Eurodemo Stuttgart

Der Wettergott spielte mit, und viele Stuttgarter staunten nicht schlecht.

Bericht, Bilder und Videos von der gestrigen Kundgebung wider den Euro-Rettungswahnsinn hier.

Ja, viele staunten nicht schlecht, dass da doch ein paar hundert Menschen gegen ihre Enteignung und die finale Zerstörung unserer Demokratie protestierten.

Besonders aber fiel mir auf, verwunderte mich, dass viele Passanten und Kaffeehausbesucher mehr oder weniger scheel oder verlegen grinsten.

Was mag da wohl alles dahintergesteckt haben?

Übersprungshandeln?

Peinliches Berührtsein, das sich so ein Ventil schuf?

Hochmütiges Mitleiden?

Überspielen des eigenen schlechten Gewissens, nicht zu den Teilnehmern zu gehören?

Völliges Unverständnis?

Jedenfalls war gestern aus einem ursprünglichen Häuflein von 30-40 Hanseln, die beim ersten Mal dabeigewesen waren, schon ein längerer Zug geworden.

Kommen das nächste Mal 5000, so wird wohl manches Grinsen auf manchem Schwabengesichte in sich ersterben.

Und ernsthaftem Nachdenken platzmachen.

— Anzeigen —

Diesen Beitrag mit Anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Technorati
  • MySpace
  • LinkedIn
  • Webnews
  • Wikio DE

Tags:

4 Antworten zu “Eurodemo Stuttgart”

  1. Erford Erlich sagt:

    “Und ernsthaftem Nachdenken platzmachen.”

    Dass wir uns da mal von den Normalbürgern nicht zu viel erhoffen.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Erford Erlich

    Ja, mit dem Hoffen ist das schon so eine Sache.

    Ich war auch schon lange nicht mehr als Teilnehmer auf einer Demo, weiß aber vom Zugucken, dass kaum einer so dumm dahergrinst, wenn es gegen Stuttgart 21 geht.

    Leute, die gegen einen Bahnhof protestieren, scheinen bislang noch für viele als ernstzunehmender zu gelten, als solche, die nicht wollen, dass das ganze Land den Bach runtergeht.

    Ob sich das so bald ändern wird, weiß ich auch nicht vorherzusagen.

    Ich setze aber mal einfach drauf.

  3. Schmalhans sagt:

    Erford Erlich sagt:
    18. September 2011 um 13:33

    “Und ernsthaftem Nachdenken platzmachen.”

    Dass wir uns da mal von den Normalbürgern nicht zu viel erhoffen.

    Wer mit den Öffentlich-Rechtlichen hinter der letzen Reihe im Dreck sitzt und statt Substanziellem eher “Schwein sucht Bauers Frau” guckt, wird wohl kaum erfahren, was in diesem Land (seit über 60 Jahren) wirklich los ist.

    Und der informationelle Beschiss ist nur eines der Geheimnisse!

    Wer die Informationen kontrolliert, die die Meisten erhalten, bestimmt deren Weltbild und kann so deren Entscheidungen programmieren.

  4. Souveraen » EURO-kritische Bürger zeigen Präsenz sagt:

    [...] zu fin­den. Und ganz unge­niert macht sich Magnus Göl­ler unzen­sierte Gedan­ken auf sei­nem Zeitgeist-Blog, vor allem über die ver­däch­tige Pas­si­vi­tät der Masse, der ein Pro­vinz­bahn­hof [...]

Eine Antwort hinterlassen