Religion als Hohlkugel

Mit der Religion ist es regelhaft noch nicht einmal nur ein Kreuz.

Sondern eine Kugel.

Also, dass alles als gleich weit weg vom Ideal betrachtet wird.

Die Welt als um irgendeinen Mittelpunkt gekrümmte Oberfläche.

Damit, da noch nicht einmal dreidimensional, als eigentlich nichts Seiendes.

Der einzige Unterschied zwischen den gängigen Religionen und dem Nihilismus ist, dass letzterer immerhin ehrlich ist.

Er sagt gleich geradeheraus, dass alles Irdische Tand sei.

Insofern ist er mehr wert, als alle anderen Religionen zusammen.

Ich folge ihm trotzdem nicht.

Denn letztlich verachtet auch er, bis zum Grunde, wie alle anderen seiner Genossen, die Kunst.

Und damit alle Schönheit und Schaffenskraft.

Die Kunst, nicht der Glaube, ist das, was uns erhebt.

Alles andere ist dummes Geschwätz.

Wer hat das eigentlich erfunden, dass man glauben müsse?

Das muss ein erbärmlicher Schwächling oder ein äußerst hintertriebener Schuft gewesen sein.

Vielleicht beides.

Ich nehme den Menschen diesbezüglich kein Wort mehr ab.

Ausflüchte und Lügen, oft auch und gerade gegen sich selbst: Das ist, was ich sehe.

Glaube steht immer gegen die Freiheit.

Schon allein deshalb kann er nichts taugen.

Irgendein imaginiertes Himmelbett über den Härten des Daseins.

Gibt es nicht Schönes auf dieser Welt?

Kann man denn nicht noch viel mehr Schönes schaffen?

Und: Was ist der Tod?

Nein, besser: Was ist nach dem Tode?

Kümmert’s mich?

Was schert mich das, was ich nicht wissen kann?

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2 Antworten zu “Religion als Hohlkugel”

  1. genesis sagt:

    Warte mal ab, du wirst dich noch wundern!

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ genesis

    Über Gottes Groß- und Kleinschreibung?

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