Libyenkrieg und Lügen: Zwischenstand

Während die Umstände des Todes Gaddafis noch nicht restlos geklärt sind, was sie vielleicht auch nie sein werden (Theorien, er lebe noch, geistern bereits durchs Netz: allerdings, was wunder, bei all den Lügen), wurde jetzt immerhin der Sieg über ihn und sein Regime verkündet und gefeiert.

Nüchtern bleibt festzuhalten, dass die NATO wohl über 10 000 Kampfeinsätze fliegen musste (und noch einiges mehr am Boden “regeln”), um die neue Lage herbeizuführen.

Das hieße, dass sie schon bei fünf Getöteten pro Angriff 50 000 Menschen ins Jenseits befördert hätte.

Aber diese 50 000 – oder mehr – Toten hat es schlicht fast nicht gegeben.

Denn es gab ganz einfach keine Bilder.

Die einzigen Bilder, die es unseren Glotzodromen gab, waren solche von Rebellen in Heldenpose.

Nicht auszudenken, was wir zu sehen bekommen hätten, wären solche Angriffe von der russischen oder chinesischen Luftwaffe geflogen worden.

Da hätten die Bildredaktionen lange gerätselt, wie weit man in den Frühabendnachrichten gehen werde, wenn viele der Kinderlein Gottes auch noch gucken.

Und die Schafsmedienjournalisten hätten täglich Schaum vor dem Mund gehabt, wegen all der armen zivilen Opfer, der Frauen und zumal der Kinder.

Und ob das Land wenigstens jetzt halbwegs “befriedet” ist: Ich habe keine Ahnung.

Immerhin einigermaßen glaubwürdig sickert derweil durch, dass die diversen Milizen sich nicht so einfach entwaffnen lassen wollen.

Wer hätte das gedacht.

Ziemlich sicher ist jedoch, dass die Infrastruktur des einst reichsten Landes Afrikas in erheblichem Maße zerstört ist.

Aber wir bekommen nicht einmal Bilder von nicht mehr rauchenden Ruinen.

Keine auch nur etwaige Übersicht, was die angerichteten materiellen Schäden anlangt.

Aber das macht ja auch nichts: Bauaufträge gibt es bald bestimmt genug.

Und wir Deutsche sollen uns natürlich mal wieder schämen, dass wir nicht von Anfang an so richtig mitgebombt haben.

Gut, was soll ich mich darüber ärgern: Schämen müssen wir uns schließlich immer.

Außerdem müssen wir den Briten und Franzosen ja auch mal ein bisschen was gönnen; ersterer Industrie ist kaum noch existent, letzterer nur auf wenigen Gebieten mit der unseren konkurrenzfähig.

Das ist schon ziemlich gemein von uns.

Wir sollten uns was schämen. (Immerhin kriegen die jetzt für die Toten das Öl. Die ganzen Bomben und das Kerosin waren sicher nicht umsonst.)

Ich schweife ein wenig ab.

Aber nur ein wenig.

Es ist alles ein grausamer Schwindel.

(Ergänzende Links)

Wer es aushält, kann hier sehen, wie die Leiche Gaddafis in einem Kühlhaus vor sich hinstinkt und verwest.

Hier der Abwasserkanal, in dem sich Gaddafi kurz vor seinem Ende versteckt haben soll, in der fast völlig zerstörten Stadt Sirte.

Und Russland meckert ein bisschen, weil mit der Hinrichtung Gaddafis das Recht gebrochen worden sei.

Deutschsprachig noch dies, unter anderem mit einem bezeichenden Vergleichsbild der Stadt Misrata.

— Anzeigen —


Tags:

8 Antworten zu “Libyenkrieg und Lügen: Zwischenstand”

  1. Wer einigermaßen noch bei Verstand ist, der wird das Geschehen in Libyen auch so beurteilen müssen.

  2. hans-im-glück sagt:

    Hauptsache wir fühlen uns immernoch wohl, nachdem wir gegen all diesen Wahnsinn nicht laut protestiert haben…

    Aber wer kann sich heutzutage noch Scham leisten…

    Wie wollen wir das alles mal unseren Enkeln erklären…

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ hans-im-glück

    Sollte ich nicht mehr da sein, werden meine Kinder es den Enkeln erzählen.

