Dass sich schon viele Leute dummgeschwätzt und dummgelesen und dummgeschwiegen und dummgesoffen haben, ist sicher. Aber hat sich auch schonmal einer dummgeschrieben?
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Tags: Dummgeschrieben?
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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 13. Juli 2011 um 11:30 erstellt und ist in der Kategorie Aphorismen abgelegt. Antworten zu diesem Artikel können durch den RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.
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Das habe ich mir auch schon mehrmals ernsthaft überlegt. Ob man – ich – vielleicht zu viel, zu ehrlich, zu ernsthaft, zu verstrickt, zu polemisch oder ganz einfach eben zu viel schreiben könnte.
Ob all das Schreiben vielleicht gar nichts bringt, nur Energie kostet etc. etc.
Aber ich komme immer wieder zu der Konklusion das Schreiben für mich sowohl Angsttherapie, wie auch gesund und irgendwo auch hilfreich ist.
Erstens hilft es mir, mich ernsthaft mit Themen auseinanderzusetzen. Zweitens hilft es mir, Kritik einzustecken. Drittens hilft es mir die Angst zu vergessen und durch Mut zu ersetzen. Und Letzens hilft es mir, das Gefühl zu haben, diesem Horror wenigenstens meine ehrliche Meinung entgegenzusetzen und diese gar publik zu machen.
Ich denke, die kollektive Schreib- und Kommentierwut hat viel mit dem philosophieren zu tun, dass uns vergessen ging. Es tut gut zu wissen, dass da Tausende und Abertausende sind, die mitfühlen, mithoffen, mitkämpfen. Wenn auch “nur” mit Worten.
Ich bekenne es: Ich bin ein ins Schreiben verliebter Schreiberling
@ Armin
Ehrliche, teils goldene Worte:
“Erstens hilft es mir, mich ernsthaft mit Themen auseinanderzusetzen. Zweitens hilft es mir, Kritik einzustecken. Drittens hilft es mir die Angst zu vergessen und durch Mut zu ersetzen. Und Letzens hilft es mir, das Gefühl zu haben, diesem Horror wenigenstens meine ehrliche Meinung entgegenzusetzen und diese gar publik zu machen.”
Ich will noch hinzufügen, dass es wohl keine anspruchsvollere Übung für den Verstand gibt.
Und dass einem beim ernsthaften Schreiben Ideen und Assoziationen kommen, die man sonst wohl kaum erlangt hätte.
Und ich sehe ebenso wie Du eine sehr positive Entwicklung, was die “Schreib- und Kommentierwut” im Netz anlangt.
Nachdem das Schreiben schon weitgehend abzusterben schien, erlebt es jetzt eine Renaissance.
Der Weizen trennt sich dann auch durchaus von der Spreu.
Auf Blogs für Dumme wird entprechend kommentiert.
Nicht umsonst meinen entsprechende Interessengruppen, schon ganze Heere an Trollen beschäftigen zu müssen.
Das Informationsmonopol der Schafsmedien ist inzwischen derartig im Eimer, dass sie zu diesem schon einigermaßen verweifelten Mittel greifen.