Wir benötigen zweifellos eine andere Geldordnung.
Dass diese nicht auf Gold basieren kann, habe ich bereits aufgezeigt.
Hier ein Artikel dazu, auf Heinrich Färbers Ansätzen aufbauend (dessen Originalschriften ich mir leider noch nicht besorgt und gelesen habe).
Ich will aber schonmal darauf hinweisen.
Er nennt sein System “Ergokratie”: Also eine Geldordnung nach Leistung.
Vom Grunde her meines Erachtens der vernünftigste Ansatz.
Denn auch ein “Referenz-Warenkorb”, bestehend aus Edelmetallen und allerlei Rohstoffen, der Evaluierung von Ländereien usw. überzeugt mich bislang nicht.
Sollte allerdings jemand hier Ideen dazu einbringen wollen (zumal auch Färbers Konzept konzis erklären können), so wäre das selbstverständlich höchlich willkommen.
Gerne auch in Form eines umfässlichen Gastbeitrages.
Wir müssen endlich darüber nachdenken (die sogenannte “Tobin-Tax” ist auch ein Ansatz), wie wir dieses Wahnsinnssystem durch ein vernünftigeres ersetzen.
Von den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten haben wir dabei wohl wenig zu erwarten.
Denn dort wird die Schuldknechtschaft als urerstes Dogma gelehrt.
Man soll, will und darf dort gar nicht anders denken.
Da können noch dreißig Länder pleite gehen, damit wenige sich dabei die Taschen füllen.
Tags: Schuldknechtschaft





















Ich zitiere mal von antiferengi.de (die Seite dürfte dir übrigens auch gefallen, klare Empfehlung):
“Nr.#626 Die Bürgergesellschaft.
Satirebürgers wirre Gedanken während des Erbrechens gutbürgerlicher Speisen,
nach dem Lesen gutbürgerlicher Zeitungen.
Der Eurobürger erklärte dem Mutbürger, dass er ein Wutbürger sei. Woraufhin mancher durch Lesen der maßregelenden Erzeugnisse von Zeitungsbürgern, plötzlich glaubte zum Vernunfts- oder gar Intelligenzbürger geworden zu sein, weil ihm der Schambürger an den Stolzbürger und den staatlich konformierten Bildungsbürger ging. Artig Folge leistend, wurde der neu gezeugte Spaltbürger wieder zum optimierten Leistungs- und Normalbürger, der sich als Hutbürger dem Politbürger und dessen Würgern ergab, - bevor man ihn noch als Resignations- oder gar Neidbürger bezeichnen würde.
Der Soziobürger erklärte daraufhin dem Wirtschaftsbürger, dass man eine wunderbare Möglichkeit gefunden hatte, im Bierbürger den Tierbürger zu wecken. Man reduziert einfach alle sinngemäßen Aussagen und Begrifflichkeiten durch Kopplung der gewünschten Eigenschaft mit dem Substantiv der bürgerlichen Selbstbeweihräucherung. Und mit ein wenig negativer Konnotation hat man dann;
“Sitz, Platz, Bei Fuß….. vor dem Bürgertum des Eigentums des Profitbürgers”, - der dem Freiheitsbürger sagt, - wo´s lang geht.
