Heimerle am Herd

Irgendsoeine CDU-Tante, die jetzt irgendwo regieren darf, erklärte irgendwo in den letzten Tagen, sie sei selbst eine Quotenfrau und moderne Familienpolitik sei eben nicht mehr aufs “Heimchen am Herd” ausgerichtet.

Wohl eher für Heimis am Herd.

Denn ihr Mann hat, auf seine Karriere verzichtend, ihre drei Kinder großgezogen.

Also als Heimi oder Heimerle am Herd.

Es ist schon ein merkwürdiger Paradigmenwechsel: Waren Sprüche wie “Heimchen am Herd” konservativerseits vor wenigen Jahren noch linksfrauenfeindlich wider die brave Hausfrau und Mutter gerichtet schwerst verpönt, so tönt es jetzt aus den eigenen Reihen also.

Und niemand fällt der Dame in den Arm, deutlich ins Wort, dahingehend, was für eine unterirdische rückhändige Bosheit und Verächtlichmachung gegenüber Müttern, die ihre Kinder selber großbringen wollen, sie damit loslässt, gleichzeitig von einer analogen Rolle ihres Ehemannes profitiert habend.

Es ist schweinedreist, was sie sagt, aber von den diesbezüglich linkeren Linken, also jenen, linker als die CDU, ist eben auch kein Widerspruch zu erwarten.

Leuten mit wenig Kohle – deren arbeitenden Teil sie wortreich beklagt – , meint sie, dass man ohnehin die Kinder wenigstens teilweise abnehmen solle, auf dass diese nicht nur im Prekariat aufwüchsen.

Keck ist sie, die Dame, und die Unionsgranden haben vor ihren losen Reden die Hosen voll, denn des Mordiogeschreis aus den Linksblockflöten dürfen sie gewiss sein, sollten sie sich wider die Aussagen jener mit dem Heimerle positionieren.

Dass auf die Kanzlerin in solchen Fragen im Zweifel nichts zu geben ist, wie auch auf Worte des Bundespräsidenten, ist allen klar; vielleicht hofft man in Teilen der Union auf eine Graswurzel-Hausfrauenbewegung, der man sich dann schrittweise wie opportun anschließen kann.

Allerdings, lärmende Hausfrauen mit Pfannen, wie in Argentinien, nur deutsch, denen die Opus-Dei-Fraktion, ein paar Provokateure, Redakteure der Neurechten, der Mossadlinge und der NPD in ungeordneter Struktur hinterherliefen, dieses Szenario hat man wohl noch nicht, oder wenn, dann nicht gerne, auf dem Bildschirm.

Es ist ein Generalangriff auf alle Frauen.

Von deren Seite, zumal Müttern, bislang wenig an Protest sich artikuliert.

Von den Schafsmedien können sie sich allerdings wenig an Schützenhilfe erwarten, denn auch die dort akkreditierten Frauen arbeiten genderprogrammgemäß.

Es geht um nicht weniger als die Entmündigung der Eltern, ihre Brut soll, wenn sie nicht bestens flüssig, frühestmöglich eine Beute des liberalen Sozialstaates werden, und die Leute sollen sich daran gewöhnen.

Schritt um Schritt die Kinder weg.

Ja, und damit ist auch das Denunziantentum auf dem Vormarsch.

Jeder, der es selber mit seinen Kindern nicht hinbringt oder gleich keine hingebracht hat, kann einen anderen, ob in Not oder nicht, nach Lust und Laune verpfeifen, und flugs stehen Polizei und Amt vor der Türe.

Wo bleiben die Frauen?

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5 Antworten zu “Heimerle am Herd”

  1. Tester sagt:

    Frauen? Du meinst wohl diese Aggro-Machos in Hosen die zufällig weibliche Geschlechtsmerkmale haben? Die richtigen Frauen sind längst ausgestorben, wenn man die 2-3% außen vor läßt, die sich noch in ein paar dunklen Ecken verstecken.

  2. Tester sagt:

    Ach und Denunziantentum ist heute überholt, wozu gibt es denn Facebook und co…

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Tester

    Als erstes zum letzten: Das gezielte Denunziantentum ist keineswegs überholt, sondern feiert eben in diesem Zusammenhange urständ.

    Zu den “Aggro-Machos” mit zufällig weiblichen Geschlechtsmerkmalen: Ich meine, dass die meisten, die Du so bezeichnest, noch gar nicht gemerkt haben, wie sie gegen sich selbst gerichtet werden.

    Das mag sich ändern.

  4. Tester sagt:

    Die merken zumindest dass ihnen etwas fehlt, dass sie unglücklich und hohl sind und versuchen das durch falsche Sachen zu kompensieren, was am Ende noch mehr zu der Misere beiträgt.

    Und dann heulen vor allem die Ultra-Emanzen an jeder Ecke, natürlich sind dann die pösen, pösen Männer an allem schuld:

    http://women.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/women/article3283690.ece

    “Men are like eggs. They must hatch or go bad.”

    Ach die armen Luxus-Feministinnen… stell dir vor, es gibt nicht genug perfekte Millionäre für jede mittelmäßige möchtegern-Prinzessin, die sich (natürlich völlig unbegründet) für das Beste seit geschnitten Brot hält. Soooo ungerecht, mir kommen die Tränen.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Tester

    Bei dem von Dir verlinkten Artikel kommen einem wahrlich die Tränen.

    All die Londoner Mittdreißigerschnösel wollen die Journalistentante allenfalls vögeln, oft nicht einmal das, und vor allem nichts Ernstes mit ihr, weil es solche Jungsmänner sind, seit ihrem 25. im Rückschritt zum Knaben.

    Und die meisten waren schon in Therapie, was natürlich nichts brachte, sabbern wie die Babys, man müsste ihnen ein Lätzchen umbinden.

    Eine tragikomische Posse, die die Kolumnistin da auflegt.

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