Siegt der Feminismus sich zutode?

Dominique Strauss-Kahn muss demnächst, wenn er voraussichtlich aus den schönen USA entlassen wird, in die nächste Runde, oder eher, diese hat schon begonnen, indem jetzt eine französische Journalistin angekündigt hat, ihn wegen eines Vergewaltigungsversuchs vor neun Jahren anzuzeigen.

Da habe sie ihn nicht angezeigt, weil sie sich nicht mit einem mächtigen Politiker anlegen habe wollen.

Der schlechte Witz an der Sache ist wiederum, dass es wohl keinerlei Zeugen gibt, die Begleitumstände wohl kaum noch erhellend geklärt werden können (außer vielleicht, dass es einen Interview-Termin tatsächlich gab), die womöglich spermabesudelte Wäsche inzwischen oft genug gewaschen sein dürfte (die aber auch wenn frisch Folge von Masturbation oder einvernehmlichem Sex sein könnte), höchstwahrscheinlich wieder schlicht nur Aussage gegen Aussage stehen wird.

Diesmal nicht von einer schwarzen moslemischen Asylbetrügerhure, sondern von einer mit 31 immer noch fast jungfräulich wirkenden, süßen kleinen Marie-France in Jeans mit Knielöchern, die aussieht, als hätte sie noch nicht einmal je ein Fußwaschwässerchen trüben können.

Sie wird sich die Sache, egal wie viel dransein mag, jedenfalls vergolden lassen können, mindestens wohlhabend aus der Sache herauskommen, wenn sie sich nicht total dumm anstellt.

Das professionelle Lügen dürfte sie als Schafsmedienjournalistin wohl gelernt haben: so viel ist sehr wahrscheinlich.

Die ganze Sache wird sich voraussichtlich wieder über Monate hinziehen, Strauss-Kahn wird keine Chance mehr auf die sozialistische Präsidentschaftskanditatur haben, er wird wahrscheinlich politisch endgültig ausgeschaltet sein.

Ob die Feministinnen in Frankreich und anderwo dadurch allerdings noch mehr Oberwasser bekommen werden als schon zuletzt, erscheint mir fraglich.

Und Frauen, die tatsächlich sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren, sind, sein werden (womit ich nicht ausschließe, dass DSK sich etwas zuschulden kommen ließ), denen dürfte durch die Geschichten Assange/Kachelmann/DSK ein Bärendienst erwiesen worden sein.

So weit kann aber eine Alice Schwarzer z.B. wahrscheinlich nicht denken, nämlich, dass hier das Nachtwächtersyndrom greifen könnte.

Die Behandlung Kachelmanns war unglaublich, jene Strauss-Kahns grausam, jene Assanges völlig aberwitzig.

In den ersten beiden Fällen sehr dubiose Geschichten, bei Strauss-Kahn von Anfang an voller Ungereimtheiten, im letzteren Falle eine Justizposse um ein “Verbrechen”, das es in einem westlichen Land vernünftigerweise gar nicht gegeben haben konnte.

Drei Biographien ruiniert, einfach so.

Und in allen genannten Fällen gab es völlig offensichtliche Verdachtsgründe, dass Verleumdung, üble Machenschaften dahinterstecken könnten, aber kaum jemand (ich bin kaum jemand) traute sich, das öffentlich deutlich zu sagen: um nicht unter die Räder der Politischen Korrektheit zu geraten.

Während der völlig absurde Fall Assange nicht weiter erörtert werden muss (aber auch noch nicht abgeschlossen ist, Schweden hat meines Wissens noch nicht darin aufgegeben, sich zur No-Go-Zone für Männer zu machen), bleibt, dass ein deutscher Richter Kachelmann zwar freisprach, aber in der Urteilsbegründung einen ewigen Verdacht über ihn verhängte.

Wie es wohl bei DSK enden wird?

(“Männer sind Schweine…Glaube ihnen nicht ein Wort…Ausnahmen gibt’s leider keine…”)

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