Heil den Atheisten!

Um es gleich vorauszuschicken: Ich bin kein Atheist.

Atheist zu sein setzte nämlich voraus, dass es von all dem, was Leute sich zu Gott und Göttern ausgedacht oder geglaubt haben, meinen gesehen oder erfahren zu haben, alles gesichert irreal sei.

Wie sollte ich das wissen?

Andersrum geht mir aber, was ich eben wieder las, trotzdem auf den Keks: Atheisten seien eigentlich auch – ich schlage jetzt nicht einmal nach, auf die daweilige Formulierung kommt es nicht an – Gläubige, da sie ja ans Nichtglauben glaubten. Sie glaubten sozusagen an den Nicht-Gott. Oder an einen ganzen Haufen Nicht-Götter.

Was für eine jesuitische Hinterfotzigkeit! Ein Gottesglaube wird ausgeübt. Jedenfalls üblicherweise. Was übt denn der aus, der sich für sich ganz einfach sagt: “Ich habe keinen Gott, ich will und brauche keinen Gott, nichts beweist mir Gott, bleibt mir vom Hals mit euren Spekulationen!”?

So ein Mensch hat lediglich eine Meinung, aber keinen Glauben.

Oder gibt es doch einen Glaubenszwang? Ein Dogma – von wem wohl erfunden? – , dass man glauben müsse, wenigstens an einen Nicht-Gott?

Mancher Atheist hätte auch gar nichts dagegen, wenn tatsächlich plötzlich ein anständiger Gott daherlatschte, ließe sich eine solche Überraschung durchaus gefallen. Bevor der das aber nicht macht (oder auch sie oder mehrere), glaubt er nicht daran, oder besser, er meint, das Konzept habe keinen realen Hintergrund.

Vielleicht werde ich doch noch Atheist, aus blanker lachender Bosheit. Dies enthübe mich aber (nicht ganz, jedoch in Teilen) der köstlichen Möglichkeit, über das Hängeopfer, Odin und seine Raben zu räsonnieren, ohne dass jeder dahergelaufene Halbpfaffe mir vorhalten könnte, ich nähme ja doch etwas an Göttern ernst, sei also ein verlogener, ein Scheinatheist. Mir das zu ersparen, werde ich den Schritt also wohl doch nicht unternehmen.

In Indien, wo die Götter aus jedem Straßengraben sprießen, haben sie sogar einen Jolokia-Chili-Gott. Der verbrennt jedem derart die Gosch’ und hernach noch das Hintenraus, dass das nur noch heilig sein kann. An den glaubt dann sogar der härteste Atheist.

Nun gut, lassen wir mal die armen Inder mit ihren 333 000 Göttern in Ruhe. Respektieren mal, dass die so weit zählen können, und nicht nur bis auf Eins.

Die Frechheit der Atheistenverleumdung (wenn nicht deren Steinigung, das gibt es immer noch!) stammt nämlich nicht von den Polytheisten, die in der Regel vergleichsweise tolerant sind (vielleicht hält man es mit vielen Göttern psychisch besser aus, als mit bloß einem), sondern von den Monotheisten, üblicherweise Abrahamiten. (Der Abraham hieß erstmal Abram. Das “ha” musste ihm sein Gott später nachliefern. Wenigstens wohl, damit er endlich immerhin schlecht lachen konnte. Dem Philologen ist da gleich alles klar.)

Der Atheist steht jedenfalls intellektuell besser vor mir da, als der Gottgläubige. Ganz einfach deshalb, weil die Wissenschaft auf seiner Seite ist. Die hat nämlich nie einen Gott in dem Sinne, wie das Wort normalerweise gebraucht wird, nachweisen können. In immerhin etwa zehntausend Jahren.

Außer natürlich, man nimmt raumfahrende Außerirdische als Götter. Da mag etwas dransein. Dann sind sie aber – nicht nur für den Atheisten – eben in Wirklichkeit auch keine. Sondern Aufschneider. Oder aber, der Mensch war so dumm, jene für Götter zu halten, die nunmal schon gut entwickelte Fluggeräte besaßen.

