“Bad News is Good News” (Spinndoktoren / Pöblizität)

Der im Titel angesprochene Vermarktungsleitspruch (germano-sorry, dass ich nicht Marketing-Slogan hinschrieb) ist reichlich zynisch, aber eben nicht grundfalsch.

Man bekommt “Publicity” (Pöblizität): egal wie.

Den Preis dafür zahlt der Werber (Marketingexperte) dann ja in der Regel nicht selber.

So gibt es denn ganze Radauagenturen, die sich auf derlei wenigstens teilweise spezialisiert haben.

Gewaltig stinken, damit möglichst viele es riechen, sozusagen.

Abgesehen von den negativen Aspekten, die damit zweifellos einhergehen, amüsiert mich das oft.

Da sitzen gutbezahlte Leute, nicht selten mächtig angekifft und angesoffen (und wasweißichwas noch), um einen Tisch und machen sich exquisit Gedanken darüber, wie sie die Leute megaschräg anmachen und nebenher auch noch unsere Sprache verhunzen könnten.

Oder auch umgekehrt.

Das macht keinen Unterschied.

Nach zwanzig Joints und dreißig Gin-Tonics kommt manchmal sogar etwas Lustiges dabei heraus.

So gesehen sind mir derlei Leute allemal noch lieber, als die echten, die üblen, die politischen Spinndoktoren.

Die hählingen Begriffsverdreher zwecks Krieg und Enteignung.

Die sind verbal kielzuholen.

— Anzeigen —


Tags: ,

2 Antworten zu ““Bad News is Good News” (Spinndoktoren / Pöblizität)”

  1. Cornel sagt:

    Ich weiss nicht so recht ob die mir lieber sind. Wenngleich da und dort auch mal etwas wahrhaft kreatives erspriesst.
    Sind sie nicht die, die uns seit Jahrzehnten intensiv Halbwahrheiten, Lügen und absurden Lebensstil eintrichtern (wollen)? Die Stufe eins der Verblödung, das geht dann Hand in Hand mit dem was die echten Spinndoktoren wollen: Das wir den süssen Wohlgeruch des Jasmin nicht mehr vom faulig-fäkalen Gestank der politischen Lüge unterscheiden können.
    Sogesehen sind DIE Werber für mich der Bernardo Gui der Publicitas.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Cornel

    Klar kommt auch von denen jeder Dreck.

    Zumal Gender-Dreck.

Eine Antwort hinterlassen