mal 5% vom Geld für Cern ab und verteilt es an Wissenschaftler, die die Quantenphysik grundsätzlich hinterfragen?
Immerhin machte das den Leuten in Cern usw. mal ein bisschen Beine.
@ Alle
Mit am Putzigsten an der Sache ist es in der Tat, dass diese Wisser der Wellen und Teilchen bezüglich der Gravitationskraft überhaupt nichts herausgefunden haben, außer, dass man sie so wie früher schon immer noch messen kann.
Vielleicht sollte man sie alle mal zum Segelfliegen schicken, ihnen leise ins Ohr raunen: “Sieh mal, wenn es mit aufsteigenden Luftpaketen geht, weshalb dann nicht gleich mit aufsteigenden Quanten und Wellen und so? Schließlich sind diese Luftpakete ja nur die Summe von Wellen und Quanten und Teilchen! Den Ventilator, die Windmaschine, musste ja auch erst einer erfinden!”
Die Gesichter schaute ich mir gerne an.