    Auch, dass ihr Opa da nicht mitgemacht hat: im Gegenteil.

    Und: Ich muss mich nicht schämen.

    Ich protestiere jeden Tag laut.

  4. Erford Erlich sagt:

    @ Magnus und @ alle

    “Ich protestiere jeden Tag laut.”

    Finde ich sehr gut Magnus.

    Aber was nützt das laute Protestieren, wenn man dann z.B. leise wieder seine Unterschrift unter den neu beantragten Personalausweis setzt? Womit man dann zugibt, nur deutsch zu sein, aber der Rest (eine vom ganzen Volk in freier Abstimmung gewählte Verfassung) entfällt und somit seine Zustimmung zu allem was jetzt einfach Unrecht bedeuten muß, damit höchstpersönlich bekundet.

    “Und: Ich muss mich nicht schämen.”

    Schämen muß sich JEDER, der irgendwie beim großen Spiel mitmacht. Und im Grunde, sind das eigentlich doch so gut wie ALLE. Auch wenn sie es selbst nicht gerne wahr haben wollen. Wer traut sich schon wirklich, eine echte Grenze zu ziehen und zu sagen: Schluß, ab hier hört es (bzw. höre ich) jetzt ganz damit auf.

    Nicht mitmachen tut eigentlich nur ein solcher, der begriffen hat, daß es besser ist, nicht mehr ein Teil von dieser Welt inklusive dem System hier zu sein und das auch tatsächlich so durchzieht, mit allen Konsequenzen die dadurch auf ihn zukommen könnten. Und so einer wird immer den ganzen Hass der anderen zu spüren bekommen, aus dem einfachen Grund, weil er anders ist.

    Anders sind z.B. die sogenannten Penner, die Obdachlosen. Wer will schon so sein Leben fristen wie ein solcher Penner? Ich hörte jetzt von einem solchen, der aber auch noch einen Personalausweis mit sich herum trug, daß er jetzt endgültig die Grenze ziehen will, indem er sagte, daß er den jetzt zu verbrennen gedenkt. Ob er es wirklich getan hat, weiß ich nicht. Wenn doch, dann hat er es endgültig geschafft, dem System hier und damit eigentlich auch dieser Welt hier den Rücken zu kehren.

    Solange es noch ein Wenn und Aber gibt, so lange muß man sich auch noch schämen.

    Matthäus 6:24 Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

    Wer jetzt denkt, das betrifft mich nicht, ich bin ja nicht gläubig, der hat sich in Form des Mammons dann aber schon seinen Gott ausgesucht – leider aber den falschen.

    Diese Sätze fielen mir jetzt grad so ein. Man nehme es mir bitte nicht krumm, daß ich sie hier anwendete. Es braucht sich ja niemand davon angesprochen zu fühlen, der es nicht will oder der es nicht so sieht.

    In Libyen sollen Waffen der deutschen Firma Heckler & Koch aufgetaucht sein. Sie wurden nach Angaben der Firma legal nach Ägypten verkauft. Irgendwo in Deutschland sind sie ja angefertigt worden. Wer auch nur als kleiner Angestellter dazu beigetragen hat, ein Schräubchen an so einer Waffe zu befestigen oder jemand, der im Büro dieser Firma seine Arbeit macht, der macht sich meiner Meinung nach genauso schuldig, wenn mit so einer Waffe gemordet worden ist, wie der, der den Abzug der Waffe betätigt hat. Schämen müssen sich praktisch alle. Und immer wieder scheint sich alles zu wiederholen und immer wieder geben Großväter und Großmütter vor, sie hätten ja gar nicht dabei mitgemacht, bzw. sie hätten nur Befehle befolgt oder Vorschriften genügt. Nie will es am Ende jemand tatsächlich gewesen sein, es waren immer nur die anderen, die Böses getan haben.

    hans-im-glück sagte “Aber wer kann sich heutzutage noch Scham leisten…”

    Sich Scham zu leisten, kostet gar nichts. Aber zu seiner eigenen Schuld zu stehen, kostet einem mitunter sehr viel Überwindung.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Erford Erlich

    Ich weiß nicht, ob es verzeihlich ist, dass ich selber nicht als ausweisloser Penner, der nur noch mit Betteln durchkommt, leben will.

