Mit mir nicht, Mr Celente!

Hier das soweit mir bekannt Neueste von Gerald Celente auf Englisch und Deutsch, allerdings mit einem bemerkenswerten Unterschied.

In der deutschsprachigen Variante, die jener vom 14. Juli am 16. Juli folgte, findet sich nämlich am Schluss das, was im Original nicht dortstand:

“Anmerkung des Herausgebers: Die Sommerausgabe des Trend Journals wird in der letzten Juliwoche erfolgen. In der Zwischenzeit (ich spreche hier als Privatperson, da das Trend Research Institute keine Anlageempfehlungen ausspricht) werde ich weiterhin Gold und Schweizer Franken kaufen. Meine Anlage in kanadischen Dollar habe ich aufgelöst.”

Welche Spezialbetreuung bekommen wir Deutschsprachigen da?

Und, denken wir vielleicht auch mal darüber nach, was da eigentlich steht.

Das Trend Research Institute des Herrn Celente spricht keine Anlageempfehlungen aus.

Nur die Privatperson Celente, im Sinne seiner Wahl, und rein zufällig auch öffentlich unter einem seiner sich ganz zufällig auch ausdrücklich auf sein Institut beziehenden Artikel.

Lieber Herr Celente: Treiben Sie solchen Humbug, mit wem Sie wollen.

Bei mir sind Sie damit an der falschen Adresse.

(Mir tun auch die ausgezeichneten schweizer Schokoladen- und Messerhersteller leid, wenn alle schweizer Franken kaufen. Die gehen dann alle pleite, weil ein Riegelchen Schokki 2000 Dollar und ein Messer mit Kapselheber 20 000 Euro kostet. Nur Novartis tut mir dann nicht leid, wenn eine Ritalinkapsel 2000 Pfund kostet. Aber die Firma wird ihre Produktion unter ihrem Bilderberger-Lenker sicherlich ohnehin schnell genug in die Billigstpleiteländer verlagern.)


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5 Antworten zu “Mit mir nicht, Mr Celente!”

  1. Armin sagt:

    Ich finde die Empfehlung Celentes nicht grundsätzlich falsch. Das diese nicht in beiden Versionen enthalten ist, ist zwar unschön - aber macht die Empfehlung nicht falsch. Ob er damit irgendwas verdienen will, ist mir nicht plausibel dargelegt, deshalb meinte ich, er macht das, um einen praktischen Tip zu liefern - denen die die Möglichkeit haben. Ich gehöre nicht dazu.

    Das Problem ist wohl, dass es viele Millionen gibt, die es sich nicht leisten können, Gold anzuhäufen und Schweizer Franken - und die (bereits scho jetzt) praktisch ums Ueberleben kämpfen.

    Sonst finde ich Celente hat sehr oft nicht unrecht. Ich lese ihn gern.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Armin

    Ich habe den Mann schon verschiedentlich lobend erwähnt.

    Das aber ist in dieser Form eine Heuchelei, die mir eindeutig missfällt.

  3. Dude sagt:

    Hey nimms locker, solange die ganzen Blutdiamanten und die gesamten Goldstapel der Despoten- & Tyrannenvermögen - das ja eigentlich dasjenige der Völker wäre… - hier lagern, spielt es höchstens eine Nebenrolle, wenn Victorinox und Lindt pleite gehn ;) Ausserdem geben wir Verbrechersyndikaten der Welt, wie Nestle, Transocean, Syngenta, Glencore oder eben Novartis und noch einigen andern, hier ein Refugium, im welchem sie sich nach Lust und Laune austoben können, während sie global die Welt weiter ausbluten. Und im Notfall haben wir ja immer noch den ollen Christoph B.
    Haha!
    Ps. Zu Gerri sagi mal nüscht ;)

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich nehme es ja ganz locker, indem ich einfach sage, was Masse ist.

    Lockerer kann man die Dinge gar nicht nehmen.

    Zudem philosophiere ich hier nicht allein für drei Handvoll Leute, die sich dabei nicht sofort einen angähnen, irgendwie herum, sondern versuche, auch für die andern drei Handvoll ab und an bedenkenswerte hiesseitige Informationen zu bringen.

    Und wenigstens um Victorinox und Wenger wäre es tatsächlich schade.

    Um Schokolade ist mir nicht so schade.

    (Ich habe bislang alle meine Schweizermesser selber bezahlt und erhalte keinerlei Werbetantiemen von diesen Firmen.)

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ alle

    Ich will noch anfügen, dass mir Leute mit einer derartigen Intelligenz und Lebenserfahrung wie Celente zwar nach dem zehnten Bier ansingen können, dass sie nicht mehr so recht wissen, was sie grade tun und sagen, aber eben nicht also.

    Da strebt die Wahrscheinlichkeit für unbedacht oder aus Versehen gegen Null.

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