Heilige Bohnensuppe

Gerade köchelt bei mir eine Suppe, die endlich mal wieder eine Heilige Bohnensuppe zu werden verspricht.

Ich schrieb als Student vor wohl bald fünfundzwanzig Jahren schonmal ein Traktat, unwiederbrinlich tragisch verloren, über das Wesen der Heiligen Bohnensuppe.

Eine Heilige Bohnensuppe zu kochen, das ist nämlich keine geringe Kunst.

Denn sie ist nicht nur eine Tochter guter Zutaten, sondern auch der größten Sorgfalt und Geduld.

Am Schlusse aber nährt sie wie kaum eine andere Speise, gibt wahre Steinmetzkraft.

Richtig gewürzt ist sie auch so heilig, dass sich selbst unerwünschte übelriechende Winde in der Folge ihres Genusses nicht mehr einzustellen wagen.

Mich verwundert es schon angeruchs einer Heiligen Bohnensupp nicht, dass außer dem Steinmetzen und dem Zimmermanne nur noch der Koch als Handwerker kein “er” am Ende braucht.

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