Einen Netzengel zum Göller geschickt

Die Geschichte, die ich – bis vor ein paar Minuten – über die ersten zwei Tage meines mobilen Aldi-Internetanschlusses zu erzählen hätte, der mich bis zum veritablen Notschrei brachte, kann ich nun aus zweierlei Vernunftserwägungen heraus leider doch nicht erzählen.

Erstens glaubt mir die Story wahrscheinlich kein Mensch, und zweitens lege ich mich nicht mit einer Firma mit Milliardenumsätzen an, wenn ich lediglich meine Beobachtungen und darüberhinaus keine stichhaltigen Beweise vorlegen kann.

Auf einmal jedenfalls funktioniert die Sache zauberhaft.

Der Himmel sandte plötzlich einen Engel, und alles ward gut.

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9 Antworten zu “Einen Netzengel zum Göller geschickt”

  1. Dude sagt:

    Ich fühle mit dir, werter Magnus, denn ich selbst hatte mit selbigen Problemen zu kämpfen, als ich eine Prepaid-Connection per USB über sunrise.ch genutzt hatte. Bis zu 500 MB pro Tag gingen zwar wunderbar in rasantem Tempo, doch sobald diese überschritten war, lieferten sie mir mit der penetranten Beschränkung noch zwischen 10 & 30 kbps. Absolut unbrauchbar!

    Auf die ganzen Kundendienstanfragen hiess es nur immer, dass ab 10 GB pro Monat die Bandbreite eingeschränkt werde, bis ich dann bei der fünften Anfrage derart ausfällig und frech wurde, dass tatsächlich mal einer wach wurde und wirklich auch gelesen hat, was ich frage, und mir die entsprechende Antwort bzgl. 500 MB pro Tag geliefert hat.
    Ach diese armen Sklaven, die sich in solchen Jobs abmühen, nur um irgendwelche Bits und Bytes auf ihre Bankkonten überwiesen zu kommen, damit sie dann auf Papier gedruckte Zahlen aus dem Geldautomaten bekommen, tun mir manchmal wirklich leid…
    Gottlob hab ich seit kurzem ein offenes W-Lan gefunden hier bei mir, darum surfe ich jetzt gratis mit bis zu 5000 mbps :-D

    Liebe Grüsse nordwärts an den Bodensee :-)

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    10-30 kbps????????????

    Ich habe hier Freudentänze vollführt, wenn mein Eimer mal dauerhaft e i n kbps hingekriegt hat.

    Manchmal war ich froh, wenn er stabil zwischen 198 und 316 bs vor sich hinorgelte.

    Ich sah teilweise, wie e i n bs sich über drei, dann vier, sieben, neun… bis auf 111 hochkrattelte, um sich dann dort aufzuhängen, ohne dass nach einer gewissen Zeit von der vorgeblichen Ladung noch etwas Sichtbares geladen worden wäre.

    Oft gab es gar kein Netz, oder es stürzte ganz ab (was mitunter nicht viel Unterschied ausmachte, aber nach einer halben Stunde Laden von 180 kb trotzdem den letzten Hohn darstellte), bzw. wählte sich der Kübel in ein schweizer Netz ein, das mich binnen Minuten mein Guthaben gekostet hätte.

    Der Engel gestern abend war jener, der mir kurze Zeit 5-7 kbps lieferte, so dass meine kleine Seite in gut einer Minute hochgefahren war.

    Von Deinen intergalaktischen schweizer Dimensionen hätte ich hier noch nicht einmal im Delirium Tremens zu traumbeuteln gewagt.

  3. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    “Der Himmel sandte plötzlich einen Engel, und alles ward gut.”

    Das sollte doch als Beweis genügen. Wenn es Probleme gibt, dann freut sich sogar ein “ungläubiger Drudist” über Hilfe aus dem Himmel.

    Solange alles gut läuft, wollen “Ungläubige” natürlich von Gott und seinen Boten nichts wissen. An so einen Unsinn glaubt man doch nicht.

    Warum bedankte sich jener jetzt nicht bei Konfuzius, Nietzsche oder bei den Runenschreibern?

    Aber wie hätte dann die Überschrift des Artikels gelautet?

    Konfuzius hat gesagt, bleib Bytetreu und laß erst einmal Moos rüber wachsen.

    Nietzsche sagt, “Gott ist tot”, bei Aldi aber ist alles im Lot.

    Wo kommen aber dann all die uns aus der Not rettenden Engel her?

    Nichts für ungut Magnus, auch von den Christen ist noch keiner durch Bücken entrückt worden.

    Konnte nicht früher, denn wir hatten Besuch vom Heiligen Geist, in Gestalt von einer Taube. Er blieb sechs Tage und am siebten Tag war sein Urlaub dann vorbei.

    Was Ungläubige betrifft Magnus, muß ich ja zugeben, selbst als einer zu gelten. Der Islam macht Dich und mich gleich. Na wer sagt’s denn? Geht doch Bruder!

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    Josef v. A.

