Vom Licht der Ostsee

Die Lichterscheinungen an der Ostsee sind unvergleichlich.

Die Sonnenaufgänge bringen oft noch bizarrere Töne in allen Blau- und Rottönen, vom Weiß übers Grau bis hin zu schwarzen stehenden zopfartigen Säulenwolken: Gestern Abend sah es aus, als ergössen sich Lavaströme ins Meer, als eine tiefliegende dünne, aber dichte blauschwarze Wolkenschicht von der daruntergegangenen Sonne angestrahlt wurde.

Alle Arten merkwürdiger Wolken, schnurförmig unterbrochene, scharf lanzettförmige, weiß in pechschwarze walförmig übers Meer kriechende, rauchwolkenartige…: Kurzum, eine Vielfalt des Lichts, wie ich es von der Nordsee nicht kenne.

Und auf der Nordsee habe ich immerhin mal nachts bei regnerischem, verhangenem Wetter eine halbe Stunde lang eine riesige exakte vierstrahlige Lichtpyramide sehen dürfen, indem der Vollmond also lange dergestalt durchschien, dass das wundersame Phänomen auftrat.

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Eine Antwort zu “Vom Licht der Ostsee”

  1. Cornel sagt:

    Lieber Magnus

    Zeitgeist! Das ostsee’sche Wetterphänomen wäre zumindest ein Jotpeg oder Png wert gewesen. Oder gar ein empegvier Video?
    In Blitzesschnelle per Knopfdruck auf den Chip gespeichert und mit Blutuf übertragen. Fettich.

    Abgesehen davon; das hat sicher toll ausgesehen.

    Gestern. Frost. Es hat geschneit. Wenig, aber viel für hier.
    Heftige Böen hatten reichlich Staub und Vulkanasche hoch aufgewirbelt, kurz vor Sonnenuntergang wurde der Himmel dadurch in ein exquisites und dreidimensionales Orange gehüllt, das, desto tiefer die Sonne stand, immer intensiver wurde.
    Die Staubnebel die das Licht reflektierten. liessen den Eindruck aufkommen in mitten einer gigantischen, nebulösen Aprikose zu sitzen. Eine fast kitschige Farbintensität, wie bei einem Hiroshige Druck. Das Spektakel schloss mit herrlichem “Deep Purple”, einige Minuten nach dem die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war

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