Schwaben als Rasse (II)

Da der Schwabe weder am Phänotypus zu erkennen ist, ja noch nicht einmal in einer Vollgenomanalyse zweifelsfrei zu bestimmen, bleibt zur eindeutigen Feststellung seiner Rassenzugehörigkeit eigentlich nur die Mundart.

Es sei denn, der mundartferne Schwabe kann zwei schwäbische Elternteile nachweisen.

Die Schwaben sind so gesehen weitestgehend eine Schwätzrasse.

Es sei denn natürlich, man ließe auch Nichtschwaben sich unter das Schwabenrassendach flüchten, die vermeintlich typisch schwäbische soziologische und individualpsychologische Eigenschaften mitbringen, sodass, salopp ausgedrückt, jeder Hutsimpel ein Schwabe werden könnte.

Viel wichtiger aber: Die Erfassung der Schwaben als Rasse wird revolutionäre Auswirkungen haben.

Denn die Antidiskriminierungsgesetze werden bald nicht nur jede Kritik am Schwabentum juristisch sehr waghalsig machen, um wie viel mehr jede Art Spott oder Herabsetzung, sondern werden sich fraglos auch Alemannen, Franken, Hessen, Sachsen, Bajuwaren und andere ihren Rassenstatus verschaffen, so dass überhaupt keiner über überhaupt keinen mehr spotten oder Witze reißen darf.

Damit wäre denn auch das Ärgernis der Fasnacht bzw. des Karnevals wie von selbst aus der Welt, denn auch Kölner und Düsseldorfer und Mainzer und Wiesbadener hätten einander und der Republik schlicht nichts mehr zu sagen.

Unzählige sinnlos Besoffene und versehentlich Geschwängerte weniger.

Wie viele autochtone Rassen brauchen wir also, damit sich in der Republik jeder diskriminiert fühlen kann, wann er will?

Ich denke, wir sollten mit höchstens zwölf oder dreizehn auskommen können.

Im Falle Kölns, Hamburgs und Berlins wäre noch über ein Stadtrassenstatut nachzudenken.

Darüber sollte nach Einführung, Bestätigung und Anerkennung der Grundrassen der Deutsche Rassenrat mit Zweidrittelmehrheit entscheiden.

Man wird uns Schwaben auf ewig dafür achten, dass wir die innerdeutsche Rassenfrage aufs Tableau gebracht und dauerhaft gelöst haben.

Nie mehr wird ein Deutscher einen anderen wegen seiner Rassenzugehörigkeit beschimpfen oder diskriminieren, ihn verspotten, herabsetzen, über ihn herziehen, Possen reißen, herumstänkern, schräge Witze über ihn erzählen, seinen Dialekt verhunzt nachäffen, dessen Kleingeist, Dusseligkeit, mürrischer und grober Art Erwähnung tun, nein, nur des ewigen Lobes aller Bajuwaren, Hessen, Schwaben, Sachsen usw. wird der stolze Franke landauf landab gesichtet werden, als wäre dies schon immer sein Wesen gewesen.

Gleichzeitig schaffen wir in unserem schönen Vaterlande damit wie automatisch auch die Idiotie mit ab.

Dadurch, dass jeder Idiot unter Rassenschutz steht, kann er auch nicht mehr als solcher identifiziert werden; und was man nicht mehr identifizieren kann, das ist gewissermaßen weg.

Und das ist überdies auch sehr gerecht.

Denn so muss sich jede Rasse, ohne Einmischung von außen, um ihre volksstatistisch gesehen nicht mehr vorhandenen Idioten selber kümmern.

So hat man dann einfach wieder kleinräumig seinen Gülle Karle, seinen Fisch Kalle, seinen Bier Schorsch, die Mist Maike, den Kohlen Tünnes, den Steinbruch Hans, die Kino Bine usw.

Und kann all die Energie, die rassenübergriffig zuvor verschwendet ward, jetzt genau auf die Betreuung dieser Rassenmitglieder, die noch nicht ihr ganzes Potential zu entfalten vermochten und dahingehend auch nicht gefördert wurden, verwendet werden.

Wir stehen kurz vor dem Rassenparadies.

Made in Suebia.

— Anzeigen —


Tags: ,

Eine Antwort hinterlassen