Glücklicherweise ist unsereins erst in zweiter, dritter, vierter …. Instanz Bürger, … ansonsten, - ein Mensch. Nach heutigem Sprachgebrauch und der Dialektik zeitungsverlegender Qualitätsbürger, entspricht dies dann einem Trotz- oder Verweigerungsbürger. Eventuelle Bürgschaften, zwecks Haftung für Folgeschäden gemeinbürgerschaftlicher Exzesse auf Anleitung von bürgerlichen Zeitungen, werden von unsereins, daher kategorisch abgelehnt. Überdies, hatte man sich aufgrund bürgerlicher Sachlichkeitszwänge bereits schon früher entschlossen, bezüglich des Tierbürgers aus humanitär-ethischen Gründen heraus, sicherheitshalber mal zum Vegetarier zu werden. Man weiß schließlich nie, was dem Subjektbürger so alles einfällt, wenn er das Bürgerobjekt in die stiftungsgeistige Bratröhre des Systembürgers schiebt. ”
P.S.: Tobin-Tax ist ein Betrug, dies würde vor allem die ganzen Kleinsparer und Pensionsfonds etc. treffen. Wer ein System entsprechend der menschlichen Natur gern hätte, siehe Silvio Gsell und seine Idden zum Freigeld und Freiland bzw. “Die natürliche Wirtschaftsordnung”.
@ Tester
Köstliches Zitat!
Da werde ich mich nach dem Essen mal umsehen!
Ich kann die Literatur von Silvio Gesell empfehlen, er war zwar kein Theoretiker, aber das kann ja auch von Vorteil sein.
Er hat die Kombination aus Freigeld, Freiland, Freiwirtschaft entwickelt, die auf einigen Theorien Proudhon aufbauen, diese aber an wichtigen Punkten weiterentwickelt wurden.
Freigeld besagt, dass auf Geld eine Umlaufgebühr erhoben wird, denn nach Silvio Gesell muss Geld, damit es ein Tauschmittel sein kann, den Waren vollkommen gleichgestellt werden. Da Waren irgendwann das zeitliche segnen, muss Geld dieses auch tun, zur Zeit ist aber Geld nach herrschender Theorie unendlich lang haltbar.
Silvio Gesell führt aus, dass durch die Umlaufgebühr auf Geld, das zurückhalten von Geld Kosten verursacht, wodurch das fordern von Zinsen unmöglich gemacht wird, da es immer jemanden geben wird, der der Umlaufgebühr entgehen will und zu niedrigeren Zinsen das Geld anbietet, diese Abwärtsspirale setzt sich solange fort, bis der Zins auf Null fällt.
Der Umlaufgebühr kann man dadurch entgehen, indem man das Geld investiert oder es zur Bank bringt, die dann wiederum das Geld schnell weiterverleihen muss, da sie sonst die Kosten zu tragen hat.
Freiland besagt, dass das gesamte Land einer Nation in die Hände des Staates übergeht und jeder Bewohner des Staates auf jedes Fleckchen Erde bei einer öffentliche Versteigerung einen Preis bieten kann, zudem er dieses Fleckchen Erde pachtet. (Modell der Erbpacht) Dadurch würden sämtliche Bodenspekulationen ein Ende gesetzt werden, da man Grund und Boden nicht mehr kaufen, brach liegen lassen und dann zu höheren Preisen verkaufen kann. Durch die öffentliche Versteigerung hätten wir einen fairen und freien Wettbewerb für die Pacht von Boden. Die Pachteinnahmen sollen nach Gesell den Müttern zugute kommen, da sie die zukünftigen Generationen gebären.
Freiwirtschaft ist eigentlich die Marktwirtschaft in ihrer grundsätzliche Form. Es gibt keine Subventionen, keine Zollabgaben und keinerlei Restriktionen um Monopole zu schützen, etc.
Dies soll nur ein sehr grober und stark zusammengefasster Überblick sein, wer wirklich die Freiwirtschaft verstehen will, muss das Buch Die neue Wirtschaftsordnung lesen, dort ist alles bis ins letzte Detail erklärt.
“DIE MODERNE WELT IST SO KAPUTT, DASS MAN KEINE ANGST ZU HABEN BRAUCHT, DASS SIE NICHT UNTERGEHT”. (Nicola Gomez Davila)
Ein riesiger Sündenfall – Eurokrise und Finanzmafia
Barroso: “Wir verteidigen den Euro, koste es, was es wolle”.
Hankel: Eine Währung die gerettet werden muss, ist keine Währung.
