Ich weiß, warum ich so gerne ins Wirtshaus gehe. Dort trinken die Leute wenigstens was, bevor sie lallen. Und beim Lallen meist immer noch was.
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Ich weiß, warum ich so gerne ins Wirtshaus gehe. Dort trinken die Leute wenigstens was, bevor sie lallen. Und beim Lallen meist immer noch was.
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Dieser Artikel wurde am Sonntag, 01. Juli 2012 um 19:37 erstellt und ist in der Kategorie Aphorismen, Schönes abgelegt. Antworten zu diesem Artikel können durch den RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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Ich mag die Wirtshäuser nicht mehr. Sie alle hier sind zu versnobten, überteuerten und dem Mammon huldigenden Schickimickitempeln verkommen. Das Nichtraucherterrorisiergesetz erledigt den Rest.
Da hau ich mir lieber zu Hause die Hucke heil.
Meinen Rioja Cune Reserva oder einen Zacapa Centenario 23 Ãnos bekommt man in diesen Kalbtänzerspünten ohnehin nicht, sondern höchstens gepanschtes Bier, gebraut nach dem ersten offiziellen Betäubungsmittelgesetz, dem deutschen Reinheitsgebot nämlich, oder irgendwelchen widerlichen Brennsprit ala Havanna Club, Johnny Walker, Gordons, und wie die widerwärtigen Dreckssäfte sonst noch so heissen.
In diesem Sinne…
Proscht!
@ Dude
Tja, mir scheint, in der Schwyz ist doch nicht alles besser, als bei uns.
Ich darf in meiner Stammkneipe nicht nur rauchen, bis mir der Schlund glücklicherweise nicht vertrocknet, sondern finde dort auch noch unprätentiöse Menschen aus allen Schichten vor.
Zumal auch einige Gebildete und Künstler, mit denen sich wunderbar scherzen und lachen lässt.
Und ich weiß hier auf Anhieb mindestens noch zwei Trinkhäuser, wo es ähnlich freudig und gesittet zugeht.
Irgendwelche aufgeblasenen Arschgeigen und halbseidenen Tänzerinnen gehen da entweder gleich gar nicht rein, oder schnell wieder raus.
In meinem Stammlokal, so schrieb einer schonmal trefflich darüber, sitzen die Leute zusammen, als wäre es ihr eigenes Wohnzimmer. Dort darf sogar einer wie ich sich wohlfühlen.
Die Wirtin ist eine überaus Liebe, mit seltener Menschenkenntnis und einem Taktgefühl, dass ich sie dafür nur loben und bewundern kann.
Gleich drumherum (wie auch was die anderen beiden Lokale anlangt) finden sich nicht wenige Etablissements (ich meine jetzt nicht die eindeutigen Hurenhäuser), wo die gestopften Aufsprechs und deren Kokotten verkehren.
Na und? – Wir lachen darüber.
Wir wissen, was wir daran haben und stehen, im Zweifel, für unsere Wirtin wie ein Mann.
Im anderen Lokale, der Jazzkneipe, erlebte ich es nicht zum ersten Male, dass nächtens, da nur noch die letzten Verdächtigen da, ein alter Penner reinkam, mit einem schon so verrunzelten Gesichte, dass man mich, daran gerechnet, fast schon als striemenfrei bezeichnen könnte, um sein Bier bat und es einfach hingestellt bekam.
Vor ein paar Tagen erbot ich mich, frug aber die Barleute zuvor, ob ich ihm eins spendieren dürfe: nein, dürfe ich nicht.
Zwei Minuten später stand sein Blondes vor ihm, denn sie hatten es ihm, wie üblich, selber spendiert.
Im dritten Wirtshause, wo es etwas greller, aber nicht weniger herzlich zugeht, in dem ich noch nicht so oft war, aber sofort in die Gemeinschaft eingeschlossen ward, da man mich wohl als einen akzeptablen, mit jedem redenden friedlichen, eher undoofen Nachtkrieger sofort erkannte, betreute ich kürzlich an die zwei Stunden lang – na, ich sage jetzt nicht wann genau – eine Frau, die starke Suizidgedanken hegt, gab ihr den ausdrücklichen Befehl, mehrmals, diesen Wahnsinn nicht auszuführen, brachte sie schließlich, angekündigt, obschon sie das mit allen Mitteln zu verweigern vorhatte und dies auch gesagt, mindestens dreimal doch zum Lachen. Zwar keinem ganz freien Lachen, aber eben doch.
Diese Dinge, solange ich die Euronen dafür noch aufbringen kann, setzen mich dahin, zuhause lieber den einfachsten Wein zu trinken, um andererseits dort unter derlei Menschen sein zu können.
Denn dort ist, bei allen mal vorkommenden Nicklichkeiten, Liebe das Gesetz.
Es wird wirklich allerhöchste Eisenbahn, dass ich zum Fondue vorbeischaue…
“Tja, mir scheint, in der Schwyz ist doch nicht alles besser, als bei uns.”
OFFENSICHTLICH!!!
Obschon dies garantiert auch daran liegt, dass hier, insbesondere in den Tempeln des Geldadels, den Hirnparzellen der Kabale, also insbesondere Zürich, Genf und Basel, dabei jedoch vorallem ersterem, einfach zu viele vertrancete Tänzer rumeiern, die solche Schickimickispünten gar noch schätzen, fordern und verteidigen, während auch noch der Rest vor die Hunde geht.
Die Langstrasse ist schon längst nicht mehr das was sie war. Sie ist zum lächerlichen Drogenpfuhl in der widerwärtigen und aidsverseuchten Strichmeile verkommen. Die Menschenhändler lachen sich dabei ins Fäustchen… *harhar*
Ein würdiger Abschluss eines gottsjämmerlichen Tages.