Nichtmal an Atzkotapetetl!

Inzwischen habe ich gemerkt, dass manche Leute mich nicht nur belächeln, bemitleiden oder verachten, weil ich nicht glauben will, sondern gar dafür hassen.

Nietzsche ist schon tot, jedenfalls körperlich, kann also grade nicht auf der Dritten Dimension hörbar mitlachen.

Ich kann aber so langsam aber sicher nachvollziehen, wie es ihm erging.

Meinem Bruder im Geiste.

Oh hätte er doch endlich geglaubt!

Alles wären sie – naja, vielleicht manches – bereit gewesen, ihm zu verzeihen!

Hätte er wenigstens an einen Atzkotapetetl geglaubt!

Ans Makramee!

An irgendwas!

Nein, völlig mitleidslos und grausam glaubte er nicht mit.

Und wir haben es diesmal nicht einmal geschafft, alle seine Bücher rechtzeitig zu verbrennen, in denen er diese seine weltverderberische Aktivität auch noch anpries!

Nicht glauben zu wollen, das ist die größte Hybris und Frechheit, die es gibt.

Der Anfang vom Ende.

Das Minus-A vom Minus-O.

Das waren noch Zeiten, als man Ungläubige einfach öffentlich briet!

Da war die Welt noch in Ordnung!

Jetzt verwahrlost alles, und die Jugend wird gnadenlos verderbt.

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16 Antworten zu “Nichtmal an Atzkotapetetl!”

  1. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    “Da war die Welt noch in Ordnung!”

    Wann soll das gewesen sein?

    Denn die Menschen waren schon immer so, siehe dazu die Filmausschnitte unten, und von selbst werden sich die Menschen auch in Zukunft nicht ändern. Klar, Ausnahmen gibt es immer. Aber solche Menschen, die anders sind, die werden gewöhnlich für wahnsinnig erklärt. Man höre den letzten Satz im Video.

    http://www.youtube.com/watch?v=K-m5jf1jdp0

    “Inzwischen habe ich gemerkt, dass manche Leute mich nicht nur belächeln, bemitleiden oder verachten, weil ich nicht glauben will, sondern gar dafür hassen.”

    Man soll sich keine Schuhe anziehen, die einem nicht passen. Wer, lieber Magnus, sollte Dich hassen können? Jene, die wirklich und wahrhaftig glauben, die können es jedenfalls nicht sein. Und was den Rest angeht, das sind solche, die kommen und wieder gehen und von denen dann auch nichts übrig bleibt, was noch im mindesten erwähnungswürdig wäre.
    Deswegen, nimm es Dir nicht so zu Herzen, von dem Du annimmst, es auf Dich persönlich beziehen zu müssen. Sonst fallen Dir vor lauter Gram am Ende noch alle Körperhaare aus und das wollen wir doch nicht, oder?
    Und niemand hat einem Mann vorher gesagt, dass sein Leben leicht sein wird. Also trage es mit Würde, was immer es auch ist.

    Ein schönes Wochenende Dir und Deinen Jungs.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef v. A.

    Danke Dir.

    Es musste aber mal gesagt sein.

    Wie viele Haare mir in letzter Zeit ausgefallen sind, kann ich leider nicht genau sagen.

    Nur, dass noch ein paar da sind.

    Also mindestens mehr als zwei.

    LG

  3. Dude sagt:

    Da ich zum Glauben schon genug gesagt hab die Tage beschränk ich mich mal auf nen kleinen Kommentar zum hochehrwürdigen Friedrich! Ob der übrigens wieder inkarniert ist, können weder du, noch ich, noch sonst wer wissen, wenndoch glauben durchaus; sowohl das eine, als auch das andere ;)

    Aber ich lasse den Meister selbst zu Wort kommen:

    Friedrich N. hat geschrieben:
    “Dem unbekannten Gott… dem ich in tiefster Herzenstiefe Altäre feierlich geweiht, daß allezeit mich deine Stimme wieder riefe. Darauf erglüht tief eingeschrieben das Wort: dem unbekannten Gotte. Sein bin ich, ob ich in der Frevler Rotte auch bis zur Stunde bingeblieben. Sein bin ich – und ich fühl die Schlingen, die mich im Kampf darniederziehn und, mag ich flieh’n, mich doch zu seinem Dienste zwingen… Du Unfaßbarer, mir Verwandter! Ich will dich kennen, selbst dir dienen!”