Kurzum: Wer mir als Gottgläubiger die Atheisten runterzulassen trachtet, gar auf ein Niveau, dass die ja eigentlich auch Gläubige seien, nur darin minderwertig, der hat mit meinem expliziten verbalen Widerstand zu rechnen.

Es sei denn, es wäre mir gerade zu langweilig, zu öd und leer, eine Entgegnung anzusetzen.

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7 Antworten zu “Heil den Atheisten!”

  1. haschmech sagt:

    “So ein Mensch hat lediglich eine Meinung, aber keinen Glauben.”

    Falsch! Gerade so ein Mensch macht sich mit dieser Sichtweise selbst zu einem Gott, weil er nur an sich selbst glaubt. Und das ist die größte Sünde, die ein Mensch gegenüber seinem Schöpfer begehen kann.

    “Die hat nämlich nie einen Gott in dem Sinne, wie das Wort normalerweise gebraucht wird, nachweisen können.”

    Die Wissenschaft hat aber auch nie nachweisen können, das es diesen Schöpfergott nicht gibt.

    Worum es also in philosophischer Hinsicht geht, ist die Sache mit der Phänomenologie.

    Aus populärer Sicht gesehen, gibt es dazu z.B. den fast schon niedlichen Science-Fiction Film “Dark Star”, in dem mit Witz versucht wird, an dieses Problem der Existenz eines Schöpfergottes heran zu kommen. Aber seht selbst:

    http://www.youtube.com/watch?v=CsS7liOkg_o&feature=related

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Wer sagt denn, dass ein Atheist nur an sich selbst “glaubt”?

    Ich hatte eine vortreffliche Klassenkameradin, deren Eltern es wagten, sich ausdrücklich als Atheisten zu bezeichnen. Sehr anständige Leute. Die “glaubten” mindestens mal auch an ihre Tochter.

    Du schreibst:

    “Die Wissenschaft hat aber auch nie nachweisen können, das es diesen Schöpfergott nicht gibt.”

    Wie sollte die Wissenschaft denn nachweisen, dass es etwas nicht Vorhandenes – wenn es denn nicht vorhanden ist – , ein Nichts nicht gibt?

    Immer wird einer weiterhin behaupten können, dass es jenes Nichts oder irgendwo ein Irgendwas gebe. Und sei es nur in seinem Kopfe. Womit es dann ja auch gewissermaßen da ist.

    Du redest von “Sünde”: dem Atheismus gar als größter Sünde überhaupt. Rein logisch gesehen wäre hiemit ein Massenmörder, der an Gott glaubt (derer gab es viele), besser, als ein braver Atheist, der niemandem etwas zuleide tut. Oder?

    “Versündigst” Du Dich nicht dadurch, dass Du über solche Menschen Worte sprichst, mit denen Du sie zu Untermenschen stempelst?

    Wie begegnest Du solchen Menschen? Müssen die nicht Angst vor Dir und Deinesgleichen haben, nach all dem, was ihnen Ähnlichen im Namen des Schöpfergottglaubens über Jahrtausende hinweg angetan wurde, im Islam teilweise noch Gang und Gäbe ist?

    Was – was sie nicht tun, aber setzen wir mal den Fall – wenn sie Dich als den schlimmsten Sünder hinstellten? Fändest Du das korrekt? Wenigstens lässlich?

    Wer bist Du, Menschen, die niemandem – außer vielleicht aus Deiner Sicht sich selbst – etwas tun, dergestalt generaliter zum Abschaum der Menschheit zu stempeln?

    Ich halte nur begrenzt etwas vom Christentum. Noch weniger vom Judentum oder dem Islam. Deshalb ist für mich ein Moslem, ein Jude oder ein Christ aber nicht gleich selbst verabscheuungswürdig. Auch kein Hindu (trotz deren merkwürdiger Bräuche) oder Buddhist oder Shintoist oder animistisch-schamanistischer Amazonasindianer. Was wäre ich denn für ein Mensch, mäße ich einen, ihn einfach über einen Leisten schlagend, allein an seiner Religion, für die er, in den allermeisten Fällen, noch nicht einmal etwas kann, da man sie ihm eingetrichtert hat?

