Wer auch immer keine Lust hat, die Schulden anderer Euro-Länder zu bezahlen – der Lissabonner Vertrag sah vor, dass dies ausgeschlossen sei – , wird in großen Teilen der Schafspresse als “antieuropäisch” gehandelt.
Und das ist böse, denn Europa ist gut.
Ebenso ist ein Menschenfeind, wer einen “humanitären” Einsatz zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen ablehnte, Bomber in der eigens für sie eingerichteten “Flugverbotszone”, mit dem offiziellen Ergebnis von bislang 50 000 Toten.
Wir kennen diesen Orwellschen Neusprech inzwischen.
Wer sich nicht ausplündern lassen will, ist ein nationalistisches Schwein, und wer keinen Krieg will ein zynischer Menschenverächter.
Nur zwei Beispiele.
Weshalb aber lassen wir uns das bieten?
Weshalb lassen wir uns täglich in derart infamer Weise beschimpfen?
Oder andersherum: Was können wir gegen derlei Räuber- und Mörderspießgesellenpropaganda unternehmen, außer sie hier und auf anderen Blogs im Weltnetz anzuprangern?
Zunächst sollten wir die Erzeugnisse der Schafspresse nicht kaufen: so viel ist klar.
Das wird aber so schnell nicht reichen.
Deren Auflagen sinken nämlich schon seit Jahren, und es hat sich nichts gebessert.
Im Gegenteil: Schamloser als zum Libyen-Krieg hat man es selten getrieben.
Ich rege in diesem Zusammenhang mindestens einmal ein erstes Buchprojekt an.
Eines, das sich weniger – allenfalls untermauernd – auf die glatten Lügen stürzt, die die Schafsmedien uns tagaus tagein servieren, auch nicht auf deren sagenhafte Verschleierungen und systematische Unterdrückung von den Mächtigen nicht genehmen Informationen.
Da gibt es durchaus schon beachtliche Publikationen (womit ich nicht meine, dass es schon genug davon gäbe).
Einen Sammelband nämlich, der sich so weit als möglich auf die angewandten Elemente, die Losungen und semantischen Netze dieser schwarzen Propaganda konzentriert.
Ein erstes Handbuch sozusagen, das in Dünndruck herausgegeben, damit es zur jederzeitigen Anwendung an jedem Ort in jede Jackentasche passt.
In dem die fähigsten Autoren in einer Sprache, die jeder Laie versteht, zusammentragen und auseinandernehmen, was die Schafspresse ständig begrifflich verbricht.
Einen schonungslosen, dabei gut und kurzweilig zu lesenden sprachwissenschaftlichen Frontalangriff auf die gnadenlose Falschmünzerei der Schafsmedien.
Ein Schwarzbuch der Schafsmedien.
Eines, das der Schafsmedienjournalist schließlich heimlich auf dem Abtritt liest, wenigstens, um zu wissen, inwieweit sein Wirken erkannt und öffentlich geworden ist.
So hart, klar und deutlich, dass er sich hinterher an seinem Schreibtisch den Kaffee über die Hose schüttet.
Die Entlarvung, das Auffliegen unzähliger faustdicker Lügen hat bislang wenig gebracht.
Man lacht nur, und macht noch einen Krieg.
Wir müssen daher an den Kern der Dinge heran: an die verdrehten Begriffe, die semantischen Netze, das Wesen der psychologischen Kriegsführung selbst.
Ich habe schon eine Vorstellung, wie das Werk strukturell aufgebaut werden könnte.
Haben Sie Ideen und Vorschläge?
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Tags: Schafsmedien, Schafspresse, Schwarzbuch, Schwarzbuch Mediensprache, Schwarzbuch Presse & Medien
















Schwarzbuch des Schafsmedien. Das scheint mir ein ambitiöses – und sinnvolles – Projekt.
Gerade über das Medium Wort ist Massenmanipulation extrem perfektioniert worden. Du bist hier zwar doch eher der Experte als ich, aber ich empfinde die Sprache als beachtliche Magie.
In diesem Zusammenhang: Wer trägt eigentlich die Neue Weltordnung in die Welt hinaus? Wer wird freundlicherweise zum Sprachrohr der Elite?
Wir. Ich merke bei mir selbst, wie ich zu einigem, dass ich Geschrieben habe, nur begrenzt stehen kann. Wo hört Wachrütteln auf und fängt naive Propanda für das vermeintlich Bekämpfte an?
Die (naiven?) Meister der Dialektik sind aber die Antikonspirationshelden ala AJ, JA, Icke und mannigfaltige Konsorten (…). Sie geben vor, etwas zu bekämpfen und glauben wohl auch teils daran. In Wirklichkeit sind sie gefangen, gekauft oder (wer weiss) beides in ihrem Angstmachsumpf aus WWIII, NWO und Endzeitpanik.
So soll man frei werden? Die Elite lacht sich wohl den Bauch krumm…
Ich würde mir wünschen, ich könnte lernen, Sprache in ihren wahren Kern zu zerlegen. Wünsche mir, die Manipulation zu durchschauen. Die abgedroschenen Kontrollmechanismen nicht erst beim 2. Blick zu erkennen. Autonom zu werden, was wortgebundene Kommunikation betrifft.
Die Magie des Wortes zu durchschauen!
@ Armin
Mir gehn die ganzen Angstmacher auch gewaltig auf den Sack.
Ob sie wissentlich oder unwissentlich das Geschäft bestimmter Leute betreiben, ist mir da fast egal.
Schwarzbuch Presse&Medien halte ich für sinnvoller, da die Menschen dort abgeholt werden müssen, wo sie sich befinden, will man sie erreichen. Meine Email haben Sie, Ideen habe ich und bin gerne mit dabei.
@ Josch
Die Email habe ich leider nicht gefunden, bitte probieren Sie es nochmal.
Zu Ihrem Einwand wegen des Titels.
Dieser ist berechtigt.
Ob “Schwarzbuch Presse & Medien” (ich setzte die beiden Leerzeichen) schon die beste Lösung ist, da bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Sehr wahrscheinlich aus dem von Ihnen genannten Grunde aber besser als mein Arbeitstitel. Danke!
@ Josch
Ich habe nochmal nachgedacht.
“Schwarzbuch Presse & Medien” ist etwas pleonastisch, da die Presse ja einen erheblichen Teil der Medien ausmachen.
Ich bin jetzt auf “Schwarzbuch Mediensprache” gekommen.