    Dazu gibts eigentlich nichts mehr zu sagen ;)

    Grüsse euch :-)

  4. Balance sagt:

    @ Magnus Göller
    Nichts gegen Nietzsche; doch was Dir an Jesus auffiel – zu sehr Kind seiner Zeit, noch befangen in archaischerem Denken – scheinst Du bei Friedrich einfach zu verleugnen: Er lebte in einer recht frauenverachtenden Zeit, die der Masse des weiblichen Geschlechts keinerlei Bildung ermöglichte. Aus beidem erklärt sich sein lästerliches Frauenbild. Verzeihlich, doch ihn in dieser Hinsicht heutzutage zum Massstab zu nehmen ist frevelhaft.
    Und wie Dude schon aufzeigte, hat er durchaus geglaubt; “Gott ist tot.” sagt auch schon, dass er eine Schöpfergottheit voraussetzte, und die Aussage stimmt überdies.

    @ Josef
    Hochamüsant, dass Du mit diesem liebenswürdigen Kommentar die eigene (sinngemässe) Aussage widerlegst, nur einer wäre wahrhaftig lieb gewesen, und zwar der Nazarener. Du bist offensichtlich verständiger und freundlicher.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Balance

    Mir ist klar, was Du wie ansteuerst.

    Es interessiert mich aber so nicht.

  6. TanjaKrienen sagt:

    “Er lebte in einer recht frauenverachtenden Zeit, die der Masse des weiblichen Geschlechts keinerlei Bildung ermöglichte. Aus beidem erklärt sich sein lästerliches Frauenbild.”

    Sein Frauenbild war ein psychologisches, morphologisches, logisches – kein politisches. Wir warten geduldig auch heute noch auf bahnbrechende Leistungen von Frauen auf dem Gebiet der Psychologie (Nietzsche-Schüler Salome ausgenommen), der Philosophie, Wissenschaft im allgemeinen, Literatur, Regie, Ökonomie – aber auch in den Bereichen Kochen, Sport, Saubermachen, Handwerkern usw.. Trotz 100 Jahre Gleichheit, wollen gleiche Leistungen nicht gelingen.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Jetzt bin aber gottfroh, dass mal wieder eine Frau kommt, die mich nicht als Frauenverächter hinstellt.

    Zumal allein schon deshalb, weil ich Nietzsche achte.

    Den meine Frau ebenso achtete wie ich.

    Und keineswegs für einen Frauenfeind hielt.

    Sie hielt vielmehr Frauen für beschränkt, die so etwas behaupten.

    Aber vielleicht war sie ja einfach nur so ungebildet wie Du und ich und spintisierte sich das deshalb irgendwie zusammen.

    Sie war ansonsten jedenfalls so emanzipiert, dass ich mich vor ihren Tiraden manches Mal unter der Bratpfanne verstecken musste.

    LG

  8. TanjaKrienen sagt:

    Klar, Frauen üben ihre Gewalt über die Sprache aus, über den Liebesentzug und über die Tricks des Alltags. Nicht aber über die Höhe von Häusern die sie bauen, die Tiefe von Schächten die sie graben oder das Zählen eigener Muskeln. Wenn, dann sind es keine Frauen. Frauenfeinde sind diejenigen, die das weibliche Naturell bekämpfen und Frauen in Kriege (mit Nietzsche gesprochen, also Kämpfe) schicken wollen, die nicht die ihren sind. Nicht, dass sie nicht manchmal auch Blut sehen wollen – aber dafür haben sie Männer.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ TanjaKrienen

    Prima, dass Du das so klar darstellst!

    Wir machen zusammen mal das grellste Video seit der Schlacht an den Thermopylen und den Metzeleien des Tamerlan.