    Der lebt dann von den Almosen, die die Leute aus dem System für ihn abzwacken.

    Also auch davon und darin: und macht den anderen noch obendrein ein schlechtes Gewissen.

    Aber ich weiß, dass meine Kinder, wenn ich sie einfach im Stich lasse, ins Waisenhaus kommen.

    Oder in eine Pflegefamilie: die von staatlichen Stellen genau daraufhin herausgesucht sein wird, dass sie konformistische Sch… in sie hineinbläst.

    Das zuzulassen, das wäre unverzeihlich.

    Und: Ich muss mich nicht für jeden Schuft und Mörder schämen.

    Lachhaft.

    Und ich will es auch nicht.

    Einer der Fälle, wo nicht wollen und nicht müssen zusammenfallen.

    Manchmal denke ich wirklich, dass Dir diese Bibel nicht gutgetan hat, nicht guttut.

    Sie scheint Dich nämlich gegen Deine Mitmenschen zu polen: und zwar nicht nur gegen Mörder und Schufte.

    Sondern praktisch gegen jeden.

    Denk mal drüber nach.

    Natürlich nur, wenn Du Lust hast.

  6. [...] … Libyenkrieg und Lügen: Zwischenstand … [Eine Zusammenfassung diverser Fakten und Ungereimtheiten, die klar und sehr treffend aufzeigt, [...]

  7. Erford Erlich sagt:

    @ Magnus

    “Der lebt dann von den Almosen, die die Leute aus dem System für ihn abzwacken.

    Aber ich weiß, dass meine Kinder, wenn ich sie einfach im Stich lasse, ins Waisenhaus kommen.”

    Ich sehe aus deinen Worten nur die Hinwendung zum Mammon und daß aus dir die Angst spricht. Wenn sie dich im Zweiten Weltkrieg zum an die Front gehen gezwungen hätten, um für das damalige Regime andere zu töten, wärst du dann gegangen oder hättest du den weitaus schwereren Weg genommen und wärst zum Deserteur und aktiven Widerstandskämpfer geworden, was womöglich die sofortige Erschießung zur Folge gehabt hätte? Millionen von Deutschen nahmen damals den leichten Weg, viele überlebten den Krieg, bekamen Kinder. Was erzählten sie ihren Enkelkindern, sofern diese sie mal nach ihrer Vergangenheit unter Hitler gefragt haben? Wahrscheinlich redeten sie sich damit heraus, daß es nun einmal nicht anders ging und sie mitmachen mußten, weil sie ja sonst selbst dran gekommen wären. Das zumindest habe ich oft von Älteren gehört, als ich sie gefragt habe. Was lesen wir tiefer da heraus: Die Hinwendung zum Mammon und große Angst.
    Heutzutage läuft zwar ein etwas anderer Krieg in unserem Land (und auch überall sonst), aber im Grunde ist die Situation um die es im Kern geht, trotzdem wieder die gleiche.

    Ja, denk auch du mal darüber nach (“Natürlich nur, wenn Du Lust hast”.). Was mich angeht, ich habe nachgedacht, schon längst.
    Und wer hat überhaupt davon geredet, daß du deine Kinder im Stich lassen sollst? Geht es nicht eher darum, genau das Gegenteil vom im Stich lassen zu tun?
    Was haben alle, die schlußendlich dem System doch die Treue haltenden früher getan, als ihre Enkelkinder im Stich zu lassen?
    Und heute tun es ihre Nachkömmlinge schon wieder, und das Schlimme dabei ist, sie merken es noch nicht einmal selbst mehr. Und wenn sie es doch bemerken, dann haben sie immer eine gute Ausrede parat. Man muß ja schließlich von etwas leben, wobei sie, na klar, nur an die ihnen vom System aufgezwungene Währung denken und eigentlich auch nur an ihr eigenes Wohlergehen. Wobei sie vorgeben, indem sie nicht nur gegen ihre Kinder, sondern auch heuchlerisch im Grunde gegen sich selbst handeln, es auf diese Weise für ihre Kinder tun zu müssen.

