Man soll nicht immer, aber meistens die falschen Dinge sagen. Denn meistens sind sie richtig.
Archiv für den Monat November 2011
Die falschen richtigen Dinge sagen
Mittwoch, 23. November 2011Wir wissen um uns
Dienstag, 22. November 2011Ich weiß, dass ich ein paar sehr gute Kollegen habe.
Ich nenne sie jetzt ganz bewusst nicht.
Einerseits, um sie nicht zu kompromittieren.
Andererseits, da sie sowieso wissen werden, dass sie gemeint sind. (weiterlesen…)
Alles mehr als klasse
Dienstag, 22. November 2011Inzwischen ist man soweit, dass man selbst Europa sprachregelungstechnisch zu Geld, zu Schulden, zum Euro gemacht hat.
Aber man ist ja auch schon dahin, einen HBL als den Philosophen Frankreichs zu bezeichnen.
Einen, von dem sich ein Voltaire qua Ekel noch nicht einmal die Füße hätte waschen lassen. (weiterlesen…)
Gegen gegen S-21: kein Ja von mir!
Dienstag, 22. November 2011Letzten Donnerstag fand ich ein merkwürdiges Schriftstück in meinem Realbriefkasten, Titel: “Information der Landesregierung Baden-Württemberg zur Volksabstimmung am 27. November 2011″
In dem blassgelben, 12-seitigen Heftchen im Format A5 findet sich so einiges an Kuriosem, dessen Witzigstes – oder auch Traurigstes, je nach Perspektive – ich kurz zusammenfassen will.
Nach einigem allgemeinem Gesabbel vom Ministerpräsienten, dessen Vize und einem Grußwort “der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung” (Was es inzwischen alles gibt. Muss ein geiler Job sein; so einen 16-silbig bestallten, sicherlich bestens frühpensionsfähigen Laberbackenposten hätte ich auch gern.) wird es ernst. (weiterlesen…)
Dummfrechschwatz
Dienstag, 22. November 2011Vor ein paar Tagen hörte ich im Radio so einen Blockflötenparteiengranatenseckel über den Euro reden.
Der Frager des Staatsfunksenders war recht mutig und fragte nach all unseren Steuergeldern von wegen Griechenland usw.
Da meinte dieser Driebel doch im Ernst, wenn Griechenland “weg” sei, dann sei nachher noch Spanien und Italien und am Schluss dann gar Frankreich “weg”.
Dann, so dieser Halbdackel (es war ein Schwabe), gebe es gar kein Europa mehr. (So etwas kann so einer rausschwätzen, ohne dass man ihn zum Nervenarzt schickt!) (weiterlesen…)
Wer bombardiert endlich mal Ägypten?
Dienstag, 22. November 2011Verdammt beschissener Scherz in der Überschrift, ich weiß.
Aber ich kann angesichts der Libyen-Lügerei nunmal nicht anders.
Hier Neues aus der SZ.
So kommt es aus England.
(Sorry, den Link zum Guardian habe ich oder das System irgendwie versandelt. Finde ihn grade nicht wieder.)
Ägypten hat leider nicht viel Öl.
Nur viele Menschen.
Sonst würde es wohl auch bombardiert.
Wohl dem, der nichts hat, was der Brit braucht.
Kleist steht ewig
Montag, 21. November 2011Eigentlich wollte ich heute ja einen Urlaubstag einlegen.
Keine Chance.
Nicht nur Sohnes wegen, sondern auch, weil heute Kleisttag ist. (weiterlesen…)
Vom Jüngerwerden
Montag, 21. November 2011Ich hatte kürzlich drei bemerkenswerte Begegnungen.
Drei kurz- bis mittelfristig deutlich übers normale Maß hinaus äußerlich Gealterte.
Zwei Männer und eine Frau.
Den beiden Männern, beide einige Monate nicht gesehen habend, sagte ich, dass sie um Jahre älter aussähen, sich aber darum nicht bekümmern möchten, da man im Leben, erfahrungsgemäß, auch wieder jünger werden könne. Ich kennte das.
Bei der Frau – eine wirklich schöne! – , an der mir schon vor Monaten aufgefallen war, da ich sie selten sehe, jetzt wieder, dass ihr Gesicht rapide faltiger wurde, traute ich mich das naturgemäß nicht. (weiterlesen…)
Kleisttag
Montag, 21. November 2011Ich hatte daran gedacht, zum Kleisttag hier wenigstens ein Zitat aus dem Kohlhaas und dem Käthchen einzustellen.
Nein!
Beispiele wären heute ein Hohn auf diesen wirklich Großen!
Heinrich von Kleist wurde im Sinne des deutschen Satzbaus allenfalls von Friedrich Nietzsche übertroffen.
In der Erzählgeschwindigkeit wohl bislang von keinem.
Satire in Fesseln?
Samstag, 19. November 2011Satire darf alles.
Jedenfalls theoretisch.
Sprachverhunzung, die nicht kritischen, erhellenden, belustigenden Zwecken dient, ist allerdings trotz dieses Missstandes scharf zu kritisieren.