    (Ich habe inzwischen eine gebrauchte Nikon, die nicht mehr so schimmelige optische Ergebnisse abliefert wie das Lidl-Loddelteil. Nicht, dass uns die Zuschauer dann nur an der Stimme voneinanderkennen…)

  10. Balance sagt:

    Liebe Tanja,

    wir schreiben dass Jahr 2011. Vor 100 Jahren, 1911, konnte von Gleichberechtigung keine Rede sein. Noch in den 50ger Jahren des vorigen Jh.s war die Frau dem Manne untergeordnet. Auf dem Ppier existiert Gleichberechtigung hierzulande erst seit ca. 50 Jahren, de facto jedoch seit wesentlich kürzerer Zeit, selbst wenn man über geringere Löhne grosszügig hinwegsieht.
    Ich warte keineswegs noch auf bahnbrechende Leistungen des schönen Geschlechts auf den genannten Gebieten. Marie Curie, Starhawk, Anne Rice, Friederike Caroline Neuber

  11. Balance sagt:

    … Elfride Jelinek, Lise Meitner und Dorothy Crowfoot Hodgkin sind nur einige Beispiele für Frauen, die sich darin (teils auch schon vorher) hervorgetan haben.
    Dass Frauen körperlich durch geringere Muskelmasse Männern in der Regel im Hochleistungssport und in physisch anstrengendem Handwerksberufen unterlegen sind, ist kein Grund für Diskriminierung.
    Vielleicht solltest Du die Schmähschrift “Über die Weiber” lesen, bevor Du Herrn Nietzsches Frauenbild als logisch hinstellst. Ich halte (unter anderem) Dich für intelligent genug, mit entsprechendem Fachwissen ausgestattet, sogar Einstein intellektuell das Wasser reichen zu können.

  12. TanjaKrienen sagt:

    Kennt, mit Ausnahme von Curie keiner und grad die ist ein Beispiel dafür, dass sich Klasse auch damals schon durchsetzte (wie auch in Falle Salome). Ansonsten: wer kennt Jelinek? Ein klassisches Beispiel für geförderten Politmurks.

    50 Jahre Gleichheit, meinetwegen, es heißt: 50 Jahre sogar Bevorzugung, weil Quoten und andere Beförderungen schon lange gelten. Doch mit Qualität hat das nichts zu tun.

  13. Balance sagt:

    Keiner ist übertrieben, die Genannten werden teils auch im Gymnasium behandelt (Neuber, Jelinek, Meitner). Aber ja, berühmt geworden sind bisher wenige weibliche Koryphäen. Astrid Lindgren, Dian Fossey, Clara Schumann, die Brontë – Schwestern, Agatha Christie, Hildegard von Bingen müssten Dir aber auch etwas sagen, die sind weltbekannt. Ausserdem muss man folgendes bedenken:

    “Erfindungen von Frauen sind häufiger, als man denkt – vom Kaffee-Filter zum Geschirrspüler, von der Wegwerfwindel bis zur ersten Computersprache. Allzuoft aber gerieten die Erfinderinnen in Vergessenheit und ihre Schöpfungen wurden einem Mann zugeschrieben oder sogar gestohlen. Alles was eine Frau “besaß” – auch ihre Erfindungen – war vor dem Gesetz bis in das 19. Jahrhundert Eigentum des Mannes. So haben Frauen ihre Erfindungen häufig verkauft oder unter dem Namen ihres Mannes patentieren lassen.”

    “Weder GSM-Mobiltelefone noch Notebooks würden heute existieren, hätten sich die Filmschauspielerin Hedy Lamarr, die als Hedwig Kiesler am 9.11.1914 in Wien geboren wurde, und der amerikanische Avantegardemusiker George Antheil (8.7.1900 – 12.2.1959) im Sommer 1940 nicht auf einer Dinnerparty in Hollywood kennengelernt. Auf einem Teppich liegend, mit einer silbernen Streichholzschachtel und deren Inhalt als Modellbaukasten, entwickelten die beiden, auf der Grundlage von Hedy Lamarrs technischen Vorschlägen, ein Gerät zur abhör- und störungssicheren Funkfernsteuerung von Torpedos.”

    “In den Jahren 1913/1914 machte Katharina Paulus (1868 – 1935), die erste deutsche Berufsluftschifferin, eine bahnbrechende Erfindung: das “Fallschirmpaket”. Sie faltete den Fallschirm zusammen und verstaute ihn samt Fangleinen in einen Verpackungssack. Durch ein Sollbruchband wurde beim Absprung der Verpackungssack aufgerissen und der Schirm freigegeben.”