    Dies bedeutet aber nur, trotz aller Meckerei, machen sie am Ende doch brav mit, weil es aus ihrer ihnen von Kindesbeinen an beigebrachten Sicht nun einmal gar nicht anders geht. Geht es nicht anders? Gehen ginge es schon anders, nur den Weg konsequent auch für sich und seine Enkelkinder dann zu Ende zu gehen, der wird dann aus heuchlerischen Gründen gescheut.
    Was hast du vor später deinen Enkelkindern zu sagen, wenn sie dich fragen: Du Opa, warum hast du dich damals nur mit Worthülsen gewehrt, als es darum gehen sollte uns alle endgültig in die totale Sklaverei zu schicken?

    Und sie kommen ihrem Ziel immer näher:

    http://kochministrys.wordpress.com/2011/10/25/der-vatikan-will-eine-globale-nwo-finanzuberwachung/

    “Oder in eine Pflegefamilie: die von staatlichen Stellen genau daraufhin herausgesucht sein wird, dass sie konformistische Sch… in sie hineinbläst.”

    Im Kindergarten werden heutige Kinder schon voll getrimmt, zur Opferbereitschaft für das System, in der Schule geht es dann weiter, Schulpflicht ist auch ZWANG, wer sich im Beruf Eigenmächtigkeiten leistet, wird abgemahnt – unser ganzes Leben ist nur auf eins aufgebaut – ZWANG und GELD, an das man ohne Zwang nicht kommt. Jedenfalls normalerweise nicht an soviel, als daß man davon einigermaßen ohne Zwang von außen leben könnte. In einem schönen System leben wir und wir leben darin, weil es jeder einzelne von uns zuläßt, daß sie uns knechten und im Grunde mit uns machen können was sie wollen. Mich hat keiner gefragt, ob ich den Euro wollte, ob ich die EU will, ob ich mich von Gesocks als Regierung bevormunden lassen will, usw.
    Haben sie Dich gefragt? Doch sicherlich nicht. Warum aber hältst du denen dann im Endeffekt trotzdem die Stange und läßt lieber deinen Unmut an mir und meinem Eifer für die Bibel auch zu lesen und sie nicht nur dastehen zu haben aus, wo ich doch nur das sage, was Sache ist?
    Polizisten tun das schon mal auf ihre Art, wenn sie Demonstranten niederknüppeln. Sie haben sich der falschen Obrigkeit oft mit Leib und Seele verschrieben und wissen dann keinen anderen Ausweg um ihr Gewissen nicht an die Oberfläche kommen zu lassen, als zuzuschlagen, wieder und wieder, weil es ihre Vorschriften ihnen genehmigen und weil sie ja schließlich auch von irgendetwas leben müssen. Scheinheilige eben.

    “Sie scheint Dich nämlich gegen Deine Mitmenschen zu polen: und zwar nicht nur gegen Mörder und Schufte.”

    Ich kann gut verstehen, warum du die Bibel und die Wahrheit in ihr nicht magst.

    Ich habe in meinem Leben Menschen getroffen und Erfahrungen machen müssen, die mir deutlichst gezeigt haben, daß andersartige Mörder und Schufte, sich nur hinter Masken, Vorschriften und sogar unter weißen, sauberen Kitteln verbergen. Eigentlich sind das dann sogar die schlimmeren Mörder und Schufte, weil sie etwas vorgeben zu sein, was sie gar nicht sind. Scheinheilige sozusagen.

    “Also auch davon und darin: und macht den anderen noch obendrein ein schlechtes Gewissen.”

    Wenn jemand sich selbst nichts vorzuwerfen braucht und er auf dem richtigen Weg ist, welchem anderen sollte es dann gelingen, ihm ein schlechtes Gewissen einzureden?
    Ich hatte ja geschrieben, wer es anders sieht, der braucht sich von meinen Worten nicht angesprochen zu fühlen.