Sie dient nämlich allein der Erniedrigung, Verwirrung, Unterdrückung.
Ich weiß, dass viele es schon gar nicht mehr hören können, sich fragen, weshalb ich stur und immer wieder auf dies Thema zurückkomme.
Die lade ich jetzt gerne aus, weiterzulesen. (weiterlesen…)
Vegetarisch korrekte Bolognesesauce
Freitag, 18. November 2011Vor einigen Tagen lief ich – etwas vertrant – durch einen großen Biolebensmittelmarkt, der auch ein paar erschwingliche gute Sachen anbietet.
In einem Sonderpräsentationskorb sah ich denn einige zwanzig Gläser liegen, mit der Aufschrift “Vegetarische Bolognesesauce”.
‘Was soll denn das schon wieder sein?’ (weiterlesen…)
Gewaltbereite in die Bundeswehr?
Freitag, 18. November 2011Die Bundeswehr wirbt.
So allerdings, mit so einem Video solle sie das tunlichst nicht tun: meinen SPD und Grüne. (weiterlesen…)
Mann mit Grundsätzen
Freitag, 18. November 2011Sagte mir mal einer, da es auf sein Mobil kam, seine Frau und sein Auto verleihe er prinzipiell nicht.
Ein Mann mit klaren Grundsätzen.
Fürs Unwas oder gegen das Gegenwas?
Mittwoch, 16. November 2011Heute Nachmittag – indem der Themenkreis mir schon lange und jetzt erst recht ob Stuttgart 21, wo man aus einem Gegen flugs ein Für gemacht hat, um “positiver” zu wirken, im Kopf herumgeistert – wurde ich in einer Netzdiskussion nochmal auf den Komplex der Sprachverneblerei gestoßen, der damit einhergeht, dass man als Lieber und Guter eigentlich nie gegen etwas sei oder sein möge, sondern immer für etwas, also nie negativ.
Siehe auch hier.
Man ist also nicht mehr gegen noch mehr Schuldenmachen, sondern fürs weniger Schuldenmachen, nicht mehr gegen Stuttgart 21, sondern für den Ausstieg aus S 21, für keinen Krieg, anstatt gegen Krieg, für eine Eindämmung höheren Treibhausgasausstoßes, und nicht etwa gegen noch mehr Emissionen usw. usf.
Gegen etwas zu sein, ist nämlich intolerant, kleingeistig, böse. (weiterlesen…)
Verfassungsschützer: Seppelkappenvereine? Politchaotentrupps?
Dienstag, 15. November 2011Angesichts der überaus dubiosen, mehrfach in sich widersprüchlichen Zusammenhänge der jetzt “aufgeklärten” Mordtaten durch thüringische Extremisten, der schier unvorstellbaren Behördenschlamperei, gar fragwürdigen Verwicklungen von “Verfassungschützern” – hier jetzt nicht nur in und mit der NPD, sondern gewaltbereiten Kameradschaften – stellt sich für mich zwingend die Frage, ob es, auch wegen des offenkundigen Kompetenzwirrwarrs zwischen Landes- und Bundesverfassungschutzbehörden, BKA, Staatsschutz usw., nicht endlich an der Zeit ist, diese ganze armselige Ansammlung an Schlapphutveranstaltungen völlig neu zu ordnen.
Teilweise bekommt man nämlich durchaus den Eindruck, dass hier nicht einmal mehr der Bundesinnenminister noch eine Chance hat, irgendwie durchzublicken. (weiterlesen…)
Indikatoren
Dienstag, 15. November 2011Je mehr einen aufs Glatteis zu führen trachten, um desto gewisser der rechte Weg.
Popoppkultur
Sonntag, 13. November 2011“I guess it’s the woman in you that brings out the man in me.”
Diese bemerkenswerte Sentenz entnahm ich gerade einem wohl recht erfolgreichen Pop-Song, bzw. meinem Küchenradio.
Da dachte ich mir wieder, wie weit wohl eine deutsche Combo käme, die da trällerte: “Ich denk mir mal, es ist die Frau in dir, die den Mann in mir rausbringt”. (weiterlesen…)
Wieso Italien?
Sonntag, 13. November 2011Eben las ich, dass “nur zwei” bedeutende Industrieländer eine im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt schlimmere Verschuldungsquote aufwiesen, als Italien.
Nämlich Japan und die USA.
Jetzt fragt sich Klein-Magnus, weshalb Italien derzeit als heftiger Staatspleitenkandidat gehandelt wird, jene anderen beiden aber nicht. (weiterlesen…)
Dichte, Dichter!
Sonntag, 13. November 2011Dichte, Dichter!
Verdichte, was ICH dir sage!
All das, was ich selber nicht sagen kann!
Und zwar genau so, wie ich es gesagt hätte, wenn ich es könnte!
Bald!
Sonst bin ich schwerst beleidigt! (weiterlesen…)
