Na, wer hat wohl recht?
@ Alex
Danke für diese grundsätzlichen Ausführungen zu Gesell.
Dass aber keiner mehr privaten Grund besitzen solle, leuchtet mir nicht ein.
LG
Das wäre alles machbar, es geht um den Verbot vom Großgrundbesitz. Sein Häusle mit Garten oder tatsächlich für Eigenbedarf genutztes Land könnte man seinen Kindern immer noch hinterlassen. Aber man könnte eben kein halbes Bundesland besitzen (oder 30% der Erdoberfläche wie die gute Queenie, so ein Unding).
@Magnus Wolf Göller
Das ist nicht ganz richtig. Durch das Modell der Erbpacht “besitzt” du ja Grund und Boden, nur in einer anderen rechtlichen Form. Gesell will damit verhindern, dass auf Grund und Boden spekuliert wird und Blasen entstehen. Wenn man heute für ein Grundstück 100.000€ bezahlt, so würde man im Freiland pro Jahr ungefähr 1000€-1500€ für das gleiche Grundstück bezahlen. Eben auf das Leben verteilt.
Man kann das sicherlich auch durch eine vom Staat ausgerechnete und festgelegte entsprechende Bodensteuer erwirken, nur entspricht das Modell des Freilandes eher den Marktgegebenheiten, da Grund und Boden ein begrenztes natürliches Monopol ist und nicht beliebig vermehrbar.
@ Tester & Alex
Ich meine auch, dass Großgrundbesitz in Privathand wenigstens fragwürdig ist.
Doch sollte ein Landwirt, eigentlich jeder, ein vernünftiges, modern bewirtschaftbares Stück Land besitzen können.
Rechnen wir mal für Deutschland: Grob 320 000 00 ha Ackerland, Wiesen und Wälder getelt durch rund 80 Millionen, das macht einen Viertelhektar pro Nase.
Es wird aber nicht jeder einen Viertelhektar mit der Sense und dem Ackergaul bewirtschaften wollen und können, und die Erträge wären sicherlich zu gering.
Ich halte auch nicht viel vom Enteignen.
Aber man könnte den Grundbesitz auf z. B. fünfzig oder hundert Hektar begrenzen (bei Getreideanbau kommt ein Familienbetrieb mit weniger als 50 Hektar kaum noch über die Runden, bei Weinbergen erster Güte mögen schon drei bis fünf gerade so reichen).
Eine derartige Größenordnung schlösse Machtkonzentration über Grundbesitz hinlänglich aus.
Und es will ja auch nicht jeder Berliner Punker raus aufs Land und Bauer werden.
Und wenn er seinen Viertelhektar zwar theoretisch besitzt, aber eben mal für 99 Jahre nicht wirklich und im Jahr vielleicht 200 Euro Pacht dafür, reißt es das auch nicht raus.
Und wenn der Bauer, der zupachtet, sich schon bei zwanzig Hektar mit achtzig nacheinander auslaufenden Pachtverträgen herumschlagen muss, funktioniert gar nichts mehr.
Dass alles Land allen gehöre, alleine die grausamen Enteignungen…
Und die verheerende Bürokratie.
So ist das meines Erachtens nicht durchdacht.
Aber eine Obergrenze, wie gesagt, so dass die Großbonzen alles “Überland” nach und nach verkaufen müssten, das wäre wahrscheinlich eine gute Sache, wofern sie nicht überstürzt angegangen würde.
@Magnus
“Wir benötigen zweifellos eine andere Geldordnung.”
Klar, dazu werden wir auch um unsere Meinung gefragt. Wir werden ja auch ansonsten IMMER um unsere Meinung gefragt.