    Der Engel, den ich so vorschnell lobte, blieb leider nur eine halbe Stunde und hatte ein lediglich Notbitbrot im Gepäck, das andere Naturen als klare himmlische Aufforderung zum Dauerbytefasten empfunden hätten.

    Ich hätte ihm vielleicht sagen sollen, dass ich so billig noch nicht zufriedenzustellen sei und ihm noch ein paar Kilobeine machen sollen.

    Ich bin immer noch zu leichtgläubig und gutmütig gegenüber den vermeintlich höheren Mächten.

    Mal sehen, ob die diesen Kommentar jetzt wenigstens an einen Gläubigen wie Dich durchstellen, oder ob die Karre sich gleich wieder an der eigenen Deichsel aufhängt.

    Gleichwohl liebe Grüße und herzlichen Dank für Deinen humorvollen Zuspruch.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Joseph v. A.

    Du scheinst Wunder wirken zu können.

    Meine Danksagung eben wurde mit realistischen circa 1,8 Kilosekundenbeinen – also wie der Blitz in unter zwei Minuten – realisiert.

    Vielleicht hatten die Hebräer in der Bundeslade ja auch nur einen schnellen, nahezu unabstürzbaren Netzanschluss versteckt.

    (Diesen Nachtrag versuche ich jetzt zum dritten Mal, nachdem er wenigstens – bislang – noch nicht gänzlich wegefressen ward, sondern nach 5 Minuten wiederhergestellt. Auch Deine Wunder währen kurz. Glückauf!)

  6. Josef von Aphoris sagt:

    @ Magnus

    Ich kann keine Wunder bewirken. Aber ich habe gelernt, kleine Wunden zu verbinden. Das könnte nützlich sein, denn wer weiß schon was das Morgen bringen wird. Hoffentlich bringt das Morgen kein Morden.

    Mit dem PC hatte ich auch mal Probleme. Aber seit dem ich ihm, besser ihr, denn sein Name ist Anna, gezeigt habe, wer der Herr ist, da schnurrt sie nur noch vor sich hin. Sie mag es vor allem gerne, wenn ich auf ihre Tasten tippe. So leicht ist ein weibliches Wesen zufrieden zu stellen. Wenn sie mal byten sollte, dann kommt sie in den Müll. Diese Drohung hat bisher Wunder gewirkt. So fällt mir auf, ich kann doch Wunder wirken, wenn auch auf eine herrlich herrisch männliche Art.

    Magnus, Dein Blog ist der beste. Hier schallt Blitz und Donner noch lange nach und es zieht einen gewaltig, egal wohin.

    “realistischen circa 1,8 Kilosekundenbeinen”

    Du musst Deinen PC nicht so oft auf die Waage stellen. Ist doch egal wie viel das Ding wiegt. Das andauernde Stecker rein und Stecker raus, macht oft viel kaputt. All die vielen Ehescheidungen bezeugen dies. Versuchs mal mit gleichmäßigem Stromzufluss. Das wirkt auch oft Wunder.

    “Vielleicht hatten die Hebräer in der Bundeslade ja auch nur einen schnellen, nahezu unabstürzbaren Netzanschluss versteckt.”

    Was die darin versteckt haben, weiß ich auch nicht. Jedenfalls sind die ersten Steintafeln mit den Zehn Geboten von Moses zerschlagen worden. Was muss der eine Wut auf seine Bundeslade gehabt haben. Aber er war es selbst schuld, so einen Namen verträgt noch nicht einmal ein Aldi-PC.

    Das mit dem Heiligen Geist, war übrigens kein Witz. Es war eine Haustaube und wir vermissen sie jetzt schon etwas. Aber es war für sie bzw. Ihn wohl nötig, noch woanders Besuche zu machen.

  7. Föhnix sagt:

    “Kundendienst” ist ein ganz typischer Neusprech-Euphemismus.

  8. Dude sagt:

    Heilandsack, Himmel, Arsch und Zwirn!
    Und dafür verlangen die Aldi-Verbrecher tatsächlich noch Geld von dir, statt dir ihre Renditen zu schenken?
    Das ganze scheint offenbar eine äusserst schwere Prüfung an deine Geduld und Gelassenheit!
    Am besten du steigst während deinem Aufenthalt am Bodensee auf Brieftauben um, was wesentlich effizienter und überdies auch noch energiesparend (8ung Mehrdeutigkeit ;)) wäre.
    Wünsche dir viel Gelassenheit und Geduld und sende dir grössten Respekt und Dank, dass du dich uns zuliebe mit dem bitgehackstückel-*** abmühst :o)

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Grade fahre ich – sicherlich ob Josefs Gebeten – vollturbo auf mitunter 5kbs und gar mal mehr: aber nur manchmal.

    Oft indes immer noch auch gar nicht.

    Danke für Dein Mitgefühl.

    Zum Glück weiß ich schon seit einiger Zeit, was ein Ordal ist und kenne meine Notrune ganz gut.

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