    “Noch bevor Henry Fords erstes Auto in Produktion ging, erfand 1903 die Amerikanerin Mary Anderson (1866-1953) den Scheibenwischer. Sie beobachtete in New York, wie bei schlechtem Wetter Autofahrer ihre Wagen stoppten, ausstiegen und, um wieder klare Sicht zu haben, manuell die Windschutzscheiben von Regentropfen oder Schneeflocken befreiten. Das brachte sie auf die Idee, mit einem automatischen Wischerblatt dem Fahrer das Aussteigen bei Wind und Wetter zu ersparen.”

    “Erfunden wurde das Filterpapier von Melitta Bentz (*31.1.1873 – 29.6.1950), einer 35jährigen Dresdner Hausfrau. Sie kam 1908 auf die Idee, den Kaffeesatz mit Hilfe eines Papierfilters aus den Tassen zu verbannen. Dazu durchlöcherte sie den Boden eines Messingtopfes zu einem siebartigen Gefäß und legte darauf ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres ältesten Sohnes. Damit hatte sie es geschafft, einen Filter zu erfinden, der einen satzfreien Kaffee lieferte.”

    “Um 577 n.Chr. wird aus dem nördlichen China berichtet, dass dort Frauen die Zündhölzer erfunden haben, um Herdfeuer zum Kochen anzuzünden. Nicht überliefert ist die Zusammensetzung der Reibköpfe der Hölzer.”

    Quelle: http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/patent.html

    Interessant auch, was dieser clevere Mann zum Thema anmerkte:

    “Eine Frau, gleichgestellt, wird überlegen.”
    -Sokrates (470 – 399 v. Chr.)-

  14. TanjaKrienen sagt:

    1 % der Gesamtleistung. Dass Jelinek stattfindet, ist zu 95% der ultralinken Femifaschismus-Industrie geschuldet. Lies mal Esther Vilar!

  15. Balance sagt:

    Ich möchte mir über Jelineks Werk kein Urteil erlauben, dafür ist es zu lange her, dass ich etwas von ihr gelesen habe.
    Der geringe Anteil von weiblichen Berühmtheiten bzw. Grössen unter Berufsintellektuellen oder Ökonomen ist aber auch den nach wie vor männerfreundlichen Gesellschaftsstrukturen geschuldet. Die kapitalistische Ellenbogenmentalität, patriarchalisch geprägter Untertanengeist und Autoritätsgläubigkeit, Sozialdarwinismus kommen eher der männlichen Veranlagung zu Konkurrenzkampf und Aggression entgegen. Frauen, die, evolutionsbiologisch bedingt, viel mehr zu Diplomatie und Kooperation tendieren, unterliegen so im beruflichen Wettbewerb oft männlichen Konkurrenten, obwohl sie geistig überlegen sein mögen. Typische Frauen “verkaufen sich zu schlecht”.

  16. Lesezeichen sagt:

    Was für ein bescheuerter Fred.

    Sorry für die deutlichen Worte, aber wer noch keine Kampfemanze war, könnte es hier glatt werden.

    Ich habe in meiner eigenen Familiengeschichte und auch im Bekanntenkreis viel zu viele Beispiele von einfachster Bildungsverweigerung für Mädchen/Frauen, als dass ich mich diesem haarsträubenden “Leistungsvergleich” würde anschließen können. Selbst ich bin noch mit dem “Leitsatz” groß geworden, dass ich meinen Lebenszweck nicht erfüllt habe, wenn ich keine Kinder bekomme. Und meine Eltern hätten gut und gerne 68-er sein können.

    Es ist wie in der Mathematik. Wenn die Voraussetzungen nicht stimmen, stimmt auch das Ergebnis nicht. Selbst dann nicht, wenn richtig gerechnet wurde.

    Ansonsten äußer ich mich lieber nicht mehr zu solchem Kram.

    Was haben Frauen “bahnbrechendes” geleistet?

    Nun, sie haben all die geboren und großgezogen, die heute jeden Schwachsinn verbreiten dürfen. Das hätten sie vielleicht wirklich besser gelassen und sich um sich selbst gekümmert.

    es grüßt

    das Lesezeichen *sauer

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