Libyenkrieg: Im Schatten der Schafsmedien

Ich habe keine rechte Ahnung, welche “legitime Vertretung des libyschen Volkes” auch die Bundesregierung da inzwischen auf welcher Grundlage anerkannt hat.

Vor ein paar Tagen hat der Chief seine ganze Bande entlassen, das bekam ich in den Schafsmedien mit.

Und er will Geld und Flugzeuge von uns und hat schon einen Emissär ausgesandt.

Von den zivilen Toten aufgrund der NATO-Luftangriffe erfahren wir praktisch gar nichts.

Auch sonst keine Opferzahlen.

Allenfalls sickern Behauptungen der Gaddafi-Seite durch, die als Propaganda abgetan werden.

Ein Krieg im Schafsmedienschatten.

Mit Sicherheit deduzieren kann man nur, indem noch nicht einmal der Einsatz bzw. Nichteinsatz von Uranmunition nachgewiesen wurde, dass der Krieg bislang nicht den von den NATO-Angreifern gewünschten Verlauf nimmt.

Und dass der Rückhalt für Gaddafi in der Bevölkerung Westlibyens nach wie vor sehr stark sein muss.

Und dass die Chinesen erstmal ihre Sachen packen mussten.

Und man darf vermuten, dass Deutschland den armen Verbündeten mit Munition und allerlei anderem tatkräftig aushilft.

Was für ein Sammelsurium an Glücksrittern allerdings dieser Nationale Übergangsrat darstellt, inwieweit dieser überhaupt die Bevölkerung Ostlibyens in ihren Interessen abbildet, ob da nicht schon der nächste Shoot-Out wartet, wenn der Kuchen verteilt wird?

Auf Deutsch: Haben die westlichen Dienste diesen Haufen am Ende wirklich so im Griff, wie ihnen genehm?

Auch hier: bislang wohl eher nicht.

Denn sonst kämen die Erfolgsmeldungen über Reuters & Cie am Fließband herein.

Einfach so, über Nacht aus dem Schafsmedienschatten gezogen.

Oh, ich sehe gerade, die “Rebellen” sollen vorrücken…

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5 Antworten zu “Libyenkrieg: Im Schatten der Schafsmedien”

  1. Armin sagt:

    Eben, “Brot und Spiele braucht das Volk”. Zurzeit werden wir vom von Ungereimtheiten und FM Verschleierung nur so gespickten Breivik Fall, der Riesen-EU-USA-Wirtschafts-Rating-Währung-Schulden Krise, Millionenprotesten und Armenrevolten und zig anderen “Events” von DSK über Murdoch zu Bin Laden Show effektiv davon abgehalten, uns auch nur ein Wenig auf Lybien zu fokussieren.

    Und die Medien zementieren das mit einseitiger Berichterstattung oder gar nicht Berichterstattung, so ganz im (totalitären) Sinn: “Nichts zu sehen, weiterlaufen!”

    Der ganze arabische Frühling auf Abwegen im Chaos versunken, Militärregierung in Aegypten, kein Geld mehr für das Elementarste in Tunesien, von dem Blutberg in Syrien ganz zu schweigen wird dann noch mehr zu so einem unbedeutenden Nebenschauplatz, dass man sich in Grund und Boden schämen muss.

    Menschenrechte – gestrichen, ausgesetzt und totalvergessen…

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Inzwischen kann man einen Krieg medial nebenbei führen.

  3. Armin sagt:

    @Magnus Wolf Göller
    Was kann man heute nicht? Das perfekte System…

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Ja, was kann man heute nicht?

    Nun, beispielsweise wird es hier schwerfallen, die Nichtberichterstattung der Schafsmedien dem Zufalle zuzuweisen oder irgend griffig schönzureden.

    Ich mache mal die Probe aufs Exempel.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ alle

    Immer noch keiner da.

    Wird wohl Fehlanzeige bleiben.

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