    Mark my words.

  3. haschmech sagt:

    “Die “glaubten” mindestens mal auch an ihre Tochter.”

    Wenn sie an irgend etwas glauben und sei es egal was, dann können es keine wahren Atheisten sein.

    “Womit es dann ja auch gewissermaßen da ist.”

    Schön, dass Du dies von selbst zugibst.

    “…besser, als ein braver Atheist, der niemandem etwas zuleide tut. Oder?”

    Wie Du ganz oben selbst erklärt hast, gibt es im Grunde DIESEN Atheisten, der an nichts glaubt, gar nicht. Ich möchte mal sehen, wie diese “Atheisten” in deinem genannten Beispiel das woran sie “glauben”, nämlich z.B. ihre Tochter, einer Gefahr ausgesetzt sehen. Ob sie dann immer noch so brav bleiben werden? Du verstehst, was ich damit sagen will?
    Was würdest Du für eine reißende Bestie werden, wenn jemand deinen Kindern, an die “glaubst” vor deinen Augen nach dem Leben trachten würden? Denke mal in Ruhe darüber nach, auch wenn Du jetzt kein Atheist bist.

    ““Versündigst” Du Dich nicht dadurch, dass Du über solche Menschen Worte sprichst, mit denen Du sie zu Untermenschen stempelst?”

    Du verdrehst alles! Es gibt von Anfang an Menschen, die geistiger Natur sind und dem gegenüber gibt es Menschen, die natürlicher Art sind und die zweite Sorte hat sich infolge von Inzucht selbst degeneriert und damit auch die von der ersten Sorte infiziert – die sogenannte echte Erbsünde (oder Ursünde) ist das. Die andere Erklärung dazu enstammt dem Judaismus, die Sache mit dem Apfel und dem Ungehorsam gegen ihren Gott, du weißt, und so konnte scih das Böse, infolge gentischer Degeneration über die ganze Welt ausbreiten. Und das ist das was man in Wahrheit, die in Sünde gefallene Schöpfung Gottes nennt. Aus dem anderen Quatsch enstanden die Weltreligionen, Christentum, Islam und Judentum, das zuerst dagewesen ist.

    Wenn Du mal die Schöpfungsgeschichte in der Bibel genau liest, dann steht da im ersten Teil: “Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie.”

    Keine Diskriminierung der Frau möglich, da Mann und Frau GLEICHZEITIG erschaffen worden sind, auf der ganzen Welt, immer jeweils der Anfang eines bestimmten Volkes. “Schlitzaugen” z.B. bei den Chinesen, können nicht von Gendefekten herrühren, oder was meinst Du?

    Der Garten Eden war ein abgegrenzter Bereich AUF der Erde, dem vormals ganzen Paradies. Dort versuchte sich dann ein gefallener Engel Gottes, einen Abklatsch des großen Werkes Gottes nachzubilden, unter anderem Menschen aus dem Staub der Erde, wo Gott hingegen nur mal ein Wort zu sprechen brauchte und es geschah was Er sich vorgestellt hat. So auch Mann und Frau dieser Sorte Mensch. Und Magnus Göller, zu welcher von beiden Sorten Mensch gehörst Du ursprünglich? Dass Du ursprünglich von Nichts kommst, das glaubst Du doch selbst nicht.
    Und was genau Gott ist oder Schöpfung, das wissen wir Menschen eben nicht. Wie sollten wir das auch wissen können?

    “Wie begegnest Du solchen Menschen?”

    Ich tue keinem etwas! Mit dem Judasismus, dem Islam oder auch dem Christentum im herkömmlichen Sinne habe ich nichts zu tun. Ich sprach mit herkömmlichen Christen, sie hassen mich.