Ich denke auch, dass es zu einer anderen Geldordnung kommen wird, aber bestimmt wird diese nicht so sein, wie sie sich manche Denker vorstellen. Es wird so sein: Raus aus der Knechtschaft, rein in eine andere Art von Knechtschaft.
http://hure-babylon.de/?p=10
Ich weiß, das ist auch das Gedankengut bzw. die Lehre der Adventisten. Die reden auch viel Unsinn, aber es ist trotzdem nicht alles Unsinn was die reden. Die Anfänge der NUMMER und die Bezahlung in dieser Form (neue Geldordnung), erleben wir z.Z. ja schon hier und da selbst mit. Chipimplantate sind bei Tieren schon Gang und Gebe, an Menschen werden sie auch schon erprobt. Die Menschen werden Stück für Stück an die schöne neue Zukunft gewöhnt. Dass sie dann gar nicht so wunderbar sein wird, das werden viele zu spät bemerken.
@Magnus
Da scheint es ein Missverständnis zu geben, heutzutage werden schon sehr viele Flächen im Agrarbereich verpachtet ohne im Besitz des Bauern zu sein und das funktioniert ohne große Probleme. In dem Fall von Freiland, wäre der Besitzer des zu pachtenden Grundstückes eben nicht mehr privat sondern der Staat, der das Geld wiederum in die Gesellschaft zurückfließen lässt und es nicht in privaten Taschen versickert.
Enteignen ist ein recht negativ besetzter Begriff, Silvio Gesell hat dafür eine sehr einfache und gut durchdachte Lösung gefunden. Den Menschen, die jetzt Land besitzen, dürfen 1. das Land behalten 2. wird die Bodenrente ermittelt und dieser Betrag in eine Staatsschuld umgewandelt, die wiederum mit einen variablen Zins belegt wird. Der zu zahlende Betrag von Staat an den Grundbesitzer entspräche genau den Betrag, den der Grundbesitzer an Pacht bezahlen müsste, dabei wird mit sinkendem Zins aber der gesamte Schuldenberg abgebaut, sodass die Grundbesitzer ihr Grundstück bezahlt bekommen, der Staat aber keinerlei extra Geld in die Hand nehmen muss. Ist ein reiner Kreislauf.
Wenn ein Bauer 20 ha. Land pachtet, dann pachtet er ja nicht 20 kleine Parzellen, sondern im Großen und Ganzen zusammenhängende Gebiete, sodass er vielleicht auf 4 Pachtverträge kommt.
Zu der Begrenzung von Grundfläche: Was ist mit Flughäfen oder Bahnhöfen? Allein der Frankfurter Flughafen besitzt eine Grundfläche von mehr als 1900 ha. Große Bahnhöfe mit den Gleisvorfeldern sind ebenfalls riesig.
Zu der Bürokratie: Eigentlich ist das kein wirkliches Argument, denn wenn man mal überlegt, welche Behördengänge man machen muss, um heute ein Stück Land kaufen zu können, dann wäre das im Freiland ein Witz. Flächen die zur Pacht zur Verfügung stehen, werden öffentlich auf einer Versteigerung ausgegeben, jeder hat das Recht, an dieser Versteigerung teilzunehmen und jeder kann den Preis bieten, den er an Pacht bezahlen will, danach wird der Pachtvertrag unterschrieben und das war es. Da braucht man eine Person für das Versteigern, eine Person für die Buchführung und das wars.
Noch ein mal zu dem Punkt, wo Großgrundbesitz in Privathand ist. Dieses Land wurden vor Jahrzehnten gekauft und liegt brach, es verursacht keinerlei Kosten wird aber auch nicht benutzt, wenn jetzt aber jeder Hektar Land Kosten verursachen würde, dann würden die Großgrundbesitzer alles Land abstoßen, was sie selber nicht mehr brauchen. Daher würde Freiland völlig ohne Verbote oder Obergrenzen auskommen und auch die Agrarwirtschaft würde bedeutend effizienter arbeiten, denn ungenutzte Flächen kosten jetzt Geld und Derjenige, der am effizientesten arbeitet, wird die größten Gewinne erzielen.