    “Sondern praktisch gegen jeden.”

    Und? JEDER von uns ist ja auch mitschuldig an dem was läuft und was mal die Zukunft für unsere Enkelkinder werden soll.

    “Ich weiß nicht, ob es verzeihlich ist, dass ich selber nicht als ausweisloser Penner, der nur noch mit Betteln durchkommt, leben will.”

    Schon mal hiervon etwas gehört oder gelesen:

    http://staseve.wordpress.com/2011/10/25/das-gespenst-der-wahrheit-ist-zuruck-politiker-belugen-die-burger-das-die-balken-sich-biegen/

    Wer sich einen Personalausweis ausstellen läßt, der darf sich auch nicht wundern, daß er wie Personal, d.h. eher wie ein Sklave oder Kriegsgefangene behandelt wird.
    Z.B. machte die Firma BRD Finanz GmbH mit ihrem männlichen Personal 60 Jahre lang (allgemeine Wehrpflicht) das, was sie wollte, inklusive perverser Doktorspielchen. Dabei hieß es für die Zukunft nach dem Krieg mal ganz anders. Wurden wir gefragt, ob wir da mitmachen wollen? Ich wüßte nicht.
    Jetzt konnten sie das mit der Wehrpflicht sein lassen, weil sie schon ein “besseres” Programm für ihre Sklaven für die Zukunft haben. Und sie sind ihrem Hauptziel nun sehr nahe.

    Ich halte mich für richtig gepolt, aber immer wieder stelle ich mit höchstem Bedauern fest, daß meine Mitmenschen, Verzeihung dafür, größtenteils und letzen Endes doch nur Arschkriecher sind. Wie schon gesagt, es muß sich ja keiner direkt angesprochen fühlen.

    Hiermit beende ich nun wirklich gänzlich meine Kommentarschreiberei im Internet. Denn auch das Internet gehört zum System und dieses kotzt mich nur noch an.
    Wer nun denkt, aber selbst hat er auch Internet, der hat sich getäuscht, denn das habe ich nicht und ich selbst werde so einen Anschluß für mich auch nie beantragen.

    Schönen Tag noch

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Erford Erlich

    Nun, dann hast Du bislang halt eines anderen Netzanschluss benutzt.

    Den irgendeines Mammonisten und Systemarschlochs.

    Das so blöde bzw. hinterlistig war, ihn Dir zur Verfügung zu stellen.

    An Deiner Bibel (Deinen Bibeln), die man Dir geschenkt hat oder die Du ewarbst, hat wahrscheinlich auch noch so ein mieser Blutsauger von Drucker was verdient, der Staplerfahrer, der die Paletten herumfuhr, der Packer, der Papier- und Kartonlieferant usw.: Und schließlich vielleicht noch irgendein schmieriger ungläubiger Buchhändler.

    Oder hast Du sie in der Bibliothek oder bei einem Glaubensbruder eigenhändig abgeschrieben?

    Das Papier aus Deinen selbstgezogenen Pappeln hergestellt, die Tinte aus Deinem Fischweiher geschöpft?

    Und derjenige, der Jesus Sandalen und Wams schenkte, wie konnte er das?

    Deine Gedanken, Deine Vorstellungen sind inzwischen wahnhaft übersteigert und führen in den Abgrund.

    Und, da dies meine letzte Gegenrede sein wird, wenn Du Wort hältst und nichts mehr sagst: Inzwischen treibt Dich der Hass.

    Der gegen Dich selbst und alle anderen (von einer Ausnahme hörte ich jedenfalls nichts; sollte es eine oder auch ein paar geben, dann sind es eben fast alle anderen).

    Ich wünsche Dir, dass Du spätestens kurz vor dem Absturz innehältst.

    Einen Engel, der Dich noch rechtzeitig zur Vernunft bringt, kann ich Dir leider recht wahrscheinlich nicht schicken.

    Es sei denn, Du erkennst ihn in dieser Rede.

    LG

    Magnus

Eine Antwort hinterlassen