    Und Menschen, die sich selbst zu einem Gott erklären, die richten sich selbst.

    “wenn sie Dich als den schlimmsten Sünder hinstellten? Fändest Du das korrekt? Wenigstens lässlich?”

    Was wurde anderes damals mit Jesus gemacht? Und hat der sich selbst gerichtet, weil Er in anderen Augen, sogar in den der Judaisten, als der Sohn Gottes erkannt worden ist, oder ist Er nicht vielmehr umgebracht worden? Und zwar nur deswegen, weil Er das Spiel der Degenerierten voll durchschaut hatte, womit alle anderen in Knechtschaft gehalten werden sollen bis heute? Umgebracht zu werden, so wie sie es mit Jesus getan haben, wäre mir somit eine große Ehre. Aber das verstehst Du vielleicht nicht.

    “Wer bist Du, Menschen, die niemandem – außer vielleicht aus Deiner Sicht sich selbst – etwas tun, dergestalt generaliter zum Abschaum der Menschheit zu stempeln?”

    Aus Deiner Verdrehung der Worte heraus lese ich, dass Du vielmehr derjenige bist, der sich über andere stellen will und stellst, in du mir etwas zugesellen versuchst, was andere von sich selbst aus sind und wofür ich gar nichts kann. Ich versuche nur Aufklärung zu betreiben, sonst nichts. Wenn andere einen Menschenmörder als ihren Vater haben, was kann ich dafür? Und jemand, der sich auch gerne selbst zu (einem) Gott machen will, der kann nur ein Kind genau dieses besagten Menschenmörders sein. Damit verraten sich jene, die zu ihm gehören, in der Regel selbst. Andere wiederum verraten sich auf diese Weise, dass sie andere für blöde verkaufen wollen, indem sie anderen die Geschichte von Adam, Eva und dem Apfel als die wahre Schöpfungsgeschichte aufzutischen versuchen.

    Dennoch können selbst diese genetisch Degenerierten auf die große Barmherzigkeit des wahren und einzigen Gottes hoffen, indem sie dessen Sohn als Retter annehmen. Tun sie es nicht, dann werden sie von Staub wieder zu Staub. Dazu, wo sie nach der ursprünglichen Erschaffung der Welt hergekommen sind. Die Entscheidung das Gnadenangebot von Gott anzunehmen oder es nicht zu tun, entscheiden diese “bodenständigen” Kreaturen ganz alleine durch ihren eigenen Willen. Sehr viele wollen es nicht.

    “allein an seiner Religion, für die er, in den allermeisten Fällen, noch nicht einmal etwas kann, da man sie ihm eingetrichtert hat?”

    Richtig, das ist genau der Punkt, um den es geht und diejenigen die es begriffen haben, sollten zusammen stehen, um die Welt aus diesem Würgegriff versuchen zu befreien, und sich nicht noch gegenseitig zu zerfleischen trachten. Leider ist der Same des Bösen inzwischen mehr oder weniger in allen Menschen. Dagegen heißt es eben anzukämpfen. Nur die Wahrheit macht uns letztendlich doch frei.

    “Mark my words”

    Gut, dass du nicht geschrieben hast: Mark the Beast. Oder ist das “Mark my words” so gedacht?

    Magnus, im Grunde bin ich ein Heide und ich bin es gerne. War Jesus denn im Herzen kein Heide? Frage Dich das mal? Für die Abrahamiten (Judaiten) jedenfalls, muß Er einer sein, denn sonst hätten sie Ihn als ihren Messias doch sicher akzeptiert. Oder?

    Wenn ich nach außen hin wie ein Christ erscheinen sollte, weil ich ja auch Christus predige, so ist das nur dem Namen nach so, und auch deswegen, weil das was nun mal in der Bibel steht, KEINE Märchen sind. Warum die Abrahamiten sich in der Bibel selbst so ein schlechtes Zeugnis ausstellen, halte ich für ihren sogenannten Ehrenkodex. Womit sie für andere so sagen, ihr seid so dumm, auch wenn man euch die Wahrheit vor Augen hält, ihr seht sie trotzdem nicht. Bis jetzt ist deren Konzept jedenfalls voll aufgegangen, die NWO befindet sich kurz vor dem Abschluß. Aber das war der Turm zu Babel auch mal und dann wurde er von der höchsten Macht zerstört. Denk mal in Ruhe über alles nach Magnus, ob ich nicht Recht habe.

