Kinder NICHT an die Macht!

Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als seine Kinder ausschimpfen zu müssen oder es getan zu haben.

Man fragt sich immer, egal wie zwingend der Grund zur Deutlichkeit war oder erschien, ob nicht schon weniger genug gewesen wäre.

Es hilft aber nichts: Manchmal geht es nicht anders.

Vor einiger Zeit traf ich einen, toller, lustiger Vortrag vor einigen Leuten, der meinte, er habe seine Kinder überhaupt nicht erzogen, ihnen schlicht alles erlaubt.

Und doch, oder gerade deshalb, sei aus ihnen allen “was geworden”.

Ich glaube diesem Manne kein Wort.

Er ist ein übler – wenn auch sympathisch wirkender, die Leute in Bann ziehender – Aufschneider.

Und ich halte ihn inzwischen für äußerst abstoßend, weil er anderen Leuten durch seine Schwindelei eine noch über das Übliche hinausgehende Seelenpein bereitet.

Da sie das ja nicht fertigbrächten, gebracht hätten.

Nein, Herr Lügenmeister, ich glaube Ihnen kein Wort mehr.

Kinder brauchen Grenzen.

Und jede Mutter, jeder Vater bewahre, dass sie an die Macht kämen.

Neulich sagte ein Mädchen, sicherlich körperlich weit unterlegen, sich aber aus irgendeinem Grunde sicher fühlend, da sie ihn ja schon zuvor sanktionslos quälen konnte, zusammen mit ihrer Coheldin, an seiner Schule zu meinem Sohn, sie schlage ihn ins Grab seiner Mutter.

Wohl wissend, dass er sie vor ein paar Jahren verlor.

Sie hatte Glück, sei es auch gutes Kalkül und Geschick, und es passierte ihr nichts.

Ihr unschuldiges Gesichtchen blieb heile, da mein Sohn bei sich blieb und brav deutsch nur flüchtete, todtraurig zwar und völlig aufgelöst, aber glücklicherweise doch so gefasst, sie dafür nicht im Straßenkot zu waschen.

Das hätte der Herr Rektor dann wohl doch als unangebracht angesehen.

Was sie sich dafür verdient gehabt hätte, mag jeder bei sich selbst für sich selbst ausmachen.

Man, nein Kind, sagte diesem meinem Kinde auch schon, etwas früher, noch in Hammelunterhausen, aus seiner Mutter wäre, da wir ja nicht an Gott glaubten, eine Wurst gemacht worden, die wir dann aufgefressen hätten. (Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es eine Muslima war, aber das ist auch schon egal.)

Es gibt den Volldumpfbarden aus Mannheim, der meint, dass der Mensch nur lerne, wenn er Scheiße frisst; und den anderen aus Bochum, der sich die Kinder an die Macht wünschte.

Zumindest im Ficki fand ich nichts davon, dass einer jener Helden je Kinder aufgezogen hätte.

Da ist leicht rumlallen und dummkrächzen.

Mir erzählt keiner mehr solch einen Rotz.

Solche Leute sollen bei “Wetten dass” herumsitzen und ihren Gestank und Dünnpfiff an die Leute weitergeben, die diese Feinheiten als ihr perverses, hedonistisch-idiotisches Labsal brauchen.

Vielleicht brodlert ja noch so eine eitle, aufgeblasene Dampfbacke dazu, damit die Lügenbrühe so richtig schön sumpfseifensiedet.

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3 Antworten zu “Kinder NICHT an die Macht!”

  1. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    Herbert Grönemeyer hat tatsächlich zwei Kinder. Eigentlich befindet er sich in derselben Situation wie du, denn seine Frau ist vor ein paar Jahren verstorben.

    Trotzdem halte ich dieses Lied “Kinder an die Macht” für Blödsinn und wenn ich richtig rechne, dann stammt es aus einer Zeit, als er noch keine Kinder hatte. Ich gehe mal davon aus, dass er heute das Lied heute anders schreiben würde.

    Kinder brauchen Grenzen – zu ihrem eigenen Schutz. Grenzen bedeuten die Kennzeichnung der gefahrenfreien Zone. Ich habe das immer mit einem Gartenzaun erklärt. Den benötigt man, wenn die Kinder klein sind, damit sie nicht auf die Straße laufen. Innerhalb des Zaunes können sie sich gefahrlos und ohne Aufsicht völlig frei bewegen. Nichts anderes sind aufgesteckte Grenzen. Sie sind ein imaginärer Gartenzaun zum eigenen Schutz.

    Kinder verstehen das, auch wenn sie es manchmal schon sehr gern anders hätten. Es ist ihr ureigenes Recht, diese Grenzen immer wieder in Zweifel zu ziehen. Wenn sie die Reife dazu haben, dann kann man ja auch den Aktionsradius weiter stecken.

    Hinzu kommt, dass man Kindern wichtige Reifeprozesse vorenthält, wenn man keine Grenzen setzt. Man überfordert sie, macht sie zu kleinen Erwachsenen, obwohl sie den Überblick und den Entwicklungsstand noch gar nicht haben können.

    Aber leider haben heute immer weniger Leute Kinder und die immer mehr werdenden Kinderlosen bestimmen, was Familie ausmacht, wie wertvoll häusliche Erziehung ist, den Wert von Familienarbeit und die schulische Ausbildung. Böse gesprochen könnte man sagen, dass man das merkt.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Das mit Grönemeyers Kindern wusste ich tasächlich nicht.

    Ob man es da mit viel Geld, Anerkennung und Berühmtheit leichter hat, als mit regelmäßigen materiellen Existenzsorgen und als – bislang noch – politsozialer Außenseiter, sei mal dahingestellt.

    Die angedachte Privatschule für meinen Großen konnte ich mir jedenfalls nicht leisten.

    Dafür sind meine Texte besser.

    Allerdings kann ich nicht so gut falsch singen wie Herbie.

    Vielleicht sollte ich das trotzdem mal probieren.

    Schon lange kein Video mehr gemacht. (Kenne jetzt auch einen Tontechniker, der die Sache möglicherweise extra anzuschrägen in der Lage.)

    Ansonsten volle Zustimmung.

    LG

  3. Lesezeichen sagt:

    Hallo Magnus,

    apropos Privatschule: Hast du meine email bekommen? Manchmal kommen meine yahoo-mails nicht auf gmx-konten an.

    Wenn nicht, versuche ich es nochmal über einen anderen account.

    lg

    das Lesezeichen

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