    Alleine schon die Diskriminierung der Frau, woher kommt sie? Kommt sie von Gott, oder kommt sie nicht doch eher von den Menschen?

  4. Dude sagt:

    @haschmech

    Auch wenn ich in vielem, was Du hier sagst einig mit Dir bin, muss ich hierzu noch was kleines loswerden, bzw. etwas konkretisierend hinzufügen.

    “Und Menschen, die sich selbst zu einem Gott erklären, die richten sich selbst.”

    Nur wenn ihnen die Gleichwertigkeit aller Individuen (Seelen), sowie die absolute Quelle allen Seins und Lebens (Gott) nicht bewusst ist. Wenn ihnen dies bewusst ist, und sie entsprechend leben, sind sie Götter, nicht mehr oder weniger wert, als Jesus selbst!

    “Selig durch die Liebe
    Götter – durch die Liebe
    Menschen Göttern gleich!
    Liebe macht den Himmel
    Himmlischer – die Erde
    Zu dem Himmelreich.”
    (Friedrich Schiller)

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Ich werde mir noch Zeit für eine angemessene Antwort nehmen, vermochte diese heute nicht aufzubringen.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Danke Dir für den hiesigen Eintrag wie auch jenen im anderen Strang.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ haschmech

    Deine Interpretation bezüglich Degeneration (Garten Eden, Paradies usw., Jesus als Heide…) ist mir in dieser Form neu.

    Ich werde mir Deine Gesamtinterpretation in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, da hier doch einiges durcheinanderwirbelt. Erstmal nur so viel, zum Schlusse, Deiner Auführungen: Für die Diskriminierung von Frauen gibt es mit oder ohne Gott keinen vernünftigen noch anständigen noch gerechten Platz bzw. Anlass.

    Da sind wir uns schonmal einig.

    Und noch, da Du Dich damit sicherlich viel besser auskennst als ich: Jeder sucht sich aus der Bibel heraus, was ihm passt. Oder glaubt, was ihm daraus verpasst wird.

    Es steht immer irgendwie drin, für den anderen wiederum auch nicht. Für den einen ist der Teil eine Fälschung, nicht echt, irrelevant, für den anderen ein anderer, mehrere andere.

    Es ist eben ein Werk, an dem viele herumgefuggert, herumgenagelt und herumgezipfelt haben, was sich ja selbst nach Luther bis heute anhand der Lutherbibel fortsetzt.

    Vor ein paar Tagen z.B. zeigte mir ein Freund eine Stelle (ich glaube, es war irgendwo in “Samuel”), wo es noch bis vor wenigen Jahrzehnten wohl korrekt übersetzt hieß, dass ein ganzes Volk in Ziegelöfen geworfen worden sei; heute heißt es, die Unerjochten hätten lediglich an Ziegelöfen arbeiten müssen.

    Das ist ja wohl mehr als ein feiner Unterschied.

    And it goes on and on and on.

    Jeder führt seine Wahrheit oder/und Fälschungen gegen jeden.

    Wobei es sich hier aber nicht um ganz normale Literaturinterpretation handelt, die normalerweise selbst bei strikt unterschiedlichen Meinungen noch nicht einmal in kleinere spontane Handgreiflichkeiten zwischen verschiedenen Schulen bzw. Lehrmeinungen ausartet, sondern um Auslegeungen, die Jahrhunderte bis Jahrtausende Mordbrennerei, Krieg und wechselseitige Verwüstung nach sich ziehen.

    So stelle ich mir das nicht vor. So habe ich es auch nicht gelernt. Ich arbeite anders.

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